Allgemeine Nutzungsbedingungen

Allgemeine Nutzungsbedingungen der Internet-Seite „www.bondinvest.eu“

Die Nutzung des unter dem Domain-Namen „http://www.bondinvest.eu“ erreichbaren In-ternet-Auftritts der Wolfgang Steubing AG einschließlich aller unter diesem Domain-Namen hinterlegten Internet-Seiten unterliegt den nachfolgenden Nutzungsbedingungen. Die Nutzung des Internet-Auftritts ist erst möglich, nachdem Sie diesen Nutzungsbestimmungen ausdrücklich durch Betätigen des „akzeptiert“ – Feldes am Ende der Nutzungsbedingungen zugestimmt haben und diese damit als verbindlich für die Nutzung des Internet-Auftritts akzeptiert haben. Bitte lesen Sie daher die nachstehenden Nutzungsbedingungen ausführlich durch.

§ 1 Leistungen des Anbieters

(1) Die Wolfgang Steubing AG, Goethestraße 29, 60313 Frankfurt am Main (nachfolgend als „Steubing“ bezeichnet) betreibt den Internet-Auftritt unter dem Domain-Namen „http://www.bondinvest.eu“ und den darüber abrufbaren Internet-Seiten (nachfolgend als „Internet-Auftritt“ bezeichnet). Über den Internet-Auftritt stellt Steubing Informati-onen über die auf der elektronischen Handelsplattform „Bond Invest“ handelbaren An-leihen sowie deren jeweilige Marktpreise zur Verfügung. Der Abruf der Informationen ist für die Nutzer des Internet-Auftritts kostenlos.

(2) Die Informationen werden von Steubing ausschließlich privaten Nutzern mit Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland zur Verfügung gestellt. Eine Nutzung des Internet-Auftritts durch professionelle Markteilnehmer ist ausgeschlossen.

(3) Als Betreiber des Internet-Auftritts ist Steubing gemäß § 5 des Telemediengesetzes („TMG“) für eigene Inhalte nach den allgemeinen Gesetzen verantwortlich. Die Inhalte der Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt.

§ 2 Hinweise zu den bereitgestellten Informationen

(1) Der Internet-Auftritt und die darüber abrufbaren Daten dienen ausschließlich zur Information über die auf der elektronischen Handelsplattform „Bond Invest“ handelbaren Anleihen sowie deren jeweilige Marktpreise. Die Daten und Informationen stellen insbesondere keine Werbung, Empfehlung, Finanz- oder sonstige Beratung seitens Steubing dar. Sie sind kein Angebot oder Aufforderung zu einem Kauf oder Verkauf für die über die elektronische Handelsplattform „Bond Invest“ handelbaren Anleihen. Anlageziele, Erfahrung, Risikoneigung und finanzielle Verhältnisse der Nutzer des Internet-Auftritts können bei dessen Erstellung und Pflege nicht berücksichtigt werden.

(2) Die in dem Internet-Auftritt enthaltenen Anleihen sind möglicherweise nicht für jeden Nutzer als Anlageinstrument geeignet. Möglicherweise ist der Kauf dieser Anleihen als riskant anzusehen. Insbesondere können Zins- und Wechselkursänderungen den Wert, Kurs oder die Erträge der Anleihen negativ beeinflussen. Angaben zur Wertentwicklung sind immer vergangenheitsbezogen. Für die Prognose zukünftiger Wert- und Preisent-wicklungen sind historische Kursentwicklungen nur eine unzulängliche Basis und stellen keine Garantie dar. Ferner repräsentieren die in dem Internet-Auftritt dargestellten Werte und Preise möglicherweise nicht den Preis oder Wert, der auf dem jeweiligen Markt zu dem Zeitpunkt erhältlich ist, zu dem ein Nutzer ein bestimmtes Wertpapier o-der Währung kaufen oder verkaufen möchte. Weiterhin berücksichtigen die Informationen in dem Internet-Auftritt nicht die aufgrund der Größe einer konkreten Transaktion möglicherweise abweichenden Werte oder Preise. Steubing übernimmt keine Verantwortung für:

  • a) die Geeignetheit der in dem Internet-Auftritt dargestellten Anleihen für den Anleger
  • b) die buchhalterischen und steuerlichen Konsequenzen einer Anlage in die darge-stellten Anleihen, sowie
  • c) die zukünftige Wertentwicklung der Anleihen.

Steubing rät dringend dazu, vor Anlageentscheidungen unabhängigen Rat von Anlage- und Steuerberatern einzuholen. Durch die Nutzung des Internet-Auftritts sowie des Ab-rufs der enthaltenen Informationen wird der Nutzer weder zum Kunden von Steubing, noch entstehen Steubing dadurch irgendwelche Verpflichtungen oder Verantwortlich-keiten diesem Nutzer gegenüber, insbesondere kommt kein Auskunftsvertrag zwischen Steubing und dem Nutzer dieser Internetseiten zustande.

(3) Steubing behält sich ausdrücklich vor, unter dem Internet-Auftritt zum Ausdruck gebrachte Meinungen, einzelne Internet-Seiten oder den gesamten Internet-Auftritt einschließlich der angebotenen Dienste, Informationen, Eigenschaften oder Funktio-nalitäten, die im Rahmen der bestimmungsgemäßen Benutzung des Internet-Auftritts zugänglich sind, ohne vorherige Ankündigung zu verändern, zu ergänzen, zu löschen oder die Veröffentlichung zeitweise oder endgültig einzustellen. Steubing übernimmt keine Verpflichtung, die enthaltenen Informationen zu aktualisieren oder auf dem neu-esten Stand zu halten.

Steubing ist als Market-Maker für die Anleihen, die auf den Internet-Seiten des Inter-net-Auftritts dargestellt werden, tätig und betreibt die elektronische Handelsplattform „Bond Invest“. Diesbezüglich können bei Steubing Interessenkonflikte bestehen. Durch die Market-Maker-Tätigkeit und den Betrieb der elektronischen Handelsplattform „Bond Invest“ kann Steubing Positionen in diesen Anleihen halten. Daraus können sich mögli-cherweise Auswirkungen auf den Wert der hier dargestellten Anleihen ergeben.

§ 3 Disclaimer, Haftung für Links

Der Internet-Auftritt enthält Verweise („Links“) zu Internet-Seiten, die weder von Steu-bing erstellt wurden noch von Steubing betrieben werden und auf deren Inhalte Steu-bing daher keinen Einfluss hat. Aus diesem Grund kann Steubing für diese fremden In-halte dieser Anbieter keine Gewähr im Hinblick auf die Richtigkeit und Vollständigkeit der dort angebotenen Informationen übernehmen. Für die Inhalte dieser Internet-Seiten ist der jeweilige Anbieter verantwortlich.

Die Internet-Seiten wurden zum Zeitpunkt der Erstellung des Verweises auf offensicht-liche Rechtsverstöße überprüft. Eine permanente Kontrolle der in Bezug genommenen Internet-Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte weder praktisch machbar noch sinnvoll möglich. Sollten Steubing Rechtsverletzungen bekannt werden, so wird Steu-bing die Verweise Links umgehend entfernen. In diesem Punkt bittet Steubing die Nut-zer des Internet-Auftritts um einen Hinweis, sofern entsprechende Rechtsverletzungen durch den Nutzer festgestellt werden.

§ 4 Gewerbliche Schutzrechte

(1) Die gewerblichen Schutzrechte für die von Steubing erstellten eigenen Inhalte des In-ternet-Auftritts (z.B. Grafiken, Sounds, Texte, Datenbanken) sowie die Rechte an den Kennzeichen „BOND INVEST“ und „Wolfgang Steubing AG“ liegen bei Steubing. Eine Vervielfältigung oder Verbreitung dieser Inhalte in anderen (auch elektronischen oder gedruckten) Publikationen oder eine Verwendung der Kennzeichen ist ohne ausdrückli-che Zustimmung von Steubing nicht gestattet. Eingriffe in die Schutzrechte von Steu-bing werden bei Kenntnisnahme unverzüglich verfolgt.

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§ 5 Haftung

Für die von Steubing unter dem Internet-Auftritt kostenlos bereitgestellten Leistungen und Informationen gelten, soweit diese nicht kostenpflichtig angebotenen Dienstleistungen betreffen, folgende Haftungsbestimmungen:

(1) Steubing übernimmt keine Haftung für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen.

(2) Schadenersatzansprüche sind ausgeschlossen, sofern kein grobes Verschulden oder Vorsatz von Steubing vorliegt. Insbesondere sind Ersatzansprüche gegen Steubing we-gen solcher Schäden ausgeschlossen, die aufgrund der Verwendung der Informationen oder durch fehlerhafte und unvollständige Informationen verursacht wurden. Soweit die Haftung von Steubing ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die persönliche Haftung seiner Angestellten, Arbeitnehmer, Mitarbeiter, Vertreter und Er-füllungsgehilfen.

§ 6 Sonstiges

(1) Diese Nutzungsbestimmungen unterliegen in sämtlichen Bestandteilen ausschließlich deutschem Recht.

(2) Sollten einzelne Bestimmungen dieser Nutzungsbedingungen rechtsunwirksam sein oder werden, so berührt dies nicht die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen.

Zehn Jahre nach der Finanzkrise erweist sich die nachfolgende Konjunkturerholung als eine der schwächsten, aber auch eine der längsten in der jüngeren Geschichte. John Pattullo, Co-Head of Strategic Fixed Income, erläutert seine Einschätzung zum Wirtschaftswachstum nach der Krise und wie es aus seiner Sicht künftig weitergeht.

2009, eineinhalb Jahre nach der schlimmsten Finanzkrise, die die Welt seit den 1930er Jahren erlebt hatte, schien das Schlimmste vorüber und Volkswirte begannen darüber zu spekulieren, wie die Erholung wohl verlaufen würde. Die Diskussion drehte sich zunehmend um Buchstaben wie V, U, W und L. Als keine geeigneten Buchstaben mehr zur Verfügung standen, taten es auch schnörkelige mathematische Symbole, allen voran das von George Soros auf den Kopf gestellte Symbol für die Quardratwurzel.

Nahezu acht Jahre später wird deutlich, dass die nachfolgende Konjunkturerholung eine der schwächsten, aber auch eine der längsten und holprigsten der jüngeren Geschichte ist.

In den USA, wo der Aufschwung früher einsetzte als in anderen Industrieländern, verläuft er regional und zeitlich ungleichmäßig und kann bestenfalls als moderat bezeichnet werden. Am 30. Juni war die Erholung acht Jahre oder 96 Monate alt. Sie ist damit einer der längsten Konjunkturzyklen in der Geschichte der USA. Nur zwei waren noch länger – in den 1960er Jahren mit 106 Monaten und in den 1990er Jahren mit 120 Monaten.

Zuletzt aber gab es doch die eine oder andere positive Nachricht, die hoffen lässt, dass sich das bisher schwache Wachstum langsam beschleunigt. Im Oktober korrigierte der Internationale Währungsfonds seine Wachstumsprognosen für 2017 und 2018 nach oben und stellte fest, dass die Weltwirtschaft Fahrt aufnimmt und so viele Länder erfasst hat wie seit der globalen Rezession 2010 nicht mehr.

Dennoch befürchten viele, dass trotz des kurzfristig guten Ausblicks die dem Wachstum zugrunde liegende Dynamik in vielen Industrieländern nach wie vor schwächelt. Genährt werden diese Sorgen von den geringen Investitionen, schwacher Produktivität und protektionistischer Politik sowie anderen strukturellen Faktoren.

Die Buchstabensuppe der Konjunkturerholung
Seit dem Abschwung haben die geldpolitischen Anstrengungen zum Ankurbeln des Wachstums die Vermögenspreise in die Höhe getrieben, aber bei Löhnen und Inflation weitgehend versagt. Hatten die Zentralbanker die falsche Inflation ins Visier genommen?

Der gegenwärtige Konjunkturaufschwung in den USA ist jedenfalls überaus ungewöhnlich. Unterschiedliche Bereiche der Volkswirtschaft erholen sich unterschiedlich stark. Die Erholung der Vermögenspreise etwa verläuft V-förmig: Nach steilem Einbruch sind die Preise noch schneller wieder gestiegen und setzen diesen Trend fort. Derweil erklimmen die Aktienmärkte jeden Tag neue Höchststände, was viele als den „am meisten gehassten Bullenmarkt in der Geschichte“ bezeichnen. Das Ergebnis ist eine zunehmende Ungleichheit in der Gesellschaft, in der die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden – verschärft noch durch neue strukturelle Kräfte in der Wirtschaft. Wie zum Beispiel die Veränderungen am Arbeitsmarkt mit dem rasanten Aufkommen einer neuen Arbeiterklasse: dem Prekariat. Wer dazu gehört, muss mit unsicheren Beschäftigungsverhältnissen und Löhnen zurechtkommen, die kaum zum Leben reichen.

Produktivität und Reallöhne, die deutlich gefallen sind und sich bislang nicht erholt haben, zeigen eine klassische L-Form. Dagegen nimmt das Wirtschaftswachstum gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) die Form einer Quadratwurzel an.

Die Zentralbanken stellt das vor ein Dilemma. Auch mit zahlreichen quantitativen Lockerungsprogrammen in den zehn Jahren seit der Finanzkrise ist es ihnen bisher nicht gelungen, Inflation und Wachstum auf das gewünschte Niveau zurückzuführen. Mangelnde Investitionen und Produktivitätssteigerungen sind ein Grund für das langsame Wachstum. Aber auch der demografische Wandel, fallende Preise infolge technologischer Neuerungen und ein verändertes Konsumverhalten haben ihren Anteil an der Welt mit Mini-Wachstum und Mini-Inflation, in der wir heute leben. Und diese Faktoren werden sich kaum in nächster Zeit in Luft auflösen.

Viele Instrumente der Zentralbanken zum Ankurbeln der Konjunktur und zur Neujustierung ihrer Politik erscheinen nun wie ein stumpfes Schwert. Und angesichts der ultraniedrigen Zinsen können die Währungshüter ihre quantitativen Lockerungen nicht so schnell wie gedacht zurückfahren. So hat die US-Notenbank eine Reduzierung ihrer Bilanz in Mini-Schritten in Aussicht gestellt und betont, dass die Zinsen nur ganz allmählich und abhängig von den Wirtschaftsdaten steigen werden. Auch die Europäische Zentralbank hat ein allmähliches Drosseln ihrer Anleihenkäufe signalisiert. „Allmählich“ ist dabei der allerorten häufig bemühte Terminus.

Mit Pauken und Trompeten oder sang- und klanglos?
Trotz des von der jüngsten Konjunkturbelebung angefachten Optimismus glauben wir, dass sich die Quadratwurzel-Erholung noch geraume Zeit fortsetzen wird. Denn kurz- und langfristige strukturelle Faktoren bremsen Wachstum und Inflation.

Auch wird diese Entwicklung unseres Erachtens nicht mit Pauken und Trompeten, sondern vielmehr sang- und klanglos zu Ende gehen mit auf absehbare Zeit schleppendem Wachstum. Sollte es dennoch zu einem neuerlichen Abschwung kommen, dürften geopolitische Gründe oder China die Auslöser sein oder das Platzen einer Vermögensblase, die eine Korrektur auslösen könnte. Aber einen durch die Inflation angeheizten Wirtschaftsboom als Grund schließen wir aus.

http://www.fixed-income.org/    (Foto: John Pattullo © Janus Henderson)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.