Allgemeine Nutzungsbedingungen

Allgemeine Nutzungsbedingungen der Internet-Seite „www.bondinvest.eu“

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(2) Die Informationen werden von Steubing ausschließlich privaten Nutzern mit Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland zur Verfügung gestellt. Eine Nutzung des Internet-Auftritts durch professionelle Markteilnehmer ist ausgeschlossen.

(3) Als Betreiber des Internet-Auftritts ist Steubing gemäß § 5 des Telemediengesetzes („TMG“) für eigene Inhalte nach den allgemeinen Gesetzen verantwortlich. Die Inhalte der Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt.

§ 2 Hinweise zu den bereitgestellten Informationen

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Steubing rät dringend dazu, vor Anlageentscheidungen unabhängigen Rat von Anlage- und Steuerberatern einzuholen. Durch die Nutzung des Internet-Auftritts sowie des Ab-rufs der enthaltenen Informationen wird der Nutzer weder zum Kunden von Steubing, noch entstehen Steubing dadurch irgendwelche Verpflichtungen oder Verantwortlich-keiten diesem Nutzer gegenüber, insbesondere kommt kein Auskunftsvertrag zwischen Steubing und dem Nutzer dieser Internetseiten zustande.

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§ 4 Gewerbliche Schutzrechte

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§ 6 Sonstiges

(1) Diese Nutzungsbestimmungen unterliegen in sämtlichen Bestandteilen ausschließlich deutschem Recht.

(2) Sollten einzelne Bestimmungen dieser Nutzungsbedingungen rechtsunwirksam sein oder werden, so berührt dies nicht die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen.

Wissenswert.

Aktuelle Meldungen

26/06/19
VST BUILDING TECHNOLOGIES mit Vollplatzierung der Anleihe 2019/2024 mit 15 Mio. Euro

Die VST BUILDING TECHNOLOGIES AG, ein führender Anbieter von Technologielösungen für den Hochbau, hat ihre 7,00%-Anleihe 2019/2024 (ISIN DE000A2R1SR7) innerhalb der Zeichnungsfrist bis zum 25. Juni 2019 vollständig platziert. Das Zielvolumen von 15 Mio. Euro konnte somit realisiert werden. Davon entfielen rund 40 Prozent auf Zeichnungen vornehmlich von Privatanlegern im Rahmen des öffentlichen Angebots in Deutschland und Österreich. Darüber hinaus wurde durch den Umtausch von Schuldverschreibungen der bestehenden VST-Anleihe 2013/2019 (ISIN DE000A1HPZD0) in die Anleihe 2019/2024 ein Volumen von mehr als 10 Prozent der neuen Anleihe platziert. Die restlichen Stücke der VST-Anleihe 2019/2024 wurden im Rahmen einer Privatplatzierung gezeichnet.

Die VST-Anleihe 2019/2024 hat eine Laufzeit von fünf Jahren, bis zum 27. Juni 2024. Die erste Zinszahlung erfolgt am 28. Dezember 2019 und wird danach halbjährlich vorgenommen, jeweils am 28. Juni und 28. Dezember bis zum Laufzeitende. Voraussichtlich am 28. Juni 2019 wird der Bond im Freiverkehr (Open Market) der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet und ist dann börsentäglich handelbar.

VST wird den Emissionserlös zur Finanzierung des weiteren Unternehmenswachstum, für Investitionen und zur Optimierung bestehender Fremdkapitalstrukturen sowie für sonstige allgemeine Unternehmenszwecke verwenden.

Kamil Kowalewski, Vorstand der VST BUILDING TECHNOLOGIES AG, erläutert: "Wir freuen uns über die Vollplatzierung unserer neuen Anleihe und über das außerordentlich große Interesse an unserem Bond. Wir sehen dies als Zeichen des Vertrauens in die Perspektiven unserer Gesellschaft. Mit den Mitteln der Anleihe können wir nun unter anderem die vorhandenen Marktopportunitäten in der boomenden Bauwirtschaft für unser weiteres Unternehmenswachstum noch zügiger nutzen."

Über die VST BUILDING TECHNOLOGIES AG
Die VST BUILDING TECHNOLOGIES AG bietet innovative, patentgeschützte Technologielösungen für den Hochbau, die hauptsächlich im Wohnungs- und Hotelbau, aber auch bei Pflege- und Studentenheimen eingesetzt werden. Die VST-Technologie zeichnet sich durch überlegene ökonomische und ökologische Eigenschaften im Vergleich zur herkömmlichen Bauweise aus. Die Gesellschaft verfügt über eine breite Wertschöpfungskette: Diese reicht von der Projektplanung und Gebäudestatik über die Produktion der patentierten Verbundschalungstechnik-Elemente, wie Wände und Decken, im eigenen Werk sowie deren Lieferung, Montage und Ausbetonierung direkt auf der Baustelle. Auch übernimmt VST Kundenaufträge für den Rohbau sowie Engineeringleistungen bei Hochbauprojekten im deutschsprachigen Raum. Darüber hinaus lizensiert VST die patentierte Technologie für ausgewählte Regionen außerhalb der EU, liefert die dafür erforderlichen Werksanlagen und schult die Kunden im speziellen VST Planungs- und Produktions-Know-how. Die Mittelstandsanleihe der VST BUILDING TECHNOLOGIES AG (ISIN DE000A1HPZD0) ist im Basic Board der Frankfurter Wertpapierbörse und die VST-Aktie (ISIN AT0000A25W06) im Wiener Marktsegment direct market plus gelistet.

https://www.fixed-income.org/
(Foto: © VST BUILDING TECHNOLOGIES)

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An dieser Stelle möchten wir Sie auch auf den FINANZIERUNGSTAG für Immobilienunternehmen hinweisen, den das BOND MAGAZINE gemeinsam mit Der Immobilienbrief am 28. Juni 2019 bereits zum sechsten Mal im Hotel Jumeirah in Frankfurt veranstaltet. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Kapital suchende Immobilienunternehmen. Die diesjährigen Themenschwerpunkte sind:

Mezzanine-Finanzierung / Schuldscheindarlehen / Crowdfunding / Unternehmensanleihe / Eigenkapital / IPO / Neu: Digitalisierung bei der Immobilienfinanzierung / Neu: Green Bonds
https://www.finanzierungstag.com/
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Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

26/06/19
Marktkommentar Muzinich & Co: Das Verhalten in späten Kreditzyklen erfordert eine stärkere Konzentration auf die Fundamentaldaten

Michael McEachern, Head of Public Markets bei Muzinich & Co, kommentiert die gegenwärtige Lage an den Kreditmärkten.

„Die Kreditmärkte befinden sich derzeit in einem Spannungsfeld zweier gegensätzlicher Kräfte.

Anzeichen einer globalen Konjunkturabschwächung im zweiten Quartal sind insbesondere an bislang relativ isolierten Standorten oder Sektoren stärker zu spüren.

In den USA erwarten wir ein bescheideneres Wirtschaftswachstum als im ersten Quartal. Die Daten für den Dienstleistungssektor (PMI) blieben im Mai hinter den Erwartungen zurück und näherten sich den niedrigen Werten des verarbeitenden Gewerbes an. Auch die Schaffung von Arbeitsplätzen und das Lohnwachstum verlangsamten sich deutlich.

Andererseits übermitteln die Zentralbanken eine zurückhaltende Botschaft, die darauf hinweist, dass sie auf Anzeichen einer weiteren Verschlechterung reagieren werden. Der Markt rechnet derzeit mit Senkungen des Zinssatzes (Federal Funds Rate) um fast 100 Basispunkte in den kommenden 12 Monaten. Die Fed hat diese Erwartungen nichts entgegengestellt und damit den Bullenmarkt für Staatsanleihen untermauert.

In der Zwischenzeit hat der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, eine Verlängerung seinen Prognosen zu möglichen Zinserhöhungen (Forward Guidance) bis Mitte 2020 angekündigt. Damit hat er die Tür für mehrere mögliche Maßnahmen offengelassen, die die EZB bei Bedarf ergreifen könnte – einschließlich der Wiederaufnahme des Anleihen-Kaufprogramms, das Anfang dieses Jahres unterbrochen wurde.

Das makroökonomische Umfeld befindet sich in einer späten Phase des Kreditzyklus und ist unsicher. Unserer Ansicht nach lässt dies den Anlegern wenig Spielraum für Nachlässigkeit bei Unternehmen mit Bilanzvolatilität. Die Tail-Risiken sind nach wie vor hoch. In dieser Situation sollten insbesondere Unternehmen mit Investment Grade-Ratings, die den Verschuldungsgrad in den letzten Jahren deutlich gesteigert haben, künftig konservativer vorgehen.

Dieser Ansatz sollte die anhaltende Unterstützung durch die Investoren sicherstellen und ambitioniertere Bewertungen rechtfertigen. Wir haben keinen Zweifel daran, dass es viele Hebel gibt, um das Vertrauen der Anleger zu wahren. In so unsicheren Zeiten werden die Märkte aber wahrscheinlich jede Abweichung von Plänen zum Schuldenabbau hinterfragen.

Aus technischer Sicht sind die Kreditmärkte nicht mehr unterversorgt. Die Bruttoemissionen sind in den letzten Wochen gestiegen und liegen nicht mehr unter dem Vorjahresniveau. Die Mittelzuflüsse in die Kreditmärkte sind im vergangenen Monat teilweise gestoppt worden. Und obwohl es inzwischen wieder Zuflüsse gibt, zeigt sich, wie empfindlich die Nachfrage auf konjunkturelle Volatilität reagiert.

Unseres Erachtens erreichten die Bewertungen im Mai ein attraktives Niveau, das viele Anleger zum Einstieg nutzten. Im Zuge dessen investierten sie einen Teil ihrer Cash-Positionen, die während des Ausverkaufs Ende 2018 aufgelaufenen waren.

Die Streuung auf den Kreditmärkten ist jedoch nach wie vor spürbar und zeigt, wie selektiv Anleger beim Kauf niedrigerer Bewertungen vorgehen. Dies unterstreicht die Bedeutung der Auswahl einzelner Titel.

Die Rally Anfang Juni hebt die Notwendigkeit hervor, Portfolios so zu investieren, dass Risikoprämien vereinnahmt und mögliche Kursanstiege nach Marktrücksetzern mitgenommen werden können. Gleichzeitig sollten Portfolios jedoch weiterhin Emittenten mit soliden Cashflows und robusten Bilanzen bevorzugen, die vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Spannungen in volatilen Zeiten einen gewissen Schutz bieten dürften.

Dies ermutigt uns, Kreditengagements mit einer gewissen Vorsicht zwischen Investment rade- und Hochzinssegment auszubalancieren und gleichzeitig die Zinsduration durch hochwertige Kredite und liquide Instrumente aktiv zu steuern.“

https://www.fixed-income.org/
(Foto: Michael McEachern © Muzinich & Co)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

25/06/19
VST BUILDING TECHNOLOGIES AG: 7,00%-Anleihe ist voll platziert

Die Zeichnungsfrist für die neue Unternehmensanleihe der VST BUILDING TECHNOLOGIES AG (ISIN DE000A2R1SR7), einem führenden Anbieter von Technologielösungen für den Hochbau, wurde heute plangemäß beendet. Die 5-jährige Anleihe hat einen Kupon von 7,00% p.a. Gut informierten Kreisen zufolge wurde das maximale Emissionsvolumen von 15 Mio. Euro voll platziert.

Eine ausführliche Analyse zur neuen VST-Anleihe ist auf folgender Website zu finden:
https://www.fixed-income.org/index.php?id=51&tx_ttnews%5Btt_news%5D=9018&cHash=34deb2d7dcc451473e7bf3ed6164a384

Eckdaten der neuen VST-Anleihe

Emittent

VST BUILDING TECHNOLOGIES AG

Kupon

7,00% p.a. (halbjährliche Zinszahlung)

Zeichnungsfrist

11.06.-25.06.2019

Umtauschfrist für VST-Anleihe 2013/19

11.06.-25.06.2019

Laufzeit

bis 27.06.2024 (5 Jahre)

WKN / ISIN

A2R1SR / DE000A2R1SR7

Emissionsvolumen

bis zu 15 Mio. Euro

Listing

Open Market

Internet

www.vstbuildingtechnologies.com


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An dieser Stelle möchten wir Sie auch auf den FINANZIERUNGSTAG für Immobilienunternehmen hinweisen, den das BOND MAGAZINE gemeinsam mit Der Immobilienbrief am 28. Juni 2019 bereits zum sechsten Mal im Hotel Jumeirah in Frankfurt veranstaltet. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Kapital suchende Immobilienunternehmen. Die diesjährigen Themenschwerpunkte sind:

Mezzanine-Finanzierung / Schuldscheindarlehen / Crowdfunding / Unternehmensanleihe / Eigenkapital / IPO / Neu: Digitalisierung bei der Immobilienfinanzierung / Neu: Green Bonds
https://www.finanzierungstag.com/
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Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

25/06/19
Ekosem-Agrar: Pünktlich zur Anleiheemission wieder mit großen Plänen, doch beim Ergebnis sollte man genau hinsehen, bedenkliche Eigenkapitalquote

Die Ekosem-Agrar AG, deutsche Holdinggesellschaft der auf Milchproduktion in Russland ausgerichteten Unternehmensgruppe EkoNiva, hat ihre Anfang Juni 2019 veröffentlichten vorläufigen Umsatz- und Ertragszahlen für das Geschäftsjahr 2018 bei den wesentlichen Kennzahlen pünktlich zur Anleiheemission noch leicht übertroffen. Der Umsatz wuchs um 40% auf 244,9 Mio. Euro (Vj. 174,6 Mio. Euro). Die Betriebsleistung (Umsatz zuzüglich der Wert- und Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie biologischen Vermögenswerten und sonstige betriebliche Erträge) stieg bereinigt um einmalige sogenannte Lucky Buy Effekte aus Akquisitionen deutlich um rund 74% auf 376,5 Mio. Euro (Vj. bereinigt 216,8 Mio. Euro). Das bereinigte Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) verbesserte sich um 67 % auf rund 116,1 Mio. Euro (Vj. bereinigt 69,5 Mio. Euro). Das bereinigte Konzernergebnis verzeichnete einen deutlichen Zuwachs um 149% von 7,5 Mio. Euro auf 18,7 Mio. Euro. Doch tatsächlich ist das Konzernergebnis von den im letzten Jahr stolz gemeldeten 36,8 Mio. Euro auf 19,7 Mio. Euro zurückgegangen.

Die Bilanzsumme erhöhte sich von rund 940 Mio. Euro zum Ende des letzten Geschäftsjahres auf 1,36 Mrd. Euro am 31. Dezember 2018. Grund dafür ist nach Unternehmensangaben primär der deutliche Ausbau der Rohmilchproduktion durch den Bau weiterer Milchviehanlagen. Die Finanzverbindlichkeiten, größtenteils bestehend aus subventionierten Bankdarlehen, beliefen sich auf rund 808 Mio. Euro (31.12.2017: 554,3 Mio. Euro). Das Eigenkapital stieg von 165,0 Mio. Euro auf knapp 175 Mio. Euro. Dies entspricht einer schwachen Eigenkapitalquote von 12,9% (31.12.2017: 17,5%).

https://www.fixed-income.org/
(Foto: © Ekosem-Agrar)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

25/06/19
Ekosem-Agrar: Pünktlich zur Anleiheemission wieder mit großen Plänen, bedenkliche Eigenkapitalquote

Die Ekosem-Agrar AG, deutsche Holdinggesellschaft der auf Milchproduktion in Russland ausgerichteten Unternehmensgruppe EkoNiva, hat ihre Anfang Juni 2019 veröffentlichten vorläufigen Umsatz- und Ertragszahlen für das Geschäftsjahr 2018 bei den wesentlichen Kennzahlen pünktlich zur Anleiheemission noch leicht übertroffen. Der Umsatz wuchs um 40% auf 244,9 Mio. Euro (Vj. 174,6 Mio. Euro). Die Betriebsleistung (Umsatz zuzüglich der Wert- und Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie biologischen Vermögenswerten und sonstige betriebliche Erträge) stieg bereinigt um einmalige sogenannte Lucky Buy Effekte aus Akquisitionen deutlich um rund 74% auf 376,5 Mio. Euro (Vj. bereinigt 216,8 Mio. Euro). Das bereinigte Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) verbesserte sich um 67 % auf rund 116,1 Mio. Euro (Vj. bereinigt 69,5 Mio. Euro). Das bereinigte Konzernergebnis verzeichnete einen deutlichen Zuwachs um 149% von 7,5 Mio. Euro auf 18,7 Mio. Euro. Doch tatsächlich ist das Konzernergebnis von den im letzten Jahr stolz gemeldeten 36,8 Mio. Euro auf 19,7 Mio. Euro zurückgegangen.

Die Bilanzsumme erhöhte sich von rund 940 Mio. Euro zum Ende des letzten Geschäftsjahres auf 1,36 Mrd. Euro am 31. Dezember 2018. Grund dafür ist nach Unternehmensangaben primär der deutliche Ausbau der Rohmilchproduktion durch den Bau weiterer Milchviehanlagen. Die Finanzverbindlichkeiten, größtenteils bestehend aus subventionierten Bankdarlehen, beliefen sich auf rund 808 Mio. Euro (31.12.2017: 554,3 Mio. Euro). Das Eigenkapital stieg von 165,0 Mio. Euro auf knapp 175 Mio. Euro. Dies entspricht einer schwachen Eigenkapitalquote von 12,9% (31.12.2017: 17,5%).

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(Foto: © Ekosem-Agrar)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

25/06/19
Carmignac ernennt Justin Kew zum Sustainability Manager und verstärkt sein SRI-Engagement

Carmignac gibt die Ernennung von Justin Kew (36), CFA, zum Sustainability Manager bekannt. Kew wird von London heraus an Sandra Crowl, Stewardship Manager und Mitglied des Investmentkomitees berichten.

Die Ernennung steht im Einklang mit Carmignacs Werten und dem Commitment, weiterhin langfristige und nachhaltige Investitionen für seine Kunden zu tätigen. Der ESG-Ansatz ist fest in Carmignacs Investmentprozess integriert und wird für mehr als 90 Prozent des gesamten verwalteten Vermögens angewendet. Dazu zählen auch drei SRI-Label-Fonds. Carmignac ist bestrebt, die Kundenbedürfnisse nach nachhaltigen Ansätzen zu erfüllen. Das beinhaltet durch kohlenstoffarme Emissionen zur Energiewende beizutragen und allen Stakeholdern der Unternehmen, in die man investiert, einen Mehrwert zu liefern.

In dieser neu geschaffenen Funktion wird Justin Kew als Kompetenzzentrum für das Investment-Team fungieren. Er wird für die Weiterentwicklung des ESG-Anlageprozesses und -rahmens, die Durchführung von Recherchen und die Entwicklung von Anlagelösungen inklusive Impact-Investitionen zuständig sein. Darüber hinaus wird Kew Carmignacs derzeitiges Engagement in diesem Bereich sowie verschiedene Brancheninitiativen unterstützen.

Sandra Crowl, Stewardship Manager und Mitglied des Investmentkomitees bei Carmignac, sagt: „Wir freuen uns, Justin in unserem Team willkommen zu heißen. Seine Erfahrung und Kompetenz in allen Bereichen sozial verantwortlichen Investierens wird der Schlüssel zur Weiterentwicklung unserer SRI-Fondspalette sein. Mit Justin und dem Rest des Carmignac-Teams sind wir damit noch besser aufgestellt, um uns um die Vermögenswerte unserer Kunden und ihre Entscheidungen im Bereich Nachhaltigkeit zu kümmern."

Justin Kew kommt von Fidelity International, wo er als Senior ESG-Analyst für die Integration von ESG-Daten in den Investmentanalyseprozess und das Portfoliomanagement verantwortlich war. Davor war Justin für J.P. Morgan Asset Management im Bereich Sustainable Investment und Product Management tätig.

https://www.green-bonds.com/
(Foto:
Justin Kew @ Carmignac)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

25/06/19
Nachhaltigkeitsfonds VSREE öffnet sich für neues Kapital

Quadoro Investment GmbH, die Kapitalverwaltungsgesellschaft des offenen Spezial-AIF Vontobel Sustainable Real Estate Europe (VSREE), hat am 21. Juni 2019 das 7. Closing des Fonds eröffnet. Nach einer erfolgreichen Investitionsphase wurde das 6. Closing mit dem Erwerb einer Büroimmobilie in Finnland abgeschlossen. Aufgrund des guten Netzwerkes und der gewählten Investitionsländer konnten die Eigenkapitalzusagen wiederum zügig abgerufen und investiert werden.

Der offene Spezialfonds VSREE umfasst mittlerweile 18 Immobilien in 6 Ländern mit einem Investitionsvolumen von rund 320 Mio. Euro.

Der Fonds verfolgt eine konservative, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Anlagestrategie mit Blick auch auf so­genannte Hidden Champions. Die aktuelle Rendite vom 1. Januar bis zum 31. Mai 2019 beläuft sich auf 6,7%. Die zu erwartende Ausschüttung für das laufende Geschäftsjahr wird deutlich über 5 % liegen.

Michael Denk, Geschäftsführer der Quadoro Investment GmbH, zur Eröffnung des Closings: „Die Performance des Fonds bestätigt unsere Anlagestrategie. Aufgrund der guten Marktkontakte stehen die Ankäufe stets in Einklang mit der Einwerbung des Eigenkapitals.“

https://www.green-bonds.com/
(Foto: Quadoro Offenbach @ Quadoro Investment GmbH)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

24/06/19
Ekosem-Agrar: Wieder FK statt EK

Die Ekosem-Agrar AG, deutsche Holdinggesellschaft der auf Milchproduktion in Russland ausgerichteten Unternehmensgruppe EkoNiva, plant die Emission einer Unternehmensanleihe im Volumen von bis zu 100 Mio. Euro. Ziel des Managements ist es, in einem günstigen Zinsumfeld frühzeitig die mittel- bis langfristig ausgerichtete Finanzierungsstruktur zu sichern und weiter zu optimieren.

Die neue Anleihe ist mit einem Zinssatz von 7,50% ausgestattet. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre. Die Emission wird im Wege eines öffentlichen Angebots in Luxemburg und Deutschland, insbesondere über die Zeichnungsfunktionalität der Börse Stuttgart sowie via Privatplatzierung bei institutionellen Investoren erfolgen. Das öffentliche Angebot erfolgt auf Basis eines Wertpapierprospekts, dessen Billigung durch die Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF), Luxemburg, in Kürze erwartet wird.

Die geplante Unternehmensanleihe soll auch ein freiwilliges Umtauschangebot für die Investoren der im Jahr 2021 fälligen Ekosem-Agrar Anleihe I (WKN: A1MLSJ / ISIN: DE000A1MLSJ1) mit einem Volumen von 50 Mio. Euro beinhalten. Die das Umtauschangebot annehmenden Gläubiger der Ekosem-Agrar Anleihe I erhalten für jede eingetauschte Anleihe I eine neue Anleihe 2019/2024 zuzüglich einer Barzahlung, die sich aus einer Umtauschprämie von 25,00 Euro sowie den anteiligen Stückzinsen zusammensetzt. Darüber hinaus wird ihnen eine Mehrerwerbsoption für die Anleihe 2019/2024 eingeräumt. Die Zeichnungsfrist für das öffentliche Angebot sowie die Umtauschfrist laufen voraussichtlich vom 28. Juni bis zum 26. Juli 2019.

Die zusätzlichen Mittel aus der Anleiheemission sollen zur Finanzierung des Kaufs von Agrarbetrieben und landwirtschaftlichen Flächen eingesetzt werden.

Noch am 31.07.2018 hatte die Gesellschaft bekannt gegeben die Rechtsform in Aktiengesellschaft zu ändern. „Der Rechtsformwechsel wurde mit dem Ziel verabschiedet, die Flexibilität des Unternehmens bei der zukünftigen Wachstumsfinanzierung zu erhöhen. In diesem Zusammenhang hat das Management neben weiteren Finanzierungsoptionen mit den Vorbereitungen für einen Börsengang begonnen.“

https://www.fixed-income.org/
(Foto: © Ekosem-Agrar)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

24/06/19
Deutscher Mittelstandsanleihen Fonds hat 1,5 Mio. Euro der 7,00% VST-Anleihe gezeichnet

Der Deutscher Mittelstandsanleihen Fonds hat nach eigenen Angaben für 1,5 Mio. Euro die neue Anleihe der VST BUILDING TECHNOLOGIES AG gezeichnet. Dies entspricht 10% des Emissionsvolumens.

Eine ausführliche Analyse zu VST-Anleihe ist auf folgender Website zu finden:
https://www.fixed-income.org/index.php?id=51

Eckdaten der neuen VST-Anleihe

Kupon

7,00% p.a. (halbjährliche Zinszahlung)

Zeichnungsfrist

11.06.-25.06.2019

Umtauschfrist für VST-Anleihe 2013/19

11.06.-25.06.2019

Laufzeit

bis 27.06.2024 (5 Jahre)

WKN / ISIN

A2R1SR / DE000A2R1SR7

Emissionsvolumen

bis zu 15 Mio. Euro

Listing

Open Market

Internet

www.vstbuildingtechnologies.com

(Foto: © VST BUILDING TECHNOLOGIES AG)
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An dieser Stelle möchten wir Sie auch auf den FINANZIERUNGSTAG für Immobilienunternehmen hinweisen, den das BOND MAGAZINE gemeinsam mit Der Immobilienbrief am 28. Juni 2019 bereits zum sechsten Mal im Hotel Jumeirah in Frankfurt veranstaltet. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Kapital suchende Immobilienunternehmen. Die diesjährigen Themenschwerpunkte sind:

Mezzanine-Finanzierung / Schuldscheindarlehen / Crowdfunding / Unternehmensanleihe / Eigenkapital / IPO / Neu: Digitalisierung bei der Immobilienfinanzierung / Neu: Green Bonds
https://www.finanzierungstag.com/
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Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

24/06/19
DEAG Deutsche Entertainment stockt Anleihe 2018/23 um 5 Mio. Euro auf, Emissionspreis voraussichtlich 103,50%

Die im Prime Standard notierte DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft (DEAG), Berlin, ISIN: DE000A0Z23G6, Ticker: ERMK, gibt bekannt, dass sie aufgrund der sehr positiven Resonanz bei institutionellen Investoren auf die neuen Schuldverschreibungen der Anleihe 2018/2023 das Orderbuch bereits heute Nachmittag um 16:30 Uhr und damit früher als angekündigt schließen wird. Die DEAG hatte heute früh bekannt gegeben ihre Anleihe 2018/2023 (ISIN: DE000A2NBF25) im Rahmen einer Privatplatzierung um 5 Mio. Euro aufzustocken und das Orderbuch am Dienstag, den 25.06.2019 zu schließen. Der Ausgabekurs der neuen Schuldverschreibungen liegt voraussichtlich bei 103,50% (±0,25%-Punkte). Pricing und Allokation werden morgen, Dienstagvormittag, 25.06.2019 erfolgen.

Die mit einem jährlichen Coupon von 6,00% verzinsten Anleihe umfasst nach erfolgreicher Aufstockung ein Gesamtvolumen von 25 Mio. Euro. Der Emissionserlös dient der Wachstumsfinanzierung in den Kernmärkten bei gleichzeitiger Diversifizierung der Finanzierungsstruktur. Prof. Peter Schwenkow, Vorstandsvorsitzender der DEAG, kommentiert: "Die Resonanz auf unsere Anleihe seit Oktober 2018 ist sehr positiv, das Papier notiert deutlich über par. Mit der Aufstockung auf das bereits in der Dokumentation festgelegte Maximalvolumen von 25 Mio. Euro bedienen wir nun die sehr hohe Nachfrage institutioneller Investoren. Gleichzeitig stärken wir unsere Position zusätzlich, um unsere profitable Wachstumsstrategie weiter voranzutreiben." Zuletzt hatte sich die Gesellschaft etwa an C² CONCERTS, I-Motion GmbH sowie der Schweizer Unternehmensgruppe von Michael Drieberg beteiligt und sich damit Zugang zu weiteren attraktiven Märkten verschafft.

Die neuen Schuldverschreibungen werden nach Ablauf einer Übergangsfrist von 40 Tagen mit den bestehenden Anleihen zusammengefasst. Für die Platzierung hatte die Gesellschaft die IKB Deutsche Industriebank AG, Düsseldorf ("IKB") mandatiert, die bereits die Emission im Oktober 2018 begleitet hat.

Über DEAG
Die DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft (DEAG) ist ein führender Entertainment-Dienstleister und Anbieter von Live-Entertainment in Europa und mit Konzerngesellschaften in ihren Kernmärkten präsent. DEAG produziert und veranstaltet profitabel ein breites Spektrum an Events und Konzerten. Als Live-Entertainment-Dienstleister mit integriertem Geschäftsmodell verfügt DEAG über umfassende Expertise in der Organisation, Vermarktung und Durchführung von Events sowie im Ticketvertrieb über die eigene Ticketing-Plattform "MyTicket" für eigenen und Dritt-Content. Das hoch skalierbare Geschäftsmodell von MyTicket stärkt die DEAG auf ihrem Weg zu steigender Profitabilität. Rund 4.000 Konzerte und Events führt DEAG pro Jahr durch und setzt dabei aktuell über 5 Mio. Tickets um – davon ein beständig wachsender Anteil über die ertragsstarken Ticketing-Plattformen von MyTicket.

Gegründet 1978 in Berlin und börsennotiert seit 1998, umfassen die Kern-Geschäftsfelder der DEAG die Bereiche Rock/Pop, Classics & Jazz, Family-Entertainment sowie Arts+Exhibitions. Insbesondere Family-Entertainment und Arts+Exhibitions sind elementare Bausteine für die Weiterentwicklung des eigenen Contents. Mit ihrem starken Partnernetzwerk ist DEAG hervorragend im Markt als international tätiger Live-Entertainment-Dienstleister positioniert.

Die Aktien der DEAG (ISIN: DE000A0Z23G6 | WKN: A0Z23G | ERMK) notieren im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse, dem Qualitätssegment der Deutschen Börse.

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(Foto: © DEAG Deutsche Entertainment AG)

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24/06/19
Dream Global REIT platziert 7-jährige Anleihe mit einem Kupon von 1,75%

Dream Global REIT hat eine 7-jährige Anleihe mit einem Volumen von 300 Mio. Euro und einem Kupon von 1,75% platziert. Die Anleihe wurde von der Finanzierungstochter Dream Global REIT I S.à r.l. begeben und soll an der Börse Dublin gelistet werden. Closing und Settlement erfolgen am 28.06.2019.

Der Emissionspreis des Dream Global REIT Bond wurde mit 99,083% festgesetzt, die Rendite zur Endfälligkeit (YTM) beträgt entsprechend 1,891%. Die Anleihe hat eine Stückelung von 100.000 Euro. Moody´s hatte das Rating von Dream Global REIT von Baa2 auf Baa3 heraufgestuft. Morgan Stanley hat die Transaktion als Sole Lead Manager begleitet.

Die kanadische Dream Global REIT investiert vorwiegend in deutsche und niederländische Büroimmobilien.

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(Foto: © pixabay)

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19/06/19
Verbesserte Fundamentaldaten unterstützen Unternehmensanleihen aus Schwellenländern

„Nach dem Kursfeuerwerk der ersten fünf Monate, in denen in US-Dollar denominierte Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern durchschnittlich über sieben Prozent Kurszuwächse erzielten (für Euro-Anleger waren es nach Hedgekosten mehr als fünf Prozent), sind Investoren aktuell nun etwas vorsichtiger eingestellt. Das ist wenig verwunderlich, denn das Makrobild hat sich aus Anlegersicht eingetrübt. Genannt seien die inverse Zinskurve in den USA, der Handelskonflikt zwischen den USA und China, dessen Ausgang offener denn je erscheint, sowie sinkende konjunktursensitive Rohstoffpreise und Schwellenländerwährungen. Zwar stellt dieses Makrobild auch für die Anlageklasse der Emerging Market Corporates keine Unterstützung dar, doch dafür haben sich die Fundamentaldaten der Unternehmen stark verbessert. Dies widerspiegelt sich besonders eindrücklich bei der Nettoverschuldung und den Liquiditätsreserven. Schon bisher waren Unternehmen aus Schwellenländern in einer sehr guten finanziellen Verfassung, denn ihre Verschuldung ist im Durchschnitt niedriger als die von Unternehmen aus Industrieländern.

Im vergangenen Jahr ging die Schere hier nun noch weiter auseinander. Die Verschuldungsquote von US-Unternehmen verharrte auf hohem Niveau, während jene von Schwellenländerfirmen deutlich zurückging. Letztere liegt per Ende 2018 nur noch beim Faktor 1,5, der sich durch die Nettoschulden im Verhältnis zum bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) ergibt. Dies entspricht nicht nur einem Rückgang von 0,6 im Vergleich zum Vorjahr, sondern auch einem Niveau, welches um den Faktor eins tiefer ist als bei US-Unternehmen (1,5 gegenüber 2,5). Aus Investorensicht werten wir es als sehr positiv, dass sich der Verschuldungsgrad in jedem größeren Schwellenland – außer in Indien – verringert hat. Die Ertragskraft von Schwellenländerunternehmen, die sich außer bei den Versorgern in jedem Sektor verbesserte, unterstreicht ihre Robustheit. Generelle Marktrückschläge sollten die Anleihen dieser qualitativ hochwertigen Unternehmen entsprechend besser abfedern können. Trotz dieser vorteilhaften Fundamentaldaten bieten beispielsweise Investment-Grade-Anleihen aus den Emerging Markets einen attraktiven Risikoaufschlag von 187 Basispunkten, also knapp zwei Prozent. Währenddessen erhalten Anleger für das Halten europäischer Firmenanleihen, bei denen das Zinsniveau deutlich niedriger liegt als bei ihren Pendants aus den USA, nur einen Aufschlag von 121 Basispunkten (Stand 17.6.2019).

Aktuell sind wir aufgrund des Handelsstreits in Technologienamen untergewichtet, insbesondere solche aus China und auch einigen anderen asiatischen Ländern, die Bauteile an chinesische Hersteller liefern. Dasselbe gilt für die Sektoren Metalle & Bergbau sowie Energie, die unter fallenden Industriemetall- beziehungsweise Ölpreisen leiden. Dagegen favorisieren wir derzeit defensive Titel aus den Bereichen Basiskonsum, Finanzen und Versorger. Auf Länderebene sind wir bei Investments in der Türkei eher vorsichtig. Zwar ergeben sich bei den Corporates auch Opportunitäten, aber aufgrund der immensen Herausforderungen im Land, darunter schwindende Währungsreserven, hohe Abhängigkeit von ausländischem Kapital, Verletzlichkeit bei Währungsvolatilität und politische Unwägbarkeiten, überwiegen die Risiken und eine defensive Positionierung erscheint sinnvoll. Generell bleiben Emerging Market Corporates aufgrund ihres besseren Rendite-/Risiko-Profils gegenüber europäischen und US-Pendants ein langfristig wichtiger Portfolio-Baustein. Dies sollten Investoren trotz einer sich häufiger drehenden Risikowahrnehmung bei zahlreichen Marktteilnehmern stets vor Augen führen.“

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(Foto: Hannes Boller © Fisch Asset Management)

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19/06/19
Fidelity International lanciert eigene Nachhaltigkeitsratings

Fidelity International weitet sein globales Research mit neu eingeführten eigenen Nachhaltigkeitsratings aus. Die Ratings umfassen das von Fidelity analysierte Aktien- und Rentenuniversum mit über 3.000 Emittenten.

Die Nachhaltigkeitsratings basieren auf dem umfangreichen Research von Fidelity sowie Erkenntnissen aus dem kontinuierlichen Dialog mit Firmenentscheidern. Damit ermöglichen die Ratings zukunftsbezogene Einschätzungen zu ESG-Strategien und -Leistungen von Unternehmen. Das Anlageuniversum wird dabei in 99 Teilsektoren untergliedert, um branchenspezifische Kriterien einfließen zu lassen. Anhand dieser werden die Emittenten mit ihren Wettbewerbern verglichen, wobei die vergebenen Ratings von A bis E reichen.

Marty Dropkin, Leiter des globalen Anleihe-Research bei Fidelity International, kommentiert: „Zu beurteilen, wie gut ein Unternehmen den Bedürfnissen seiner Interessengruppen im weitesten Sinne gerecht wird, ist wesentlicher Bestandteil unseres Anlageprozesses. Der logische nächste Schritt war eigene Nachhaltigkeitsratings zu entwickeln, die zu unserem fundamentalen „bottom-up“ basierten Research-Prozess passen und die Erkenntnisse unserer zahlreichen Unternehmenskontakte integrieren.“

Ned Salter, Leiter des Aktien-Research bei Fidelity International, ergänzt: „Die Stärke unserer proprietären Ratings liegt darin, dass wir die Erkenntnisse unseres Aktien- und Renten-Researchs sowie der ESG-Teams, Portfoliomanager und Analysten in die Analyse integrieren. Damit können wir unseren Kunden eine zukunftsgerichtete Einschätzung der Faktoren bieten, die sich auf die ESG-Bilanz eines Unternehmens und seine künftige Entwicklung auswirken.“

Den Fidelity-Nachhaltigkeitsratings liegen die Beurteilungen von über 180 Aktien- und Rentenanalysten zugrunde, die pro Jahr an mehr als 16.000 Meetings mit Firmenentscheidern teilnehmen. Die Ratings werden jährlich oder nach einer Änderung der Firmenpolitik sowie einem außergewöhnlichen Unternehmensereignis auf den Prüfstand gestellt. Fidelity hat die proprietären Nachhaltigkeitsratings umfassend in den Anlageprozess integriert. Sie stehen allen Fidelity-Anlageteams als zusätzliche Informationsquelle und Unterstützung bei Anlageentscheidungen für die Kundenportfolios zur Verfügung.

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(Foto: Marty Dropkin © Fidelity International)

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18/06/19
Immobilienbestandshalter MOREH GmbH & Co. KG plant Anleiheemission

Die M Objekt Real Estate Holding GmbH & Co. KG (MOREH), ein Bestandshalter mit Fokus auf Gewerbeimmobilien und Tochterunternehmen der Munitor Gruppe, plant die Emission einer Unternehmensanleihe. Geographisch konzentriert sich das Unternehmen auf westdeutsche Ballungszentren. MOREH besitzt und verwaltet sieben Immobilien mit einem Verkehrswert von insgesamt rund 77 Mio. Euro. Zum Portfolio gehört unter anderem das Outletcenter Wadgassen mit einer Nutzfläche von 6.550 qm, ein Fachmarktzentrum in Darmstadt mit einer Nutzfläche von 6.692 qm und ein Bürogebäude im Raum Kaiserslautern mit einer Nutzfläche von 20.198 qm. Insgesamt verfügt das Immobilienportfolio über eine Nutzfläche von rund 48.000 qm und eine hohe Vermietungsquote von rund 96%. Die Objekte sind breit diversifiziert über Immobilienklassen, Mieterstrukturen und Standorte hinweg. Zu den Mietern gehören namhafte Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen, wie z.B. die Commerzbank, Rewe, Deutsche Telekom, Lidl und Esprit sowie das Ministerium für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz.

Im Jahr 2019 rechnet MOREH mit einer Gesamtleistung von 5,5 Mio. Euro, einem operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 4,7 Mio. Euro und einem positiven Free-Cashflow. Für die kommenden Jahre sieht die Gesellschaft weiteres Steigerungspotenzial mit dem vorhandenen Portfolio.

Patrick Müller, Geschäftsführer der Munitor Gruppe in zweiter Generation und der MOREH: "Mit der geplanten Anleiheemission öffnet sich die Munitor Gruppe dem Kapitalmarkt. Dafür haben wir in der MOREH ein hochwertiges und Cashflow-starkes Immobilienportfolio gebündelt und wollen Kapital aus der Aufbauphase refinanzieren. Dafür werden wir Anlegern einen attraktiven Zinssatz und umfangreiche Sicherheiten bieten."

Als Teil der Munitor Gruppe profitiert die MOREH über jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung, dem Kauf und der Verwaltung von Gewerbeimmobilien. Die in Saarbrücken ansässige Munitor Gruppe hat seit der Gründung im Jahr 1982 erfolgreich Projekte im Gesamtwert von mehr als 500 Mio. Euro entwickelt. Heute ist das Familienunternehmen mit rund 100 Mitarbeitern in den Geschäftsbereichen Projektentwicklung, Asset- und Property-Management sowie Center-Management aktiv. In den vergangenen Jahren wurden neben zahlreichen Handelsimmobilien unter anderem Hotels, studentische Wohnanlagen und Kongresscenter, aber auch Projekte im Rahmen von Public Private Partnership (PPP) erfolgreich realisiert. Daneben hat Munitor ein Bestandsportfolio mit einem Wert von rund 200 Mio. Euro aufgebaut von dem jetzt ein Teil in der MOREH gebündelt wurde.

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(Foto:
© MOREH)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

18/06/19
Marjan Galun wird Geschäftsführer der BayernInvest

Marjan Galun, bisher Generalbevollmächtigter, wurde zum 15. Juni 2019 zum Geschäftsführer der BayernInvest bestellt. In seiner neuen Funktion verantwortet er das Master-KVG-Geschäft, Risikomanagement, Steuern und Recht sowie die Tochtergesellschaft BayernInvest Luxembourg S.A. Marjan Galun ist bei der BayernInvest bereits seit 18 Jahren in leitenden Fach- und Führungspositionen tätig. Er verfügt über eine langjährige Erfahrung und Expertise im Master-KVG-Geschäft.

Für ihre Kunden bündelt die BayernInvest deren Investmentvermögen effizient und transparent auf der Plattform einer Master-KVG. „Wir legen für institutionelle Anleger optimale Fondsstrukturen auf und administrieren sie aus einer Hand“, sagt Marjan Galun. Das Angebot umfasst den gesamten Back- und Middle-Office-Bereich mit einem individuellen und aussagekräftigen Reporting über alle Assetklassen, Fondsstrukturen und Direktbestände.

Im Fokus: Innovatives Nachhaltigkeitsreporting
„Allen Bestands- und Neukunden bieten wir seit kurzem ein automatisiertes Nachhaltigkeitsreporting ohne zusätzliche Kosten“, betont Marjan Galun. Es zeigt die Nachhaltigkeitsqualität eines Portfolios mit einem Scoring-Modell auf einer Skala von 0 bis 10.  Der ESG*-Score wird mit einer Peergroup und einem Anlageuniversum verglichen. Auf einen Blick sichtbar sind das Gesamt-portfolio-Rating sowie der jeweils positive und negative Beitrag von Aktien- und Rententiteln zum Gesamtrating. Zusätzlich werden kontroverse Geschäftsfelder und -praktiken sowie Verstöße gegen die UN Global Compact Prinzipien aufgelistet. Das ESG-Reporting der BayernInvest ermöglicht ihren Kunden, nachhaltige Kriterien in der gesamten Wertschöpfungskette – im Asset Management, in der Administration und im Reporting – zu integrieren.

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(Foto: Marjan Galun © BayernInvest

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

18/06/19
BayWa platziert Green Bond

Die BayWa AG, München, hat die Emission ihres ersten Green Bonds erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt wurde ein Volumen in Höhe von 500 Mio. Euro bei nationalen und internationalen institutionellen Investoren platziert. Es handelt sich um die erste Green Bond Transaktion in Benchmark Größe (500 Mio. Euro) eines Unternehmens ohne Rating in Europa. Der Emissionserlös dient der Finanzierung von neuen und bestehenden Wind- und Solarenergieanlagen weltweit.

Die Anleihe wurde Investoren in Deutschland, England, Frankreich, Österreich und der Schweiz Anfang Juni im Rahmen einer Roadshow vorgestellt. „Diese sehr erfolgreiche Platzierung des Green Bonds zeigt, dass das Geschäftsmodell der BayWa besonders im Bereich der erneuerbaren Energien hervorragend bei Investoren akzeptiert wird. Die heutige Emission ist die logische Fortsetzung unserer Unternehmensstrategie. Damit folgt auch die Finanzierung dieser Ausrichtung“, erläutert der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz.

„Die Tatsache, dass die Grüne Anleihe deutlich überzeichnet war, ist ein starkes Zeichen dafür, dass die BayWa bei Investoren aus über 20 Ländern als sehr solide und attraktiv bewertet wird,“ betont der Finanzvorstand der BayWa AG, Andreas Helber.

Durch die Überzeichnung des Orderbuches konnte ein Kupon in Höhe von 3,125% erzielt werden. Der Green Bond hat eine Laufzeit von fünf Jahren und wird im regulierten Markt der Luxemburger Börse gehandelt.

Die Transaktion wurde von der BNP Paribas (Green Structuring Advisor), der DZ Bank AG, ING Bank NV und der UniCredit Bank AG als Joint Lead Manager begleitet.

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(Foto: Finanzvorstand Andreas Helber © BayWa)

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18/06/19
Die Ruhe vor dem Sturm?

Die Aktienmärkte schlossen die vergangene Woche ohne größeren Trend leicht im Plus. Zu Beginn der Woche hatten sie angesichts der Einigung zwischen den USA und Mexiko deutlich zugelegt. Denn am vorherigen Wochenende hatte US-Präsident Donald Trump via Twitter die Aussetzung der mehrere Wochen zuvor angekündigten Zollerhöhungen verkündet, nachdem die mexikanische Regierung beim Thema Migration Zusagen gemacht hatte. Allerdings geriet der Kursanstieg aufgrund wichtiger Treffen und anhaltender Unsicherheit rasch ins Stocken.

Die größte Ungewissheit betrifft den Handelsstreit zwischen den USA und China, da weiterhin Zweifel bestehen, ob es auf dem nächsten G20-Gipfel zu einem Gespräch zwischen Xi Jinping und Donald Trump kommen wird. Nach Angaben von Larry Kudlow, Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, wartet Trump nach wie vor darauf, dass sein chinesischer Amtskollege der Unterredung zustimmt. Darüber hinaus setzten beide Seiten ihre Drohungen fort, wenn auch weniger direkt als in den Wochen zuvor. China schärft seine Waffen in Sachen seltene Erden: Offiziellen chinesischen Medien zufolge könnten auch Endprodukte, die diese Rohstoffe enthalten, unter die Exportbeschränkungen für Technologieprodukte fallen. Die Beschränkungen waren in Erwiderung der Attacken auf Huawei angekündigt worden. Das Thema seltene Erden ist aus wirtschaftlicher Sicht sehr wichtig für die USA, da der riesige Technologiesektor stark von diesen Produkten abhängt. Auch aus geostrategischer Sicht ist es von Bedeutung, denn die am höchsten entwickelten Waffen der US-Streitkräfte enthalten ganz wesentlich mit seltenen Erden gefertigte Komponenten.

Donald Trump seinerseits behauptete erneut, dass zahlreiche Währungen gegenüber dem Dollar zu schwach bewertet seien, und appellierte abermals an die chinesische Zentralbank (PBoC), keine Abschwächung des Yuan unter die Marke von 7 Yuan pro Dollar zuzulassen. Daraufhin gab der Chef der PBoC, Yi Gang, zu verstehen, dass die Zentralbank den Yuan unter Umständen nicht weiter verteidigen wird. Ein Gespräch zwischen Xi Jinping und Donald Trump auf dem G20-Gipfel und dessen Ergebnisse werden demnach Tag für Tag wichtiger.

Vor dem am 28. und 29. Juni in Japan stattfindenden G20-Gipfel wird sich die Aufmerksamkeit vorerst auf die Fed-Sitzung am 19. Juni richten. Nach den sehr moderaten Äußerungen einiger ihrer Mitglieder und insbesondere ihres Vorsitzenden Jerome Powell wird auf Maßnahmen der Notenbank gelauert. Auch wenn eine Zinssenkung auf dieser Sitzung nicht auf der Tagesordnung steht, rechnen die Märkte damit, dass der Offenmarktausschuss (FOMC) die Äußerungen von Powell bestätigen und einer Senkung der Leitzinsen auf der Juli-Sitzung den Weg ebnen wird. Hierzu wird es vermutlich zwar kommen, doch Anleger müssen weiter misstrauisch sein. Das Ausbleiben schlechter Nachrichten beim G20-Gipfel in Verbindung mit stabileren makroökonomischen Daten ist ein glaubhaftes Szenario für die nächsten Wochen, wäre aber kein wichtiger Katalysator für die Märkte. Allerdings könnte dieses Szenario die Fed von Zinsmaßnahmen im Sommer abbringen. Zweifelsohne würde ein Status quo von den Anlegern schlecht aufgenommen werden, deren Erwartungen hinsichtlich der Maßnahmen der Notenbank und ihrer Fähigkeit, in völligem Einklang mit dem Verlauf des Konjunkturzyklus zu handeln, überzogen waren.

Nach der Korrektur im Mai war in den ersten Juniwochen eine kräftige Erholung der Märkte zu beobachten. Angesichts von Ereignissen, die erhebliche Bewegungen auslösen und uns die Richtung für die nächsten Monate weisen könnten, ist vorerst Abwarten angesagt.

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(Foto: Olivier de Berranger © La Financière de L’Echiquier)

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17/06/19
Aquila Capital veröffentlicht ersten jährlichen ESG-Report

Das auf alternative Anlagen spezialisierte Investmentunternehmen Aquila Capital veröffentlicht den ersten, von nun an jährlich erscheinenden ESG-Report, der die Ergebnisse im Bereich ökologischer, sozialer und ethischer Unternehmensführung zusammenfasst. Über den Jahresverlauf 2018 erreichten die Investments des Hamburger Investment Managers eine CO2-Einsparung von rund 950.000 Tonnen, im Jahr 2017 waren es 370.000 Tonnen. Parallel erzeugten die verwalteten Infrastruktur-Assets 2,3 Terrawattstunden Strom aus erneuerbaren Energien – das Äquivalent des Jahresverbrauchs von 650.000 europäischen Durchschnittshaushalten. Zugleich konnte das Unternehmen eine Reduzierung des Wasserverbrauchs um rund 6,9 Millionen Kubikmeter realisieren. Darüber hinaus bildet der Ausbau des bestehenden grünen Logistik-Portfolios einen Schwerpunkt für Aquila Capital. Alle Logistikzentren sollen klimaneutral gestellt werden, mit Photovolatik ausgestattet und mindestens das LEED („Leadership in Energy and Environmental Design“) Silver Certificate erreichen.

Damit arbeitet Aquila Capital gezielt auf die Erfüllung von neun der insgesamt 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung hin, die das Unternehmen als unmittelbar mit dem eigenen Tätigkeitsbereich verbunden identifiziert hat. Diese neun Ziele lauten wie folgt:

–  Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern.
–  Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern.
–  Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen.
–  Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitgemäßer Energie für alle sichern.
–  Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern.
–  Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen.
–  Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten.
–  Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen.
–  Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen.

Roman Rosslenbroich, Mitgründer und CEO von Aquila Capital, kommentiert: „Bei Aquila Capital sind wir fest davon überzeugt, dass verantwortungsvolles Handeln gegenüber unserer Umwelt, unseren Investoren und unseren Mitarbeitern ein Schlüsselfaktor für unseren langfristigen Erfolg ist. Seit unserer Gründung im Jahr 2001 ist nachhaltiges Investieren ein zentraler Bestandteil unserer Werte. Dabei spiegelt sich unser Bekenntnis zu sozial und ökologisch verantwortlichem Handeln in unserer Anlagephilosophie und in unserem Investment-Ansatz wie auch in allen weiteren Aspekten unserer Geschäftstätigkeit wider.“

Daniela Hamann, ESG-Verantwortliche und Head Corporate Communications von Aquila Capital, ergänzt: „Wir glauben, dass die Einhaltung von ESG-Grundsätzen ein Fundament für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens ist. Deshalb haben wir ein ESG-Komitee gegründet, welches nachhaltiges und ethisches Denken in der Unternehmenskultur von Aquila Capital verankert. Wir freuen uns deshalb, mit der Veröffentlichung unseres ersten, von nun an jährlichen ESG-Reports Transparenz über unser Bestreben und unseren Beitrag zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung zu schaffen.“

Aquila Capital arbeitet seit der Gründung von KlimaInvest Green Concepts im Jahr 2009 zur Neutralisierung der CO2-Emissionen sämtlicher Unternehmensbereiche mit der Initiative zusammen. Deren Tätigkeiten richten sich nach den Standards VCS (Verified Carbon Standard) und Gold Standard. Im Jahr 2018 unterzeichnete Aquila Capital darüber hinaus die Prinzipien für verantwortungsbewusste Investments (UN PRI). Dadurch verpflichtet sich das Unternehmen zur Erfüllung von ESG-Anforderungen auf Grundlage der sechs Richtlinien. Im selben Jahr erhielt der von Aquila Capital verwaltete norwegische Wasserkraftbetreiber Småkraft AS für den ersten emittierten Green Bond die Bestnote „dunkelgrün“ für Nachhaltigkeit vom unabhängigen Center for International Climate Research.

Die Aquila Gruppe ist ein erfahrener und langfristiger Sachwertinvestor. Gegründet 2001 von Dr. Dieter Rentsch und Roman Rosslenbroich, managt sie heute 8,2 Mrd. Euro (AUA/AUM) Vermögen für Investoren in aller Welt (Stand: 31.03.2019). Investiert wird in nachhaltige Langfristtrends in den Sektoren erneuerbare Energien, sozialer Wohnungsbau, grüne Logistik, Infrastruktur, Holz- und Landwirtschaft. Hinzu kommen spezielle Nischenstrategien. Dabei bietet Aquila Capital ausgewählte Sachwertkonzepte, gesteuert von Experten. Die unternehmerisch denkenden Investmentteams finden, entwickeln, finanzieren, managen und betreiben Investments entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dabei nutzen sie Branchennetzwerke und bringen ihre fundierte Erfahrung ein. Weil dieses Konzept Managementteams vor Ort und lokale Präsenz erfordert, ist Aquila Capital in elf Ländern mit insgesamt 14 Niederlassungen vertreten. Umfassendes operatives Know-how, über 300 Mitarbeiter, aktives Assetmanagement und eine Leidenschaft für Details sorgen für erfolgreiche Anlagen, leistungsfähige Produkte und zeitnahe Investitionen. Die Aquila Gruppe setzt auf eine konsequente Corporate Governance: Ihre beiden KVGen (AIFMs) in Luxemburg und Deutschland unterliegen strengsten europäischen Richtlinien.  Das Geschäftsmodell von Aquila Capital beruht auf einer Leidenschaft für Sachwerte und gelebtem ESG – nach dem Motto: Immer besser werden. Jeden Tag.

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(Logo: © Aquila Capital)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

17/06/19
Harte Zeiten für Investoren – Principal Global Investors kommentiert

„Harte Zeiten für Investoren – defensive und hochwertige Risikoanlagen könnten sich lohnen“ – Seema Shah, Senior Global Investment Strategist bei Principal Global Investors, kommentiert das aktuell unsichere Umfeld für Investoren:

„Ein weiterer Tweet, eine weitere große Marktbewegung: Nachdem zuletzt viele Investoren ihren Frieden mit Reallokationen in teure und sichere Häfen, Defensivtitel und hochwertige Anlagen geschlossen hatten, stellte Präsident Trump mit einem Tweet alles erneut auf den Kopf. Entgegen seiner Ankündigung eine Woche zuvor tweetete er nun, die Strafzölle gegen Mexiko auszusetzen. Die Folge war eine Preisrallye bei Risikoanlagen – es bleibt jedoch abzuwarten, wie nachhaltig diese Entwicklung ist.

Angesichts der völligen Unvorhersehbarkeit von Trumps Twitter-Eskapaden stellt sich für Investoren die Frage, wie sie sich in diesem Klima der Unsicherheit positionieren sollen. Mit einem fragilen Geschäftsklima und einer sich abschwächenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung – wahrscheinlich bald gefolgt vom Ertragswachstum – sollten Investoren die kürzliche Aktienmarktrallye ausblenden. Eine Zinssenkung der Fed könnte zwar zu kurzfristigem Jubel führen, aber das ist nicht förderlich, wenn die Wirtschaft schwächelt.

Ohne Rezession in Sicht bestehen auf der anderen Seite nach wie vor gute Gründe, in Risikoanlagen investiert zu sein. Vor allem, wenn ein konstruktiver Handels-Tweet bereits um die Ecke lauert. Daher gilt: Anleger sollen sich eine Ausgangsbasis in defensiven und hochwertigen Risikoanlagen suchen. Sie sind zwar teuer, werden aber noch teurer, sobald sich die ökonomischen Indikatoren verschlechtern.

Jedoch sollten sich Investoren davor hüten, ihre Exposure gegen Staatsanleihen zu erhöhen. Die Märkte preisen beinahe drei Zinskürzungen bis Ende 2019 und etwa vier Kürzungen in den nächsten zwölf Monaten ein. Das sind hohe Erwartungen. Bislang hat die Fed eine solch lockere Geldpolitik nur ausgeübt, wenn die US-Wirtschaft bereits in der Rezession steckte. Während die Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung klar gestiegen sind, ist eine Rezession noch immer nicht in unserem Basisszenario. Investoren sollten sich dennoch auf harte Zeiten einstellen.”

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(Foto: Seema Shah
© Principal Global Investors)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

17/06/19
Aberdeen Standard Kommentar zum Jahrestag des Brexit-Referendums

Andrew Milligan, Head of Global Strategy bei Aberdeen Standard Investments, zieht zum bevorstehenden dritten Jahrestag des Brexit-Referendums Bilanz und kommentiert:

„Der 23. Juni 2016 wird als wichtiges Datum in die Geschichtsbücher eingehen. Die Entscheidung des Vereinigten Königreichs, die EU zu verlassen, war ein Schock für die politische Elite und die Finanzmärkte. Wenn wir zurückblicken: Was können wir über das sagen, was seit der Brexit-Abstimmung an den Finanzmärkten passiert ist?

Kurz gefasst: In einigen Bereichen mehr Volatilität, in anderen weniger. Das Pfund Sterling rutschte nach dem Referendum stark ab und sank gegenüber dem Euro von etwa 1,30 Euro auf 1,10 Euro. Seitdem wurde es in einem relativ engen Bereich gehandelt, um etwa 1,07 bis 1,20. Die allgemeine Ansicht ist, dass ein ungeordneter Ausstieg dazu führen würde, dass der Sterling seine früheren Tiefststände erneut erreicht.

Die Entwicklung der Aktienkurse spiegelt teilweise politische Bedenken wider, wie sie die jüngsten Ereignisse in Griechenland, Italien oder Großbritannien zeigen. Allerdings ist vor allem die Stärke der heimischen und vor allem der globalen Wirtschaft von Bedeutung. Im Durchschnitt erzielen europäische Unternehmen etwa 40% ihrer Umsätze außerhalb der Region, bestimmte Branchen und Länder sogar deutlich mehr. Für größere FTSE100-Aktien liegt diese Zahl bei bis zu 70%. So ist ein Rückgang des Pfund-Kurses eigentlich sogar gut für die Umrechnung der Gewinne aus Übersee zurück ins Pfund Sterling.

Dies erklärt, warum sich der FTSE All Share Index seit Juni 2016 recht gut entwickelt hat und ein jährliches Wachstum von etwa 7,5% pro Jahr aufweist. Dennoch liegt dies leicht hinter den Renditen europäischer Aktien. Die Schwierigkeit für Investoren aus Großbritannien und der EU besteht darin, dass sich andere globale Märkte deutlich besser entwickelt haben; die USA und ausgewählte asiatische Märkte sind jährlich um mindestens 10% gewachsen. Das Vereinigte Königreich hat seit des Brexit-Referendums unter der Entwicklung hin zu einer langsam wachsenden Wirtschaft gelitten, denn der in seiner Industriestruktur ausgelöste Schock hat dazu geführt, dass sich das Trendwachstum auf etwa 1% pro Jahr verlangsamt hat, was dem Durchschnitt der Eurozone entspricht.

Welchen Einfluss hat dies auf Staatsanleihen? Die Schwierigkeit dabei ist, dass lokale Einflüsse, wie z.B. die Auswirkungen von Währungsbewegungen auf die importierte Inflation, von globalen Faktoren überlagert werden. Da die Handelsspannungen zwischen den USA, China und Europa zunehmen und die US-Notenbank deshalb Zinssenkungen in Betracht zieht, haben auch die globalen Anleiherenditen reagiert. Das Geld ist in sichere Häfen wie deutsche Anleihen geflossen. Im Juni 2016 rentierten britische Anleihen etwas niedriger als spanische Anleihen (1,3% vs. 1,6%), heute rentieren sie etwas höher (0,8% vs. 0,6%). Aber in beiden Märkten war die Richtung hin zu deutlich niedrigeren Renditen sehr klar.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Brexit-Abstimmung im Allgemeinen zu mehr Volatilität in den Märkten geführt hat, doch andere Faktoren sind für Aktien und Märkte in einer global vernetzten Welt immer noch wichtiger.“

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(Foto: Andrew Milligan © Aberdeen Standard Investments)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

14/06/19
Fidelity Fixed Income Monatsbericht: Riskante Vermögenswerte unter Druck

Andrea Iannelli, Fixed Income Investment Director von Fidelity International, erläutert, warum er in diesem Monat auf der Hut bleibt. Besonders aufmerksam beobachtet er die weiteren Entwicklungen im Handelsstreit und wie es bei den Unsicherheiten mit Blick auf Fed, EZB und Brexit weitergeht.

Fed muss möglicherweise eher früher als später handeln
„Die alte Börsenweisheit „sell in May and go away“ traf auch in diesem Jahr wieder zu, denn mit den sich zuspitzenden Handelsspannungen sind Risikoanlagen unter Druck geraten.

Die Eskalation im Handelsstreit erfolgt zu einer Zeit, in der die Weltwirtschaft vor sich hindümpelt. Zudem verliert die Konjunktur in Amerika weiter an Dynamik und schließt sich damit dem Trend im Rest der Welt an. Erste Anzeichen deuten ein unerwartet schwaches BIP-Wachstum für das zweite Quartal an. Vermutlich wird die Rate unter ein Prozent liegen und damit deutlich unter dem, was noch vor wenigen Wochen erwartet worden war. In dieser Gemengelage hat der Markt den neuen Ausblick für die Fed zügig eingepreist.

Im Mai fielen die Renditen amerikanischer Staatsanleihen um mehr als 30 Basispunkte auf nunmehr knapp zwei Prozent. Für die nächsten zwölf Monate rechnen die Marktteilnehmer inzwischen mit mindestens drei Zinssenkungen der amerikanischen Notenbank. Zudem lassen die Geldpolitiker durchblicken, dass die Fed möglicherweise eher früher als später handeln muss. Dass die Währungshüter die geänderten Markterwartungen unkommentiert ließen, spricht Bände und bestätigt ihre starke Tendenz zu Zinslockerungen.

Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht gehen wir in unserem Basisszenario zwar davon aus, dass die Fed die Füße stillhält. Allerdings sind „vorsorgliche“ Zinssenkungen doch um einiges wahrscheinlicher geworden. Sollten die Spannungen im Handelsstreit nicht nachlassen, wird die Geldpolitik wohl mehr tun müssen, um den Folgen des Handelskrieges entgegenzuwirken. Zumal mit einer neuen Runde fiskalischer Anreize eher nicht zu rechnen ist. US-Staatsanleihen wiederum dürften vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung im Land vom anhaltenden Anlegerinteresse profitieren. Gleichzeitig behalten wir die Daten zum Arbeitsmarkt genau im Blick, ist er doch der wichtigste Eckpfeiler der starken Konjunkturentwicklung, der noch keine Risse zeigt.

Duration in Europa revidiert
Auf dieser Seite des Atlantiks folgen die Zinsen in europäischen Kernländern den Vorgaben von US-Treasuries. Mit der Flucht in sichere Häfen sanken die Bund-Renditen auf Rekordtiefs. Die jüngsten Entwicklungen in den globalen Handelsbeziehungen lassen Zweifel an der Anfang des Jahres vertretenen Einschätzung aufkommen, die Renditen deutscher Bundesanleihen würden als Reaktion auf eine Stabilisierung der Wirtschaft steigen. Uns jedenfalls veranlasste die Eintrübung des Ausblicks in diesem Monat, unsere Durationsposition am europäischen Markt zu überdenken. Wegen saisonaler Faktoren favorisieren wir weiterhin eine kurze Duration an den Kern-Zinsmärkten in der Region. Dennoch haben wir an den Kern- und den Semi-Kernmärkten Positionen in Erwartung einer flacheren Kurve aufgesetzt. Diese sollen uns gegen ein neuerliches Aufflammen der Risikoscheu schützen, da sich europäische Staatsanleihen eng an ihren US-Pendants orientieren.

Auch bei italienischen Staatspapieren bleiben wir zurückhaltend. Bei den Wahlen zum Europaparlament haben die Populisten, angeführt von Matteo Salvini und Le Pen, ihren Stimmenanteil ausgebaut. Der von einigen vorhergesagte erdrutschartige Sieg blieb jedoch aus. Stattdessen fuhren auch die Grünen und Liberalen, beide proeuropäische Parteien, sehr starke Ergebnisse ein. Auf nationaler Ebene wirken die Schockwellen der Europawahl aber weiter nach. In Deutschland nahm die SPD-Chefin Andrea Nahles nach dem schwachen Wahlergebnis ihrer Partei den Hut.

In Italien wiederum fühlt sich Salvini durch die starke Zustimmung auf europäischer Ebene bestärkt. Er verlor denn auch keine Zeit und verschärfte den Ton gegenüber der Europäischen Kommission, mit der im Herbst Verhandlungen über den stark defizitären Haushalt Italiens anstehen. Derweil verdüstert der nicht enden wollende Handelskonflikt auch weiter den Ausblick für die Wirtschaft. Zölle auf Autoimporte wurden auf den Herbst verschoben. Aber damit ist das Thema nicht vom Tisch. Unterdessen hält die Flaute im verarbeitenden Gewerbe an.

Auch an der geldpolitischen Front gab es Entwicklungen. So geht die Europäische Zentralbank inzwischen davon aus, dass die Leitzinsen „mindestens bis zur ersten Jahreshälfte 2020 auf ihrem derzeitigen Niveau bleiben“. Außerdem gab sie weitere Details zur neuen Runde der gezielten langfristigen Refinanzierungsgeschäfte, kurz TLTRO III, bekannt, die den Erwartungen entsprachen. Sollte sich die Konjunktur deutlich abschwächen, ist die EZB willens und in der Lage zu handeln. Dafür stehen ihr zahlreiche Instrumente zur Verfügung, wie zum Beispiel eine Wiederauflage der Programme zum Ankauf von Wertpapieren des öffentlichen bzw. des Unternehmenssektors. Auch eine reaktivierte „Operation Twist“, bei der die EZB Kapital aus fälligen Anleihen in längerfristige Instrumente reinvestiert, könnte ein geeignetes Instrument sein, um bei Bedarf die Risikoprämie zu senken.

Untergewichtung als Reaktion auf die schwierige Lage in Großbritannien
Nach dem Rücktritt von Theresa May richten sich alle Augen in Großbritannien nun auf das Rennen um ihre Nachfolge. Anfang Juni wird die Premierministerin aus dem Amt scheiden. Ende Juni sollten die Abgeordneten der Konservativen Partei zwei Kandidaten ausgewählt haben, über die die Parteimitglieder dann im Juli abstimmen werden. Die meisten Anwärter auf den Posten scheinen bereit, es auf einen harten Brexit ankommen zu lassen. Unterdessen bleibt die Lage in der Wirtschaft des Landes schwierig, und britische Staatsanleihen werden wohl auch weiter stark unter dem Einfluss anderer Zinsmärkte stehen. Unter dem Strich halten wir jedoch an unserer Untergewichtung fest, vor allem wegen der flachen Zinskurve und hohen Bewertungen.“

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(Foto: Andrea Iannelli © Fidelity International)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

14/06/19
Legg Mason: „Können die Erträge von Bundesanleihen noch weiter sinken?“

„Sie sind aktuell der Blitzableiter für die Ängste des Marktes“, sagt Gordon S. Brown, Co-Head of Global Portfolios bei der auf Anleihen spezialisierten Legg Mason-Tochtergesellschaft Western Asset Management, wenn er über deutsche Bundesanleihen spricht.  Denn die deutschen Fundamentaldaten würden die aktuellen Zinsen kaum rechtfertigen, betont der Anleihe-Experte: „Seit der Finanzkrise sind Anleger darauf gefasst, mit dem unerwarteten zu rechnen. Doch als langfristig orientierter Value-Investor sind wir fest davon überzeugt, dass sich letztendlich die Fundamentaldaten durchsetzen und der entscheidende Faktor für die Bewertungen sind.“ Brown gibt zu, dass es durchaus möglich sei, dass die Zinsen für deutsche Bundesanleihen weiter zerrieben werden – aber nur, weil sich in ihnen zu viele schlechte Nachrichten widerspiegeln würden und sie sich von den langfristigen makroökonomischen Treibern losgelöst hätten.

Dafür nennt der erfahrene Legg Mason-Fondsmanager gleich mehrere Gründe:

•  Die sich zuspitzenden Spannungen im Welthandel – denn die Länder der Eurozone haben vergleichsweise offene Volkswirtschaften
•  Die starke Zinsrallye der US-Treasuries, die mehr als 100 Basispunkte seit dem letzten Hoch im November gut gemacht hätten
•  Der immer wahrscheinlicher werdende „No-Deal-Brexit“
•  Ein erneuter Fokus auf italienische Schulden und die dortigen geldpolitischen Dynamiken
•  Die nicht empfänglich scheinenden Inflationserwartungen

Ungeachtet dieser Ängste des Marktes: Wie steht es denn nun wirklich um den fundamentalen Hintergrund?

„Das zweite Halbjahr 2018 war sowohl für die Eurozone als auch für Deutschland schwach. Seitdem hat sich das Wachstum jedoch erholt – und zwar deutlich mehr, als vom Markt erwartet. Denn die negativen Faktoren in einigen Industriesektoren – allen voran der Automobilbranche – klingen langsam ab“, analysiert Brown. Zudem zeichneten auch zukunftsgerichtete Umfragedaten ein positiveres Bild seit dem Tief im Januar. Die inländischen Wachstumstreiber der Eurozone, die auch für Deutschland gelten, blieben robust und würden damit eine gewisse Resilienz gegenüber der langwierigen Schwäche im Fertigungssektor beweisen. Auch der Arbeitsmarkt sei äußerst solide mit guten Einkommen, die den privaten Binnenkonsum stützten. „Fasst man die harten Daten sowie die vorwärts gerichteten Indikatoren zusammen, erwarten wir nach unseren Berechnungen ein Wachstum für die Eurozone von rund einem Prozent. Das ist zwar nicht spektakulär, bleibt aber dennoch nur leicht hinter den Erwartungen für die Region von 1,3 Prozent zurück. In jedem Fall ist aus unserer Sicht eine solche Wachstumsrate stark genug, um die Sorgen vor einer Rezession zu zerschlagen“, betont Browne und fügt hinzu: „Zudem hat die EZB betont, dass sie an ihrem Kurs einer entgegenkommenden Geldpolitik festhält, um die wirtschaftliche Erholung zu unterstützen. Im Zweifel, so heißt es von den Währungshütern, wird sie handeln, sollte es wesentliche Abwärtsrisiken geben.“

Und was heißt das für die Anleger?

„Natürlich behalten wir die Richtungen, aus denen der aktuelle Gegenwind bläst, sehr genau im Auge. Das gilt insbesondere für die Spannungen im Welthandel, die durchaus eskalieren könnten“, sagt Brown. „Alles in allem sind Anleger unserer Meinung nach jedoch zu pessimistisch was den Ausblick für die Eurozone und das weltweite Wirtschaftswachstum angeht.“ Wenn es nicht zu einer signifikanten Verschlechterung der Handelsbeziehungen zwischen den USA und China und/oder zu einem abrupten Stopp der Aktivitäten zwischen beiden Ländern im zweiten Halbjahr dieses Jahres komme, sind die Experten der Legg Mason-Tochtergesellschaft davon überzeugt, dass auch die Kapitalertragszinsen der Staatsanleihen aus den Industrienationen zu viel Pessimismus widerspiegeln. Und bei all dem seien deutschen Bundesanleihen die am stärksten überbewerteten Papiere.

„Deutsche Bundesanleihen rentierten noch im vergangenen Oktober bei über 0,5 Prozent – in einer Zeit, als sich die deutsche Wirtschaft zusammenzog. Wenn wir mit unserem Basisszenario ‚robust, aber unspektakulär‘ für das weltweite Wachstum richtig liegen, sollten die Zinsen der Bunds wieder im positiven Bereich rentieren – oder zumindest auf dem Niveau vom Ende vergangenen Jahres bei etwa 0,2 Prozent“, schließt Brown ab.

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(Foto: Gordon S. Brown
©  Western Asset Management)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

13/06/19
Volkswagen Leasing GmbH emittiert Anleihen über 1,75 Mrd. Euro

Die Volkswagen Leasing GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Volkswagen Financial Services AG, hat zwei Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 1,75 Milliarden Euro emittiert. Für die Anleihen mit einer Laufzeit von drei und sieben Jahren wird ein Rating von A3 (Moody’s) und BBB+ (Standard and Poor’s) erwartet.

„Wir sind im laufenden Jahr im Leasinggeschäft gut gewachsen und wollen diese Entwicklung auch im weiteren Verlauf des Jahres 2019 fortsetzen. Die aktuelle Emission refinanziert das Wachstum zu adäquaten Konditionen im aktuellen Marktumfeld“, sagt Frank Fiedler, CFO der Volkswagen Financial Services AG.

Die Anleihe (ISIN: XS2014292937) mit einer Laufzeit von drei Jahren verfügt über ein Volumen von 1,1 Milliarden Euro und wird fest mit 0,5 Prozent verzinst. Die Anleihe (ISIN: XS2014291616) mit siebenjähriger Laufzeit wird mit 1,5 Prozent fest verzinst und beläuft sich auf ein Volumen von 650 Millionen Euro. Beide Anleihen sind in einer Stückelung von 1.000 Euro verfügbar.

Die Emission wurde von einem Bankenkonsortium, bestehend aus BNP Paribas, ICBC Standard Bank, LBBW, NatWest Markets und UniCredit, vermarktet.

Im Geschäftsbereich Volkswagen Finanzdienstleistungen wurden in diesem Jahr bereits Anleihen in Euro von der Volkswagen Financial Services AG sowie der Volkswagen Bank GmbH begeben. Inklusive dieser Emission der Volkswagen Leasing GmbH kommen die Volkswagen Finanzdienstleistungen in 2019 bisher auf öffentlich emittierte Euro-Anleihen in Höhe von rund sieben Milliarden Euro.

Darüber hinaus haben die Volkswagen Finanzdienstleistungen in Mexiko eine Anleihe durch die lokale Gesellschaft Volkswagen Leasing Mexico S.A. de C.V. begeben. Das Volumen beläuft sich auf 2,5 Milliarden Mexikanische Peso, rund 115 Millionen Euro. Die Laufzeit beträgt zwei Jahre, die Anleihe wird mit einem variablen Zinssatz bestehend aus dem mexikanischen Interbankensatz TIIE 28 (tasa de interés interbancaria de equilibrio) zuzüglich einem Aufschlag von 0,39 Prozent verzinst. Vermarktet wurde die Transaktion von den Banken Citibanamex und HSBC.

Unternehmensanleihen trugen im Geschäftsjahr 2018 mit rund 39 Milliarden Euro etwa 19 Prozent zur Refinanzierung der Volkswagen Finanzdienstleistungen bei.

Die Volkswagen Finanzdienstleistungen sind ein Geschäftsbereich der Volkswagen AG (Konzern) und umfassen die Volkswagen Financial Services AG mit ihren Beteiligungsgesellschaften, die Volkswagen Bank GmbH, die Porsche Financial Services sowie die direkt oder indirekt der Volkswagen AG gehörenden Finanzdienstleistungsgesellschaften in den USA, Kanada und Spanien – mit Ausnahme der Marken Scania sowie der Porsche Holding Salzburg. Die wesentlichen Geschäftsfelder umfassen dabei die Händler- und Kundenfinanzierung, das Leasing, das Bank- und Versicherungsgeschäft, das Flottenmanagementgeschäft sowie Mobilitätsangebote. Weltweit sind bei Volkswagen Finanzdienstleistungen 16.267 Mitarbeiter beschäftigt – davon 7.010 allein in Deutschland. Die Volkswagen Finanzdienstleistungen weisen eine Bilanzsumme von rund 207,6 Milliarden Euro, ein operatives Ergebnis von 2,6 Milliarden Euro und einen Bestand von rund 20,3 Millionen Verträgen aus (Stand: 31.12.2018).

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(Foto: VW Arteon © Volkswagen AG)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

13/06/19
Unternehmensanleihen in Fremdwährungen bereichern jedes Portfolio

Die extrem tiefen Zinsen machen sicherheitsbewussten Anlegern das Leben schwer, rentieren doch viele hochqualitative Staatsanleihen im negativen Terrain. Eine Alternative können EUR-Unternehmensanleihen guter Bonität sein, aber auch deren Renditen sind derzeit vergleichsweise tief. Mehr Rendite mit relativ geringem Risiko gibt es bei ausgewählten Fremdwährungsanleihen aus dem Bereich Investment Grade, die einem EUR-Unternehmensanleihen-Portfolio beigemischt werden können. Diese Anleihen haben zudem oft auch eine höhere Liquidität, was in Stressphasen an den Finanzmärkten wichtig ist.

Kosten für Währungsabsicherung müssen einbezogen werden
Wegen des Tiefzinsumfelds sowie der quantitativen Lockerung durch die Europäische Zentralbank ist es für sicherheitsbewusste Investoren schwierig geworden, noch einen angemessenen Ertrag zu erzielen. Eine Lösung dieses Problems kann bei Unternehmensanleihen gefunden werden, die zumindest im Bereich Investment Grade bei geringem Ausfallrisiko noch eine akzeptable Rendite ermöglichen. Für Investoren, welche die hohe Volatilität von Fremdwährungen nicht tragen können oder wollen, stellt sich jedoch meist die folgende Frage: global und währungsgesichert oder nur in EUR denominierte Anleihen? Während ein strategischer Entscheid zu Ersterem aufgrund potenziell steigender Absicherungskosten riskanter ist, sind die Möglichkeiten, eine höhere Rendite zu erzielen, bei der zweiten Variante begrenzt. Eine gute Alternative ist eine Strategie mit dem Fokus auf EUR-denominierte Anleihen, die durch einen opportunistischen Einsatz von Unternehmensanleihen in Fremdwährungen inklusive Währungsabsicherung ergänzt wird. Dabei kann das Risiko steigender Kosten für die Währungsabsicherung einbezogen werden.

USD-Unternehmensanleihen mit höherer Liquidität
Die Ausweitung auf ein globales Universum bietet häufig attraktivere Opportunitäten bei gleichzeitig deutlich höherem Diversifikationspotenzial. Während das Universum EUR Investment Grade nur etwa 700 Emittenten zur Auswahl bietet, sind es im globalen Universum über 2000, von denen diejenigen mit dem besten Chance-Risiko-Profil ausgewählt werden können. Mit diesem großen Angebot hat der Anleger auch mehr Möglichkeiten, um beispielweise auf politische oder wirtschaftliche Risiken in der Eurozone zu reagieren. Zudem haben in USD denominierte Unternehmensanleihen normalerweise eine deutlich höhere Liquidität als EUR-Anleihen, was die Handelbarkeit in Stressphasen günstiger macht oder sogar erst ermöglicht. Oft werden nämlich in der Eurozone während Risk-off-Phasen keine Briefkurse mehr gestellt und Unternehmensanleihen nur mit Abschlägen von einigen Prozentpunkten zum aktuellen Kurs überhaupt noch gehandelt.

Renditeunterschiede in ausgewählten Anleihen
Darüber hinaus gibt es in anderen Währungsräumen zum Teil höhere Renditen für Anleihen desselben Emittenten mit gleicher Restlaufzeit und identischen Vertragsbedingungen – selbst nach Abzug der Kosten für die Währungsabsicherung. Zum Beispiel bietet eine Senior-Unsecured-Anleihe der schweizerischen Glencore AG mit einer Laufzeit bis Ende März 2026 in EUR denominiert derzeit eine Rendite von 1,28%. Dieselbe Anleihe in GBP denominiert hat jedoch eine Rendite von 2,85%, was nach Währungsabsicherung immer noch 1,64% und damit einem Mehrertrag von 36 Basispunkten entspricht.

Prämien bei Neuemissionen nutzen
Ein weiterer Grund für den opportunistischen Einsatz nicht EUR-denominierter Unternehmensanleihen ist das höhere Volumen an Neuemissionen. Bei Neuemissionen gibt es meistens eine Prämie im Vergleich zu ausstehenden Anleihen, welche es ermöglicht, den Ertrag eines Portfolios zu erhöhen. Zusätzlich können Anleger in diejenigen Länder investieren, welche ihrer Einschätzung nach das stärkste Wachstum sowie die attraktivsten Renditen bieten, ohne an eine relative Allokation durch eine europäische oder globale Benchmark gebunden zu sein. Zusätzlich bieten sich weitere Renditechancen, da die unterschiedliche Steilheit der Zinskurven sowie der Risikoprämien in den unterschiedlichen Währungen ebenfalls genutzt werden kann. www.fixed-income.org (Foto: Michael Hess © BANTLEON AG)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

12/06/19
Bericht von WWF und Investec AM zeigt Ansätze für Investoren in Staatsanleihen auf

Fortschritte bei georäumlichen Daten und Satellitenaufnahmen könnten die Bewertung und das Management von Umweltrisiken für Investoren in Staatsanleihen erleichtern und so das Fundament für eine nachhaltige Entwicklung der Weltwirtschaft legen. Dies hat ein Bericht von WWF und Investec Asset Management ergeben.

Laut eines neuen Berichts von WWF und Investec Asset Management haben Investoren in Staatsanleihen die Chance, einen wertvollen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung der Weltwirtschaft zu leisten.

Der Bericht mit dem Titel „Satellites and sustainability: New frontiers in sovereign debt investing“ (Satelliten und Nachhaltigkeit: Neue Chancen bei Investitionen in Staatsanleihen) beschäftigt sich damit, wie neue Forschungstechniken zur Nutzung von räumlichen Daten im Finanzsektor die Bewertung von Umweltrisiken durch Manager von Staatsanleihen-Portfolios verändern.

Dem Bericht zufolge könnten die durch den Einsatz dieser Techniken gewonnenen Daten nicht nur zur Steuerung von Investorenrisiken eingesetzt werden, sondern auch staatliche Emittenten von der Notwendigkeit einer Finanzpolitik überzeugen, die Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt übernimmt. Der Bericht leistet einen Beitrag im noch jungen Feld der „Spatial Finance“, das georäumliche Daten, Erdbeobachtung (u.a. durch Satellitenaufnahmen) und Finanzanalyse zusammenbringt.

Der Bericht „Satellites and sustainability“ untersucht, wie räumliche Daten, u.a. Satellitenbilder, zu einem besseren Verständnis von Umweltrisiken auf Länderebene beitragen könnten. Wesentliche Inhalte des Berichts sind:

–  Die Zerstörung der Natur birgt Risiken für die Konjunkturentwicklung und damit auch für die Fähigkeit zur Schuldentilgung einzelner Länder. Investoren in Staatsanleihen müssen daher Umweltrisiken in ihren Portfolios berücksichtigen.

–  Analysen von georäumlichen Daten und Satellitenaufnahmen werden es Investoren zunehmend ermöglichen, Umweltschäden exakt und zeitnah zu ermitteln.

–  Dies erleichtert die Bewertung und Überwachung von Umweltrisiken und könnte im Rahmen des Engagement mit Emittenten von Staatsanleihen zur Förderung einer Finanzpolitik beitragen, die Investoren-, Gesellschafts- und Umweltinteressen berücksichtigt.

Ray Dhirani, Head of Sustainable Finance and Green Economy, WWF Großbritannien: „Wir sind die erste Generation, die sich der Zerstörung des Planeten bewusst ist, und die letzte, die etwas dagegen tun kann. Investoren in Staatsanleihen können durch eine konsequente und umfassende Berücksichtigung von Umweltthemen in ihren Investment- und Engagement-Strategien einen einzigarten Beitrag zum Umweltschutz leisten.“

Peter Eerdmans, Head of Fixed Income, Investec Asset Management: „Es gibt zunehmend Belege dafür, dass Umweltfaktoren die Konjunkturentwicklung von Volkswirtschaften und damit die Zusammensetzung von Staatsanleihen-Portfolios maßgeblich beeinflussen. Räumliche Analysen könnten den Umgang der Anleiheninvestoren mit Chancen und Risiken aus Umweltbelastungen stark verändern.“

https://www.green-bonds.com/
(Foto: Peter Eerdmans © Investec Asset Management)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.