Allgemeine Nutzungsbedingungen

Allgemeine Nutzungsbedingungen der Internet-Seite „www.bondinvest.eu“

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Wissenswert.

Aktuelle Meldungen

19/02/19
Chinesischer Anleihemarkt wird attraktiver für ausländische Investoren

In den vergangenen Jahren ist der chinesische Onshore-Anleihemarkt zum weltweit drittgrößten angewachsen. Treiber dieser Entwicklung sind Regulierungsmaßnahmen die den Markt für ausländische Investoren geöffnet haben. Sollte der Onshore-Anleihemarkt in China weiterhin verstärkt ausländische Investoren anziehen, könnte der Offshore-Markt aufgrund abnehmender Liquidität zukünftig obsolet werden. Auch wenn sich für Investoren durch die historische Öffnung des Onshore-Marktes Chancen bieten, sollten sie seine spezifischen Eigenheiten in Ihre Investitionsentscheidungen einbeziehen.

„Der chinesische Onshore-Anleihemarkt ist auf ein Volumen von derzeit 12,5 Billionen US-Dollar angewachsen und ist Sinnbild dafür, dass dieser für ausländische Investoren zunehmend interessanter wird“, sagt Gerwin Bell, Lead Economist des Asia Global Macroeconomics Research Teams bei PGIM Fixed Income. „Sowohl der Off- als auch der Onshore-Anleihemarkt basieren auf dem Renminbi, allerdings bezieht sich der Begriff Offshore-Renminbi (CHN) lediglich auf Geld, das außerhalb des chinesischen Festlandes liegt, frei verfügbar und handelbar ist. Investoren sollten die spezifischen Risiken im Auge behalten, die sich mit der Öffnung des Onshore-Anleihemarktes ergeben:

Die chinesischen Behörden dürften darauf achten, dass das Lockern der Regulierungen für ausländische Beteiligungen am Onshore-Anleihemarkt sehr graduell voranschreitet, um einen plötzlichen Stillstand auf der Offshore-Seite zu vermeiden. Dies betrifft langfristig orientierte Investoren weniger. Es schränkt allerdings die Möglichkeiten ein, den chinesischen Rentenmarkt für kurzfristige, spekulative Zwecke zu nutzen. Darüber hinaus wird die People’s Bank of China, die Notenbank des Reichs der Mitte, die verstärkte Kapitalkontrolle zur Wahrung der geldpolitischen Autonomie nutzen.

Fiskalische Anreize könnten unserer Meinung nach eines der wichtigsten makroökonomischen Instrumente der chinesischen Behörden sein, um negativen Entwicklungen entgegenzuwirken, die durch den Handelsstreit mit den Vereinigten Staaten ausgelöst wurden. Wir erleben bereits eine deutliche Zunahme an Emissionen von Kommunalanleihen. Um diese für Investoren attraktiver zu gestalten, wurde den Banken zudem regulatorische Entlastungen gewährt. Mit dem Öffnen des Onshore-Anleihemarktes bedarf es konsistenter rechtlicher Rahmenbedingungen für Konkursfälle, auf die sich ausländische Investoren stützen können. Dazu orientieren sich chinesische Behörden bereits an internationalen Standards. Allerdings findet die Anwendung dieser Richtlinien auf tatsächliche Ausfälle derzeit nur in begrenztem Maße statt. Unserer Ansicht nach ist der Umgang mit Konkursen weiterhin stark einzelfallbasiert und könnte dadurch zu inkonsistenten Ergebnissen für Anleihegläubiger und andere Interessensgruppen führen, wie Aktionäre und Mitarbeiter.   
Die rege Entwicklung des chinesischen Onshore-Anleihemarktes dürfte sich unserer Ansicht nach auch auf das breitere Emerging-Market-Debt-Universum sowie die anderen Handelsplätze Chinas auswirken. Des Weiteren könnte daraus ein Abnehmen der Liquidität am chinesischen Offshore-Anleihemarkt resultieren, was diesen perspektivisch obsolet machen könnte. Wir gehen dennoch davon aus, dass Investoren zunächst die weitere Entwicklung und Stimmung am chinesischen Onshore-Anleihenmarkt aufmerksam verfolgen, und erst nach und nach ihre Exposure erhöhen. Hintergrund ist, dass Investoren im Bereich Global Fixed Income bei ihren Investitionsentscheidungen tendenziell konservativ und bedacht agieren.“

Über PGIM Fixed Income
PGIM Fixed Income, mit einem verwalteten Vermögen von 743 Milliarden US-Dollar (Stand 31. Dezember 2018), ist ein globaler Asset Manager mit aktiven Lösungen über alle Fixed Income Märkte hinweg. Das Unternehmen unterhält Büros in Newark, N.J., London, Tokyo und Singapur.

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(Foto: Gerwin Bell © PGIM Fixed Income)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

19/02/19
Carsten Baukus verstärkt Vertrieb der DJE Kapital AG als Director Retail Business

Carsten Baukus verstärkt seit Mitte Februar als Sales Director Retail Business das Vertriebsteam der DJE Kapital AG. Im Rahmen der neu geschaffenen Position ist der 46-Jährige unter anderem verantwortlich für die strategische Betreuung von Finanzvertrieben und Maklerpools in Deutschland und Österreich. Zu seinem Aufgabenspektrum zählen die Planung und Koordination produktspezifischer Marketing- und Vertriebsaktivitäten sowie der gezielte Ausbau weiterer Vertriebsstrukturen. Er berichtet an Mario Künzel, Leiter Vertrieb Retail Sales.

Carsten Baukus verfügt über mehrjährige Erfahrung im Fondsvertrieb sowie eine einschlägige juristische Ausbildung, unter anderem im Steuerrecht. Vor seinem Wechsel zu DJE war Baukus als Relationship Manager bei Greiff Capital Management tätig.  Weitere Stationen waren die Wirtschafts- und Steuerprüfer Arthur Andersen und Ernst & Young, die Schweizer Investmentgesellschaft Multi-Invest sowie Standard Life Deutschland.

Thorsten Schrieber, im Vorstand verantwortlich für Vertrieb sowie Marketing und PR, sagt: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Carsten Baukus einen erfahrenen Vertriebsstrategen mit umfassendem Wissen im Bereich Retail Business für unsere Vermögensverwaltung gewinnen konnten. Er ist sowohl fachlich als auch menschlich eine Bereicherung für unser Haus. Auf die gemeinsame Zusammenarbeit mit ihm freuen wir uns schon sehr.“

Über die Dr. Jens Ehrhardt Gruppe
Die DJE Kapital AG ist seit 45 Jahren als unabhängige Vermögensverwaltung am Kapitalmarkt aktiv. Das Unternehmen aus Pullach bei München verwaltet mit über 125 Mitarbeitern (davon rund 25 Fondsmanager und Analysten) aktuell über 11,5 Milliarden Euro (Stand: 31.12.2018) in den Bereichen individuelle Vermögensverwaltung, institutionelles Asset Management sowie Publikumsfonds. Zudem bietet die DJE Kapital AG seit 2017 mit Solidvest eine einzeltitelbasierte Online-Vermögensverwaltung an – als digitale Lösung im Rahmen aktiv gemanagter Depots. Das Online-Konzept basiert auf den breiten Kompetenzen in Vermögensverwaltung und Anlagestrategie der DJE Kapital AG – und ermöglicht ein diversifiziertes Portfolio nach individuellem Rendite-Risiko-Profil mit persönlichen Themenschwerpunkten im Aktienbereich. Vorstandsvorsitzender ist Dr. Jens Ehrhardt, sein Stellvertreter Dr. Jan Ehrhardt. Kern des Anlageprozesses und aller Investmententscheidungen ist die FMM-Methode (fundamental, monetär, markttechnisch), welche auf dem hauseigenen, unabhängigen Research basiert. Der Anspruch der DJE Kapital AG ist, ihren Kunden weitsichtige Kapitalmarktexpertise in allen Marktphasen zu bieten.

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(Foto: Carsten Baukus
© DJE Kapital AG)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

15/02/19
HQ Captial: Dr. Bernd Türk in die Geschäftsführung berufen

Dr. Bernd Türk, bislang Sprecher der Geschäftsführung der Harald Quandt Holding, wird in die Geschäftsführung von HQ Capital berufen. Dr. Türk ist ausgewiesener Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung in der Finanz- und Kreditwirtschaft.

Türk folgt auf Dr. Georg Wunderlin, der auf eigenen Wunsch zum 31. März 2019 aus der Geschäftsführung von HQ Capital ausscheidet, um sich neuen Herausforderungen außerhalb von HQ Capital zu stellen. Seit 2012 war Wunderlin zunächst als COO, seit 2016 als CEO für HQ Capital verantwortlich.

Gabriele Quandt, Gesellschafterin der Harald-Quandt Gruppe: "Die Familie Harald Quandt und der Aufsichtsrat von HQ Capital danken Dr. Wunderlin herzlich für seinen großen Beitrag zur Weiterentwicklung von HQ Capital in den letzten Jahren und wünschen ihm alles Gute. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Türk in neuer Funktion bei HQ."

Dr. Georg Wunderlin: "Wir konnten im Jahr 2018 erneut Rekordzuflüsse von Investorengeldern verbuchen. Mit einem exzellenten Team und beeindruckenden Kundenkreis, ist das Unternehmen damit hervorragend für die Zukunft aufgestellt. Herrn Dr. Türk gratuliere ich herzlich zur neuen Aufgabe und wünsche ihm und dem HQ Capital Team viel Erfolg für die Zukunft."

Dr. Bernd Türk: "HQ Capital ist optimal für weiteres Wachstum positioniert. Ich freue mich das Team und das Unternehmen in der weiteren Entwicklung zu begleiten."

HQ Capital plant ihren Wachstumskurs fortzusetzen und die führende Marktposition als Spezialist für Private Equity und Real Estate Investments weiter auszubauen.

HQ Capital ist ein globaler alternativer Assetmanager, der seit 1989 in Private Equity und U.S. Real Estate für Institutionen und Family Offices investiert. Mit einem verwaltetem Gesamtvermögen von 12 Mrd. USD bei mehr als 145 Mitarbeitern in über 10 Büros weltweit, verfügt HQ Capital über die notwendige Plattform und die Expertise um effektiv Kapital in privaten Märkten zu allokieren.

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(Foto: Dr. Bernd Türk © HQ Capital)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

14/02/19
Aquila Capital‘s Algert Global Equity Market Neutral Fund trotzt den volatilen Aktienmärkten 2018

Der von Aquila Capital und dem in San Francisco ansässigen Investmentmanager Algert Global LLC gemeinsam lancierte UCITS-Aktienfonds AQC1 Algert Global Equity Neutral Fund hat seit Auflegung am 12. Februar 2018 eine Rendite von 4,71% für seine Anleger erwirtschaftet. Somit liegt der Fonds unter den besten 5% der Fonds innerhalb der Alternative Market Neutral Aktien-Kategorie von Morningstar. „Gerade angesichts des schlechten Börsenjahres 2018 und insbesondere der signifikanten Verluste im Dezember für die meisten Börsen-Indices ist die Wertentwicklung des Fonds überaus erfreulich. Der Fokus auf eine minimale Korrelation zu den Aktienmärkten hat sich für unsere Investoren in diesem Marktumfeld bewährt“, erläutert Jan Bratteberg, Partner und Head of Investment Strategy bei Algert Global.

Der AQC1 Algert Global Equity Neutral Fund bietet tägliche Liquidität und wendet eine UCITS-konforme marktneutrale Aktienmarktstrategie an, die über einen mehr als 3-jährigen live Track Record verfügt. Die Strategie basiert auf der Investmentphilosophie und dem Investmentprozess des im Jahre 2005 aufgelegten Algert Global Equity Market Neutral Fund. Im Dezember 2018 konnte der ACQ1 Algert Global Equity Market Neutral Fund entgegen den Verlusten globaler und nationaler Indices (MSCI World -10,44%, Dow Jones -5,6%) eine Rendite von 2,27% erwirtschaften. Auch im Bullenmarkt Januar 2019 verzeichnete der Fonds eine Performance von 2,23%.

„Im derzeitigen Marktumfeld ist die weitere Marktentwicklung historisch schwer abschätzbar. Zahlreiche Faktoren lassen auf eine erhöhte Unsicherheit und Volatilität schließen. Investoren suchen verstärkt nach Strategien, die Absicherung gegenüber und Gewinne trotz Marktkorrekturen bieten können. Der AQC1 Algert Global Equity Market Neutral Fund adressiert diese Nachfrage“, sagt Manfred Schraepler, Managing Director und Head of Financial Assets bei Aquila Capital.

Der Fonds zielt darauf ab, unabhängig von der Aktienmarktentwicklung eine positive Rendite mit einer annualisierten Volatilität von 6% bis 8% zu erwirtschaften, indem er Long- und Short-Positionen eingeht. Die Strategie verbindet eine umfassende Fundamentalanalyse mit einem streng fokussierten, systematischen Investmentansatz. Der AQC1 Algert Global Equity Market Neutral Fund verwendet eine Bandbreite eigens entwickelter Strategien zur aktienspezifischen Prognose bei gleichzeitiger Kontrolle systematischer Risiken. Im Fokus stehen insbesondere längerfristige Marktsignale, die von anderen Anlegern weniger beachtet werden und stabilere Renditepotenziale aufweisen. Der Fonds ist für Investoren über verschiedene Anteilsklassen erhältlich.

Über Aquila Capital:

Aquila Capital entwickelt innovative Investmentlösungen für institutionelle Investoren weltweit. Seit der Gründung 2001 versteht sich die eigentümergeführte Gesellschaft als Treuhänder ihrer Kunden und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz in der Verwaltung von Sachwert- und Finanzmarkt-Anlagen. Kunden der Aquila Gruppe sind maßgeblich institutionelle Investoren in Europa und Asien. Über 200 Mitarbeiter arbeiten an zehn Standorten weltweit an der Umsetzung effizienter Investmentstrategien in Fondsstrukturen und individuellen Mandate. Zur Aquila Gruppe gehören sowohl die in Deutschland von der BaFin als Kapitalverwaltungsgesellschaft lizenzierte Aquila Capital Investmentgesellschaft mbH als auch die in Luxemburg von der CSSF als AIFM und UCITS Management Company zugelassene Alceda Fund Management S.A.

Über Algert Global LLC:
Algert Global konzentriert sich auf das Management von Global Absolute Return und aktiv gemanagten Long-Only-Strategien für professionelle wie private Investoren. Das Unternehmen wurde 2002 von CEO Peter Algert mit dem Ziel gegründet, ein anerkannter Name in systematischen, aktiv gemanagten Aktienmarktinvestments zu werden.    Die erste Strategie, die Algert Global im April 2003 umzusetzen begann, war eine marktneutrale Strategie für den US-Aktienmarkt. Im Jahre 2005 lancierte das Unternehmen ihre Flaggschiffstrategie "Global Equity Market Neutral". Algert Global hat seinen Sitz in 101 California Street, Suite 4225, San Francisco, CA 94111, USA. Das Unternehmen verwaltet derzeit über zwei Milliarden US Dollar für Absolute Return und Benchmark-relative aktiv gemanagte Strategien.

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(Logo: © Aquila Capital)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

14/02/19
FCR Immobilien AG: Start der Kapitalerhöhung mit öffentlichem Angebot am 19. Februar

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat den Wertpapierprospekt für die Kapitalerhöhung der FCR Immobilien AG (WKN A1YC91, ISIN DE000A1YC913) gebilligt. Das öffentliche Angebot für die Kapitalerhöhung im Zuge des dreistufigen Prozesses des Börsengangs beginnt am 19. Februar 2019. Der Bezugspreis wurde auf 17,50 Euro festgelegt. Über die Zeichnungsfunktionalität DirectPlace der Frankfurter Wertpapierbörse werden die Neuen Aktien bis zum 6. März 2019 um 12 Uhr zur Zeichnung angeboten. Die Altaktionäre können die Neuen Aktien vom 19. Februar 2019 bis zum 5. März 2019 im Rahmen eines Bezugsrechtsangebots erwerben. Das Bezugsverhältnis beträgt 8:1. Die Neuen Aktien sind ab dem 1. Januar 2018 gewinnberechtigt.

Durch die Kapitalmaßnahme erhöht sich das Grundkapital unter Ausnutzung des vorhandenen genehmigten Kapitals von 4.219.588,00 Euro um bis zu 521.156,00 Euro auf bis zu 4.740.744,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 521.156 neuen auf den Namen lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 1,00 Euro. Nach der vorbereitenden Kapitalmaßnahme im vergangenen Sommer und dem erfolgreichen Listing im Scale der Frankfurter Wertpapierbörse im November 2018 erfolgt die Kapitalerhöhung im Rahmen des dreistufigen Börsengangs der FCR Immobilien AG.

Eventuell im Rahmen dieser Angebotsphase nicht bezogene Aktien sollen zu einem späteren Zeitpunkt im Wege eines öffentlichen Angebots sowie zeitgleich institutionellen Investoren mittels einer Privatplatzierung zur Zeichnung angeboten werden.

Die FCR Immobilien AG wächst seit Jahren profitabel. Die Prognose für das Gesamtjahr 2018 sieht eine Steigerung des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 2018 auf rd. 9,9 Mio. Euro vor, was einer Erhöhung um 102 Prozent zum Vorjahr entspricht. Das Vorsteuerergebnis (EBT) soll sich um 223 Prozent von 1,3 Mio. Euro auf rd. 4,2 Mio. Euro erhöhen. Der Umsatz soll auf Grundlage der getätigten Verkäufe und gesteigerten Mieteinnahmen um 104 Prozent auf rd. 33,5 Mio. Euro anwachsen. Die FCR Immobilien AG befindet sich seit Jahren auf einem dynamischen Wachstumskurs.

Die aus der Kapitalerhöhung zufließenden Mittel sollen für den Ankauf weiterer Immobilien genutzt werden.  Die Kapitalmarkttransaktion wird von der BankM – Repräsentanz der FinTech Group Bank AG begleitet.

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(Foto: © FCR Immobilen AG)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

14/02/19
Fisch Asset Management: Unterstützung für Corporates kommt aus den USA

Der Start ins Jahr 2019 verlief für die Anlageklasse der Unternehmensanleihen nach Maß. Angesichts der substanziellen Neubewertung bei Corporates im vergangenen Jahr erfolgte das erhoffte Comeback. „Eine besonders wichtige Unterstützung erhielten die globalen Kreditmärkte aus den USA. Die von der Notenbank Fed avisierte ‚Zinspause‘ sorgte für eine enorme Stabilisierung. Die Kombination von einer Abkehr der straffen US-Geldpolitik zusammen mit einem immer noch global vorherrschenden Niedrigzinsniveau macht Corporates in der Asset Allokation zum jetzigen Zeitpunkt besonders attraktiv“, so Oliver Reinhard, Senior Portfolio Manager bei Fisch Asset Management in Zürich.

Die Aussagen bei der jüngsten Fed-Sitzung wirkten sich positiv auf den Markt von Unternehmensanleihen in US-Dollar aus. Die Nachfrage, auch bei Neuemissionen, stieg umgehend an. Aktuell sind US-Investment-Grade-Neuemissionen 4,5 Mal überzeichnet, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Vormonaten. „Dies gilt für Unternehmensanleihen in USD auch außerhalb der USA. Wir sehen hier gerade eine Reaktion der Investoren, die sowohl auf das verbesserte Rendite/Risiko-Profil reagieren als auch auf die Tatsache, dass Staatsanleihen plötzlich deutlich weniger attraktiv geworden sind. Entsprechend gab es nach Erhebungen der Investmentbank Bank of America Merrill Lynch den höchsten wöchentlichen Zufluss im Segment ‚USD Investment Grade‘ seit Februar 2015 – eine Bewegung, die ebenfalls zur Stabilisierung des Markts beiträgt“, sagt Reinhard.

Neben dem Segment Investment Grade lohnt sich auch ein Blick auf High-Yield-Anleihen. Aus Bewertungssicht scheinen Hochzinsanleihen ein neues Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage infolge der Credit-Spread-Ausweitung im letzten Quartal gefunden zu haben. Beim globalen Junk-Bond-Markt hat sich die laufende Verzinsung um über zwei Prozentpunkte erhöht auf aktuell rund 6,5 Prozent, was auch bei wiederkehrender Volatilität ausreichend entschädigen dürfte. „Wir legen im Segment High Yield ein Hauptaugenmerk auf die Qualität und bevorzugen Papiere mit dem Rating BB, wo wir so genannte Rising Stars identifizieren. Dies sind Unternehmen, bei denen wir in absehbarer Zukunft eine Hochstufung des Ratings auf Investment Grade erwarten. Momentan sehen wir Chancen im Bereich Energie, unter der Voraussetzung, dass der Ölpreis nicht unter USD 40 fällt“, meint der Spezialist für globale Unternehmensanleihen.

Fisch Asset Management schätzt auch die gute Ausgangslage der Emerging Markets. Sie haben im Vergleich zu den Industrienationen deutlich bessere Firmenbilanzen. Dazu kommen die technischen Marktmechanismen. Hier führen rekordtiefe Nettoneuemissionen von Corporates zu einer intakten Nachfragedynamik. Zudem profitieren die Schwellenländer von der guten Konjunktur in den USA“, sagt Reinhard.

Innerhalb der Emerging Markets bevorzugt der Senior Portfolio Manager den Nahen Osten: „Diese Region besticht durch die Qualität der Firmen und höhere Kupons im Vergleich zu den Industrienationen. Auch sehen wir hier aktuell weniger politische Unsicherheiten als in anderen Regionen, beispielsweise in Venezuela, Mexiko oder der Ukraine. So können Corporates aus dem Nahen Osten als stabilisierende Pfeiler im Portfolio wirken. Derzeit halten wir die Bereiche Banken und Versorger für besonders aussichtsreich. Um spezifischen Risiken aus dem Weg zu gehen und die vielfältigen Opportunitäten zu nutzen, gilt generell bei Unternehmensanleihen: go global – not local. Für den Erfolg sind dabei aktives Management und Bond-Picking entscheidende Faktoren.

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(Foto: Oliver Reinhard © Fisch Asset Management)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

14/02/19
Aquila-Studie: Jeder zweite institutionelle Investor will verstärkt in die Energiewende investieren

Knapp die Hälfte (49%) aller institutionellen Investoren rechnet laut einer neuen Studie von Aquila Capital damit, bis zum Jahr 2021 ihre Investitionen in Assetklassen die zur Energiewende und damit zum fortschreitenden Wandel von fossilen zu erneuerbaren Energieträgern beitragen, zu erhöhen.

Die Studienergebnisse belegen das stark wachsende Interesse institutioneller Investoren an der Energiewende und dem daraus entstehenden Investitionsbedarf. Zwei Drittel (63%) der Befragten sehen die Energiespeicherung (z.B. Batterien) als den Bereich mit dem größten Investitionspotenzial. An zweiter Stelle folgt die Energieübertragung (45%). Dazu gehören der Bau und Betrieb von Übertragungsleitungen sowohl zwischen Kraftwerken und Umspannstationen als auch zwischen nationalen Energienetzen – sogenannte Interkonnektoren (41%).

Aquila Capital zufolge werden Investitionen in  Energiespeicher zunehmen, da sie eine immer größere Rolle bei der Aufrechterhaltung der europäischen Versorgungssicherheit in Zeiten eines wachsenden Anteils Erneuerbarer Energien am Strommix spielen werden. Das Unternehmen ist überzeugt, dass Kostensenkungen, technologische Entwicklungen und verbesserte gesetzliche Rahmenbedingungen in Zukunft immer stärkere Argumente für Investitionen in Speichertechnologien sein werden.

Die Studie identifiziert mehrere Faktoren, die aus Sicht der Investoren eine finanzielle Beteiligung an der Umsetzung der Energiewende besonders interessant machen. Der wichtigste Aspekt ist mit einer Nennung durch 68% der Investoren den zunehmenden Anteil Erneuerbarer Energiequellen am Energiemix, gefolgt von der Restrukturierung und Dezentralisierung der Energienetze (62%).

„Diese Ergebnisse unterstreichen das wachsende Interesse, welches institutionelle Investoren am Investitionsbedarf der Energiewende zeigen, und welche Investmentmöglichkeiten dabei für sie am attraktivsten sind. Tatsächlich bezeichneten 82% der Investoren einen Multi-Asset-Fonds, der in die Erzeugung, Speicherung und Übertragung von Strom aus Erneuerbaren Energien investiert, als attraktiv“, kommentiert Susanne Wermter, Head of Investment Management Energy & Infrastructure EMEA, Aquila Capital:

„Um der wachsenden Nachfrage von Seiten der Investoren zu begegnen, haben wir im April vergangenen Jahres die Energiewende-Infrastruktur-Strategie (ETIF) aufgelegt. Die ETIF-Strategie deckt alle drei Subsektoren ab. Europa macht Fortschritte bei der Energiewende, und Investoren haben so Gelegenheit, daran zu partizipieren“, so Wermter.

Aquila Capital entwickelt innovative Investmentlösungen für institutionelle Investoren weltweit. Seit der Gründung 2001 versteht sich die eigentümergeführte Gesellschaft als Treuhänder ihrer Kunden und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz in der Verwaltung von Sachwert- und Finanzmarkt-Anlagen. Kunden der Aquila Gruppe sind maßgeblich institutionelle Investoren in Europa. Über 200 Mitarbeiter arbeiten an zehn Standorten weltweit an der Umsetzung effizienter Investmentstrategien in Fondsstrukturen und individuellen Mandaten. Zur Aquila Gruppe gehören sowohl die in Deutschland von der BaFin als Service-KVG lizenzierte Aquila Capital Investmentgesellschaft mbH als auch die in Luxemburg von der CSSF als AIFM und UCITS Management Company zugelassene Alceda Fund Management S.A.

https://www.fixed-income.org/    https://www.green-bonds.com/
(Logo © Aquila Capital)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

14/02/19
Vontobel: Eine der erfolgreichsten Multi-Asset-Strategien in Deutschland jetzt auch für Privatanleger verfügbar

Mit der Registrierung neuer Anlageklassen für den Vescore Active Beta Fonds macht Vontobel Asset Management eine der erfolgreichsten Multi-Asset-Strategien in Deutschland einem größeren Kreis von Investoren zugänglich. Der Fonds, in den institutionelle Kunden bereits seit 16 Jahren investieren können, basiert auf einem aktiven, systematischen Ansatz und hat sich als wertvolles Diversifikationsinstrument erwiesen. Anlässlich des Fonds Professionell Kongresses in Mannheim am 30. und 31. Januar wurde der Fonds erstmals einem breiten Publikum vorgestellt.

Mittels eines wissenschaftlich fundierten, quantitativen Ansatzes investiert der Fonds in globale Aktien und Anleihen, deren Allokation auf der täglichen Messung des ökonomischen Umfelds basiert. Die Aktienquote und die Duration des Portfolios werden jeweils zwischen null und 60 Prozent und null und zehn Jahren dynamisch gesteuert. Langfristiges Ziel ist eine absolute Rendite von drei Prozent p.a. über dem Geldmarkt.

Die Umsetzung des rein regelbasierten Anlageprozesses erfolgt präzise, emotionsfrei und transparent. Das Ergebnis ist ein herausragender Leistungsausweis, der seine Stärken bereits über mehrere Marktzyklen unter Beweis stellen konnte.

Die regelbasierte Vorgehensweise verleiht dem Fonds wertvolle Diversifikationseigenschaften bei der Einbindung in bestehende Multi-Asset-Anlagen. Die Ratingagentur Scope zeigt in einer Studie (Systematisches oder diskretionäres Fondsmanagement?, Scope Analysis, Dezember 2018), dass eine Beimischung des Vescore Active Beta Fonds das Risiko-Ertrags-Profil von bestehenden aktiv-diskretionär verwalteten Multi-Asset-Portfolios verbessert. Quantitative Ansätze, wie der des Vescore Active Beta Fonds, erreichen eine konsistentere und stabilere Rendite als diskretionäre Ansätze. Das Resultat sind verbesserte risiko-adjustierte Renditen des Gesamtportfolios. Scope bewertet den Fonds mit der Bestnote A (sehr gut).

https://www.fixed-income.org/ 

(Foto: Rene Weinhold © Vontobel)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

14/02/19
Barry Callebaut platziert erstes Schuldscheindarlehen über 600 Mio. Euro

Die Barry Callebaut AG, der weltweit führende Hersteller von hochwertigen Schokoladen- und Kakaoprodukten, hat die erfolgreiche Platzierung ihres ersten Schuldscheindarlehens bekannt gegeben. Das Unternehmen nahm dadurch 467 Mio. Euro und den Gegenwert von 133 Mio. Euro in Schweizer Franken auf. Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit und der mittlere Zinssatz betragen 7.7 Jahre zu 1.53% für die Tranchen in Euro und 8.1 Jahre zu 1.25% für die Tranchen in Schweizer Franken. Die Transaktion ist die erste Emission von Barry Callebaut seit der Hochstufung in die Investment-Grade-Kategorie, und das Unternehmen legt damit erstmals ein Schuldscheindarlehen auf. Das Angebot war überzeichnet und stiess bei deutschen und Schweizer Sparkassen sowie bei internationalen Banken auf großes Interesse. Nach dem erfolgreichen Einstieg in den Markt für Schuldscheindarlehen erwägt das Unternehmen die vorzeitige Rückzahlung seiner ausstehenden Anleihe von 250 Mio. Euro, die am 15. Juni 2021 fällig wird.

Dazu Remco Steenbergen, Chief Financial Officer der Barry Callebaut Gruppe: «Wir freuen uns über das sehr grosse Interesse der Anleger an unserem ersten Titel auf dem Schuldscheinmarkt. Die Emission bedeutet für unser Unternehmen eine weitere Stärkung des finanziellen Profils und erweitert den Kreis von Fremdkapitalgebern. Der nachhaltige Charakter der Transaktion unterstreicht unser Engagement für unsere Initiative «Forever Chocolate» und damit unser Vorhaben, nachhaltig produzierte Schokolade bis 2025 zur Norm zu machen.»

Zwei Drittel der Erlöse dienen zur Finanzierung von Nachhaltigkeitsprojekten Barry Callebaut gehört zu den ersten Schweizer Industrieunternehmen, die ein Schuldscheindarlehen mit Tranchen aufgelegt haben, die Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Nach dem im Juni 2017 aufgenommenen nachhaltigen revolvierenden Kredit von Barry Callebaut bestätigt auch diese neue Transaktion das Bekenntnis des Unternehmens zur Nachhaltigkeit. Zwei Drittel der Erlöse aus der Emission werden zur Finanzierung geeigneter Nachhaltigkeitsprojekte verwendet, wie sie im Rahmenwerk für Nachhaltigkeitsanleihen (Sustainability Bond Framework) des Unternehmens definiert sind. Dieses Rahmenwerk wurde von Sustainalytics geprüft.

Neues Rahmenwerk für Nachhaltigkeitsanleihen seit November 2018
Im Rahmen ihres Plans, nachhaltig produzierte Schokolade bis 2025 zur Norm zu machen, veröffentlichte Barry Callebaut am 22. November 2018 ihr Rahmenwerk für Nachhaltigkeitsanleihen (Sustainability Bond Framework). Es soll bei Finanzierungs- oder Refinanzierungsprojekten angewendet werden, die Sozial- und Umweltprogramme des Unternehmens in strategischen Schlüsselbereichen wie der nachhaltigen Beschaffung von Kakao unterstützen und verbessern. Das Rahmenwerk für Nachhaltigkeitsanleihen steht ganz im Einklang mit der Gruppenstrategie und folgt den Richtlinien der International Capital Market Association (ICMA), den Green Bond Principles, den Social Bond Principles und den Sustainability Bond Guidelines 2018. Sustainalytics, ein Anbieter von Research- und Analysedienstleistungen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance, hat eine zusätzliche externe Beurteilung über das Rahmenwerk von Barry Callebaut zu Nachhaltigkeitsanleihen erstellt.

Über die Barry Callebaut Gruppe
Mit einem Umsatz von rund 6.9 Mrd. CHF für das Geschäftsjahr 2017/18 ist die in Zürich ansässige Barry Callebaut Gruppe der weltweit größte Hersteller von hochwertigen Schokoladen- und Kakaoprodukten – von der Beschaffung und Verarbeitung der Kakaobohnen bis zur Herstellung der feinsten Schokoladen, einschließlich Füllungen, Dekorationen und Schokoladenmischungen. Die Gruppe unterhält weltweit rund 60 Produktionsstandorte und beschäftigt eine vielfältige und engagierte Belegschaft von mehr als 11,500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

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(Foto: © Barry Callebaut)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

13/02/19
Marktkommentar: Trotz Volatilität – Flexibel Chancen am Rentenmarkt nutzen

Schlechtere Bonität ging im vierten Quartal 2018 mit entsprechender Performance einher. So wurden Anleger in den High Yield-Anleihenmärkten in Europa sowie den USA auf eine harte Probe gestellt. Dieses Segment verzeichnete im Schnitt Verluste von vier bis fünf Prozent. Gründe dafür: ein schwächeres weltweites Wirtschaftswachstum und eine geringere Überschussliquidität, beides bedingt durch Zinserhöhungen und Reduzierung der Notenbankbilanz in den USA sowie Auslaufen des Wertpapieraufkaufprogrammes in Europa. Zudem verunsichern weiterhin der Handelskrieg zwischen China und den USA sowie das Risiko eines ungeordneten Brexits Anleger und Märkte.

Schwierige Marktbedingungen verlangen nach tiefer Expertise

Nach zehn Jahren konjunkturellen Aufschwungs haben die stark rückläufigen Kurse an den weltweiten Aktienbörsen Ängste vor einer Rezession und einer damit einhergehenden Verschlechterung der Qualität von Unternehmensschulden ausgelöst. Dies führte bei vielen Anlegern dazu, dass Kursgewinne mitgenommen und Risiken abgebaut wurden. Deswegen kommt es im derzeit anspruchsvolleren Marktumfeld umso mehr auf eine detaillierte Unternehmensanalyse an, auch um höhere Kursverluste aus einer Abschwächung des Bonitätsprofils zu vermeiden.

Breite Streuung unter Berücksichtigung von Marktpotenzialen

Die DJE Kapital AG (DJE) favorisiert vor diesem Hintergrund eine ausgewogene Mischung aus Unternehmensanleihen aus High Yield und Investmentgrade mit kurzen bis mittleren Laufzeiten sowie Staatsanleihen guter Bonität mit mittleren bis längeren Laufzeiten. Da DJE mit einer erhöhten Volatilität im Anleihenmarkt rechnet, ist die solide Basis gut analysierter Werte mit überschaubarer Laufzeit bei breiter Diversifizierung besonders wichtig. Eine Berücksichtigung von Staatsanleihen guter Bonität kann ebenfalls Risiken reduzieren. Gleichzeitig zielen wir risikobewusst auf Marktopportunitäten ab. Auch wenn im Jahresverlauf 2018 grundsätzlich alle Sektoren Spread-Ausweitungen unterlagen, war die Erhöhung der Spreads bei zyklischen Branchen wie Autos und Industrie besonders stark. Dennoch meiden wir diese Branchen derzeit, da wir prinzipiell von einer sich abschwächenden Konjunktur ausgehen – was die Underperformance dieser zyklischen Unternehmen wahrscheinlich fortsetzt.

Fazit: Defensive und Unterschätzte im Fokus

Wir bevorzugen aktuell Unternehmenspapiere aus den sogenannten defensiven Sektoren, wie Haushaltsgüter und Versorger. Zwar sind die Spreads hier niedriger als bei den Zyklikern, die Risiken allerdings auch. Über Branchenfavoriten hinaus gilt es den Markt genau zu verfolgen und Anleihen von Firmen zu erwerben, deren Kurse aufgrund von Überreaktionen der Investoren, beispielsweise wegen schlecht aufgenommener Quartalszahlen, zu Unrecht unter Druck geraten.

Flexibilität bei der Portfolioanpassung an die Marktverhältnisse in Kombination mit fundierten Qualitätsprüfungen lebt DJE schon seit der Unternehmensgründung vor mehr als 40 Jahren. So haben wir auch bei den DJE-Rentenfonds im vergangenen Jahr frühzeitig sukzessive risikoreichere Anleihen abgebaut – und werden weiter gezielt Risiken reduzieren, um gut gegen mögliche negative Marktbewegungen gerüstet zu sein.

Über die Dr. Jens Ehrhardt Gruppe
Die DJE Kapital AG ist seit über 40 Jahren als unabhängige Vermögensverwaltung am Kapitalmarkt aktiv. Das Unternehmen aus Pullach bei München verwaltet mit über 125 Mitarbeitern (davon rund 25 Fondsmanager und Analysten) aktuell über 11,5 Milliarden Euro (Stand: 31.12.2018) in den Bereichen individuelle Vermögensverwaltung, institutionelles Asset Management sowie Publikumsfonds. Zudem bietet die DJE Kapital AG seit 2017 mit Solidvest eine einzeltitelbasierte Online-Vermögensverwaltung an – als digitale Lösung im Rahmen aktiv gemanagter Depots. Vorstandsvorsitzender ist Dr. Jens Ehrhardt, sein Stellvertreter Dr. Jan Ehrhardt. Kern des Anlageprozesses und aller Investmententscheidungen ist die FMM-Methode (fundamental, monetär, markttechnisch), welche auf dem hauseigenen, unabhängigen Research basiert. Der Anspruch der DJE Kapital AG ist, ihren Kunden weitsichtige Kapitalmarktexpertise in allen Marktphasen zu bieten.

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Foto: Michael Schorpp (Anleihenspezialist und Fondsmanager der DJE Kapital AG, u. a. verantwortlich für den DJE – InterCash und DJE – Renten Global)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

13/02/19
Lazard Asset Management legt Scandinavian High Quality Bond Fund auf

Lazard Asset Management (LAM) hat die Auflegung des Lazard Scandinavian High Quality Bond Fund bekanntgegeben. Ziel des Fonds ist es, mittel- bis langfristig attraktive Anlageerträge zu erzielen und gleichzeitig ein sehr hohes Bonitätsprofil und hohe Liquidität zu wahren. Das diversifizierte Anleiheportfolio des Fonds umfasst schwerpunktmäßig skandinavische Anleihen sowie globale Anleihen, die in skandinavischen lokalen Währungen ausgegeben wurden. Die Strategie kombiniert eine Bottom-up-Fundamentalanalyse und -Einzeltitelauswahl mit einer Top-down-Asset-Allokation.

Michael Weidner und Daniel Herdt verwalten den Fonds. Sie sind Teil des Lazard European Fixed Income Teams, welches auf eine langjährige Erfolgsbilanz im Management aktiver Rentenstrategien zurückblicken kann.

„Die Fundamentaldaten der skandinavischen Volkswirtschaften Norwegens, Schwedens, Finnlands und Dänemarks sind außergewöhnlich, und bieten seit vielen Jahren eine stabile Wertentwicklung“, sagt Michael Weidner, Portfoliomanager des Lazard Scandinavian High Quality Bond Fund. „Die Kombination aus attraktiver Rendite bei höchster Bonität, Liquidität und Diversifikation ist gerade in Zeiten geopolitischer Risiken und historisch niedriger bzw. negativer Zinsen für Investoren attraktiv. Aus unserer Sicht ist aktuell am Markt kein vergleichbares Produkt vorhanden.“

Seit mehr als 20 Jahren offeriert Lazard Asset Management eine Palette von Anlagelösungen im Rentenmarkt, die, je nach geographischem Fokus, diversifizierten Zugang zu den globalen, europäischen, US- und Schwellenländer-Anleihemärkten ermöglichen. Im Rahmen dieser Renten-Anlagelösungen verwaltet Lazard Asset Management global ein Gesamtvermögen von 25 Milliarden US-Dollar. Dabei profitiert das Unternehmen von der Expertise von mehr als 275 spezialisierten Investmentexperten sowie Lazards umfassenden Fähigkeiten im Bereich Risikomanagement.

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(Foto: Michael Weidner © Lazard Asset Management)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

13/02/19
DVFA Kommission Immobilien: Anleger gehen aktuell eher höhere Risiken ein, als auf Rendite zu verzichten

Im Rahmen einer umfangreichen Markteinschätzung hat die DVFA Kommission Immobilien Fragen zum aktuellen Zyklusstand und der weiteren Entwicklung im Rückgriff auf die moderne Verhaltensökonomie analysiert. Die Autoren der Studie sind Dr. Thomas Beyerle, Catella Property Valuation GmbH, Timo Tschammler MSc FRICS, Jones Lang LaSalle SE, und Markus Fehrenbacher MRICS, Jones Lang LaSalle SE.

Die gegenwärtige Marktphase stellt (Immobilien-) Investoren vor eine schwierige Ausgangslage: steigende Immobilienpreise auf Rekordniveau auf der einen Seite, ambitionierte Renditeanforderungen und Anlagedruck der Eigenkapitalgeber auf der anderen Seite. Wie verhalten sich die Investoren in diesem Spannungsfeld?

Die geänderten Marktbedingungen zwingen die Investoren zu einer Anpassung ihrer Investitionsstrategien. So ist beispielsweise, unterstützt durch die positive Entwicklung der letzten Jahre, eine erhöhte Bereitschaft zur Spekulation auf weitere Mietsteigerungspotentiale zu beobachten. Andere Strategien zielen auf die Investition in sekundäre Lagen, teilweise zu Einstiegspreisen wie sie vor einigen Jahren noch für Toplagen üblich waren.

Die klassische Wirtschaftswissenschaft beschreibt Marktteilnehmer als stets rational handelnden „homo oeconomicus", die genannten Entwicklungen ergeben sich demnach also rein aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Die Analyse der DVFA belegt jedoch, dass Entscheidungen nicht immer rein rational getroffen werden. Die moderne Verhaltensökonomie bietet Erklärungsmuster für dieses Verhalten – es werden unterschiedliche Ansätze in der Studie näher vorgestellt. Exemplarisch neigen Individuen bei länger anhaltenden positiven Trends zu einer abnehmenden Risikosensitivität, ergo: Sie werden unvorsichtiger, gewichten Chancen zu Unrecht höher als potenzielle Gefahrenpotenziale.

Die Autoren zeigen, dass Investoren im aktuellen Zyklus tatsächlich höhere Risiken eingehen, um bestehende Renditeziele auch bei verändertem Markumfeld zu halten zu können.

Dieses vermehrte Eingehen von Risiken steht jedoch im klaren Gegensatz zu vielen Branchen-Befragungen: Die überwiegende Anzahl der Marktteilnehmer gibt hierbei stets an, risikoavers zu sein und lieber auf Rendite zu verzichten als größere Risiken einzugehen.

Die Betrachtung einer langen Zeitreihe der Spitzenkapitalwerte in den Big 7-Büromärkten belegt eindrucksvoll die zyklische Entwicklung auf den Immobilienmärkten. Das vorausgesetzte Szenario impliziert für das Jahr 2020 den Höhepunkt der derzeitigen Zyklusphase. Es bleibt abzuwarten, wie lange die Investoren ihre Strategien vor diesem Hintergrund noch beibehalten und welche weiteren Marktanpassungen einen Einfluss auf das Verhalten der Investoren in der späten Phase des Zyklus nehmen werden.

Zur Markteinschätzung:
Markteinschätzung der DVFA Kommission Immobilien

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(Foto: © pixabay)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

12/02/19
Geht der Erholung (schon) die Luft aus?

Zum Ende der vergangenen Börsenwoche haben die bedeutsamen Indices „mehr oder weniger deutlich im Minus geschlossen“, schreibt Olivier de Berranger, Chief Investment Officer bei LFDE – La Financière de l’Echiquier in seiner jüngsten Analyse. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Die geringeren Wachstumserwartungen der Europäischen Kommission für die Eurozone und die Europäische Union, der weiterhin ungelöste Handelsstreit zwischen den USA und China und die eher enttäuschenden Unternehmensergebnisse in Europa gepaart mit verhaltenen Aussichten auf die künftigen Gewinne der US-Unternehmen.

„Während die teilweise technische Rallye im Januar half, die übermäßige Unterbewertung infolge der Kursverluste im Dezember zu korrigieren, scheinen die Anleger allgemein nun keine Katalysatoren mehr zu erkennen, die eine Fortsetzung der Hausse rechtfertigen könnten“, so die Einschätzung von de Berranger. Nun obliegt es den Zentralbanken mit ihrem moderateren Kurs gegenzusteuern. Und es ist nicht so, als gebe es gar keine Marktchancen: „In vielen Bereichen gibt es weiterhin interessantes Potenzial – sofern man bereit ist, die wohl höhere Volatilität in Kauf zu nehmen“, schließt de Berranger.

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(Foto: Olivier de Berranger, CIO © LFDE – La Financière de l’Echiquier)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

11/02/19
Solide Daten sprechen für Übergewichtung von Schwellenländeranleihen

2018 war für alle Risikoanlagen ein schwieriges Jahr. Eine negative Kombination aus Risikofaktoren hat die Anlegerstimmung zu einem Zeitpunkt beeinträchtigt, als die Bewertungen von Schwellenländeranleihen nach der starken Wertentwicklung in den Jahren 2016 und 2017 nicht attraktiv waren. Steigende US-Zinsen, ein aufwertender US-Dollar und die Erwartung eines schwächeren globalen Wachstums angesichts des Handelskonflikts zwischen den USA und China schufen ein schwieriges Umfeld. Auch spezifische Probleme in Staaten wie Argentinien und der Türkei, schwierige Wahlen in vielen Schwellenländern und negative Schlagzeilen aus Europa schürten eine negative Stimmung.

Die meisten Risikofaktoren dürften sich 2019 verflüchtigen
Zwar ist davon auszugehen, dass die US-Wirtschaft sich 2019 vor allem aufgrund der nachlassenden fiskalischen Stimulusmaßnahmen leicht in Richtung ihres potenziellen Wachstumsniveaus abschwächen wird. Allerdings sieht NN Investment Partners (NN IP) keine bedeutenden Rezessionsrisiken und ist überzeugt, dass die Märkte das Risiko einer Rezession in den vergangenen Monaten überschätzt haben. Diese Einschätzung basiert auf dem Wachstumszyklus, der eine spätzyklische Dynamik reflektiert. Die Abkühlung des Wirtschaftswachstums beeinflusst auch die US-Notenbank, vor allem vor dem Hintergrund einer sehr moderaten Inflation. NN IP geht davon aus, dass die Fed ihren Straffungszyklus nahezu beendet hat und wir erwarten keine wesentlich höheren US-Zinsen. Diese Aussichten sowie das US-Zwillingsdefizit im Haushalt und im Außenhandel implizieren, dass der US-Dollar mittelfristig leicht abwerten wird.

Obwohl eine Abkühlung des globalen Wachstums erkennbar ist, sieht NN IP in den meisten Schwellenländern immer noch gesunde Wirtschaftsbedingungen. Zudem dürfte die chinesische Regierung in der Lage sein, die Wirtschaft des Landes über fiskal- und geldpolitische Maßnahmen und Wirtschaftsreformen zu steuern. Außerdem glauben wir, dass die politischen Risiken in Europa das allgemeine globale Makroumfeld nicht beeinträchtigen werden. Insgesamt dürfte das Umfeld für Schwellenländeranleihen im Jahr 2019 günstiger sein als 2018.

Das fundamentale Bild in den Emerging Markets selbst sieht freundlich aus
In der Vergangenheit resultierten Krisen in den Schwellenländern im Wesentlichen aus drei Faktoren: Ungleichgewichten in den Zahlungsbilanzen, Haushalts- und Schuldenkrisen und Krisen im Finanzsektor. In den vergangenen Jahren haben die Schwellenländer ihre systemischen Abwehrkräfte gegen diese drei Risiken deutlich verbessert. Die Leistungsbilanzen haben sich seit dem Taper Tantrum 2013 erheblich verbessert, während die Haushaltssalden und der Verschuldungsgrad nur moderat gestiegen sind und der Bankensektor abgesehen von einigen Ausnahmen sehr gut kapitalisiert ist. Darüber hinaus sollte das aus Sicht der Schwellenländer positive Wachstumsgefälle zwischen ihnen und den Industriestaaten seinen Aufwärtstrend fortsetzen.

Technische Faktoren drehen ins Positive
Aufgrund der hohen Korrelation zwischen diesem Wachstumsgefälle und den Kapitalzuflüssen in die Schwellenländer erwartet NN IP dieses Jahr einen Anstieg der Kapitalflüsse. Eine günstige Kombination aus moderaten Nettoanleiheemissionen und der wieder aufgenommenen Kapitalflüsse in Schwellenländeranleihen untermauert die gute Anlegerstimmung und gibt den Ton für eine Kurserholung an. Zudem liegen die Bewertungen auf attraktiven Niveaus. Die Rendite des Index für Schwellenländerstaatsanleihen in Hartwährung (EMBI-GD) liegt bei knapp 6,5%, und die Rendite des Index für Schwellenländerunternehmensanleihen in Hartwährung (CEMBI-DIV) liegt bei knapp 6%. Auch die Renditen für Lokalwährungsanleihen sind attraktiv, und die Währungen der Schwellenländer sind nach wie vor unterbewertet.

Emerging Markets Debt übergewichten
Für Schwellenländerstaatsanleihen in Hartwährung geht NN IP davon aus, dass der Emerging Markets Bond Index-Global Diversified (EMBI-GD) dieses Jahr in US-Dollar Gesamterträge zwischen 7% und 10% erzielen wird. Bei Schwellenländerunternehmensanleihen in Hartwährung dürfte der Corporate Emerging Market Bond Index-Diversified (CEMBI-DIV) in 2019 Gesamterträge zwischen 6 und 8% in US-Dollar generieren. An den Märkten in Lokalwährung können Anleger 2019 nach Ansicht von NN IP Gesamterträge von 6 bis 7% in US-Dollar erwarten.

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(Foto: Marcelo Assalin © NN Investment Partners)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

11/02/19
„In diesem Jahr sollten Unternehmensanleihen deutlich besser performen, als im letzten Jahr“, Matthew Stone, Senior Portfolio Manager, Hauck & Aufhäuser (Schweiz) AG

Matthew Stone, Senior Portfolio Manager bei der auf ethisch-nachhaltige Geldanlagen spezialisierten Hauck & Aufhäuser (Schweiz) AG, erwartet, dass die Wachstumsphase wieder an Stärke gewinnen wird. Nach seiner Einschätzung sollten Unternehmensanleihen deutlich besser performen als im letzten Jahr. Kurzfristig sieht er wegen der Stärke des US-Dollars Chancen bei USD-Anleihen, mittelfristig favorisiert er jedoch EUR-Corporate Bonds.

BOND MAGAZINE: Welchen Ausblick können Sie uns für die Anleihemärkte im laufenden Jahr geben?

Stone: Das Jahr 2019 wird spannend. Es gibt zwei Haupthemen, die uns beschäftigen: Das sind die Handelsbeziehungen zwischen China und den USA sowie der Brexit. Beide Entwicklungen sind nicht absehbar und können Volatilitäten an den Märkten zur Folge haben. In Bezug auch Wachstum und Inflation kann ich aber einen positiven Ausblick geben. Beides wird kein Problem. Die Wachstumsphase sollte wieder an Stärke gewinnen. Die Zinsen sind historisch gesehen sehr niedrig. Es ist möglich, dass die EZB in diesem Jahr nichts unternimmt. Unternehmensanleihen sollten in 2019 deutlich besser performen als im letzten Jahr.

BOND MAGAZINE: Bei USD-Anleihen sind die Kupons deutlich höher, als bei EUR Corporate Bonds. Würden Sie USD-Anleihen bevorzugen?

Stone: Ich denke, dass im ersten Halbjahr USD-Anleihen besser performen werden, als EUR-Anleihen, dies aber nur wegen der Stärke des US-Dollars. In diesem Jahr werden US-Treasuries mit einem hohen Volumen emittiert. Dies könnte zur Folge haben, dass sich die Spreads wieder einengen. In Europa ist der Renditedruck stärker als in den USA. In Europa ziehe Corporate Bonds ebenfalls den Staatsanleihen vor und rate zu mittleren Laufzeiten von 3 bis 5 Jahren. Die Ausfallraten bleiben unseres Erachtens niedrig. Denn durch die monetären Maßnahmen können auch „Zombiefirmen“ weiterleben. Es gibt natürlich auch konjunkturelle Risiken, doch schien mir die Reaktion an den Märkten übertrieben.

BOND MAGAZINE: Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Christian Schiffmacher, https://www.fixed-income.org/

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

08/02/19
Muzinich & Co baut Vertriebsteam in Deutschland aus – Bianca Salzer wird Head of Sales Deutschland

Der auf Unternehmensanleihen und -kredite spezialisierte Asset Manager Muzinich & Co setzt seinen Expansionskurs in Deutschland fort und baut hierfür sein Vertriebsteam weiter aus. Mit Bianca Salzer hat Muzinich & Co einen Head of Sales Deutschland berufen. In dieser neu geschaffenen Funktion verstärkt sie seit Anfang Dezember Muzinich & Co in Frankfurt. Mit der neuen strukturellen Ausrichtung stellt Muzinich & Co die Weichen für eine erfolgreiche Fortführung des eingeschlagenen Wachstumskurses.

Bianca Salzer (45) verfügt über 20 Jahre Expertise in der Betreuung institutioneller Investoren im Asset Management. So verantwortete sie bei Allianz Global Investors die Kundenbeziehungen zu Versicherern und Pensionsfonds und baute für Metropole Gestion Deutschland das Geschäft mit institutionellen Kunden in Deutschland und Österreich auf. Vor ihrem Engagement bei Muzinich & Co war sie zuletzt beim Asset Manager Blackrock für das Geschäft mit Versorgungswerken in Deutschland und Österreich zuständig.

George Muzinich, Chairman und Chief Executive Officer bei Muzinich & Co, sagt: „Wir freuen uns, mit Bianca Salzer eine erfahrene Expertin zur Leitung unserer Vertriebsteams in Deutschland begrüßen zu dürfen. Ihre langjährigen und etablierten Beziehungen zu institutionellen Kunden werden es uns ermöglichen, unseren Service, wie auch unser Geschäft mit dieser wichtigen Kundengruppe zu verstärken und neue Wachstumspotentiale im Wholesale-Bereich zu realisieren. Diese Neubesetzung unterstreicht, was für einen hohen Stellenwert eine starke, lokale Präsenz in Deutschland für uns hat.“

Bianca Salzer sagt: „Ich freue mich sehr auf mein neues Engagement bei Muzinich & Co. Als unabhängiger Asset Manager mit 30 Jahre langer Tradition zeichnet sich Muzinich & Co durch unternehmerische Freiheit und besondere Verantwortung aus. In meiner neuen Funktion werde ich nah an der Seite unserer Kunden stehen und als Teil eines starken Teams dabei mitwirken, maßgeschneiderte Investmentkonzepte im Bereich Unternehmensanleihen und -kredite zu erstellen.“

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(Foto: Bianca Salzer © Muzinich)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

08/02/19
GAM Systematic lanciert neue Dynamic-Credit-Strategie

GAM Investments gibt die Lancierung einer neuen Dynamic-Credit-Strategie auf der GAM Systematic-Plattform bekannt. Die hoch transparente, liquide und skalierbare Anlagelösung erlaubt aufgrund ihrer Ausgestaltung einen flexiblen Einsatz sowohl als Alternative zu traditionellen Credit-Produkten wie auch als Credit-Overlay-Strategie. Die GAM Systematic-Plattform weist per 30. November 2018 ein verwaltetes Vermögen in quantitativen Strategien von USD 4,3 Milliarden auf.

Diese innovative Credit-Strategie ist eine vollständig systematische Lösung und strebt über den Zyklus auf absoluter sowie risikoadjustierter Basis höhere Renditen als die globalen Credit-Märkte an – dies bei gleichzeitiger Minderung der Abwärtsrisiken. Die Strategie baut Long-Positionen in Credit-Märkten auf und kann bei Verschlechterung der Marktlage diese Positionen reduzieren, eine Short-Positionierung einnehmen, und zugleich Long-Positionen in als sicher geltenden festverzinslichen Anlagen aufbauen. Die Strategie ist höchst liquide und handelt mit Credit-Indizes, US- und deutschen Staatsanleihen-Futures sowie Credit Default Swaps (CDS) aus einem Universum von ca. 400 Einzelnamen.

Die Strategie kombiniert dynamisch drei diversifizierte Ansätze: Tactical Credit, Directional Credit und Market Neutral Credit. Diese agieren sinngemäß wie ein Credit-Trader, ein Credit-Stratege bzw. ein Credit-Analyst. Diese drei Ertragssäulen bieten Investoren ein deutlich breiteres und dynamischer abgestütztes Instrumentarium, um über den Zyklus hinweg nachhaltigen Mehrwert aus den globalen Credit-Märkten zu generieren.

Die Dynamic-Credit-Strategie wird vom GAM Systematic-Team verwaltet und ergänzt die bestehende Palette an systematischen Strategien, die bereits Aktien-, Anleihen-, Multi-Asset- und alternative Anlagen umfassen. Der rein systematische, modellgetriebene und regelbasierte Anlageansatz erlaubt eine ausgesprochen hohe Repetierbarkeit.

Der Anlageprozess von GAM Systematic wird von einem robusten Risikomanagement untermauert. Allen Strategien liegen rigorose, wissenschaftliche Analysen und Kontrollen zugrunde, bevor sie in ein Portfolio aufgenommen werden.

"Anleger sind zunehmend auf der Suche nach Instrumenten, mit denen sie ihre Portfolios diversifizieren können. Die Dynamic-Credit-Strategie entspricht diesem Bedürfnis. Sie bietet Credit-Renditen, ist aber auch mit Krisenindikatoren ausgestattet, die darauf abzielen, das Credit-Risiko in schwierigen Marktlagen zu reduzieren. Das ermöglicht breiter gestreute Renditen jenseits traditioneller Credit-Allokationen", erläutert Anthony Lawler, Co-Head von GAM Systematic.

"Mit dieser Credit-Strategie verbreitert GAM Systematic das Angebot an quantitativen Anlageformen über verschiedene Assetklassen. Allokationen in systematischen Strategien erfreuen sich unter Investoren zunehmender Beliebtheit, was sich in Nettomittelzuflüssen in unseren beiden größten Strategien – Alternative Risk Premia und Core Macro – widerspiegelt."

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(Foto: Anthony Lawler © GAM)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

07/02/19
Erste AM: Venezuela ein klassischer Umschuldungskandidat; positiver Ausblick für Peru, Kolumbien und Chile

Venezuela steckt in der Krise: Die Wirtschaft des Landes kollabiert, das Bruttoinlandsprodukt halbierte sich, in US-Dollar gerechnet, innerhalb der vergangenen fünf Jahre. Das Volumen der Erdölexporte – die einzige wichtige Einnahmequelle des Landes – fiel drastisch. Zu allem Überfluss wurden diese jüngst mit Sanktionen seitens der USA belegt. In den letzten zwei Jahren flohen laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) über zwei Millionen Menschen in die benachbarten Länder, da das Geld für lebenswichtige Importe fehlt. Und der Machtkampf zwischen Nicolás Maduro und seinem Kontrahenten Juan Guaidó sowie ihren jeweiligen Unterstützern setzt sich fort. Ein von der „Straße“ getragener Regierungswechsel ist durchaus möglich.

Was bedeutet die Krise für venezolanische Anleihen?

Schon seit geraumer Zeit ist das Land ein klassischer Umschuldungskandidat. Ein Regime-Wechsel würde das nur beschleunigen. „Die Hoffnung vieler Marktteilnehmer auf einen Regime-Wechsel trieb den Sekundärmarktpreis venezolanischer Anleihen in den vergangenen Wochen nach oben. Die aktuelle Entwicklung wirkt allerdings wie naiver Optimismus“, sagt Felix Dornaus, Senior Fondsmanager für Schwellenländeranleihen bei der Erste Asset Management (Erste AM).

Dafür hat der Südamerika-Experte gute Gründe: Seit dem 1. Februar 2019 hat das US-Finanzministerium den Handel mit Anleihen der staatlichen Erdölgesellschaft PDVSA und Anleihen der Republik Venezuela für US-Personen bis auf weiteres verboten. Das hat auch Auswirkungen auf den Handel zwischen Nicht-US-Personen. Die Liquidität lässt – aus Angst in die Schusslinie der USA zu geraten – massiv nach.


Zehn Milliarden an Krediten mit Erdöllieferungen besichert

„Zwar sitzt das Land auf den größten Erdölreserven der Welt, mangels  funktionierender Infrastruktur wird es aber auch auf längere Sicht nicht davon profitieren können“
, sagt Dornaus. Die Überschuldung ist massiv und Kredite von China und Russland, die jeweils auf eine Summe von zehn Milliarden US-Dollar geschätzt werden, sind bereits mit Erdöllieferungen besichert. Die Hälfte des größten ausländischen Assets, des Konzerns CITGO in den USA, ist ebenfalls bereits verpfändet. Erhebliche Schürfrechte im Land wurden unter anderem an russische Unternehmen verkauft. „Angesichts dieses Mangels an Ressourcen muss bei einer Restrukturierung mit der Notwendigkeit eines massiven Schuldennachlasses gerechnet werden, auch und vor allem seitens der privaten Gläubiger“, so Dornaus weiter.

Unter den gegebenen Bedingungen hält es der Experte für wahrscheinlich, dass die gegenwärtigen Assetpreise die Wertaufholung zu optimistisch widerspiegeln. Darüber hinaus sei es schwierig zu erfassen, wer welche Forderungsbestände halte („Reconciliation“). „Es zeichnet sich eine erneute Hold-Out-Problematik ab, ähnlich der letzten Umschuldung Argentiniens. Diese Restrukturierung wird chaotisch, langwierig und teuer für die Anleihenbesitzer“, schlussfolgert Dornaus.

Positive Aussichten für Peru, Kolumbien und Chile

Die Kombination aus steigenden US-Zinsen, sich abschwächender Weltwirtschaft und dem US-chinesischen Handelskonflikt belastete die Risikostimmung im Jahr 2018. Dieser einzigartige Cocktail führte zu einer generellen Neupreisung von Risiken. „In einem Umfeld höherer Volatilität haben wir – zumindest im Vergleich zu den letzten Jahren – steigende Spreads, schwächere Währungen und steigende lokale Renditen gesehen. Wenn wir in die Geschichte zurückblicken ist dies jedoch ein Prozess der Normalisierung, und es wird erwartet, dass die Volatilität auf diesem Niveau bleibt“, betont Christian Gaier, Head of Fixed Income Rates, Sovereigns & FX.

Schenkt man dem Internationalen Währungsfonds (IWF) Glauben, der für 2019 stabile Rohstoffpreise prognostiziert, scheinen die Weichen für andere Länder Lateinamerikas gestellt. Die zyklische Erholung in den Anden (Peru, Kolumbien und teilweise Chile) dürfte sich fortsetzen. „Attraktive Renditeniveaus, kombiniert mit einem stabilen Wachstumsausblick, der von einer gesunden Kombination aus privatem Konsum und Investitionen getragen wird, bilden die Grundlage für attraktive langfristige Anlagemöglichkeiten“, ergänzt Gaier.

Als Low-Beta-Anleihen dürften die Schuldtitel dieser Länder zudem weniger von Schwankungen der globalen Risikostimmung betroffen sein. Bei Argentinien, Mexiko und Brasilien dagegen sei ein gesundes Maß an Vorsicht angebracht: „Zu den innenpolitischen Einflüssen in den jeweiligen Ländern gesellt sich als möglicher Risikofaktor das im Vergleich stärkere Beta hinzu – diese Länder sind also stärker von der globalen Risikostimmung betroffen. Investoren werden sich auf den lokalen News-Flow sowie die makroökonomischen Entwicklungen vor Ort konzentrieren müssen, um kurz- und mittelfristige Investmentchancen wahrnehmen zu können
“, so Gaier abschließend.

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(Foto: Caracas © pixabay)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

07/02/19
Aviva Investors Produktstrategie-Team um zwei Expertinnen für Unternehmensanleihen erweitert

Aviva Investors, die global tätige Asset-Management-Gesellschaft des britischen Versicherers Aviva plc, schafft zwei neue Positionen im Londoner Produktstrategie-Team, um Kunden im Bereich Unternehmensanleihen noch umfassender zu unterstützen.

Rachel Harris beginnt als Senior Credit Investment Director und berichtet an Steven Blackie, Global Head of Product Strategy. Hinzu kommt Emily McDonald als Credit Investment Director, die an Rachel Harris berichtet.

Harris und McDonald arbeiten eng mit den Portfoliomanagern für Unternehmensanleihen zusammen, um bei bestehenden Angeboten zu unterstützen und neue bedarfsorientierte Lösungen für Kunden zu entwickeln.

Rachel Harris begann ihre Karriere 1998 im Vertrieb für Unternehmensanleihen bei der Credit Suisse und arbeitete anschließend für Royal Bank of Scotland, Goldman Sachs und Janus Henderson. Sie verfügt über mehr als 20 Jahre Branchenerfahrung und setzt sich aktiv für Diversität am Arbeitsplatz ein.

Emily McDonald hat 15 Jahre Erfahrung als Vertriebsspezialistin für festverzinsliche Wertpapiere. Zuletzt arbeitete sie bei Credit Suisse, wo sie südeuropäische und britische Kunden betreute. McDonald kam durch Aviva Investors „Return to Work“-Programm zum Unternehmen. Dieses zielt darauf ab, Kandidaten mit einem fundierten Fachwissen in den Bereichen Finanzdienstleistungen oder Vermögensverwaltung nach einer mindestens zweijährigen Pause wieder in die Arbeitswelt zurückzubringen.

Steven Blackie, Global Head of Product Strategy bei Aviva Investors, sagt: „Da wir unser Geschäft extern kontinuierlich ausbauen, ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir unsere Kunden bestmöglich unterstützen. Die Erfahrung von Rachel und Emily erweitert unser Expertenwissen zusätzlich und hilft uns, die Kundenbedürfnisse noch besser zu verstehen und zu antizipieren. Ich freue mich, die beiden in unserem Team willkommen zu heißen."

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(Foto: Rachel Harris
© Aviva Investors)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

06/02/19
Fidelity International stärkt Führungsteam in Deutschland mit der Ernennung von Christian Machts

Fidelity International  hat heute die Berufung von Christian Machts in das Leitungsteam seines Deutschlandgeschäfts bekannt gegeben. Der 42-Jährige tritt als Geschäftsführer in das Unternehmen ein und berichtet an Alexander Leisten, Deutschlandchef von Fidelity International.

Christian Machts wird das Wholesale-Geschäft von Fidelity in Deutschland betreuen und in dieser Funktion eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung des Fondsvertriebs von Fidelity über Vermögensverwalter, Banken, Versicherungen und Finanzberater übernehmen. Als Geschäftsführer wird er zudem wichtige Initiativen für das gesamte Deutschlandgeschäft verantworten.

Dank seiner umfangreichen Erfahrung wird Christian Machts darüber hinaus federführend Fidelitys Ansatz für strategische Kundenpartnerschaften in ganz Europa gestalten und vorantreiben. Dabei wird er eng mit Christophe Gloser, Head of Wholesale Continental Europe, zusammenarbeiten.

Alexander Leisten, Deutschlandchef von Fidelity International, kommentiert die Ernennung wie folgt: „Deutschland ist einer der Kernmärkte von Fidelity, für den wir große Wachstumspläne haben. Wir freuen uns, dass wir einen Spezialisten von Christian Machts Format für diese Schlüsselposition in unserem Unternehmen gewinnen konnten. Mit seinem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse von Wholesale-Kunden und seiner langjährigen Erfahrung als Vertriebsleiter in diesem Bereich ist er die perfekte Stärkung für unser Team. Ich freue mich auch auf seine Unterstützung bei funktionsübergreifenden Initiativen, die von zentraler Bedeutung für die strategische Entwicklung des Deutschlandgeschäfts von Fidelity sind.“

Christian Machts verfügt über 20 Jahre Erfahrung in der Branche. Er wechselt zu Fidelity von BlackRock, wo er sechs Jahre das Retailgeschäft in Deutschland, Österreich und Osteuropa geleitet hat. Zuvor war er 13 Jahre bei der Commerzbank tätig und hatte diverse leitende Positionen inne, zuletzt als EMEA Head of Sales, Asset Management.

Christian Machts beginnt seine neue Tätigkeit am 1. April 2019 am Geschäftssitz des Unternehmens in Kronberg.

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(Foto Christian Machts © Fidelity)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

05/02/19
China: Stabilisierung am Horizont

Konstruktive Stimmen zur Konjunkturentwicklung in China und den asiatischen Emerging Markets stoßen momentan auf breite Skepsis. Der Handelskrieg und eine restriktivere Geldpolitik, die auf eine Eindämmung des chinesischen Schuldenbergs zielte, lasten schwer auf der chinesischen Wirtschaft. Das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts habe sich im vierten Quartal 2018 auf 6,4 Prozent verlangsamt – der niedrigste Wert seit 2009. Dennoch zeigt sich Seema Shah, Global Investment Strategist bei Principal Global Investors (PGI), weiterhin optimistisch: „Schwellenländerfonds haben im Januar starke Mittelzuflüsse registriert. Vermutlich werden die verschiedenen Maßnahmen zur Konjunkturbelebung seit letztem Juni schließlich zu einer Stabilisierung der chinesischen Konjunktur führen“, so Shah.

Bislang seien diese Konjunkturmaßnahmen noch nicht sehr erfolgreich gewesen. Die Expertin verweist auf den weit verbreiteten Pessimismus unter Unternehmen und Haushalten sowie deren Sparneigung. Sie hätten die Steuerkürzungen weitgehend ins Leere laufen lassen. „In diesem Umfeld erweisen sich Investitionen in die Infrastruktur sowie eine Lockerung der Geldpolitik als die erfolgreicheren Werkzeuge“, sagt Shah. Die chinesischen Leitzinsen hätten noch Spielraum nach unten und es sei positiv zu werten, dass die chinesische Regierung diesen Spielraum nun nutze. So habe die Regierung das Tempo bei der Lockerung der Geldpolitik sowie der Kreditvergabe seit Dezember deutlich beschleunigt.

Shah erwartet darüber hinaus weitere Maßnahmen, die im zweiten oder dritten Quartal zu einer Wiederbelebung des Wachstums führen sollten. „Es ist Konsens, dass China seine Geldpolitik so lange lockern wird, bis die staatlichen Wachstumsziele erreicht sind“, so die Expertin.  Diese würden wahrscheinlich auf 6 bis 6,5 Prozent abgesenkt werden. Die chinesische Politik ziele primär auf eine Stabilisierung der Konjunktur – nicht auf exzessives Wachstum, das einen globalen Konjunkturaufschwung befeuere.

Neben der neuen chinesischen Stabilisierungspolitik sei zudem eine kräftige Erholung nur in einer Kombination aus stärkeren Konjunkturmaßnahmen und einem Ende des Handelskriegs zwischen China und den USA zu erreichen. Hier erscheine eine Lösung der Streitfrage zu Handelszöllen greifbar, nachdem China verkündet habe, seine Einfuhren aus den USA zu erhöhen. Allerdings blieben die wichtigsten Streitpunkte – der erzwungene Technologietransfer und Diebstahl geistigen Eigentums – ungelöst. Während damit zwar eine dritte Runde von Strafzöllen vom Tisch sein könnte, verlagere sich der Handelskrieg zu einem Technologiekrieg. „Die USA werden ihren Kampf über umfassende Restriktionen auf Technologieexporte nach China sowie auf chinesische Investitionen in den Technologiesektor verstärken“, prognostiziert Shah.

Gerade aus diesem Grund bleibt die Expertin pessimistisch hinsichtlich ihres Ausblicks auf Aktien aus dem US-Technologiesektor und prognostiziert nicht mehr als eine wirtschaftliche Stabilisierung in China. „Die Bewertungen chinesischer und asiatischer EM-Titel sind momentan sehr attraktiv. Mit der zu erwartenden Wachstumsstabilisierung sei dies ein guter Einstiegspunkt, eine langfristige, strategische Position in Asien aufzubauen“, resümiert Shah.

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Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

04/02/19
ABO Wind AG – Wandelanleihe notiert im Open Market

Seit 1. Februar ist die 3,00%-Wandelanleihe 2018/20 (ISIN DE000A2G8UZ4) der ABO Wind AG auf Initiative des Bankhaus Scheich im Open Market der Börse Frankfurt (Freiverkehr) handelbar. Platziert wurden vom prospektierten Volumen von bis zu 15 Mio. Euro aktuell knapp 10 Mio. Euro.

ABO Wind ist ein international erfolgreicher Projektentwickler für erneuerbare Energien mit mehr als 500 Mitarbeitern. Seit 1996 hat das Unternehmen rund 650 Windenergie-, Solar- und Biogasanlagen mit 1.500 Megawatt Leistung ans Netz gebracht. Aktuell arbeitet die Gesellschaft in 16 Ländern auf vier Kontinenten an der Entwicklung neuer Projekte mit einer Gesamtleistung von 6.500 Megawatt. Das übersteigt die Leistung der vier größten im Jahr 2019 noch am Netz befindlichen Kernkraftwerke Deutschlands. Zwei Drittel der in Entwicklung befindlichen Projekte nutzen Windkraft und ein Drittel Solarkraft.

„Wir streben weiterhin ein stetiges, organisches Wachstum an", betonte Vorstand Dr. Jochen Ahn gegenüber den Investoren beim Deutschen Eigenkapitalforum Ende November. So stieg das EBIT, also der Gewinn vor Zinsen und Steuern, bereits zwischen 2013 und 2018 um durchschnittlich rund 15 % jährlich. Auch beim Jahresüberschuss will ABO Wind im mehrjährigen Durchschnitt weiterhin um mehr als zehn Prozent wachsen. Aufgrund besonderer Umstände in Deutschland ragen die Geschäftsjahre 2016 und 2017 als außergewöhnlich erfolgreich heraus. „Dass besondere Entwicklungen die Ergebnisse einzelner Jahre prägen, ist dem Geschäft der Projektentwicklung immanent", sagt Dr. Ahn. Dank der traditionell ausgeprägten und in jüngster Zeit noch verstärkten Internationalisierung hat das Unternehmen die Abhängigkeit von politischen Entscheidungen einzelner Länder und damit die Anfälligkeit für Schwankungen reduziert. Dass ABO Wind neuerdings Solarprojekte mit dem gleichen Engagement entwickelt wie seit 22 Jahren Windparks trägt ebenfalls dazu bei, die Erträge zu verstetigen.

Im Geschäftsjahr 2017 hat der ABO Wind-Konzern einen Jahresüberschuss in Höhe von 17 Mio. Euro erwirtschaftet. Das Ergebnis übertrifft das bisherige Rekordjahr 2016, als 16,5 Mio. Euro erzielt worden waren. Der Umsatz ist auf 147 Mio. Euro gestiegen (2016: 122 Mio. Euro). Dabei wurde 2017 erstmals mehr als die Hälfte des Gewinns auf internationalen Märkten erwirtschaftet. Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet First Berlin einen Umsatz von 134 Mio. Euro und einen Jahresüberschuss von 12 Mio. Euro. Zum Bilanzstichtag hatte die Gesellschaft nach Berechnungen von First Berlin keine Netto-Finanzverbindlichkeiten.

ABO Wind – Geschäftsentwicklung

 

2016

2017

2018e

2019e

2020e

Umsatz

122,29

146,79

134,01

1255,08

173,25

EBIT

23,89

24,96

18,48

19,01

21,50

Jahresüberschuss

16,52

17,01

12,16

12,09

13,66

Netto-Verschuldungsgrad

-4,2%

7,8%

-7,1%

-14,5%

-14,0%

Angaben in Mio. Euro, Quelle: First Berlin Research

Eckdaten der ABO Wind-Wandelanleihe 2018/20

Emittent

ABO Wind AG

Emissionsvolumen

bis zu 15 Mio. Euro,
platziert knapp 10 Mio. Euro

Nennwert

15,00 Euro

WKN / ISIN

A2G8UZ / DE000A2G8UZ4

Kupon

3,00% p.a.

Laufzeit

bis 30.04.2020

Wandlungsrecht

1 Wandelanleihe im Nennwert von 15,00 Euro kann in eine Aktie der ABO Wind AG (WKN 576002) gewandelt werden

Listing

Open Market (Freiverkehr)

Internet

www.abo-wind.com


https://www.fixed-income.org/    https://www.green-bonds.com/
(Logo: © ABO Wind AG)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

01/02/19
Gier frisst Hirn – DREF ist pleite

Im April 2015 wollte die Deutsche Real Estate Funds (DREF) über ihre Tochtergesellschaft Deutscher Studenten Wohn Bond I S.A. eine Anleihe zur Finanzierung von Studentenwohnheimen mit Volumen von bis zu 80 Mio. Euro und einer Laufzeit von 5 Jahren geben. Die Anleihe sollte erstrangig durch Grundschulden besichert sein und über ein BBB- Rating (mit Einschränkung) von Creditreform verfügen. Die IKB Deutsche Industriebank AG begleitete die Transaktion als Sole Bookrunner, Joint Lead Manager waren IKB und equinet Bank AG. Die BankM fungierte als Co-Lead Manager.

Doch das Konzept erschien bei genauerem Hinsehen etwas eigentümlich. Die Emission fiel insbesondere durch eine Fülle von Gebühren auf, mit denen sich der Initiator die Taschen voll machen wollte. Wesentliche Gebühren gab es in der Branche in dieser Form so nicht. Doch bei IKB und equinet waren nicht die schlauesten Banker für die Transaktion zuständig, die diesen Umstand schlicht übersehen hatten. Zur Gebührenstruktur hatte ich mit dem Initiator und den Bankern über 30 E-Mails ausgetauscht und an mehreren Telefonkonferenzen teilgenommen. Lesen Sie auch unsere Analyse vom 01.04.2015:

https://www.fixed-income.org/index.php?id=51&tx_ttnews%5Btt_news%5D=5136&cHash=43f534742c479ab33cf675957ea3c3f2

Doch die Banker ließen sich von ihrem Irrweg nicht abbringen. Die Emission musste bereits kurz nach dem dilettantischen Versuch abgesagt werden, zwei Monate später wurden in einem weiteren Anlauf 44 Mio. Euro platziert. Ein Jahr später folgte eine weiteres Private Placement. Insgesamt wurden 140,5 Mio. Euro platziert. Schon bald gab es Gerüchte, dass nur zwei große Investoren die Anleihen gezeichnet hatten.

Bei aller Kritik sind die Preise für Studentenwohnheime jedoch weiter gestiegen, und das Konzept hätte so aufgehen können. Doch offensichtlich gab es auch erhebliche Managementfehler, wie die Immobilien Zeitung berichtet, DREF ist jedenfalls pleite – auch wenn es am Kapitalmarkt kaum jemand bemerkt hat. Hier gelangen Sie zum Artikel der Immobilien Zeitung:

https://www.immobilien-zeitung.de/149344/wo-sind-140-mio-euro-geblieben

Bei Mittelstandsanleihen befürchte ich mittelfristig weitere Insolvenzen.

Christian Schiffmacher, https://www.fixed-income.org/
(Foto:
© pixabay)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

01/02/19
Kommentar zur Aufnahme der in Renminbi denominierten chinesischen Staatsanleihen in den Blommberg Barclays Global Aggregate Index

Quentin Fitzsimmons, Portfoliomanager der Global Aggregate Bond Strategy bei T. Rowe Price, kommentiert die Aufnahme der in Renminbi denominierten chinesischen Staatsanleihen in den Bloomberg Barclays Global Aggregate Index:

"Die Aufnahme in den Index sendet eine klare Botschaft: China möchte seinen Anspruch auf einen festen Platz in der Runde der globalen Finanz- und Wirtschaftsmächte demonstrieren."

"Anleger werden von der Aufnahme profitieren. Sie bringt eine weitere Diversifizierung, weg von den großen Ländern wie den USA und Japan, und lässt den Index unter Renditegesichtspunkten attraktiver aussehen."

"Die Aufnahme in den Index ist eine Zuckerbrot- und Peitschensituation. Das Zuckerbrot ist, dass China Kapital erhalten wird, was der Liquidität für inländische Investoren zuträglich ist und die Nachfrage nach der Währung füttert. Die Peitsche ist, dass ausländische Gelder schnell wieder abfließen können, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden."

"China muss aber noch einiges mehr in Angriff nehmen. Der nächste große Schritt wäre die Schaffung eines funktionierenden Renten-Futures-Marktes."

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Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

31/01/19
„Im Euro Investment Grade-Bereich ist ja viel passiert, hier bieten sich Chancen“, Interview mit Dietmar Zantke und Martin Seitz, Zantke & Cie. Asset Management GmbH

Dietmar Zantke und Martin Seitz, Geschäftsführer der Zantke & Cie. Asset Management GmbH, erwarten, dass bei der Konjunktur der Zenit überschritten ist. Nachdem die Spreads Ende 2018 deutlich rausgelaufen sind, sehen Zantke und Seitz wieder attraktive Investmentchancen. Das Umfeld ist gut für Unternehmensanleihen, wenn auch auf einem niedrigen Zinsniveau.

BOND MAGAZINE: Was ist von Fed und EZB 2019 zu erwarten?

Zantke: In den letzten Wochen hat sich sehr viel getan, insbesondere was die Geldpolitik angeht. Noch vor ein paar Wochen wurden von einigen Marktteilnehmern vier oder fünf Zinserhöhungen der amerikanischen Zentralbank Fed erwartet. Auch in der Eurozone wurde mindestens ein Zinsschritt für das laufende Jahr eingepreist. Diese Prognosen kann man nun wohl ad acta legen. Wir waren auch schon im letzten Jahr der Meinung, dass die Zinserhöhungen in den USA allmählich auslaufen werden und es keine Veränderung des Leitzinses der EZB geben wird. Wir sahen schon vor einigen Monaten dunkle Wolken am Konjunkturhimmel, hier und auf der anderen Seite des Atlantiks, aufziehen. Die Konjunktur hat sich länger gehalten, als wir das erwartet haben. Die Unternehmensergebnisse waren gut. Trump hatte auch positive Impulse gesetzt – ohne diese  bewerten zu wollen. Nichtsdestotrotz laufen auch diese positiven Effekte allmählich aus. Die Probleme in der Weltkonjunktur und der geopolitischen Situation nehmen weiter zu. Wir dachten schon im letzten Jahr, dass der Zenit der Konjunktur überschritten sei. Wir glauben, dass dies jetzt definitiv erreicht ist. Aus diesem Grund wurde von der Fed bestätigt, dass sie jetzt einen langsameren Kurs angehe. Wir könnten uns auch vorstellen, dass die Fed in diesem Jahr die Zinsen vielleicht gar nicht mehr anhebt oder gegen Ende des Jahres, wenn sich die Konjunktur weiter eintrübt, sogar wieder senkt. Das unterliegt aber alles noch der politischen Unsicherheit. Wir wissen alle nicht, was Trump und die vielen anderen unberechenbaren politischen Führer dieser Welt noch unternehmen. Alle Prognosen sind daher mit einer hohen Unsicherheit belastet. Die Zinsen sind in den USA am kurzen Ende schon recht hoch und wir laufen in die Gefahr, eine inverse Zinsstruktur zu bekommen, da die Inflationsraten niedrig bleiben dürften, auch wenn die Energie- und Rohstoffpreise zuletzt wieder etwas angezogen haben. Der Ölpreis ist aber immer noch auf einem niedrigen Niveau. Der zunehmende Protektionismus führt nicht dazu, wie viele gedacht haben, dass die Inflationsraten in den USA deutlich steigen. Die Fed wartet unseres Erachtens erst mal ab und beobachtet. Wenn sich der konjunkturelle Abschwung verschärft, wird die Fed am Ende des Jahres die Zinsen senken. Die EZB ist allerdings, wenn sich die Konjunktur weiter eintrübt, weitgehend handlungsunfähig. Mit Blick auf die Peripheriestaaten – wie Italien – sind wir weiterhin sehr skeptisch. Der Trend zum Nationalstaat wird sich fortsetzen. Die EZB hätte zwar die Möglichkeit das Anleihenkaufprogramm wieder aufleben zu lassen, allerdings ist nur wenig geeignetes Material am Markt vorhanden.

BOND MAGAZINE: Sie erwarten eine konjunkturelle Eintrübung. Was würde dies für Spreads von Unternehmensanleihen bedeuten?

Zantke: Ich bin der Meinung, es wurde in den letzten Wochen schon sehr viel vorweggenommen, auch an den Aktienmärkten. Es wurde bereits eine Konjunkturabschwächung eingepreist. Natürlich ist eine konjunkturelle Eintrübung erstmal negativ für die Spread-Entwicklung von Unternehmensanleihen, auf der anderen Seite aber positiv für die Zinsentwicklung bei Staatsanleihen. Dies wirkt erstmal dämpfend auf die Kurse von Unternehmensanleihen. Es reicht nicht, wenn sich die Zinsen für 10-jährige Bundesanleihen wie im letzten Jahr von 0,42% auf 0,24% nahezu halbieren, sich die Risiko-Spreads aber bei Unternehmensanleihen guter Bonität um 67 Basispunkte oder im High Yield-Bereich sogar um 227 Basispunkte ausweiten. Das ist natürlich erstmal negativ. Wir glauben aber auch, dass die Konjunktur nicht komplett einbricht, sondern dass sie sich allmählich abschwächt. Die geldpolitischen Instrumente sind in den USA da, um dem entgegenzuwirken und die Konjunktur wieder zu stützen oder zumindest die Stimmung aufzuhellen. Dies ist ja bereits teilweise passiert. Das Umfeld für Unternehmensanleihen ist also gar nicht so schlecht: Eine Konjunktur, die sich abschwächt, was teilweise auch in den Spreads eingepreist wurde, aber gleichzeitig ein Niedrigzinsumfeld. Das heißt auch, und das erleben wir gerade, dass institutionelle Anleger in Anleihen investieren müssen – und angesichts der niedrigen Zinsen für Staatsanleihen gerade auch in nun wieder besser verzinste Spread-Produkte. Die US-Zinsen sind jetzt auch schon wieder deutlich zurückgekommen. Institutionelle Investoren wie Versicherungen und Pensionskassen gehen wieder in Unternehmensanleihen, das sehen wir beispielsweise bei den massiven Überzeichnungen von Neuemissionen seit Jahresanfang.

Seitz: Die Neuemissionen kommen wieder mit attraktiven Spreads und laufen gut, die Bücher sind daher teilweise auch wieder fünf- bis sechsfach überzeichnet. FedEx hatte eine 3-jährige Anleihe in Dollar und Euro begeben. Beide Tranchen waren stark überzeichnet. Fresenius kam auch mit zwei neuen Anleihen mit einer Laufzeit von 6 und 10 Jahren an den Markt. Nach den Gewinnwarnungen der letzten Jahre waren die Spreads bei Fresenius zuvor deutlich angestiegen. Die neuen Anleihen konnten ohne einen nennenswerten Pick-up auf die Kurve platziert werden. Absolut war das Spread-Niveau im Peergroup-Vergleich dennoch sehr attraktiv, was die gute Sekundärmarktperformance der neuen Anleihen belegt. Anheuser-Busch kam mit einer Multi-Tranche, auch im sehr langen Bereich. Auch hier waren die Bücher vielfach überzeichnet.

BOND MAGAZINE: Die beiden letztgenannten Unternehmen sind in Branchen aktiv, die relativ konjunkturresistent sind.

Seitz: Ja, deshalb sind die Emittenten wohl auch am Jahresanfang gekommen und haben den Markt getestet. Der Markt ist aktuell sehr aufnahmebereit. Wenn das so bleibt, werden auch wieder Emittenten aus zyklischeren Branchen und schwächerer Bonität an den Markt kommen.

BOND MAGAZINE: Wenn sich die Konjunktur eintrübt, dann werden möglicherweise M&A-Aktivitäten zurückgestellt und das Kreditprofil der Emittenten verschlechtert sich im Idealfall gar nicht.

Zantke: Wenn Unternehmen sehen, dass es schwieriger wird, an den Markt zu kommen und dass es teurer wird, dann müssen solche Unternehmen – gerade Daueremittenten – wieder mehr Bondholder Value als Shareholder Value praktizieren. Aktienkaufprogramme werden reduziert oder eingestellt, Dividenden gekürzt oder gestrichen, Investitionen zurückgestellt und Schulden reduziert. Es gibt eine Phase, in der die Spreads rauslaufen, wie wir dies Ende 2018 gesehen haben. Dies ist aber auch deshalb eine Chance, interessante Investments zu tätigen – gerade bei relativ stabilen Branchen. Zudem werden die Zentralbanken einer weiteren konjunkturellen Eintrübung entgegnen und mehr Liquidität bereitstellen. Dies ist kein gutes Umfeld für Aktien, da die Gewinne eher zurückgehen werden und Shareholder Value wieder in den Hintergrund rückt. Es ist ein den Rahmenbedingungen entsprechend gutes Umfeld für Unternehmensanleihen, wenn auch auf einem nach wie vor niedrigen absoluten Zinsniveau.

BOND MAGAZINE: USD-Anleihen haben sich im vergangenen Jahr besser entwickelt als Euro-Anleihen. In Ihrem Global Credit Fonds haben Sie USD- und GBP-Anleihen höher gewichtet als Euro-Anleihen. Werden Sie die Gewichtung beibehalten und erwarten Sie auch für 2019 eine bessere Entwicklung von USD-Anleihen?

Zantke: Der Fonds Zantke Global Credit AMI ist grundsätzlich ein Fremdwährungsfonds. In Euro haben wir den Zantke Euro Corporate Bonds AMI und den Zantke Euro High Yield AMI. Der Zantke Global Credit investiert bewusst in Fremdwährungen. Er richtet sich auch an Anleger, die globaler diversifizieren wollen. Wir halten Dollar-Anleihen nach wie vor für deutlich attraktiver als Euro-Anleihen. Zum einen ist das Zinsniveau deutlich höher. Auch wenn die Spreads in Euro stärker gestiegen sind, haben wir teilweise deutlich höhere Spread-Niveaus in den USA. 3-jährige Fedex kamen in Dollar mit einer Rendite von 3,44%. Das finden wir sehr interessant, wir haben zudem kein hohes Durationsrisiko. Wir haben natürlich das Dollar-Risiko. Wenn die Zinsen in den USA zurückkommen, dann ist das grundsätzlich nicht positiv für den US-Dollar. Trotz des Umschwungs beim Thema Zinserhöhungen haben wir zuletzt keine massiv negative Entwicklung beim Dollar gesehen. Es gibt auf der anderen Seite eben auch erhebliche wirtschaftliche und politische Probleme im Euroraum bzw. in der EU. Wir sehen also eher eine Euroschwäche und einen Dollar, der vielleicht nicht mehr ganz so stark ist wie zuvor. Das wird sich wohl mehr oder weniger ausgleichen und der Anleger profitiert somit vom höheren Zinsniveau bei US-Dollar-Anleihen.

BOND MAGAZINE: Und in Dollar bekommen Sie Anleihen, die Sie in Euro nicht bekommen.

Zantke: Ja, das sowieso. Man hat damit natürlich auch eine breitere Diversifikation. Das müssen nicht grundsätzlich US-Emittenten sein. Wir bekommen ebenso US-Dollar-Anleihen von Emittenten aus dem Euroraum und erhalten hierfür in der Regel höhere Risikoaufschläge auf ein ohnehin schon höheres Zinsniveau.

BOND MAGAZINE: Wie fahren Sie die Duration in Ihren Fonds?

Zantke: Wir haben die Duration in allen Fonds mehr oder weniger deutlich zurückgefahren. Im Zantke Euro Corporate Bonds waren wir bei der durchschnittlichen Duration auch schon mal bei knapp 7 Jahren. Davon haben wir in den letzten Jahren auch profitiert. Im letzten Jahr und schon davor haben wir die Duration sukzessive zurückgefahren. Wir sind aktuell bei etwa 4,5 und liegen damit auch unter dem Vergleichsindex. Beim Zantke Global Credit liegen wir bei der Duration etwa bei 4,6, und auch hier liegt die Laufzeit beim Vergleichsindex deutlich höher. Wir sind im letzten Jahr also etwas defensiver geworden, auch was die Ratings und Nachranganleihen angeht. Dies ermöglicht es uns aber auch jetzt, das Risiko wieder etwas aufzubauen.

BOND MAGAZINE: Wie können Anleiheinvestoren in dem Marktumfeld positive Renditen erzielen?

Zantke: Wir haben kein negatives Bild für Unternehmensanleihen, dennoch werden die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Wir werden wohl auch keine massiven Spread-Einengungen sehen. Spielraum für fallende Zinsen ist auch kaum da – wo sollen die Zinsen bei Bundesanleihen noch hingehen, obwohl wir uns auch negative Zinsen im 10-jährigen Bereich vorstellen können. Die Zinsen sollten im Jahresverlauf also nicht weiter steigen und die Spreads dürften nicht weiter rauslaufen, dies jedoch eventuell unter hoher Volatilität. Damit sollten wir die durchschnittliche Rendite der Fonds erwirtschaften können, das ist im Global Credit rund 4,3%. Im Euro Corporate Bonds liegen wir bei etwa 1,7% und beim Zantke Euro High Yield bei etwa 4,0%. Wir denken, dass man das erwirtschaften kann und dass wir mit einer entsprechenden Outperformance die Kosten ausgleichen können. Die Gewinne der letzten Jahre werde man in diesem Jahr aber sehr wahrscheinlich nicht mehr erzielen.

Seitz: Die Kreditausfallraten sind nach wie vor sehr niedrig. Bei den rausgelaufenen Spreads gibt es wieder Chancen.

BOND MAGAZINE: Und in welchen Bereichen sehen Sie Chancen?

Zantke: Wir sehen in vielen Bereichen Chancen. Im Euro Investment Grade-Bereich ist viel passiert. Hier bieten sich Chancen. Wir sehen auch im USD im Investment Grade-Bereich Chancen. Bei europäischen Emittenten bekommt man wie erwähnt in US-Dollar teilweise höhere Spreads als in Euro. Umgekehrt bekommt man bei amerikanischen Emittenten in Euro teilweise höhere Spreads. Aber auch im High Yield-Bereich gibt es völlig ausgebombte Werte, wie z.B. Thomas Cook, die sicherlich auch ein gewisses Risiko haben. In all diesen Bereichen sehen wir Chancen, außer vielleicht im US-Dollar High Yield-Bereich. Da sollte man aufgrund des gestiegenen Kreditrisikos noch vorsichtig sein.

Das Interview führte Christian Schiffmacher, https://www.fixed-income.org/
(Foto: Dietmar Zantke © Zantke Asset Management)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.