Allgemeine Nutzungsbedingungen

Allgemeine Nutzungsbedingungen der Internet-Seite „www.bondinvest.eu“

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Wissenswert.

Aktuelle Meldungen

19/07/18
Debtvision – auf dem Weg zur Etablierung als digitaler Marktplatz für Schuldscheindarlehen

Die LBBW und die Börse Stuttgart haben im Juni unter der Marke Debtvision einen digitalen Marktplatz für Schuldscheine gegründet. Kurz darauf startete die erste Transaktion über die neue Plattform, die auch erfolgreich platziert werden konnte.

Der internationale Handels- und Dienstleistungskonzern BayWa AG vermarktete einen Schuldschein exklusiv über Debtvision an eine Vielzahl etablierter Schuldscheininvestoren; ferner konnte über die 15 zeichnenden Investoren hinaus eine Vielzahl weiterer Investoren als Plattformnutzer gewonnen werden. Das Vermarktungsergebnis zeigt klar, dass die Vision von Debtvision von den relevanten Akteuren des Schuldscheinmarkts angenommen wird und reale Transaktionen ermöglicht. Joachim Erdle, Leiter Corporate Finance LBBW: „Der hohe Zuspruch von Investoren auf die Debüt-Transaktion sowie die kommenden Vermarktungen weiterer Schuldscheindarlehen stimmen uns zuversichtlich, dass wir mit Debtvision auf dem richtigen Weg sind und den erwarteten Mehrwert für unsere Kunden schaffen.“

Andreas Helber, Finanzvorstand der BayWa AG: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf und dem Ergebnis der Vermarktungsphase unseres Schuldscheindarlehens und haben die ursprünglich geplante Höhe von 50 Millionen Euro aufgestockt, um alle interessierten Investoren zu bedienen. “Gerade der direkte Zugang zu den relevanten Investoren, die hohe Transparenz über den jeweils aktuellen Status der Transaktion, aber auch die direkte digitale Kommunikation mit unseren Investoren machen Debtvision zu einer innovativen neuen Finanzierungsoption. Es hat sich gezeigt, dass dies ein neues Instrument für Standardtransaktionen sein kann.“

Mit weiteren Unternehmen gehen in Kürze weitere Transaktionen mit exklusiver Vermarktung über Debtvision an den Start. Auf Basis der dabei gewonnenen Erfahrungen und Kundenwünsche wird die Plattform kontinuierlich um zusätzliche Funktionalitäten ergänzt.

Debtvision ist ein gemeinsames Tochterunternehmen von LBBW und Börse Stuttgart. Die 2018 gegründete Gesellschaft mit Sitz in Stuttgart betreibt den gleichnamigen digitalen Marktplatz für Schuldscheindarlehen. Geschäftsführer von Debtvision ist Christoph Steinbrich, ein erfahrener und im Markt anerkannter Kapitalmarktexperte, der seit 2011 im Corporate Finance der LBBW tätig ist.

https://www.fixed-income.org/
(Foto: © LBBW)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

19/07/18
Scout24 AG gelingt vorzeitige Refinanzierung des Konsortialkredits

Die Scout24 AG, ein führender Betreiber digitaler Marktplätze mit Fokus auf Immobilien und Automobile in Deutschland und anderen ausgewählten europäischen Ländern, hat ihren bestehenden Konsortialkredit in Höhe von 370 Millionen Euro gleichzeitig refinanziert und restrukturiert und kann dadurch sowohl die jüngste Übernahme der FFG FINANZCHECK Finanzportale GmbH sowie zukünftige M&A-Aktivitäten finanzieren. Dabei hat die Scout24 AG mit neun namhaften europäischen Kreditinstituten unter Führung der Joint Coordinator und Bookrunner ABN Amro Bank N.V. und UniCredit Bank AG und mit der UniCredit Bank AG als Facility Agent ein umfassendes syndiziertes Finanzierungspaket über 1,0 Milliarden Euro und einer maximalen Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen.

Im Einzelnen besteht das Finanzierungspaket aus einem Darlehen in Höhe von 300 Millionen Euro, einer revolvierenden Kreditlinie in Höhe von 200 Millionen Euro, die derzeit in Höhe von 70 Millionen Euro in Anspruch genommen ist, sowie einer dedizierten revolvierenden Akquise-Kreditlinie im Volumen von 500 Millionen Euro. Der neue Konsortialkredit beinhaltet deutlich verbesserte Zinskonditionen, was sich nach der Finanzierung der FINANZCHECK.de-Übernahme in einer erwarteten jährlichen Einsparung von 2,4 Millionen Euro niederschlagen wird. Die Laufzeit der einzelnen Finanzierungsbausteine beträgt fünf Jahre bzw. im Fall der Akquise-Kreditlinie drei Jahre mit zweimaliger Verlängerungsoption von jeweils einem Jahr.

Es handelt sich um einen unbesicherten Kredit, dessen Zinsmarge weiterhin an den Verschuldungsgrad (Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zu EBITDA aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit der letzten zwölf Monate) gekoppelt ist. Mit Inkrafttreten des neuen Konsortialkredits wird Scout24 für das Darlehen einen anfänglichen Zinssatz von 1,15% sowie 0,85% bzw. 0,80% für die jeweiligen revolvierenden Kreditlinien zahlen, auf Basis des Verschuldungsgrades von 2,2:1 zum Ende des ersten Quartals 2018. Damit ist der Scout24 AG erneut gelungen, die Finanzierungskonditionen vor dem Hintergrund der sehr guten Geschäftsentwicklung der letzten Jahre nochmals deutlich zu verbessern. Demgegenüber steht im Geschäftsjahr 2018 eine einmalige Belastung durch die Kosten der Refinanzierung in Höhe von 4,1 Millionen Euro.

"Dieser neue Konsortialkredit ist ein weiterer großartiger Erfolg für die Optimierung und Erweiterung unserer Finanzierungsstruktur. Insbesondere vor dem Hintergrund der jüngsten Akquisition spiegelt die vorzeitige Refinanzierung unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Stärke wider. Wir haben in der Vergangenheit bereits eindrucksvoll bewiesen, dass wir eine angemessene Gewinnbeteiligung der Aktionäre und erfolgreichen Schuldenabbau gleichzeitig bewältigen können und werden dies auch in Zukunft tun", so Christian Gisy, Finanzvorstand der Scout24 AG.

In rechtlicher Hinsicht wurde Scout24 bei der Refinanzierung von Noerr LLP beraten.

https://www.fixed-income.org/
(Logo: © Scout24 AG)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

19/07/18
Carmignac’s Note – Kollisionskurs

In seiner neuesten Ausgabe der „Carmignac’s Note“ beleuchtet Didier Saint-Georges, Mitglied des Investmentkomitees und Managing Director, die derzeitigen makroökonomischen Entwicklungen sowie die aktuelle Anlagestrategie von Carmignac.

Seine Kernaussagen sind:

Zur aktuellen Marktlage:

– „Die Kollision zwischen dem monetären-, wirtschaftlichen- und politischen Zyklus stellt heute das Hauptrisiko für die Märkte dar, auch wenn diese kurzfristig nur auf die politische Komponente fokussiert sind.“

Zu den Auswirkungen der US-amerikanischen Handelspolitik:

– „Die Attacke der Vereinigten Staaten auf China, zusammen mit dem Versiegen der weltweiten Dollarquelle, hat schon die ersten Opfer gefordert. Seit Anfang des Jahres hat die chinesische Börse 15 Prozent an Wert verloren und infolgedessen kamen die Finanzwerte der Schwellenländer, vor allem ihre Währungen, unter die Räder.“

– „Die Zwischenwahlen zum Kongress der Vereinigten Staaten am 6. November stellen Donald Trumps vorrangiges Ziel dar. Sich vor diesen entscheidenden Wahlen einer Verständigung mit China und auch mit der EU rühmen zu können, würde in der amerikanischen Öffentlichkeit große Wirkung erzielen. Eine Anlagestrategie darf daher nicht ausschließen, dass es zu gegebener Zeit zu einem rationalen Ausgang kommt."

Zur Eurozone:

– „Die Panikbewegungen, die die immer mal wieder aufflackernden Pläne eines Eurozonenaustritts begleiten, lassen einen wesentlichen Aspekt außer Acht: Der öffentlichen Meinung ist überall längst bewusst, dass die Rückkehr eines Landes zu seiner ursprünglichen Währung unfinanzierbar wäre.“

– „Die gesamte Europäische Union bedarf jedoch dringend Reformen. Emmanuel Macron hat das verstanden, Angela Merkel ebenso. Auf wirtschaftlicher Ebene könnte sie eine gemeinsame Steuerreform auf den Weg bringen und einen Teil der großen Handlungsspielräume der deutschen Wirtschaft nutzen."

Über Carmignac

Carmignac wurde 1989 von Edouard Carmignac gegründet und zählt heute zu den größten Vermögensverwaltungen in Europa. Das Kapital der Gesellschaft wird zu 100% von der Unternehmensführung und den Mitarbeitern gehalten, das heißt von einem stabilen Aktionärsstamm, der den Fortbestand und die Unabhängigkeit der Gesellschaft gewährleistet. Die durch diesen grundlegenden Wert gebotene Freiheit ist gleichbedeutend mit einer auf lange Sicht erfolgreichen Portfolioverwaltung. Carmignac verwaltet ein Vermögen von über 56 Mrd. EUR (per 31.12.2017) und hat eine kompakte Fondspalette entwickelt, die alle Anlageklassen (Aktien-, Renten- und Mischfonds) abdeckt und Anlegern regelmäßige Renditen bei geringer Volatilität bieten soll. Auf internationaler Ebene verfügt Carmignac über Standorte in Luxemburg, Frankfurt, Mailand, Madrid, London, Zürich und Miami. Die Produkte des Unternehmens sind für den Vertrieb in Frankreich, Deutschland, der Schweiz, Italien, Luxemburg, Belgien, Österreich, Spanien, den Niederlanden, Schweden, dem Vereinigten Königreich, Irland, Taiwan und Singapur für professionelle Anleger zugelassen.

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(Foto: Didier Saint-Georges
© Carmignac)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

19/07/18
Euler Hermes erwartet Abkühlung der Konjunktur, Gipfel des Wachstums ist überschritten

Nach Jahren dynamischen Wachstums trüben sich die Aussichten für die künftige Entwicklung der Weltwirtschaft ein. Die Volkswirte des weltweit führenden Kreditversicherers Euler Hermes gehen in ihrer aktualisierten Konjunkturprognose davon aus, dass der Gipfel des Wachstums überschritten ist. Zwar wird sich weltweit das Wachstum auch 2018 und 2019 fortsetzen. Die Experten weisen aber darauf hin, dass sich der Konjunkturzyklus seinem Ende neigt. Beschleunigt werde diese Entwicklung durch mehrere Faktoren:

–  der Inflationsschock, der steigende Ölpreis (von Euler Hermes bei durchschnittlich 72 USD im Jahr 2018 erwartet) dürfte weltweit die Inflation anheizen,

–  der Zinsschock, um das Risiko einer Überhitzung der US-Wirtschaft einzudämmen, dürfte die FED ihre Geldpolitik weiter straffen,

–  der Instabilitätsschock infolge des amerikanischen Protektionismus und bilateraler Reaktionen.

„Die Weltwirtschaft kann diese Schocks vermutlich weitgehend abfedern“, sagt Ron van het Hof, CEO von Euler Hermes in Deutschland, Österreich und der Schweiz. „2018 beschleunigt sich das globale und das Wirtschaftswachstum in Deutschland sogar noch leicht. Für 2019 erwarten wir dann aber eine moderate Abschwächung der Konjunktur. Der Gipfel des Wachstums liegt dann hinter uns.“

Für 2018 erwarten die Experten von Euler Hermes ein globales Wirtschaftswachstum von + 3,3% (gegenüber + 3,2% im Jahr 2017), für 2019 dann eine Abschwächung des Wachstums auf nur noch  + 3,1%. In jedem Quartal überprüft Euler Hermes sein internationales makroökonomisches Szenario und aktualisiert seine Wachstumsprognosen für die einzelnen Regionen.

Zunächst beschleunigtes Wachstum in den USA

Das Wachstum in den USA beschleunigt sich in diesem Jahr weiter. Die von der Regierung erlassenen Steuersenkungen kommen sowohl Unternehmen als auch Haushalten zugute und dürften das Wachstum im Jahr 2018 auf + 2,9 % beschleunigen (+ 2,3 % im Jahr 2017). Um eine Überhitzung der Konjunktur zu vermeiden, wird die Fed ihre Geldpolitik straffen. Noch für 2018 erwartet Euler Hermes deshalb zwei Zinserhöhungen im zweiten Halbjahr und für 2019 zwei weitere.

Die Steuersenkungen steigern das öffentliche Defizit. Während es 2017 bei 3,7% des BIP lag, prognostizieren die Experten von Euler Hermes einen Anstieg auf 4% in 2018 und auf 4,5% in 2019. In den nächsten Monaten könnte deshalb in den USA der Haushaltssanierung Vorrang eingeräumt werden. Insgesamt erwartet die Studie, dass sich das Wachstum in den USA im Jahr 2019 auf + 2,4 % verlangsamen wird.

Abkühlung in Europa

Das Wachstum in Europa schwächt sich nach einer starken Entwicklung im Jahr 2017 (+ 2,6%, das höchste seit 10 Jahren) 2018 und 2019 auf + 2,1% bzw. + 1,9% ab. Der europäische Binnenhandel und die Inlandsnachfrage können die Abkühlung des Außenhandels ausgleichen. Der wieder auflebende Protektionismus belastet das Vertrauen der Unternehmen. Schließlich wird die EZB das Quantitative Easing-Programm im Dezember beenden und voraussichtlich im September 2019 eine erste Erhöhung des Einlagenzinssatzes bekannt geben. Die Experten von Euler Hermes erwarten, dass ein Anstieg des Leitzinses um +50bp die Zinsbelastung für Unternehmen im Euroraum um 60 Milliarden Euro erhöhen wird.

Andererseits profitiert Europa nach wie vor von einer Reihe positiver Effekte: 1) von einer Fiskalpolitik, die 2019 vor allem in Deutschland, Italien und in geringerem Umfang in Spanien expansiv wird; 2) vom Konsum, unterstützt durch deutliche Lohnanstiege in Verbindung mit einer begrenzten Inflation, die bereits in der zweiten Jahreshälfte 2018 eine höhere Kaufkraft bedeutet; 3) von weiterhin hohen Unternehmensmargen; 4) vom Umsatzwachstum, das über dem Vorkrisenniveau liegt; und 5) von mehr als 890 Milliarden Euro an verfügbaren liquiden Mitteln.

Chinas Transformation treibt Entwicklung in Asien

Dank der kontrollierten Transformation seines Wachstumsmodells stabilisiert China die gesamte Region. Der allmähliche Rückgang des chinesischen Leistungsbilanzüberschusses (voraussichtlich 1% des BIP im Jahr 2018 gegenüber 10% im Jahr 2007) wird durch Exporte aus den Nachbarländern begünstigt. Die chinesische Wirtschaft baut schrittweise Überkapazitäten ab, ohne die Binnennachfrage zu stark zu belasten.

Naher Osten und Afrika: rohstoffgetriebenes Wachstum

Die Länder des Nahen Ostens erholen sich weiterhin, da der niedrige Ölpreis zu einer deutlichen Haushaltskonsolidierung geführt hat. Mit der Erholung des Ölpreises verbessern sich die Wachstumsaussichten beispielsweise in Saudi-Arabien (+ 1,7% im Jahr 2018).

In Afrika dürfte der jüngste Anstieg der Rohstoffpreise einen stabilisierenden Einfluss auf die gesamte Region haben. Insgesamt erwartet Euler Hermes eine Beschleunigung des Wachstums in Afrika von +3,4% in 2017 auf +3,9% in 2018 und +4,3% in 2019.

„Die Abkühlung der weltweiten Konjunktur wird besonders für die stark auf den Export ausgerichteten Unternehmen in Deutschland eine Herausforderung“, sagt Van het Hof. „Sie sollten die aktuell noch sehr gute Lage nutzen, um Risiken jetzt abzusichern und geeignete Strategien zur Anpassung der geschäftlichen Tätigkeit zu entwickeln.“

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(Foto: © pixabay)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

18/07/18
T. Rowe Price: Globales Wachstum und geringe Volatilität bieten Chancen für Aktien und Anleihen

Globale Wirtschaft
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Die hohen Bewertungen in fast allen globalen Assetklassen und eine Reihe ökonomischer wie politischer Risiken – zu denen die Gefahr des Handelsprotektionismus zählt – machen es wahrscheinlich, dass die im ersten Halbjahr 2018 zurückgekehrte Volatilität an den Finanzmärkten auch in der zweiten Jahreshälfte anhält. Für langfristig orientierte Investoren könnten sich hier attraktive Kaufgelegenheiten ergeben.
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Insgesamt wirkt das globale Wachstum intakt, trotz nachlassender Dynamik in Europa und Japan und dem Eintritt einiger entwickelter Märkte in eine Phase der Zinsstraffung.
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Das anhaltende Wachstum in China befeuert den Konjunkturaufschwung in anderen Schwellenländern. Einzig in Ländern mit hohen Haushaltsdefiziten könnte die bestehende Währungsschwäche Risiken generieren.
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Die Wachstumsaussichten sind für die USA am robustesten – im Kielwasser der Steuerkürzungen für Privatpersonen und Unternehmen bleibt das Vertrauen in den Markt hoch.

US-Aktien
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Die Erträge von US-Aktien sind kräftig gewachsen und haben im ersten Halbjahr 2018 wahrscheinlich einen vorläufigen Höhepunkt erreicht – allein im ersten Quartal erzielten Unternehmen des S&P 500 Index ein exzeptionelles Ergebnis und das für eine Wirtschaft, die nicht gerade aus der Rezession kommt.
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Zwar wird das außergewöhnliche Ergebnis nur schwierig zu schlagen sein, aber von einer deutlichen Abschwächung des Ertragswachstums in den nächsten Quartalen ist nicht auszugehen.
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Angesichts des moderaten Zinserhöhungskurses der Fed sollte sich die markante Gewinnsteigerung stützend auf die Entwicklung der weiteren US-Aktienmärkte auswirken.

Internationale Aktien
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Obwohl der Aufschwung in Europa zuletzt an Dynamik verloren hat, bleiben die Aussichten für die europäischen Ökonomien generell gut.
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Eine Ausnahme ist Großbritannien, wo Unsicherheiten über die Bedingungen des Brexits weiterhin auf dem Vertrauen von Unternehmen sowie der Investitionstätigkeit lasten.
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Die politische Instabilität in Italien und höhere Anleiherenditen in Peripherieländern könnten sich im zweiten Halbjahr negativ auf das Eurozonenwachstum auswirken.
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Stärker als in den USA, konzentrierte sich das Ertragswachstum bei Aktien in Asien in hohem Maße im Technologiesektor, vor allem in China.
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In Japan wird die die Ertragsstärke maßgeblich am Konjunkturzyklus hängen, insbesondere der Nachfrage nach Ausfuhren des Landes.
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Bereits begonnene Strukturreformen bei Unternehmen wirken sich konstruktiv auf die Entwicklung der kommenden sechs Monate aus. Zudem liegen die Preise japanischer Titel unterhalb des langjährigen Durchschnitts.

Festverzinsliche Wertpapiere (global)
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Die Renditen auf US-Staatsanleihen sind in der ersten Jahreshälfte stark gestiegen, während die Zinskurve weiter abflacht.
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Absolut betrachtet haben sich die Bewertungen erstklassiger, hochverzinslicher US-Aktien aufgrund des Renditeanstiegs verbessert, relativ gesehen sind sie allerdings historisch teuer. Die Gesamtrenditen im High-Yield-Sektor haben sich, in Einklang mit dem Anstieg risikofreier Zinssätze, nach oben bewegt.
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In der zweiten Jahreshälfte bleiben Renditen von Staatsanleihen in europäischen Kernländern und in Japan auf extrem niedrigen – teilweise negativen – Niveau.
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Die vielerwartete Lockerung der Quantitative Easing-Programme durch die Europäische Zentralbank könnte im Jahresverlauf die Renditen europäischer Staatsanleihen unter Aufwärtsdruck setzen.

Schwellenländer
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Die weitere Aufwertung des US-Dollars sorgt für Gegenwind in den Schwellenländern.
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Eine Anzahl von Landeswährungen – unter anderem die türkische Lira, der argentinische Peso und der brasilianische Real – verhielten sich schwach gegenüber dem US-Dollar, was insgesamt zu negativen Rahmenbedingungen in den Schwellenländern führt.
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Neben Währungsschwierigkeiten waren diese drei Länder, wie auch Russland, mit weiteren Problemen konfrontiert, was einen großen Ausverkauf verursachte.

Technologiesektor
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Die Größen des Technologiesektors haben in der ersten Jahreshälfte ein rasantes Wachstum hingelegt und die Wertentwicklung der Aktienmärkte angeführt.
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Marktführer waren eine Handvoll US-amerikanischer und chinesischer Mega-Caps, die mit ihren Plattformen die Bereiche Internetsuche, Social Media, Cloud Computing und Videostreaming dominieren.
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Angesichts ihrer herausragenden Wettbewerbsvorteile ist von einer Marktführerschaft dieser Tech-Konzerne auch in der nächsten Zeit auszugehen. Die Wachstumspotentiale ihrer Plattformen stellen momentan die politischen oder regulatorischen Gegenreaktionen, denen mancher Akteur ausgesetzt ist, weit in den Schatten.

Rob Sharps, Head of Investments und Group Chief Investment Officer: „Im weiteren Jahresverlauf wird eine wichtige Frage sein, ob das globale Wirtschaftswachstum und der Bullenmarkt in risikoreichen Assetklassen in ein Spätstadium eingetreten sind. Eine solche Phase ist üblicherweise von Inflationsdruck, steigenden Zinsen und sich verschlechternden Gewinnmargen geprägt. Es gibt dafür ein paar Anzeichen, aber es wäre ein Fehler, nur von der Länge des gegenwärtigen Wachstumszyklus auf ein nahes Ende dieser Entwicklung zu schließen. Der Aufschwung nach der Krise war lang aber auch langsam. Es könnte daher sein, dass sich die Märkte in einer Phase in der Mitte des Zyklus befinden, in dem die Zentralbanken weltweit ihre Geldpolitik für ein nachhaltigeres Wachstum rekalibrieren.“

„Die Rahmenbedingungen sind großartig, viel besser wird es nicht mehr werden. Investoren sollten angesichts steigender Risiken darüber nachdenken, ob sie ihre Portfolios an den Rändern etwas konservativer positionieren – ohne es aber zu übertreiben. Wir befinden uns nicht notwendigerweise am Ende eines Bullenzyklus. Aber mit mehrjähriger Betrachtung ist wahrscheinlich von niedrigeren Renditen auszugehen, als wir sie in den letzten Jahren erlebt haben.“

Justin Thomson, Portfoliomanager (Chief Investment Officer, Equity, International Small-Cap Equity): „Wir sehen an den Aktienmärkten weltweit, auch in den Schwellenländern, ein ähnliches Muster: Eine starke Gabelung der Märkte in Unternehmen, die strukturelles Wachstum vorweisen können, und Unternehmen, die strukturell herausgefordert werden. Und die Mischung, die in der Gesamtsumme herauskommt, ist vielleicht weniger aussagekräftig, als sie es in der Vergangenheit war. Europas starke Gewinnentwicklung 2017 wird in diesem Jahr nur schwierig zu replizieren sein. Unter anderem, weil der Technologiesektor als Katalysator des bisherigen Gewinnwachstums im Vergleich zu den USA in den wichtigsten europäischen Aktienindices untergewichtig ist. Dennoch scheinen die zugrundeliegenden Trends positiv.“

Mark Vaselkiv, Portfoliomanager (Chief Investment Officer, Fixed Income, High Yields and Global High Income Bond Strategies): „Wir könnten zukünftig einige interessante Dynamiken sehen, wenn die Welt beginnt, etwas Zuversicht in die geopolitische Situation der USA zu verlieren, insbesondere in das Billionen schwere US-Haushaltsdefizit. Das Ansteckungsrisiko einer Krise in den Schwellenländern kann nicht einfach von der Hand gewiesen werden. Das gilt gerade für Länder, die bislang wenig Fortschritte in der Reduzierung ihrer chronischen Haushaltsdefizite gemacht haben. Das ist eine der zentralen Entwicklungen, die wir in den nächsten Monaten beobachten werden. Und da alle Schwellenländer ökonomisch im chinesischen Orbit kreisen, würde ein echter Handelskonflikt zwischen den USA und China schwere Folgen nach sich ziehen.

https://www.fixed-income.org/
(Foto: Mark Vaselkiv © T. Rowe Price)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

18/07/18
Swisscanto Invest: Italien und Handelskonflikt belasteten CoCo-Markt im 2. Quartal

Das zweite Quartal erwies sich für den Markt für Contingent Convertible Bonds (CoCo-Anleihen) als eines der herausforderndsten seit der Einführung des ICE BofAML CoCo Index im Jahr 2014. Die Folge war ein einschneidender Renditerückgang im Quartalsverlauf und letztendlich bedeutet die Performance im ersten Halbjahr 2018 mithin die schwächste seit der Einführung des Index.

„Bis zu einem gewissen Grad widerspiegelt dies die Entwicklung des Markts für Investment Grade-Unternehmensanleihen, welcher eine der schlechtesten Performances der vergangenen 30 Jahre erzielte. Während beim CoCo-Markt das erste Quartal von Zinsängsten und Aktienmarktvolatilität getrieben war, ist die Marktschwäche im zweiten Quartal auf die politische Situation in Italien und auf Unsicherheiten über die Entwicklung des globalen Handels zurückzuführen“, so Daniel Björk, Manager des Swisscanto (LU) Bond Fund COCO.

Kurzfristig pfui, langfristig hui
Konkret bedeutet diese Entwicklung in Zahlen: Der Swisscanto (LU) Bond Fund COCO erzielte im zweiten Quartal eine Bruttogesamtrendite von rund -3,0% (abgesichert in EUR) und entwickelte sich damit leicht besser als der ICE BofAML CoCo Index (-3,1%, abgesichert in EUR). Die fünf Länder mit der besten Performance waren die USA, Norwegen, Kolumbien, die Schweiz und Kanada, jene mit der schwächsten Performance Deutschland, Italien, Belgien, Spanien und Österreich. Im ersten Halbjahr 2018 erzielte der Fonds eine Bruttogesamtrendite von rund -3.60% (abgesichert in EUR) und übertraf damit den ICE BofAML CoCo Index um 0,69% (-4,29%, abgesichert in EUR).
Dazu meint Björk: „Die Outperformance des Fonds gegenüber dem Vergleichsindex ist das Ergebnis der Übergewichtung in auf EUR lautenden Anleihen gegenüber Anleihen in USD, der Übergewichtung in den stärkeren Jahrgängen 2015 bis 2017 sowie der Übergewichtung in Anleihen mit einer erwarteten Endfälligkeit innerhalb der nächsten fünf Jahre und einer Untergewichtung von Anleihen mit längeren Laufzeiten. Aktuell kann man die CoCo-Markt-Entwicklung mit ‚kurzfristig pfui, langfristig hui‘ treffend kommentieren. Denn seit der Auflage im Mai 2011 steht eine Brutto-Wertentwicklung von 69,92 Prozent bei der thesaurierenden EUR-Tranche zu Buche (Stand ultimo Juni 2018). Damit hat sich das dauerhafte Engagement im CoCo-Markt definitiv ausgezahlt.“

Spread-Niveau führender Großbanken attraktiv
Ausblickend sagt Björk: „Zwar haben wir für das Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr mehr Unsicherheit und eine höhere Volatilität an den Finanzmärkten erwartet, aber die Marktperformance ist insgesamt schwächer als erwartet ausgefallen. Betrachtet man die Mehrheit der CoCo-Anleihen (das Segment mit High Yield-Rating), so wurden diese im historischen Verlauf tendenziell in einer Credit Spread-Bandbreite zwischen 400 und 600 Basispunkten (Bp) gehandelt. Kurzfristig erreichten sie im Februar 2016 einen Höchststand von 800 Bp und im Januar 2018 einen Tiefststand von 300 Bp, wobei es sich bei beiden Bewertungen um Ausreißer zu handeln scheint. Wir erachten das aktuelle Spread-Niveau von 500 Bp für führende nationale und globale Großbanken, die ihre Kreditprofile laufend gestärkt haben und weiterhin von einem guten gesamtwirtschaftlichen Umfeld profitieren, als attraktiv. Im Vergleich zum US-amerikanischen High Yield-Markt mit einem aktuellen Spread von 360 Bp. erscheinen die CoCo-Spreads sogar sehr interessant, insbesondere wenn man das Ausfallrisiko berücksichtigt.“

Weiter meint der Fondsmanager: „Um den aktuellen Spread-Level in einen größeren Kontext zu stellen: wir sehen heute bei den meisten CoCo-Anleihen ähnliche Credit Spreads wie Ende 2016, das heißt zu einer Zeit, als wir uns auf das Jahr 2017 zubewegten, welches sich als das bisher beste Jahr für den CoCo-Markt entpuppt hat. Während die Finanzmärkte an der Schwelle zum zweiten Halbjahr weiterhin mit der neuen politischen Realität in Italien und mit Unsicherheiten in Bezug auf den globalen Handel kämpfen, stimmt uns die Tatsache zuversichtlich, dass der CoCo-Markt jener Sektor des Anleiheuniversums war, welcher am schnellsten reagiert und die steigenden Unsicherheiten eingepreist hat.“

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(Foto: Daniel Björk © Swisscanto)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

17/07/18
SLEEPZ AG plant die Begebung von Wandelschuldverschreibungen

Vorstand und Aufsichtsrat haben sich im Grundsatz darauf verständigt, auf Grundlage der mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juni 2014 erteilten Ermächtigung Wandelschuldverschreibungen im Gesamtbetrag von bis zu 5 Mio. EUR mit einer Laufzeit von 36 Monaten zu emittieren. Die Konditionen der Wandelschuldverschreibungen werden zeitnah vom Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat festgelegt und den Aktionären mitgeteilt.

Die aus der Platzierung der Wandelschuldverschreibungen zufließenden Mittel sollen primär für die Umsetzung weiterer Akquisitionen wie auch die Finanzierung des operativen Geschäfts verwendet werden. Die SLEEPZ AG befindet sich aktuell in der Due Diligence Phase bei zwei potenziellen Übernahmekandidaten. Für diese möglichen Akquisitionen, die teilweise auch gegen Ausgabe von Aktien als Sacheinlagen erfolgen sollen, ist eine zusätzliche Wachstumsfinanzierung zwingend erforderlich.

Es ist beabsichtigt, die Wandelschuldverschreibungen im August zu platzieren und die Übernahmen – soweit sie zustande kommen – bis spätestens September 2018 umzusetzen.

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(Logo: © SLEEPZ AG)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

17/07/18
First State Investments: Asiatische Hochzinsanleihen trotz jüngster Ausfälle attraktiv

In den ersten fünf Monaten 2018 hat der asiatische Anleihemarkt insbesondere bei chinesischen Emittenten einige Ausfälle verzeichnen müssen. Trotz dieser Entwicklung und geopolitischer Unsicherheiten wird dem Segment eine positive Entwicklung auf Jahressicht prognostiziert. Denn im Vergleich zum globalen Markt für High Yield-Anleihen sind die Ausfallraten nach wie vor niedrig. Hinzu kommt: Gerade mit Blick auf die relative Liquidität könnten asiatische Fixed Income-Märkte unserer Meinung nach für die Anlagestrategie von Vorteil sein.

„Die Neubewertung der globalen Anleihemärkte ist kein Zufall“, sagt Jamie Grant, Head of Emerging Markets and Asian Fixed Income bei First State Investments. „Die solide Verfassung der Märkte wird seit Januar durch eine Flut politischer und wirtschaftlicher Ereignisse gedämpft: Neueste Beschlüsse der Trump-Administration, drohende Handelskriege, steigende US-Zinsen, das Ende der expansiven Geldpolitik in Europa und nicht zuletzt die politischen Unklarheiten in Italien sind hier vorrangig zu nennen. In Anbetracht dieser zahlreichen geopolitischen Unsicherheiten scheint es unserer Ansicht nach unwahrscheinlich, dass sich die Märkte in nächster Zeit beruhigen. Daraus resultierend sehen wir seit einigen Monaten ein verändertes Anlegerverhalten. Verglichen mit den eher willkürlich getätigten Investitionen der Vorjahre, zeigen sich Investoren im Bereich asiatischer Anleihen 2018 merklich anspruchsvoller in ihrer Titelauswahl. Darüber hinaus hatte der asiatische Anleihemarkt – wenn auch in geringerem Ausmaß – mit einigen Ausfällen chinesischer Emittenten zu kämpfen. Von Januar bis Mai gab es hier insgesamt 20 Bond-Defaults. Die Ausfallrate ist jedoch im Vergleich zu den leistungsgestörten Krediten chinesischer Banken nach wie vor niedriger und liegt zudem deutlich unter dem weltweiten Durchschnitt. Zwar erwarten wir noch weitere Ausfälle, betrachten dies jedoch als gesunde Entwicklung hin zu einem effizienteren Markt. Selbst wenn wir davon ausgehen, dass sich das jüngste Tempo der Ausfälle chinesischer Anleihen fortsetzen wird und wir dies stellvertretend für die Entwicklung von asiatischen High Yield-Anleihen insgesamt betrachten, erscheint uns der Ausblick für die asiatischen Anleihemärkte nach wie vor vorteilhafter als die Entwicklung des globalen Marktes für Hochzinsanleihen. Asiatische High Yield-Anleihen bleiben nach unserer Einschätzung weiterhin eine solide Anlageklasse für Investoren. Die Ausfälle scheinen jedoch eine ausgereiftere Titelauswahl notwendig zu machen. Unserer Meinung nach haben Anleger bisher einen zu großen Fokus auf die Rendite gelegt. Neben der Betrachtung der Rendite und Fundamentaldaten sollte die relative Liquidität des asiatischen Marktes stärker in den Fokus rücken. So haben sich allein seit Anfang des Jahres die asiatischen High Yield Spreads stark ausgeweitet. Der Tiefpunkt Mitte Januar lag bei 277 Basispunkten, Ende Mai wurden 469 Basispunkte erreicht. Die alleinige Verwendung des Index-Spreads als Maß für die Bewertung der Performance ist jedoch nicht ausreichend. Vielmehr sollte eine Kombination aus qualitativer Analyse, aktivem Management und nicht-traditioneller Risikobewertungskriterien, wie zum Beispiel ESG, eingesetzt werden.“

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(Foto: Jamie Grant © First State Investments)

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17/07/18
Blackstone Property Partners Europe emittiert 7-jährige Anleihe, Guidance: Mid Swap +185 bis 190 Basispunkte (ca. 2,4%)

Blackstone Property Partners Europe emittiert eine 7-jährige Anleihe mit einem Volumen von 500 Mio. Euro. Erwartet wird ein Spread von 185 bis 190 Basispunkten gegenüber Mid Swap, was einer Rendite von ca. 2,4% entsprechen würde. Die Gesellschaft wird von S&P mit BBB- (postiver Ausblick) gerated. Die Transaktion wird von Bank of America Merrill Lynch und Morgan Stanley begleitet.

Eckdaten der neuen Blackstone-Anleihe:
Emittent: 
Blackstone Property Partners Europe Holdings S.à r.l.
Corporate Rating:  BBB- (positiver Ausblick, durch S&P)
Emissionsvolumen:  500 Mio. Euro erwartet
Währung:  Euro
Laufzeit:  24.07.2025
Settlement:  24.07.2018
Kupon:  noch nicht bekannt
Guidance:  Mid Swap +185 bis 190 bp (ca. 2,4%)
Stückelung:  1.000 Euro, Mindestorder 100.000 Euro
Listing:  The International Stock Exchange
Bookrunner:  Bank of America Merrill Lynch und Morgan Stanley

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(Foto: ©
pixabay)

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17/07/18
NN IP Marktkommentar: Markt für europäische Hochzinsanleihen eröffnet schon bald guten Einstiegszeitpunkt

Neuemissionen, die Furcht vor einem Handelskrieg und die politischen Turbulenzen in Italien haben in den vergangenen Monaten eine Kurskorrektur am europäischen Markt für Hochzinsanleihen verursacht. Die Renditen sind seit Ende des vergangenen Jahres von unter 3% auf rund 4% angestiegen.

Emittenten haben den Hochzinsmarkt in den vergangenen Monaten zur Refinanzierung genutzt und mussten dabei gegenüber ihren bereits im Umlauf befindlichen Anleihen deutlich gestiegene Risikoaufschläge hinnehmen. Infolgedessen weiteten sich die Spreads sowohl der eigenen Anleihen als auch von Anleihen anderer Unternehmen aus demselben Sektor aus. Dies lässt sich z.B. bei Telecom Italia, der Investmentgesellschaft Softbank, dem Rechenzentrumsbetreiber Equinix, dem britischen Telekommunikationsunternehmen Virgin Media und bei LKQ Corp, einem Unternehmen aus dem Automotive-Sektor, beobachten.

Eine ähnliche Entwicklung fand auch bei Investment-Grade-Anleihen statt. Dort kam es bei einigen Cross-over-Anleihen, d.h. Anleihen mit BB bis BBB-Rating, zu Kurskorrekturen.

Außerdem ist die Zahl der Neuemittenten angestiegen. Sie nehmen den Hochzinsmarkt zur Finanzierung von Leveraged Buy-outs und Übernahmen in Anspruch. Dabei handelt es sich vorwiegend um Anleihen mit niedrigeren Ratings (B bis CCC) und höherem Risiko. Neuemittenten im unteren Bereich des Ratingspektrums sind z.B. das Kosmetikunternehmen Coty Inc., das dänische Telekommunikationsunternehmen TDC, der Limonaden- und Fruchtsafthersteller Refresco, das Unternehmen Flora – ein Spin-off von Unilever – oder das Glücksspielunternehmen Cirsa.

Sjors Haverkamp, Global Head of High Yield bei NN Investment Partners: „Angesichts der Kurskorrekturen sowie der Tatsache, dass die Europäische Zentralbank im weiteren Jahresverlauf ihr Quantitative Easing auslaufen lassen möchte, dürften sich am europäischen Hochzinsmarkt bald gute Einstiegschancen für Anleger ergeben. Dafür sprechen auch die Stabilisierung der makroökonomischen Daten, die anhaltend niedrigen Ausfallquoten und günstigere Bewertungsniveaus.“

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(Foto: Sjors Haverkamp © NN Investment Partners)

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17/07/18
Moventum: US-Kurzläufer als Sicherungsinstrumente

Die Rentenmärkte sind in Europa von wachsender politischer Unsicherheit, in den USA vom Zinserhöhungskurs der Fed geprägt. Der Luxemburger Portfoliomanager Moventum SCA nutzt deshalb vor allem Instrumente, die von einer erhöhten Unsicherheit an den Märkten profitieren, hieß es auf der jüngsten Asset Allocation Konferenz.

„Wir rechnen langfristig weder in den USA noch in Europa mit einem Anstieg der Renditen“, sagt Michael Jensen, Executive Vice President bei Moventum. In den USA erwarte man aber einen Anstieg der Kurzfristzinsen, wodurch insbesondere US-Floater an Attraktivität gewinnen dürften. „Die Fed wird aufgrund der guten wirtschaftlichen Situation und der expansiven Fiskalpolitik am Zinserhöhungskurs festhalten“, sagt Jensen.

2018 seien zwei weitere Zinsschritte zu erwarten, 2019 seien es aus heutiger Sicht drei Schritte. „Eine Inversität der Zinsstrukturkurve ist dann wahrscheinlich, zumal sich in den USA auch das Wirtschaftswachstum in Hinblick auf 2019/2020 abschwächen dürfte. Dies sollte auch die Langfristzinsen in Schach halten“, so Jensen.

Mit Blick auf Europa geht man bei Moventum davon aus, dass bei jeder politischen Eskalation rund um Italien vor allem Bundesanleihen profitieren dürften. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihen ist vorübergehend auf 0,18 Prozent zurückgegangen, die Spreads zu italienischen Staatspapieren haben sich bis auf 300 Basispunkte ausgeweitet. Auch die Renditen anderer Peripheriestaaten sind deutlich angestiegen.

„Da die Turbulenzen noch lange nicht ausgestanden sind, ist hier in den kommenden Monaten mit weiterer Unruhe zu rechnen“, erklärt Jensen. „Wenn die EZB aus diesem Grund beschließt, ihr Ankaufprogramm doch noch weiter zu verlängern, wird das die Renditen, auch in Italien, auf niedrigerem Niveau halten“, so Jensen. „Für unsere Portfolios wählen wir eine neutrale Duration und schauen gleichzeitig nach Positionen, die sich auch bei einer Erhöhung des Stresslevels gut entwickeln können.“

Über Moventum:
Moventum ist eine Full Service Fondsplattform für sämtliche Leistungen rund um das Wertpapierdepot. Seit der Gründung im Jahre 2000 gehört Moventum zu den erfolgreichsten Fondsplattformen in Deutschland und Österreich. Spezialisiert auf den Handel und die Verwaltung von Investmentfonds bietet das Luxemburger Unternehmen seinen Partnern Zugang zu einer im Markt bewährten Abwicklungsplattform mit Luxemburger und Österreichischer Lagerstelle, einem globalen Investment-Universum, einer fondsbasierten Vermögensverwaltung für alle relevanten Chancen-/Risikoprofile sowie innovativen Serviceleistungen rund um die Beratungsthemen Vermögensbildung, Vermögensverwaltung und private Altersvorsorge. Rund 1.850 angeschlossene Finanzberatungsunternehmen verwalten für ihre mehr als 44.000 einzelnen Investoren Bestände von mehr als 3,8 Milliarden Euro.

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(Foto: © Institutional Investment Publishing GmbH)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

16/07/18
Im Umfeld unterschiedlicher Notenbankpolitik sind Secured High Yield-Bonds eine Alternative

„Trotz der politischen Risiken, die derzeit überwiegend von einem drohenden Handelskrieg ausgehen, sprechen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin für ein ansehnliches globales Wirtschaftswachstum. Insbesondere die US-Wirtschaft befindet sich in einer beneidenswerten Form. Das Gros der vorauseilenden Konjunkturindikatoren zeigt nach oben und die realwirtschaftlichen Daten aus Industrie und Handel fallen ausgesprochen robust aus. So war es beinahe selbstverständlich, dass die US-Notenbank Fed im Juni den Leitzins um 25 Basispunkte angehoben hat. Angesichts der in den vergangenen Monaten gestiegenen Inflationsrate kommt es auch nicht ganz unerwartet, dass die Fed aktuell davon ausgeht, in diesem Jahr vier Zinserhöhungen vorzunehmen. Damit dürfte der Leitzins also im September und im Dezember nochmals angehoben werden. Wird der Quartalsrhythmus bei den Zinsanhebungen beibehalten, wäre der neutrale Leitzins bereits im Sommer 2019 erreicht. Danach käme jede Leitzinserhöhung einem konjunkturellen Bremsmanöver gleich. Dagegen hat die Europäische Zentralbank die erste Leitzinserhöhung weiter in die Zukunft verschoben. Sie hat angekündigt, den Leitzins frühestens Ende Sommer 2019 anzuheben, während der Konsens mit diesem Schritt bereits Mitte des nächsten Jahres gerechnet hatte. Das seit 2015 laufende Anleihenkaufprogramm endet dagegen wie erwartet Ende 2018. Die japanische Notenbank setzt ihren ultra-expansiven Kurs ohne Abstriche fort. Die weiterhin klar unterhalb des Ziels von zwei Prozent notierende Inflationsrate lässt auch auf absehbare Zeit keine Kursänderung erkennen. Angesichts der unterschiedlichen Notenbankpolitik ist für Anleiheninvestoren ein noch herausfordernderes Umfeld entstanden. Eine interessante Alternative sind hier Secured High Yield-Bonds. Die Anleihen sind durch Vermögenswerte des Unternehmens wie zum Beispiel Maschinen, Immobilien oder Lagerbestände besichert. Im Konkursfall dienen diese Sicherheiten als Pfand, um die Forderungen der Anleger zu begleichen. Investoren profitieren damit einerseits von vergleichsweise hohen Kupons, die Kursrückschläge bei steigenden Zinsen abfedern, und andererseits von der zusätzlichen Sicherheit im Vergleich zu herkömmlichen Hochzinsanleihen.

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(Foto: Jan Sobotta © Swisscanto Asset Management)

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16/07/18
Christian Janas wird neuer Leiter Vermögensverwaltung der DJE Kapital AG

Christian Janas übernimmt spätestens ab Januar nächsten Jahres die Leitung der Vermögensverwaltung bei der DJE Kapital AG. Der 46-Jährige folgt auf Dr. Markus Küppers, der das Unternehmen Ende Juni verlassen hat. Janas verantwortet als Mitglied der erweiterten Geschäftsführung künftig den gesamten Geschäftsbereich der Vermögensverwaltung mit Standorten in Pullach, Frankfurt und Köln. Auch Solidvest, die digitale Vermögensverwaltung von DJE, fällt damit in seine Zuständigkeit. Christian Janas wird an Dr. Jan Ehrhardt, stellvertretender Vorstandsvorsitzender bei DJE und unter anderem im Vorstand für die Vermögensverwaltung verantwortlich, berichten.

Dr. Jan Ehrhardt: „Wir freuen uns sehr, dass wir Christian Janas mit seiner enormen Erfahrung im Vermögens- und Wealth Management sowie seinem tiefen Kapitalmarktverständnis als Leiter für unsere Vermögensverwaltung gewinnen konnten. Er ist sowohl fachlich als auch menschlich eine Bereicherung für unser Haus. Auf die gemeinsame Zusammenarbeit mit ihm freuen wir uns schon sehr.“

Christian Janas verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen Wertpapierstrategie und -steuerung, Marketing sowie Vermögens- und Wealth Management. Zuletzt war er seit 2013 als Executive Director für die Leitung des Wealth Managements für die Region Bayern bei der UBS Europe SE (vormals UBS Deutschland AG) zuständig. Zuvor hatte er diverse Funktionen seit 2007 bei der UBS Deutschland AG inne, unter anderem als stellvertretender Niederlassungsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung Bayern. Zwischen 1992 und 2007 bekleidete Janas einige Positionen bei der HypoVereinsbank AG, unter anderem als Leiter Private Banking der Niederlassung Altstadt in München sowie Abteilungsdirektor Vermögensmanagement für den Geschäftsbereich Privatkunden und Private Banking der Region Süd. Christian Janas ist gelernter Bankkaufmann und hat seinen Betriebswirt sowie Marketing-Betriebswirt an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie München erfolgreich abgeschlossen.

Über die Dr. Jens Ehrhardt Gruppe
Die DJE Kapital AG ist seit über 40 Jahren als unabhängige Vermögensverwaltung am Kapitalmarkt aktiv. Das Unternehmen aus Pullach bei München verwaltet mit über 100 Mitarbeitern (davon rund 25 Fondsmanager und Analysten) aktuell über 12 Milliarden Euro (Stand: 30.06.2018) in den Bereichen individuelle Vermögensverwaltung, institutionelles Asset Management sowie Publikumsfonds. Vorstandsvorsitzender ist Dr. Jens Ehrhardt, sein Stellvertreter Dr. Jan Ehrhardt. Kern des Anlageprozesses und aller Investmententscheidungen ist die FMM-Methode (fundamental, monetär, markttechnisch), welche auf dem hauseigenen, unabhängigen Research basiert. Der Anspruch der DJE Kapital AG ist, ihren Kunden weitsichtige Kapitalmarktexpertise in allen Marktphasen zu bieten.

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(Foto: Christian Janas
© DJE Kapital AG)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

16/07/18
US-Strafzölle belasten die chinesische Volkswirtschaft kaum

„Präsident Trumps jüngste Runde protektionistischer Maßnahmen zielt auf chinesische Importe in Höhe von 200 Milliarden US-Dollar mit einer Steuer von 10 Prozent ab. Damit eskaliert der Handelskrieg weiter. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Volkswirtschaften sind jedoch geringer als es die Stimmung am Aktienmarkt vermuten lässt.

Es gibt zwei unterschiedliche Auswirkungen der jüngsten Zölle auf China: die Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Auswirkungen auf die Aktienmärkte. Diese sind nicht unbedingt gleich. Die Auswirkungen auf die Wirtschaft sind bei dieser Höhe von Zöllen relativ gering. Wir rechnen damit, dass die erste Runde von Zöllen Chinas BIP-Wachstum um 20 Basispunkte oder weniger reduziert. Hätte dieser Handelsstreit vor fünf bis zehn Jahren stattgefunden hätte, wäre es angesichts der Wirtschaftstreiber viel schmerzhafter gewesen. Jetzt ist Chinas Wirtschaft stärker auf das Inland ausgerichtet und hat seine Handelspartner diversifiziert.

Auf dem Aktienmarkt belasten die Zölle durchaus die Stimmung. Doch die tatsächlichen Auswirkungen auf die Fundamentaldaten der Unternehmen sind nicht hoch. Die Unternehmen, die im MSCI China Index gelistet sind, erzielen weniger als fünf Prozent ihrer Umsätze in den USA. Einige Sektoren stehen jedoch stärker unter Druck, insbesondere diejenigen mit einer hohen US-Ausrichtung wie Textilien, Autoteile und technische Hardware. Donald Trumps Maßnahmen konzentrieren sich auch speziell auf Sektoren, die erheblich zu Chinas großem Handelsüberschuss mit den USA beitragen: Unterhaltungselektronik und IT-Hardware, was die Volatilität in diesen Branchen erklärt.

Trumps Tarifentscheidungen werden stark von den bevorstehenden Zwischenwahlen im November und seinem Wunsch beeinflusst, die Kontrolle über beide Häuser des Kongresses zu behalten. Dies macht es wahrscheinlich, dass er zumindest bis nach den Wahlen die Rhetorik aufrechterhalten wird.“

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16/07/18
HAHN Pluswertfonds 171 erfolgreich platziert

Die Hahn Gruppe hat ihren aktuellen Publikums-AIF HAHN Pluswertfonds 171 erfolgreich platzieren können. Der Mitte April von der Kapitalverwaltungsgesellschaft DeWert Deutsche Wertinvestment GmbH aufgelegte Immobilien-Investmentfonds weist ein Gesamtvolumen von 17 Mio. Euro auf und investiert in einen Kaufland-Markt in Niedersachsen. Das Zeichnungsvolumen von 10 Mio. Euro wurde von insgesamt 88 qualifizierten Privatanlegern eingeworben, die durchschnittlich rund 114.000 Euro Eigenkapital einzahlten. Die anfängliche jährliche Ausschüttung liegt bei 5,0 Prozent und wird bereits zum 30. September 2018 erstmals anteilig ausgezahlt werden.

Michael Hahn, Vorstandsvorsitzender der Hahn Gruppe: „Die zügige Platzierung des Pluswertfonds 171 bestätigt einmal mehr die hohe Attraktivität unserer Beteiligungsangebote. Wir werden für unsere Fondsinvestoren auch zukünftig auf renditestarke Handelsimmobilien mit langfristig gesicherten Ausschüttungen setzen. Die präferierten Ankermieter zählen zum Lebensmittel- und Fachmarktsegment und gewährleisten damit hohe Kundenfrequenzen und beste Zukunftsaussichten für das Immobilieninvestment.“

HAHN Pluswertfonds 172 kommt noch im Sommer
Das nächste Beteiligungsangebot der Hahn Gruppe wird in Kürze aufgelegt werden. Der für die Sommermonate geplante HAHN Pluswertfonds 172 ist als Publikumsfonds konzipiert, der in eine vollvermietete Handelsimmobilie im Bundesland Nordrhein-Westfalen investieren wird.

Die Hahn Gruppe
Seit mehr als drei Jahrzehnten hat sich die Hahn Gruppe als Asset und Investment Manager auf großflächige Handelsimmobilien spezialisiert. In ihrer Unternehmensgeschichte hat die Hahn Gruppe bereits rund 180 Immobilienfonds erfolgreich aufgelegt. Das aktuell verwaltete Vermögen liegt bei rund 2,8 Mrd. Euro. Mit einer übergreifenden Expertise aus Immobilien- und Vermögensmanagement nimmt die Hahn Gruppe bei privaten, semi-professionellen und professionellen Anlegern ein Alleinstellungsmerkmal in ihrem Marktsegment ein. Dabei steuert und kontrolliert sie die gesamte Wertschöpfungskette der von ihr betreuten Handelsimmobilien an rund 160 Standorten. Das ist Wertarbeit mit Handelsflächen.

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(Foto: © HAHN AG)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

16/07/18
SAF-HOLLAND in Q2 2018 mit 11,7% organischem Wachstum bei niedrigerem EBIT, Jahresziele 2018 angepasst

Der Zulieferer für die Trailer-, Truck- und Busindustrie SAF-HOLLAND S.A. hat nach vorläufigen Zahlen zum zweiten Quartal 2018 den Umsatz um 15,0% auf 345,4 (Vj. 300,3) Mio. Euro gesteigert. Neben dem über Plan liegenden organischen Wachstum der Gruppe, trugen auch erstmals die im zweiten Quartal 2018 getätigten Zukäufe zum Anstieg bei. Die neu akquirierten Gesellschaften V.Orlandi, Italien (ab 1. April 2018) und York Transport Equipment (Asia) Pte. Ltd., Singapore (ab 1. Mai 2018) steuerten in Summe 21,1 Mio. Euro zum Konzernumsatz des zweiten Quartals 2018 bei. Auf organischer Basis – das heißt vor Währungskurs- und Akquisitionseffekten – baute SAF-HOLLAND die Umsatzerlöse um 11,7% auf 335,5 (Vj. 300,3) Mio. Euro aus.

Neustrukturierung des US-Werksverbunds und vor allem in Nordamerika stark gestiegene Stahlpreise belasten
Die Umsätze in der Region Amerika erhöhten sich im zweiten Quartal 2018 in einem Marktumfeld, das weiterhin von einer sehr starken Kundennachfrage geprägt war, auf 123,0 (Vj. 116,8) Mio. Euro. Sequentiell gegenüber dem Vorquartal entsprach dies einer weiteren Steigerung um 20,7%. Ergebnisseitig belasteten die noch notwendigen operativen Mehraufwendungen und Anlaufkosten für den neu strukturierten Produktionsverbund in Nordamerika das bereinigte EBIT der Region mit 2,3 Mio. Euro (Q1 2018: 3,9 Mio. Euro). Neben anlaufbedingten Produktionsineffizienzen wirkten vor allem Expressfracht- und erhöhte Logistikkosten, die auch aus der nachfragebedingt branchenweit sehr angespannten Situation in der Lieferkette resultierten, kostenerhöhend. Zudem wirkten sich die vor allem in Nordamerika nochmals stark gestiegenen Stahlpreise kostenerhöhend aus. Die Preissteigerungen können von SAF-HOLLAND in der Regel zwar zum großen Teil weitergegeben werden, die Anpassungen erfolgen allerdings mit einem deutlichen zeitlichen Verzug von bis zu sechs Monaten. Im zweiten Quartal 2018 summierte sich die Belastung aus den vorlaufenden Materialkosten in der Region Amerika auf 4,3 Mio. Euro (Q1 2018: 2,0 Mio. Euro). Damit blieb die Ergebnisentwicklung der Region Amerika insgesamt spürbar hinter den Planungen zurück. Allerdings setzte sich die sequentielle Ergebnisverbesserung fort. Die Region verbesserte die bereinigte EBIT-Marge im Vergleich zum ersten Quartal 2018 von -0,7% auf 0,6% im zweiten Quartal 2018 und kehrte damit in die Profitabilität zurück. Die Regionen EMEA und APAC/China (inkl. Indien) entwickelten sich demgegenüber umsatz- und ertragsseitig unverändert sehr solide. Seit dem zweiten Quartal 2018 wird Indien und damit die zugekaufte York-Gruppe in den Konsolidierungskreis der Region APAC/China einbezogen (bisher EMEA/I).

Ausblick für das Gesamtjahr 2018 angepasst
Vor dem Hintergrund der vorläufigen Ergebnisse des zweiten Quartals 2018, der im aktuellen Marktumfeld zeitlich hinter der ursprünglichen Planung zurückgebliebenen Entwicklung beim Abbau der operativen Mehraufwendungen in den USA und, um die Effekte des fortgesetzten Preisanstiegs bei den Rohstoffpreisen für Stahl und Komponenten angemessen zu reflektieren, passt SAF-HOLLAND das Jahresziel für das Gesamtjahr 2018 für die bereinigte EBIT-Marge von ursprünglich 8,0% bis 8,5% auf 7,0% bis 8,0% an. Unverändert plant das Unternehmen mit einer graduellen Ergebnisverbesserung in der Region Amerika in den kommenden Quartalen. Dazu soll neben Kostenoptimierungen und Preiserhöhungen auch maßgeblich die in der Umsetzung befindliche bessere Verzahnung der Kapazitätsplanungs- und Logistikprozesse in der Region Nordamerika beitragen.

Demgegenüber erwartet der Konzern für das Gesamtjahr 2018 jetzt ein über den ursprünglichen Erwartungen liegendes organisches Umsatzwachstum, das im Gesamtjahr 2018 bei 5% bis 7% (bisher 4% bis 5%) liegen soll. Positiv stellt sich die Lage bei den Akquisitionen dar: Die neu zugekauften Gesellschaften V.Orlandi und York werden 2018 voraussichtlich zusätzliche 60 Mio. Euro zu den Konzernumsatzerlösen beisteuern. Bisher wurden rund 50 Mio. Euro erwartet.

Mittelfristprognose 2020 bestätigt
Mit Blick auf die Mittelfristziele der Strategie 2020 bestätigt das Management Board von SAF-HOLLAND das Ziel einer bereinigten EBIT-Marge von mindestens 8,0% und erwartet, im Geschäftsjahr 2019 auf Konzernebene bei der bereinigten EBIT-Marge wieder im Bereich von 8,0% bis 9,0% zu liegen.

Die vollständigen Zahlen inklusive Bilanz und Cashflow-Rechnung werden zusammen mit dem Finanzbericht zum zweiten Quartal 2018 am 14. August 2018 veröffentlicht.

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(Foto: Scheibenbremse © SAF-HOLLAND)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

13/07/18
Fisch Asset Management lancierte neuen Wandelanleihen-Fonds

Fisch Asset Management erweitert die Produktpalette für Wandelanleihenfonds. Der neu lancierte FISCH CB Global Dynamic Fund zeichnet sich durch ein sehr breites Anlagespektrum aus und kann so die Möglichkeiten des gesamten Wandelanleihenuniversums nutzen. Der Anleger profitiert dadurch von verbesserten Renditechancen und der charakteristischen Sicherheit von Wandelanleihen.

Fisch stellt sich mit seinem neuen Produkt bewusst offensiver auf als mit seinen bisherigen Fondsangeboten. CEO Philipp Good erklärt dazu: „Wir wollen mit dem neuen Fonds vor allem Aktieninvestoren erreichen, die sich etwas mehr Sicherheit wünschen, ohne dabei auf Renditechancen verzichten zu müssen. Wandelanleihen können langfristig mit den Aktienmärkten mithalten, und das bei gleichzeitig niedrigerer Volatilität. Sie spielen gerade im jetzigen Umfeld steigender Zinsen und volatiler Aktienmärkte ihre Stärken aus. Denn sie bieten Schutz nach unten dank der Anleihenkomponente, erlauben dabei aber eine unbegrenzte Partizipation am Aufwärtspotenzial der Aktienmärkte. Auf diese überzeugende Kombination setzt der neue Fonds mit maximaler Flexibilität.“

Der FISCH CB Global Dynamic Fund wird von Ute Heyward und Filip Adamec gemanagt. Ute Heyward ist stellvertretende Managerin des FISCH CB Global Opportunistic Fund, Filip Adamec bringt als ehemaliger High-Yield-Analyst entsprechende Kreditanalysefähigkeiten mit. „Im FISCH CB Global Dynamic Fund nutzen wir die Chancen des gesamten Wandelanleihenuniversums. Dazu gehören auch besonders aktien- bzw. anleihenähnliche Papiere, die oftmals weniger im Fokus der Marktteilnehmer stehen und somit tendenziell günstiger bewertet sind. Unsere langjährige Expertise hilft uns bei der Identifizierung dieser Opportunitäten“ erklärt Ute Heyward.

Das breitere Anlagespektrum nutzen die Fondsmanager, um das Portfolio an das erwartete Konjunktur- und Marktumfeld anzupassen. Ein positives Szenario führt typischerweise zu einer Übergewichtung aktiensensitiver Wandelanleihen, um damit am Aufwärtstrend zu partizipieren. In einem schwierigen oder unsicheren Umfeld helfen anleihenähnlichere Titel, das Rückschlagsrisiko zu verringern.

Der FISCH CB Global Dynamic Fund wurde per 31. Mai 2018 lanciert und verfügt über Vertriebszulassungen in Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg, Frankreich, Italien, Belgien und den Niederlanden. Der Fonds richtet sich an institutionelle Investoren und verfügt über drei thesaurierende Anteilsklassen in CHF, EUR und USD. Die Anteilsklassen sind währungsgesichert und die jährliche Management Fee beträgt jeweils 0,75 Prozent. Aufgelegt wurde der Fonds als Teilfonds des FISCH Umbrella Fund, einer Luxemburger SICAV unter UCITS V. Mit diesem weiteren Produkt bietet Fisch Asset Management Investoren ab sofort insgesamt vier verschiedene Wandelanleihenstrategien: defensiv, opportunistisch, dynamisch und nachhaltig. Alle Fonds profitieren von der Expertise eines der weltweit größten und erfahrensten Anlageteams für Wandelanleihen. Fisch Asset Management verwaltet aktuell Kundenvermögen in Wandelanleihen in Höhe von nahezu 5 Mrd. Euro.

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(Foto: Philipp Good
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12/07/18
SUNfarming GmbH verschiebt Anleiheemission

Die SUNfarming GmbH hat beschlossen, die Begebung ihrer Unternehmensanleihe 2018/2023 (ISIN: DE000A2LQZZ1) zu verschieben. Auf Anregung insbesondere institutioneller Investoren wird das Unternehmen eine Optimierung des Emissionskonzepts vornehmen. Die SUNfarming GmbH sieht darin die Chance, den Bedürfnissen der Investoren besser entsprechen zu können und somit zusätzliche Investoren zu gewinnen. Es ist geplant, im Verlauf des 2. Halbjahres 2018 den Investoren erneut eine interessante Anlageoption anzubieten.

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(Foto:
© SUNfarming)

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12/07/18
Fidelity Fixed Income Monatsbericht: Taktische Anlagechancen in Spanien und Italien

Andrea Iannelli ist Investment Director für Anleihen bei Fidelity International. Er erläutert, warum er aktuell taktische Anlagechancen bei italienischen und spanischen Staatsanleihen sieht.

„Im Juni kündigte die Europäische Zentralbank (EZB) wie vom Markt erwartet die Beendigung ihrer quantitativen Lockerungen zum Jahresende an. Zudem wird sie ihre monatlichen Anleihenkäufe ab September um die Hälfte auf 15 Milliarden Euro halbieren.

Die für Anleger spannende Frage ist nun, wann die EZB mit Zinserhöhungen beginnt. Ein sich abschwächender Konjunkturausblick und eine klare Erwartungssteuerung der Währungshüter veranlassten die Märkte, nun erst im Dezember 2019 mit der ersten Zinsstraffung zu rechnen. Das entspricht auch unserer Erwartung.

Für Bundesanleihen fällt es schwer, einen rosigen Ausblick zu zeichnen. Denn die Renditen sind niedrig, gemessen an fundamentalen Bewertungskennzahlen wie etwa den nominalen BIP-Erwartungen. Aus unserer Sicht könnten daher höhere Renditen drohen, weshalb wir zu einer kurzen Duration raten. Allerdings dürften die steile Renditekurve und die schwelenden politischen Risiken in Italien einen möglichen Ausverkauf bei deutschen Bundesanleihen im Zaum halten.

An der Euro-Peripherie haben wir in der Schwächephase im zweiten Quartal aus taktischen Gründen unser Engagement bei italienischen Staatsanleihen verstärkt. An der Übergewichtung Spaniens halten wir fest. In Italien werden die Marktkräfte auch weiterhin stabilisierend wirken, holen sie doch die neue Regierungskoalition mit ihrer Politik der Extreme auf den Boden der Tatsachen zurück. Während die Märkte die Wahrscheinlichkeit für vorgezogene Neuwahlen wohl unterschätzen, haben sie eine Verschlechterung der Haushaltslage weitgehend in den Kursen italienischer Staatsanleihen eingepreist.

Im Investment-Grade-Segment ist die Verschuldungsrate leicht gesunken und sind die Zinsdeckungsquoten der Unternehmen hoch. Aber diese beiden Kennzahlen reagieren empfindlich auf die Wachstumsdynamik und dürften sich daher in der zweiten Jahreshälfte verschlechtern. Derweil könnte an den Kreditmärkten die Spätphase des Zyklus beginnen.

Alles in allem bleibt Europa unsere bevorzugte Region, wenn es um Anlagen in Unternehmensanleihen geht. Allerdings haben sich die für sie sprechenden Gründe umgekehrt: Denn nun schwächen sich die Fundamentaldaten der Unternehmen ab, während ihre Bewertungen attraktiver werden.“

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(Foto: Andrea Iannelli © Fidelity International)

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12/07/18
UBP lanciert neuen Fonds in Euro-Anleihen mit Investment Grade-Rating

Die Union Bancaire Privée (UBP) erweitert ihr Angebot in Euro-Anleihenfonds und legt den UBAM – High Grade Euro Income mit Fokus auf Investment-Grade-Papieren auf.

Das UBP-Team Global & Absolute Return Fixed Income wird für diese Strategie den gleichen, von ihr für Portfolios in hochverzinslichen Anleihen entwickelten und mehrfach ausgezeichneten Ansatz anwenden. Dabei wird eine makroökonomische Allokation nach dem Top-down-Prinzip mit liquiden Zinspositionen und Anlagen in Unternehmensanleihen kombiniert, um eine optimierte Positionierung am Markt für Euro-Anleihen mit Investment-Grade-Rating zu erzielen.

Diese neue Strategie spiegelt das Bestreben der Bank wider, im negativen Zinsumfeld innovative Investmentlösungen zu entwickeln, um das Risiko/Ertrags-Profil von Euro-Anleihen-Portfolios zu optimieren. Der neue Fonds wird die Palette benchmarkbezogener, aktiv gemanagter Absolute-Return-Fonds des UBP-Teams ergänzen.

Nicolas Faller, Co-CEO Asset Management der UBP, sagt: „Mit dieser Auflegung wollen wir das Angebot für unsere im festverzinslichen Segment investierende Kunden expandieren, ihre signifikante Nachfrage nach innovativen Lösungen erfüllen und sie bei der Verwaltung ihrer Engagements in Euro-Anleihen mit Investment-Grade-Rating unterstützen.“

Michaël Lok, Co-CEO Asset Management, führte aus: „Dieser neue Fonds ist für unsere Kunden im Hinblick auf die Festlegung ihrer allgemeinen Asset Allokation besonders attraktiv. Unser makroökonomischer, auf die Liquidität der Anlagen fokussierter Ansatz eignet sich bestens für Investitionen in Euro-Anleihen mit Investment-Grade-Rating. Damit beweist unser Team Global & Absolute Return Fixed Income seine Fähigkeit, echtes Wertsteigerungspotential für seine Kunden zu generieren.“

Der Fonds ist gegenwärtig in Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Österreich, Norwegen, den Niederlanden, der Schweiz, in Schweden und im Vereinigten Königreich zum Vertrieb zugelassen.

https://www.fixed-income.org/
(Foto: Nicolas Faller © UBP)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

11/07/18
K+S emittiert 6-jährige Anleihe, Guidance: ca. 3,50%

Die K+S AG emittiert eine 6-jährige Anleihe mit einem Volumen von mindestens 300 Mio. Euro Erwartet wird eine Rendite von ca. 3,50%. K+S hat kein Rating. Die Transaktion wird von Deutsche Bank, DZ BANK, Goldman Sachs und HSBC begleitet.

Eckdaten der neuen K+S-Anleihe:
Emittent: 
K+S AG
Ratings:  kein Rating
Emissionsvolumen:  mind. 300 Mio. Euro
Währung:  Euro
Laufzeit:  18.07.2024
Settlement:  18.07.2018
Kupon:  noch nicht bekannt
Guidance:  ca. 3,50%
Stückelung:  100.000 Euro
Listing:  Luxemburg
Bookrunner:  Deutsche Bank, DZ BANK, Goldman Sachs und HSBC

http://www.fixed-income.org/
(Foto: ©
K+S)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

11/07/18
„Wir sind zuversichtlich, in diesem Jahr zwei Großprojekte in Australien zur Baureife zu bringen“, Clemens Wohlmuth, CFO, Photon Energy N.V.

Die Photon Energy N.V. hat im Oktober 2017 die 5-jährige Anleihe 2017/22 platziert, die einen Kupon von 7,750% p.a. bei einer quartalsweisen Zinszahlung bietet (ISIN DE000A19MFH4). Die Anleihe wird weiter platziert, aktuell sind vom Anleihevolumen von bis zu 30 Mio. Euro über 20 Mio. Euro erreicht. CFO Clemens Wohlmuth ist zuversichtlich, dass die Anleihe voll platziert wird. Denn insbesondere seit der Rückzahlung der Anleihe 2013/18 im März gibt es eine verstärkte Investorennachfrage. Im Gespräch mit dem BOND MAGAZINE erläutert Wohlmuth den aktuellen Stand der Projekte.

BOND MAGAZINE: Herr Wohlmuth, wie ist der aktuelle Stand Ihrer Projekte?

Wohlmuth: Unser Ziel war es, bis Ende des nächsten Jahres 50 MWp in Ungarn zu haben. Wir sind sehr optimistisch, dies zu erreichen. Zudem ist der australische Markt sehr wichtig für uns. In Australien ist der Marktmechanismus ein anderer. Es gibt keine Einspeisevergütung, sondern der Preis ist viel stärker marktorientiert. Man bekommt Zertifikate für Energie, die durch grüne Ressourcen erzeugt wurde. Diese Zertifikate werden am Markt gehandelt. Es gibt entsprechend ein Preisrisiko, aber aktuell sind die Preise für Anbieter sehr attraktiv. Je mehr erneuerbare Energie produziert wird, desto mehr Druck wird auf die Preise kommen. Zudem kann man den Strom direkt über den Markt verkaufen. Das ist zurzeit ebenfalls sehr attraktiv. Auch hier gibt es natürlich ein Preisrisiko. Investoren und Kunden möchten jedoch auch planbare Preise haben, deshalb arbeitet man in der Regel mit Stromabnahmeverträgen, welche mit Energieversorgern oder direkt mit größeren Endkunden abgeschlossen werden. Die Laufzeit ist üblicherweise bis 2030, das entspricht der Laufzeit der Zertifikate für erneuerbare Energien. Damit hat sowohl der Produzent als auch der Verbraucher eine langfristige Planbarkeit. Wir haben bereits ein größeres Projekt in Australien, das die Baureife hat. Im dritten Quartal werden wir mit dem Bau beginnen. Diese Anlage wird 29,9 MWp haben. Wir haben aktuell 26 MWp im Portfolio. Damit werden wir unsere Kapazität aus heutiger Sicht mehr als verdoppeln. Darüber hinaus planen wir in Ungarn noch dieses Jahr ebenfalls ca. 25 MWp an Anlagen ins eigene Portfolio zu bauen. Wir werden dann jeweils etwa ein Drittel unserer Kapazität in Ungarn, Australien und in Tschechien bzw. der Slowakei haben. In Bezug auf den Umsatz ist das nicht so. Die Anlagen in Tschechien und der Slowakei wurden 2010/2011 errichtet und haben noch eine relativ hohe Einspeisevergütung.

BOND MAGAZINE: Sie entwickeln auch Großprojekte in Australien. Wie kommen Sie damit voran?

Wohlmuth: Wir haben ein Joint Venture mit Canadian Solar. Canadian Solar hat in unsere Projektgesellschaften investiert, damit sind die Entwicklungskosten in den Projekten gesichert. Die Gesamtkapazität der Projekte beträgt 1,14 GW. Projektentwicklungen sind natürlich auch mit Risiken behaftet. Daher war es uns auch sehr wichtig, mit einem starken Partner zusammenzuarbeiten, der das notwendige Eigenkapital für die Entwicklung zur Verfügung stellt. Es ist geplant, unsere Anteile an den Projekten zu verkaufen, sobald die Baureife erreicht ist – entweder an Canadian Solar oder an einen Dritten. Wir sind zuversichtlich, in diesem Jahr zwei Großprojekte in Australien zur Baureife zu bringen. Und unser Projekt in Leeton möchten wir spätestens im Februar 2019 am Netz haben.

BOND MAGAZINE: Ihre Anleihe ist noch in der Platzierung.

Wohlmuth: Ja, die Anleihe ist noch in der Platzierung. Aufgrund von Ausfällen in Mittelstandsanleihensegement und im Bereich der erneuerbaren Energien in der Vergangenheit waren einige Investoren zu Beginn noch etwas zurückhaltend. Wir haben häufig von Investoren gehört, dass unsere Story zwar gefällt, aber mit anderen Unternehmen in der Branche schlechte Erfahrungen gemacht wurden. Mit der Rückzahlung unserer Anleihe 2013/18 im März konnten wir weiteres Vertrauen von Investoren gewinnen. Zudem sind wieder neue Investoren auf uns aufmerksam geworden. Wir sind zuversichtlich, dass wir die Anleihe 2017/22 mit einem Volumen von bis zu 30 Mio. Euro voll platzieren können. Einen Großteil unserer Investitionen tätigen wir im zweiten Halbjahr. Daher passt es sehr gut zu unserem Kapitalbedarf, wenn wir entsprechend die Anleihe weiter platzieren. Ende Mai hatten wir 17 Mio. Euro platziert, aktuell haben wir über 21 Mio. Euro platziert.

BOND MAGAZINE: Die alte Anleihe hatte ein Volumen von 10,6 Mio. Euro. Für Neuinvestitionen waren also bis zu 20 Mio. Euro geplant. Aktuell stehen Ihnen somit rund 10 Mio. Euro für Investitionen zur Verfügung. Es gab zur Emission eine Researchstudie. In wie weit müssen die Annahmen korrigiert werden, weil Ihnen das Kapital noch nicht in voller Höhe zur Verfügung steht?

Wohlmuth: Die Projekte mit Canadian Solar sind im Research noch nicht berücksichtigt, weil wir zum Zeitpunkt der Erstellung des Researchberichtes noch auf der Suche nach einem Partner waren. Wenn uns weniger Kapital zur Verfügung stehen würde, könnten wir die Projekte in Ungarn mit 50 MW und in Leeton mit knapp 30 MW langsamer realisieren. In Ungarn muss man die Projekte innerhalb der nächsten zwei Jahre ans Netz bringen, sonst riskiert man eine etwas niedrigere Einspeisevergütung zu bekommen. Wenn die Anleihe nicht voll platziert werden würde, dann könnten wir in Ungarn langsamer bauen oder etwas weniger bauen. In Australien würden wir für das Projekt in Leeton externe Investoren miteinbinden. Unser Ziel ist es, das Projekt vollständig ins eigene Portfolio zu nehmen und Cashflows daraus zu generieren. Wir kommen mit der Platzierung der Anleihe gut voran und ich bin zuversichtlich, dass wir die Anleihe voll platzieren können. Entsprechend sollten wir auch unsere Pläne vollständig umsetzen können.

BOND MAGAZINE: Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Christian Schiffmacher, https://www.fixed-income.org/.  Details zur Photon Energy-Anleihe sind auch im BOND MAGAZINE 110 zu finden.

(Foto: Clemens Wohlmuth © Photon Energy)

Tab. 1: Eckdaten der Photon Energy-Anleihe

Emittent

Photon Energy N.V.

Kupon

7,750%

Zinszahlung

vierteljährlich

Kurs

100,00% (Stand: 06.07.2018)

Laufzeit

26.10.2022

Volumen

bis zu 30 Mio. Euro

ISIN / WKN

DE000A19MFH4 / WKN

Segment

Open Market, Börse Frankfurt

Internet

www.photonenergy.com

 

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

11/07/18
Anleihen-Analyse: SUNfarming GmbH – Wie belastbar sind die Sicherheiten?

Die SUNfarming GmbH, ein Projektentwickler von Photovoltaikanlagen, emittiert eine 5-jährige Anleihe mit einem Volumen von bis zu 15 Mio. Euro und einem Kupon von 6,50% p.a. (ISIN DE000A2LQZZ1). Die von der DICAMA AG als Financial Advisor in Zusammenarbeit mit der BankM (Repräsentanz der FinTech Group Bank AG) konzipierte Unternehmensanleihe bietet laut DGAP-Meldung vom 02.07.2018 eine vollständige Besicherung. Die Belastbarkeit der Besicherung muss zumindest hinterfragt werden.

Unternehmen
Die SUNfarming-Gruppe ist Teil der „Schrum-Tauschke-Unternehmensfamilie“, die aus der ALENSYS Alternative Energien AG und der BPG Beteiligungs- und Projektmanagement GmbH besteht. Alleinige Gesellschafter von ALENSYS und BPG sowie Kommanditisten der von ALENSYS gehaltenen Projektgesellschaften sind die Gesellschafter der Emittentin, Peter Schrum und Martin Tauschke.

Die Emittentin ist als Projektentwickler und Generalunternehmer tätig. Sie ist spezialisiert auf die Realisierung von schlüsselfertigen Photovoltaikprojekten, die an Investoren, gewerbliche und private Eigenstromnutzer sowie Projektgesellschaften der Schrum-Tauschke-Unternehmensfamilie als Netzeinspeiseanlagen sowie als Eigenstromanlagen veräußert werden. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Freiflächenanlagen im In- und Ausland sowie Aufdachanlagen im Inland. Die Leistungen der SUNfarming-Gruppe umfassen im Kerngeschäft das gesamte Spektrum von der Eigenentwicklung bzw. Akquise der Projekte, der Grundstücke und Dachflächen, der kaufmännischen, technischen und baulichen Anlagenplanung, der Beschaffung einschließlich Qualitätskontrolle der Komponenten, der Herstellung der Baureife und grunddinglichen Sicherheiten, der Einholung behördlicher Genehmigungen und Gutachten sowie weiterer vertraglicher Grundlagen. Darüber hinaus plant und errichtet die Emittentin kleinere PV-Anlagen für private Endkunden und für mittelständische Industrieunternehmen und Gewerbetreibende.

Geschäftsentwicklung
Die SUNfarming GmbH erzielte im vergangenen Jahr laut Wertpapierprospekt einen Umsatz (nach HGB) von 31,5 Mio. Euro, nach 25,3 Mio. Euro im Jahr 2016. Das EBIT ging dabei von 0,47 Mio. Euro auf 0,34 Mio. Euro zurück. Der Jahresüberschuss betrug 0,17 Mio. Euro, nach 0,006 Mio. Euro. Zum 31.12.2017 wies die Gesellschaft in der HGB-Bilanz bei einer Bilanzsumme von 23,8 Mio. Euro eine Eigenkapitalquote von 31% aus.

Mittelverwendung
Von dem Netto-Emissionserlös (nach Emissionskosten) von bis zu 14,25 Mio. Euro soll ein Betrag in Höhe einer Zinszahlung für ein Jahr (bei vollständiger Platzierung 975.000 Euro) auf ein Treuhandkonto zur Sicherung der Zinszahlungsansprüche der Anleger eingezahlt werden. Ein Betrag in Höhe von 5 Mio. Euro soll für die Tilgung eines mittelfristigen Darlehens der Tessner Beteiligungs GmbH verwendet werden. Der weitere Netto-Emissionserlös soll zu 2/3 zur Finanzierung des Projektgeschäfts, insbesondere von Projektkosten in der Entwicklung und Errichtung von PV-Anlagen für Investoren oder Gewerbetreibende oder Projektgesellschaften der Schrum-Tauschke-Unternehmensfamilie verwendet werden. Ein weiteres Drittel des verbleibenden Netto-Emissionserlöses (max. 2,75 Mio. Euro) soll als Darlehen an einzelne Projektgesellschaften der Schrum-Tauschke-Unternehmensfamilie für den weiteren Bestandsausbau gegen marktübliche Besicherung gewährt werden.

Sicherheiten/Treuhänder
Von dem Emissionserlös hinterlegt die Emittentin einen Betrag in Höhe der Zinszahlung für ein Jahr (bei vollständiger Platzierung der Anleihe also 975.000 Euro) auf ein Treuhandkonto der Rödl Treuhand Hamburg GmbH Steuerberatungsgesellschaft zur Sicherung der Zinszahlungsansprüche der Anleger.

Zudem wurden zur Besicherung der Ansprüche der Anleihegläubiger sämtliche Kommanditanteile an der ST Solarinvestitionsgesellschaft Mecklenburg 1 mbH & Co. KG (im Folgenden „Mecklenburg 1 KG“) und an der ST Solarinvestitionsgesellschaft Brandenburg 1 mbH & Co. KG (im Folgenden „Brandenburg 1 KG“) durch die BPG Beteiligungs- und Projektmanagement GmbH dem Treuhänder verpfändet. Die Verpfändung erfolgte zugunsten der Anleihegläubiger an den Treuhänder. Die Mecklenburg 1 KG und die Brandenburg 1 KG halten und betreiben diverse PV-Anlagen. Gemäß Ertragswertgutachten weisen die PV-Anlagen der Mecklenburg 1 KG zum 07.06.2018 einen Marktwert in Höhe von 8.059.555,00 Euro und die PV-Anlagen der Brandenburg 1 KG einen Marktwert von 11.412.688,00 Euro auf. Der Verkehrswert wurde durch einen Gutachter ermittelt. Es handelt sich um den Anlagenbarwert, basierend auf der Ertragswertmethode, abzüglich aller in der Laufzeit anfallenden wertmindernden Faktoren. Die Emittentin verpflichtet sich, jährliche von ihr erstellte Wertermittlungen in Form eines Soll-Ist-Vergleichs an den Treuhänder zu übersenden. Der Treuhänder ist berechtigt, diese durch einen unabhängigen Gutachter überprüfen zu lassen. Soweit die jährlichen Wertermittlungen oder Gutachten einen Ertragswert unter 19.472.243,00 Euro ausweisen, ist die Emittentin verpflichtet, weitere Sicherheiten zu stellen.

Bei der Berechnung des Ertragswertes der acht Solarkraftwerke der Mecklenburg 1 KG und der Brandenburg 1 KG wurden, nach unserem Verständnis, weder Fremdkapitalzinsen noch Steuern berücksichtigt. Dummerweise muss man in Deutschland aber Steuern zahlen.

Die Verbindlichkeiten der Mecklenburg 1 KG und der Brandenburg 1 KG gegenüber Kreditinstituten sind laut Bundesanzeiger durch umfangreiche Sicherungsübereignungen und Globalabtretungen sämtlicher Zahlungs- und Vergütungsansprüche von den PV Anlagen gesichert.

Bei den letzten im Bundesanzeiger veröffentlichten Jahresabschlüssen für das Jahr 2016 weisen beide Gesellschaften zudem kein bilanzielles Eigenkapital aus. Die Summe der für das Jahr 2016 ausgewiesenen Verbindlichkeiten übersteigt nicht nur das bilanzielle Eigenkapital, sondern auch die ohne Steuern vom Gutachter errechneten Verkehrswerte. Daher könnten die Sicherheiten nach Abzug der existierenden Verbindlichkeiten vollständig wertlos sein. Laut Wertpapierprospekt können die Sicherheiten durch insolvenzrechtliche oder gesellschaftsrechtliche Einschränkungen „ganz oder teilweise im Verwertungsfall nicht werthaltig sein“.

Aber auch der Treuhänder ist am Markt für Mittelstandsanleihen bereits negativ aufgefallen und war, Anlegeranwälten zufolge, schon mit der fristgerechten Einberufung einer Gläubigerversammlung überfordert (http://achtunganleihe.de/erste-anleiheglaeubigerversammlung-bei-gewa-absurde-veranstaltung-bleibt-ergebnislos/).

Stärken:
– langjährige Expertise bei der Entwicklung von Photovoltaikanlagen
– Gutachten der als Sicherheiten dienenden Solarparks sind im Wertpapierprospekt veröffentlicht

Schwächen:
– Ertragskennzahlen und Mittelverwendung sind nicht optimal
– Belastbarkeit der Sicherheiten erscheint zumindest fragwürdig
– Strukturierung der Anleihe erscheint insgesamt dilettantisch

Fazit:
Mit SUNfarming plant ein weiterer Projektentwickler von Photovoltaikanlagen die Emission seiner Unternehmensanleihen. Die Attraktivität der Anleihe soll durch eine „vollständige“ Besicherung erhöht werden. Doch die Finanzierungszinskosten (sowohl Fremdkapital- als auch Guthabenzinsen) wurden bei der Ermittlung des Verkehrswerts der an den Treuhänder verpfändeten Solaranlagen durch einen unabhängigen Gutachter NICHT berücksichtigt. Ebenso wurde auch die Zahlung von Steuern nicht berücksichtigt. Auf Basis der beim Bundesanzeiger hinterlegten Jahresabschlüsse der ST Solarinvestitionsgesellschaft Mecklenburg 1 mbH & Co. KG und der ST Solarinvestitionsgesellschaft Brandenburg 1 mbH & Co. KG für das Jahr 2016 haben die Gesellschaften kein Eigenkapital. Das Fremdkapital in den Gesellschaften entspricht zudem auch etwa dem von einem unabhängigen Gutachter ermittelten Verkehrswert.

Zugunsten der finanzierenden Banken gibt es laut Bundesanzeiger zudem umfangreiche Sicherungsübereignungen und Globalabtretungen sämtlicher Zahlungs- und Vergütungsansprüche von den PV Anlagen der Mecklenburg 1 KG und der Brandenburg 1 KG.

Folglich ist, wie es im Wertpapierprospekt heißt, davon auszugehen, dass „die Sicherheiten durch insolvenzrechtliche oder gesellschaftsrechtliche Einschränkungen ganz oder teilweise im Verwertungsfall nicht werthaltig“ sind. Die Strukturierung der Anleihe macht einen insgesamt dilettantischen Eindruck.

Christian Schiffmacher, https://www.fixed-income.org/
(Foto: © SUNfarming)

Tab. 1: Eckdaten der SUNfarming-Anleihe

Emittent

SUNfarming GmbH

Kupon

6,50% p.a. (halbjährliche Zinszahlung)

Zeichnungsfrist (öffentliches Angebot)

05.07.–19.07.2018

Privatplatzierung

05.07.–20.07.2018

Laufzeit

24.07.2018–24.07.2023 (5 Jahre)

Segment

Open Market

ISIN / WKN

DE000A2LQZZ1 / A2LQZZ

Financial Advisor

DICAMA AG

Global Coordinator und Bookrunner

BankM

Selling Agent

GBR Financial Services GmbH

Internet

www.sunfarming.de

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

10/07/18
Otto Group emittiert Nachranganleihe mit unendlicher Laufzeit, Rendite von ca. 4,5% erwartet

Die Otto GmbH & Co. KG emittiert eine Nachranganleihe mit unendlicher Laufzeit und einem Volumen von 250 Mio. Euro (ISIN XS1853998182 / WKN A2LQ0B). Die Anleihe kann frühestens nach 7 Jahren von der Otto Group gekündigt werden. Erwartet wird eine Rendite von ca. 4,5% (bis zum ersten Kündigungstermin in 7 Jahren).  Die Transaktion wird von Commerzbank, M.M. Warburg und UniCredit Bank begleitet. Die Otto Group wurde von der UniCredit Bank beraten.

https://www.fixed-income.org/
(Foto: © Otto Group)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

10/07/18
„Bislang haben wir Projekte mit einer Leistung von 500 MWp realisiert“, Martin Tauschke, Geschäftsführer, SUNfarming GmbH

Die SUNfarming GmbH, ein Entwickler von Photovoltaik-Projekten, emittiert eine besicherte Unternehmensanleihe (ISIN: DE000A2LQZZ1) mit einem Volumen von bis zu 15 Mio. Euro. Die Schuldverschreibungen bieten einen Kupon von 6,50% p.a. (halbjährliche Zinszahlung) bei einer Laufzeit von fünf Jahren. Im Gespräch mit BOND MAGAZINE erläutert Martin Tauschke das Geschäftsmodell und die Sicherheitenstruktur.

BOND MAGAZINE: In welchen Bereichen ist SUNfarming tätig?

Tauschke: Wir projektieren und realisieren Solarprojekte für Kapitalinvestoren, Kommunen, Nutzer gewerblicher und privater Eigenstromanlagen sowie in Solaranlagen investierende Schwestergesellschaften der Schrum-Tauschke-Unternehmensfamilie. Für unsere Kunden übernehmen wir auch Service und Wartung. Der Schwerpunkt unserer Aktivitäten ist in Deutschland. Wir schauen aber auch aktiv, in welchen Ländern Investitionen in erneuerbare Energien chancenreich und politisch gewünscht sind. Daher sind wir auch unter anderem in Großbritannien, Polen und der Türkei tätig. Bislang haben wir Projekte mit einer Leistung von 500 MWp realisiert. Das entspricht einer bebauten Fläche von rund 2.000 Fußballfeldern. Mit dem Strom könnte eine Stadt mit rund 160.000 Haushalten 1 Jahr lang versorgt werden. Zudem übernehmen wir die technische und kaufmännische Betriebsführung für Solaranlagen mit einer Kapazität von 280 MWp. Wir sind stark verankert bei Kommunen/Landkreisen und haben bereits zahlreiche Aufdachanlagen bei kommunalen Betrieben und Immobilien realisiert. Die Kommunen haben den Vorteil, dass sie die Projekte nicht selbst finanzieren müssen und dennoch den Solarstrom direkt von uns kostengünstiger als Netzstrom beziehen können.

BOND MAGAZINE: Wie ist Ihre aktuelle Planung für das laufende Jahr?

Tauschke: Wir haben ein sehr stabiles Auftragsvolumen. In diesem Jahr möchten wir rund 18 MWp in Deutschland, 9 MWp in Polen und 8 MWp in der Türkei realisieren. Bis 2020 sollen jeweils ca. 20 MWp pro Jahr in Deutschland errichtet werden. In Polen gab es Ende 2016 die ersten Auktionen. 2017 haben wir dort die ersten Projekte akquiriert, die bereits sämtliche Genehmigungen haben. Ende 2017 haben wir die ersten Projekte übernommen und angezahlt. Bislang haben wir für 2018 9 MWp akquiriert. Wir haben also schon einige Projekte im Blick, die wir im aktuellen Jahr umsetzen möchten. Bis 2020 planen wir, mindestens 36 MWp in Polen zu realisieren. In der Türkei gehen wir genauso vor, das heißt, wir kaufen ausschließlich fertig entwickelte Projekte, die bereits alle Genehmigungen haben und einer ausführlichen Due Diligence unterzogen wurden. Damit reduzieren wir das Planungsrisiko und können schneller in den Märkten agieren. Wir arbeiten dort mit lokalen Gesellschafterpartnern und Mitarbeitern und haben uns bis 2019 weitere 12 MWp zum Ziel gesetzt, nachdem wir im Jahr 2017 bereits 12 MWp erfolgreich realisiert und finanziert haben. In Deutschland wollen mir mit dem Direktvertrieb von Strom weiterwachsen. Langfristig wollen wir ein eigenes Label als Energieversorger etablieren: SUNfarming GreenEnergy. Wir suchen also Standorte, bei denen wir in der Solarstromdirektvermarktung einen Added Value zum EEG haben.

BOND MAGAZINE: Weshalb haben Sie sich für eine Anleiheemission entschieden?

Tauschke: Durch die Anleiheemission möchten wir unser Working Capital verbessern und Einkaufsmöglichkeiten optimieren. Gleichzeitig können wir dadurch auch das realisierbare Projektvolumen um das 1,5-Fache steigern und somit das Betriebsergebnis deutlich verbessern. Wir möchten in den nächsten fünf Jahren mit der Anleihe stabil planen können. Zudem möchten wir mit den Mitteln aus der Anleihe Mezzanine-Kapital vorzeitig ablösen.

BOND MAGAZINE: Bitte erläutern Sie uns die Besicherung der Anleihe.

Tauschke: Die Anleihe soll ein Volumen von bis zu 15 Mio. Euro haben. Wir haben uns mit den Strukturierern, der Bank und den Platzierern auf einen Kupon von 6,50% p.a. verständigt. Es gibt ein dreistufiges Sicherheitenkonzept: Die erste Stufe ist, dass wir einen Jahreszinsbetrag bei Vollplatzierung von 975.000 Euro beim Treuhänder hinterlegen. Die BPG Beteiligungs- und Projektmanagement GmbH räumt der SUNfarming einen Darlehensrahmen von 1 Mio. Euro ein, falls SUNfarming das Zinssicherungskonto nicht aus eigenen Mittel wieder auffüllen könnte. Zudem wurden KG-Anteile an Solarinvestitionsgesellschaften, die acht Solarparks besitzen, an den Treuhänder verpfändet.

BOND MAGAZINE:
Anlegeranwälte haben die Arbeit des Treuhänders bei GEWA 5 to 1 mit recht deutlichen Worten kritisiert.

Tauschke: Zu GEWA kann ich nichts sagen. Für uns gibt es keinen Anlass, an der Arbeit des Treuhänders zu zweifeln. Wir sind davon überzeugt, dass er seine vertraglichen Pflichten vollumfänglich erfüllen wird.

BOND MAGAZINE: Was ist aus Ihrer Sicht das größte Risiko für die Anleger?

Tauschke: Unsere Geschäftstätigkeit wird sicherlich von den regulatorischen Rahmenbedingungen und der staatlichen Förderung regenerativer Energieträger wesentlich beeinflusst. Wir haben jedoch schon mehrfach bewiesen, dass wir schnell und flexibel auf den raschen Wandel im Solarmarkt reagieren können – nicht zuletzt auch dank unserer vergleichsweise kurzen Planungs- und Realisierungszeiträume von sechs bis neun Monaten.

Das Interview führte Christian Schiffmacher, https://www.fixed-income.org/

Tab. 1: Eckdaten der SUNfarming-Anleihe

Emittent

SUNfarming GmbH

Kupon

6,50% p.a. (halbjährliche Zinszahlung)

Zeichnungsfrist (öffentliches Angebot)

05.07.-19.07.2018

Privatplatzierung

05.07.-20.07.2018

Laufzeit

24.07.2018-24.07.2023 (5 Jahre)

Segment

Open Market

ISIN / WKN

DE000A2LQZZ1 / A2LQZZ

Financial Advisor

DICAMA AG

Global Coordinator und Bookrunner

BankM

Selling Agent

GBR Financial Services GmbH

Internet

www.sunfarming.de

 

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.