Allgemeine Nutzungsbedingungen

Allgemeine Nutzungsbedingungen der Internet-Seite „www.bondinvest.eu“

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Wissenswert.

Aktuelle Meldungen

18/05/19
TLG IMMOBILIEN AG hat Anleihe mit einem Volumen von 600 Mio .Euro und einen Kupon von 1,50% platziert

Die TLG IMMOBILIEN AG (ISIN: DE000A12B8Z4) hat eine unbesicherte Anleihe mit einem Volumen von 600 Mio. Euro, einer Laufzeit von 7 Jahren und einem Kupon von 1,50% p.a. emittiert. Die Anleihe hat eine Stückelung von 100.000 Euro.

Die TLG IMMOBILIEN möchte den Nettoemissionserlös für künftige Ankäufe von Immobilien sowie allgemeine Unternehmenszwecke zu verwenden.

Da die Verzinsung der Anleihe unter der aktuellen Durchschnittverzinsung von zinstragenden Verbindlichkeiten der TLG IMMOBILIEN AG liegt, wird erwartet, dass die durchschnittlichen zahlungswirksamen Fremdkapitalkosten der TLG IMMOBILIEN weiter sinken werden, während sich die Durchschnittslaufzeit der Finanzverbindlichkeiten von aktuell rund 5 Jahren weiter verbessern wird.

Die TLG IMMOBILIEN beabsichtigt, dafür zu sorgen, dass die Zulassung der Anleihe im regulierten Markt der Wertpapierbörse Luxemburg (Bourse de Luxembourg) erfolgt.

Gerald Klinck, CFO der TLG IMMOBILIEN AG, sagte zu der erfolgreichen Platzierung der Anleihe: "Mit der zweiten Emission einer unbesicherten Unternehmensanleihe innerhalb von zwei Jahren kann die TLG IMMOBILIEN ihre Finanzierungsquellen weiter diversifizieren und beweist, dass sie in der Lage ist, sich erfolgreich Zugang zum Fremdkapitalmarkt zu verschaffen. Darüber hinaus wird uns die zweite Unternehmensanleihe bei der weiteren Umsetzung der Wachstumsstrategie unterstützen. "

Die Transaktion wurde von J.P. Morgan als Sole Global Coordinator und gemeinsam mit Credit Suisse als Joint Bookrunners begleitet. VICTORIAPARTNERS agierte als unabhängige Finanzberaterin der TLG IMMOBILIEN AG.

https://www.fixed-income.org/
(Foto: © TLG IMMOBILIEN AG)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

17/05/19
Green-Bond-Markt entwickelt sich dynamisch weiter

Der Green-Bond-Markt wächst nicht nur schnell, sondern entwickelt sich auch dynamisch weiter. Die Zahl der EUR-Green-Bond-Emittenten ist seit Anfang 2019 um 26% auf 140 Emittenten gestiegen und das Volumen ausstehender EUR-Green-Bonds beträgt nun 180 Mrd. EUR (+19%). Am 21. Mai kommt mit der Emission der ersten grünen »AAA« Staatsanleihe, die von den Niederlanden begeben wird, ein Volumen von 6 Mrd. EUR hinzu. Begleitet wird das starke Wachstum des Green-Bond-Marktes durch Maßnahmen in der Regulierung. So hat die zuständige EU-Parlamentskommission kürzlich die Richtlinie zur Klassifizierung von Investments nach ökologischen und sozial nachhaltigen Kriterien gebilligt. Die Richtlinie wird definieren, wann ein Finanzprodukt als »green« und »nachhaltig« und damit als EU Green Bond bezeichnet werden darf. Zudem sind auch Vorschläge zur bevorzugten Behandlung von EU Green Bonds im Gespräch – unter anderem im Rahmen der EZB-Kaufprogramme. Unabhängig davon bleiben Green Bonds nur eine sinnvolle Beimischung für ein bereits diversifiziertes Anleihenportfolio, weil der Markt trotz des starken Wachstums weiterhin konzentriert ist.

Grüne Staatsanleihen gibt es nur mit 10- bis 20-jährigen Laufzeiten
Investoren, die ausschließlich in Green Bonds investieren – zum Beispiel über Green-Bond-ETFs oder Green-Bond-Fonds – können im Bereich der Staatsanleihen trotz des starken Marktwachstums nur 10-bis 20-jährige Laufzeiten erwerben. Der Grund ist die langfristige Orientierung der zu finanzierenden nachhaltigen Projekte. Eine Ausnahme bilden polnische EUR-Staatsanleihen, die allerdings vom Internationalen Währungsfonds als Schwellenlandanleihen kategorisiert werden. Bei Unternehmensanleihen dominieren Emittenten aus den Sektoren Finanzen (30% des Green-Bond-Volumens) und Energieversorger (20% des Green-Bond-Volumens). Die größte Green-Bond-Emission, eine französische Staatsanleihe mit Fälligkeit im Jahr 2039, hat unverändert einen Marktanteil von 7,5% und einen entsprechenden Anteil in Green-Bond-ETFs. Diese Beispiele zeigen, dass der Markt trotz des starken Wachstums weiterhin konzentriert ist. Deshalb bleiben Green Bonds nur eine sinnvolle Beimischung für ein bereits diversifiziertes Anleihenportfolio.

Niederländische grüne Staatsanleihe ermöglicht beim Rating zusätzliche Diversifikation
Die Niederlande haben als erster »AAA« Staatsanleihenemittent eine Green-Bond-Emission für den 21. Mai angekündigt. Die Anleihe soll mit einem Emissionsvolumen von 6 Mrd. EUR Projekte aus den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz, saubere Transportmittel und nachhaltiges Wassermanagement fördern. Mit diesem Emissionsvolumen wird die Anleihe das zweithöchste Gewicht (2,5%) in den Green-Bond-Indizes haben. Gemäß dem Green-Bond-Framework des niederländischen Finanzministeriums ist in den nächsten Jahren eine Finanzierung von jeweils 3,5 bis 5 Mrd. EUR für nachhaltige Investitionen geplant und folglich eine Aufstockung der grünen Anleihe bis auf ein ausstehendes Volumen von 10 Mrd. EUR. Hinsichtlich der Laufzeit, die bei 20 Jahren liegen soll, bietet die Anleihe jedoch keine Diversifikation zu bestehenden Emissionen. Bei grünen Staatsanleihen bleiben damit weiterhin nur Investitionsmöglichkeiten in langen Laufzeiten. Dennoch ist bei der Neuemission mit einer überdurchschnittlich hohen Nachfrage zu rechnen, die die Neuemissionsprämie deutlich schmälern sollte.

Einheitliche EU-Taxonomie für Green Bonds sollte Möglichkeiten zur Diversifikation verbessern
Regulatorisch betrachtet ging es für Green Bonds zuletzt am 12. März um die Richtlinie zur Klassifizierung von Investments nach ökologischen und sozial nachhaltigen Kriterien, der EU-Taxonomie: Die zuständige EU-Parlamentskommission hat den Entwurf gebilligt. Die Richtlinie wird definieren, wann ein Finanzprodukt als »green« und »nachhaltig« und damit als EU-Green-Bond bezeichnet werden darf. Der finale Entwurf des EU-Standards wird im Juni 2019 publiziert. Wir begrüßen die Schaffung einer einheitlichen Taxonomie, zumal sie Transparenz schafft und Green Bonds für Investoren und Emittenten leichter zugänglich macht. Die Anzahl der Emittenten sollte daher weiter steigen, wobei der Weg zum Green-Bond-Markt durch die einheitlichen Richtlinien auch für kleinere Emittenten geebnet wäre. Mit der einheitlichen Vorgabe übernimmt die EU eine Vorbildrolle für andere Staaten, die sich bisher nicht um die Harmonisierung nachhaltiger Finanzprodukte bemüht haben.

Einige Vorschläge zur bevorzugten Behandlung von EU-Green-Bonds könnten sich negativ auswirken
Zusätzlich zur EU-Taxonomie sind auch Vorschläge zur bevorzugten Behandlung von EU-Green-Bonds im Gespräch. So soll die EZB in ihren Ankaufprogrammen beim Kauf grüner Anleihen diejenigen bevorzugen, die als EU-Green-Bonds gekennzeichnet sind. Ein zweiter Vorschlag behandelt ein attraktiveres Risikogewicht zur Ermittlung der Eigenkapitalunterlegung nach Basel II. Wir erachten einen regulatorischen Markteingriff dieser Art für überzogen, zumal sich dieser gar kontraproduktiv auf den Umfang des Investorenkreises auswirken könnte. Dies liegt daran, dass Investoren ohne Nachhaltigkeitsfokus zumeist gegenüber einem Vergleichsindex aus konventionellen Anleihen gemessen werden. Sie sind folglich nicht bereit, Green Bonds mit einem Renditenachteil im Portfolio zu halten. Die attraktiveren regulatorischen Merkmale dürften zunächst zu einer erhöhten Nachfrage nach Green Bonds führen. In einem zweiten Schritt würde sich der Anlegerkreis jedoch auf Investoren mit Nachhaltigkeitsfokus beschränken, was Neuemissionen erschweren und damit das Marktwachstum bremsen sollte.

https://www.green-bonds.com/
(Foto:
Marcio da Costa © Bantleon)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

17/05/19
Fidelity: Moderates Wachstum begünstigt Risikoanalgen

Andrea Iannelli, Fixed Income Investment Director von Fidelity International, ist überzeugt, dass die Rahmenbedingungen für risikoreiche Anlagen derzeit günstig sind. Neben moderatem Wachstum und niedriger Inflation sorgt auch die Zurückhaltung der Zentralbanken für stabile Renditekurven. Zugleich sind die Aktienkurse im April weiter nach oben geklettert, während sich die Spreads von Unternehmensanleihen verengt haben.

Auffallend sind derzeit die besseren Zahlen zum Konsum und zum Arbeitsmarkt. Vor allem in den USA sind die Konsumenten weiterhin ausgabefreudig. Zudem hellt sich auch das Geschäftsklima auf. Hingegen sind der Welthandel und Auftragseingänge in der Industrie weiter relativ schwach. Auch macht sich bislang noch nicht die Lockerung der chinesischen Fiskal- und Geldpolitik bemerkbar.

In Europa halten die Wachstumssorgen hingegen an. Dies scheint jedoch weitgehend in den Zinsen der Kernländer eingepreist zu sein. Die jüngsten Konjunkturdaten sorgten zwar für eine gewisse Erleichterung. Außerdem ist die Inflation höher als erwartet ausgefallen und kann für das zweite Halbjahr mit mehr Schützenhilfe seitens der Fiskalpolitik zu rechnen. Noch aber sind wir nicht ganz über den Berg. Die nächsten Umfragen unter Einkaufsmanagern werden Aufschluss zeigen, ob sich die besseren Konjunkturdaten im Reich der Mitte vom ersten Quartal in der europäischen Wirtschaft bemerkbar machen. Darauf deutet bisher jedoch kaum etwas hin. Einmal mehr tendiert die Renditen von Bundesanleihen ins Negative. Ausgehend von den aktuellen Niveaus sehen wir kein wesentliches Aufwärtspotenzial für die Kernzinsen in Europa. Den Markt haben wir daher in unseren Portfolios untergewichtet.

Anleihen aus der Europeripherie profitieren unverändert von der starken Nachfrage nach regelmäßigen Erträgen. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen den Ländern. So hinken Italien-Anleihen mit Blick auf sich möglicherweise verschärfende politische Turbulenzen dem Markt hinterher. Staatsanleihen aus Spanien zeigten sich dagegen von den jüngsten Wahlen, aus denen erneut keine klaren Mehrheitsverhältnisse hervorgegangen sind, unbeeindruckt. Neben der Politik dürfte die Wachstumsdynamik in nächster Zeit die Spreads von Peripherie-Anleihen am stärksten beeinflussen. Von dieser Warte aus betrachtet sehen sich italienische Staatsanleihen den größten Herausforderungen gegenüber. Für Papiere aus Portugal und Spanien sehen wir hingegen Chancen.

Jenseits des Atlantiks schwächen sich die im letzten Jahr rekordhohen Wachstumsraten allmählich ab. Bei einem auf rund 2 Prozent sinkenden BIP-Wachstum, einem relativ günstigen Inflationsausblick und einer Fed, die noch eine Weile nicht an der Zinsschraube drehen dürfte, sollten die günstigen Rahmenbedingungen für amerikanische Staatsanleihen anhalten.

Setzt sich die Rally bei risikoreichen Assets fort, könnten die Renditen leicht steigen. Dieser Anstieg wird unseres Erachtens aber nur von kurzer Dauer sein, wobei US-Staatsanleihen besser als ihre entsprechende Papiere aus anderen Ländern abschneiden sollten. Trotz einer leicht restriktiveren Haltung halten die US-Währungshüter an ihrem Kurs fest, den sie in diesem Jahr eingeschlagen haben. Eine expansivere Fiskalpolitik bleibt ein Risiko für den Markt, das steigt, je näher die Präsidentschaftswahl 2020 rückt. Allerdings gibt es kaum Hinweise darauf, dass ein größeres Haushaltsdefizit signifikanten Einfluss auf die Renditen hat. Es sei denn, es erreicht ein extremes Niveau, das die US-Notenbank zwingt, die Zinsen anzuheben.

https://www.fixed-income.org/
(Foto: Andrea Iannelli
© Fidelity International)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

16/05/19
Anleihen-Analyse: Jetzt 6,25% p.a. festnageln? Joh. Friedrich Behrens AG emittiert dritte Anleihe

Die Joh. Friedrich Behrens AG, einer der europaweit führenden Hersteller von Druckluftnaglern und Befestigungselementen, begibt ihre dritte Unternehmensanleihe (ISIN DE000A2TSEB6), die zum Handel im Open Market (Freiverkehr) der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen werden soll. Die Anleihe hat einen Kupon von 6,25% p.a. und eine Laufzeit von 5 Jahren. Die Zinszahlung erfolgt halbjährlich, jeweils zum 18. Juni und 18. Dezember. Neben einem öffentlichen Angebot ist auch ein Umtauschangebot für Investoren der Anleihe 2015/20 (ISIN DE0005198907) vorgesehen. Wenn die Gesellschaft, wie geplant, zur alten Ertragsstärke zurückkehren kann, dürfte sich ein Investment auszahlen.

Unternehmen
Die Joh. F. Behrens AG ist einer der europaweit marktführenden Hersteller von Befestigungstechnik für Holz, mit Holz und holzähnlichen Werkstoffen. Die seit über 100 Jahren bestehende Behrens-Gruppe hat ihren Hauptsitz in Ahrensburg und Tochter- und Beteiligungsunternehmen in Europa und Übersee. Über diesen Verbund vertreibt sie in Deutschland entwickelte und produzierte Werkzeugmaschinen (druckluft- und gasbetriebene Nagel- und Klammergeräte) sowie entsprechende Befestigungsmittel (magazinierte Nägel, Klammern und Schrauben). Die Marken "BeA" und "KMR" stehen für Spitzenprodukte der Befestigungstechnik, die sich durch innovative Technologien, höchste Qualitätsstandards und moderne Fertigungsmethoden auszeichnen. Weltweit beschäftigt die Behrens-Gruppe über 400 Mitarbeiter und vertreibt ihre Produkte über Tochtergesellschaften und darüber hinaus mit fest etablierten Vertretungen in über 40 weiteren Ländern. Zu den Abnehmern gehören unter anderem Unternehmen aus der holzverarbeitenden Industrie, der Verpackungsindustrie, der Bauindustrie und der Automobilindustrie. Eine wesentliche Stärke der Behrens-Gruppe ist neben dem innovativen Produktangebot, das kontinuierlich optimiert und erweitert wird, die ausgeprägte Servicephilosophie.

Transaktionsstruktur
Im Rahmen eines öffentlichen Angebots wird ein Volumen von bis zu 15,0 Mio. Euro zur Zeichnung angeboten. Dies umfasst ein freiwilliges Umtauschangebot für die am 10. November 2020 fällige Schuldverschreibung 2015/20. Die Zeichnungsfrist läuft bis 12. Juni. Gezeichnet werden kann die Anleihe via Kauforder am Börsenplatz Frankfurt.

Das Umtauschangebot ermöglicht Inhabern der bestehenden Unternehmensanleihe 2015/20 (ISIN DE0005198907), ihre Teilschuldverschreibungen 1:1 in neue von der Joh. Friedrich Behrens AG begebene Anleihe mit einer Laufzeit bis 2024 und einem Kupon von 6,25% p.a. umzutauschen. Die Umtauschfrist läuft bis zum 7. Juni 2019 (Zugang der Umtauscherklärung). Anleger, die das Umtauschangebot wahrnehmen, erhalten je Schuldverschreibung im Nominalwert von 1.000 Euro zusätzlich 25,00 Euro in bar sowie die aufgelaufenen Stückzinsen der Unternehmensanleihe 2015/20. Bei Zugang der Umtauscherklärung vom 8. Juni 2019 bis zum 30. April 2020 sind es 10,00 Euro in bar sowie die aufgelaufenen Stückzinsen, jeweils vorbehaltlich einer vorzeitigen Beendigung.

Zusätzlich zu den im Rahmen des Umtauschangebots zu begebenden Teilschuldverschreibungen können neue Anleger über die Zeichnungsfunktionalität der Frankfurter Wertpapierbörse die neue Anleihe bis zum 12. Juni 2019, 12 Uhr, zeichnen. Darüber hinaus sind bis zum 30. April 2020 (vorzeitige Beendigung auch hier vorbehalten) Zeichnungen auch unmittelbar bei der Emittentin möglich.

Geschäftsentwicklung
Mit einem Umsatzplus von 3,4% auf 120,6 Mio. Euro verzeichnet die Behrens-Gruppe 2018 mittlerweile das fünfte Jahr in Folge eine positive Umsatzentwicklung. Die Basis hierfür legten eine intensive Vertriebsarbeit, auch an den neuen Standorten in Schweden und Belgien. Ein überproportionales Umsatzwachstum ergab sich in Frankreich, Deutschland und Tschechien. Insgesamt betrug das Umsatzwachstum im Segment Europa 6,2% zum Vorjahr.

Die Margenentwicklung blieb 2018 hingegen deutlich unter den eigenen Erwartungen. Seit dem Jahr 2017 hat der kontinuierliche und massive Anstieg der Stahlpreise weltweit das Geschäft der Behrens-Gruppe geprägt. Die Behrens-Gruppe konnte diese Stahlpreiserhöhungen bislang nur zeitverzögert und nicht vollständig an die Kunden weitergeben, so dass bislang noch keine ausreichende Margenanhebung gelungen ist. Die Materialaufwendungen stiegen im Berichtsjahr, auch durch die ungünstige Euro-Dollar-Wechselkursentwicklung, mit 5,4% gegenüber der Betriebsleistung überproportional an und betrugen 72,1 Mio. Euro, entsprechend einer Brutto-Marge von 40,8% (Vj. 41,7%). Die EBIT-Marge beträgt 2,9% vom Umsatz und liegt damit unterhalb des Planungskorridors und des Vorjahresvergleichszeitraums (4,4%). Das Finanzergebnis der Behrens-Gruppe konnte im Berichtsjahr bereits signifikant auf -3,4 Mio. Euro (Vj. -4,2 Mio. Euro) verbessert werden. Auf dieser Basis ergibt sich ein leicht positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) von 0,2 Mio. Euro (Vj. 0,9 Mio. Euro), das einer Marge von 0,16% (bezogen auf die Betriebsleistung) entspricht. Das Konzernjahresergebnis ist leicht positiv (30 TEuro).

Für das laufende Geschäftsjahr 2019 rechnet die Behrens-Gruppe mit einem weiteren Umsatzwachstum zwischen 1,5% und 3,0% – die ersten drei Monate 2019 stützen nach Unternehmensangaben den Ausblick. Der Fokus liegt dabei weiter auf der Qualität der Umsätze und besonders der Margenentwicklung. Mit den laufenden Maßnahmen zur Margensteigerung ist der Vorstand zuversichtlich, wieder zu deutlich höheren Deckungsbeiträgen und mittelfristig auf das angestrebte Niveau von 2016 zurück zu finden. 2019 wird mit einer EBIT-Marge zwischen 2,0% und 4,0% und einer Jahresergebnis-Marge von bis zu 1,0% gerechnet. Die Unternehmensplanung 2019–2021 wurde im Rahmen eines Independent Business Review 2019 durch die Unternehmensberatungsgesellschaft Hanse Consulting, Hamburg, plausibilisiert und bestätigt.

Mittelverwendung
Die Behrens AG plant mit dem Emissionserlös die bestehende Schuldverschreibung 2015/20 teilweise vorzeitig zurück zu zahlen. Darüber hinaus plant die Gesellschaft für einen Teil der Anleiherefinanzierung eine Borrowing Base-Finanzierung zu nutzen. Damit soll die Gesamtfinanzierungsstruktur der Behrens-Gruppe diversifiziert, Fristigkeiten aufgeteilt und die Zinsbelastung gesenkt werden.

Stärken:
– starke Marktposition mit (in der Branche) bekannten Marken
– breites Produktportfolio, internationales Distributionsnetz und gut differenzierte Endkundenstruktur
– lange Historie und positiver Track Record am Kapitalmarkt
– hoher Anteil wiederkehrender Umsätze (Eintreibmaterial macht ca. 60% des Umsatzes aus)
– hohe Transparenz durch Notierung der Aktie im regulierten Markt (u.a. Quartalsberichterstattung)
– Steigerung der Ertragskraft geplant
– Covenants und Zins Step-up

Schwächen:
– hohe Verbindlichkeiten
– margenschwaches Geschäft, entsprechend schwache Kennzahlen
– Abhängigkeit von Stahlpreis und US-Dollar

Fazit:
Die Behrens-Gruppe erzielte 2018 das mittlerweile fünfte Jahr in Folge eine positive Umsatzentwicklung. Die Gesellschaft verzeichnet zudem einen hohen Anteil wiederkehrender Umsätze durch den Verkauf des Eintreibmaterials (Nägel). Auch die Entwicklung beim Rating zeigt seit 2015 einen positiven Trend (von B auf B+ auf aktuell BB- mit jeweils stabilem Ausblick). Die Margenentwicklung blieb 2018 jedoch, bedingt durch gestiegene Stahlpreise und eine ungünstige Euro-Dollar-Wechselkursentwicklung hinter den Erwartungen zurück. Mit den laufenden Maßnahmen zur Margensteigerung ist der Vorstand zuversichtlich, wieder zu deutlich höheren Deckungsbeiträgen und mittelfristig auf das angestrebte Niveau von 2016 zurück zu finden. Die Behrens-Anleihe 2015/20 (ISIN DE0005198907) verzeichnete zudem eine positive Kursentwicklung. Risiken sind in erster Linie in der Abhängigkeit von Stahlpreis und US-Dollar zu stehen sowie der hohen Verschuldung zu sehen.

Ein Investment eignet sich eher für spekulativ orientierte Investoren. Wenn die Gesellschaft, wie geplant, zur alten Ertragsstärke zurückkehren kann, dürfte sich ein Investment auszahlen.

Christian Schiffmacher, https://www.fixed-income.org/

Eckdaten der Joh. Friedrich Behrens-Anleihe

Emittent

Joh. Friedrich Behrens AG

Kupon

6,25% p.a., Zinszahlung halbjährlich

Umtauschangebot

06.05.–07.06.2019

Zeichnungsfrist

14.05.–12.06.2019

Laufzeit

bis 18.06.2024 (5 Jahre)

Emissionsvolumen

bis zu 15 Mio. Euro

ISIN / WKN

DE000A2TSEB6 / A2TSEB

Rating

BB- (Ausblick: stabil) TRIB Rating von Euler Hermes

Zins Step-up

um 0,5% p.a. (im Folgejahr), wenn eines der Kriterien nicht erfüllt ist:
EK-Quote > 20%, Informationspflichten

Internet

www.behrens.ag

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

16/05/19
Anleihen-Analyse: Hörmann Industries – Netto Cash-Position und sehr gute Kennzahlen

Die Hörmann Industries GmbH beabsichtigt die Emission einer neuen Unternehmensanleihe mit einem Volumen von bis zu 50 Mio. Euro und einer Laufzeit von 5 Jahren. Der Kupon wird mindestens 4,50% p.a. betragen. Der endgültige Zinssatz wird voraussichtlich am 28. Mai 2019 auf Basis der Zeichnungsangebote bestimmt. Vorgesehen sind Notierungsaufnahmen im Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse sowie im unregulierten Segment Nordic ABM der Börse Oslo.
Der Emissionserlös dient zur vorzeitigen Refinanzierung der 2021 fälligen Anleihe (WKN A2AAZG, Volumen: 30 Mio. Euro), deren Kündigung (Call-Option) ab dem 21. November 2019 zum Kurs von 101,5% möglich ist. Des Weiteren sollen die Mittel für die allgemeine Finanzierung des Unternehmens einschließlich der Modernisierung und Automatisierung der bestehenden Produktionsanlagen im Geschäftsbereich Automotive sowie der Weiterentwicklung der anderen Geschäftsbereiche durch gezielte Akquisitionen eingesetzt werden.

Unternehmen
Die Aktivitäten der Hörmann Industries Gruppe teilen sich auf die folgenden Geschäftsbereiche auf: Mit dem Geschäftsbereich „Automotive“ ist die Hörmann Industries Gruppe einer der führenden Zulieferer von metallischen Komponenten, Modulen und Systemen für die europäische Nutz-, Landmaschinen- und Baumaschinenindustrie. Im Geschäftsbereich „Engineering“ ist die Hörmann Industries Gruppe im Industriedesign und in der Fahrzeugentwicklung, in der Anlagen-, Gebäude- und Fabrikplanung bis hin zur Bereitstellung von Lösungen für die Intralogistik und komplexen Logistikkonzepten tätig. Die Entwicklung und Produktion von Detektoren zum Nachweis ionisierender Strahlung erweitern das Leistungsspektrum zusätzlich. Mit dem Geschäftsbereich „Communication“ ist die Hörmann Industries Gruppe ein technologisch führender Anbieter von Kommunikations-, Informations-, Sicherheits- und Warnsystemen. Der Fokus liegt dabei sowohl auf professionellen Hardware- und Softwarekonzepten für Bahnbetriebe, den öffentlichen Personennahverkehr, die Binnenschifffahrt und Flughäfen als auch auf elektronischen Videosicherheitssystemen zum Schutz von Gebäuden, öffentlichen Plätzen, Industrieobjekten, Verkehr und Personen. Weiterhin bietet die Hörmann Industries Gruppe Dienstleistungen und Systeme rund um die Kommunikations-, Sicherheits- und Sirenentechnik an. Im Geschäftsbereich „Services“ wurden im Mai 2017 die gruppenweiten Dienstleistungs- und Serviceaktivitäten gebündelt.

Geschäftsentwicklung
Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2018 von 521,9 Mio. Euro (2017) auf 624,1 Mio. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg gegenüber dem Vorjahr um rund 53% auf 41,8 Mio. Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich um 45% auf 30,5 Mio. Euro. Damit wurde die im September 2018 veröffentlichte Umsatz- und Ergebnisprognoseanhebung nochmals übertroffen. Das Geschäftsjahr 2018 schloss Hörmann Industries mit einem Konzernjahresüberschuss von 14,6 Mio. Euro ab, ein Plus von 60,4% gegenüber dem Vorjahr, wobei alle vier Geschäftsbereiche einen positiven Ergebnisbeitrag leisteten. Die Eigenkapitalausstattung des Konzerns verbesserte sich durch die positive Entwicklung der Ertragslage von 99,6 Mio. Euro zum Ende des Vorjahres auf 112,8 Mio. Euro zum 31. Dezember 2018. Die Eigenkapitalquote stieg stichtagsbezogen von 35,1% (31. Dezember 2017) auf 38,3%, der Nettofinanzmittelbestand lag bei 77,3 Mio. Euro. Die Bilanzsumme erhöhte sich aufgrund des gestiegenen Umlaufvermögens um 11,3 Mio. Euro auf 294,7 Mio. Euro. Ohne Auszubildende beschäftigte das Unternehmen im Berichtszeitraum durchschnittlich 3.175 Mitarbeiter, ein Zuwachs von 12,4% im Vergleich zum Jahr 2017.

Im größten Geschäftsbereich Automotive betrug der Umsatz 423,9 Mio. Euro (Vorjahr: 375,4 Mio. Euro). Ursächlich für den Anstieg waren, neben einer positiven Auftragslage, gestiegene Rohstoffpreise, die an die Kunden weitergegeben wurden. Das bereinigte EBIT (vor den eingestellten Sonder- oder periodenfremden Effekten in Höhe von 6,3 Mio. Euro) betrug 10,1 Mio. Euro (Vorjahr: 7,1 Mio. Euro). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die positive Entwicklung in den Werken Gustavsburg, Banovce/Slowakei und Saarbrücken zurückzuführen. Im Gegensatz dazu führten im Werk Penzberg hohe Zusatzkosten in Folge der hohen Fertigungsauslastung sowie gestiegene Personalkosten zu einem negativen EBIT von -2,0 Mio. Euro. Vor diesem Hintergrund wurde die Hörmann Automotive Penzberg GmbH (HAP) im April 2019 aus der Hörmann Industries Gruppe ausgegliedert und mit wirtschaftlicher Wirkung ab 1. Januar 2019 an die konzernfremde Hörmann Beteiligungsgesellschaft FTH Fahrzeugteileholding GmbH, Chemnitz, zum Zweck der geordneten Betriebsstilllegung, übertragen. Die Produktion des Werks wird schrittweise in andere Werke der Hörmann Automotive, insbesondere in das Werk Banovce (Slowakei), verlagert.

Transaktionsstruktur
Die Emission beinhaltet ein öffentliches Umtauschangebot für die 2021 fällige Anleihe, das voraussichtlich bis zum 23. Mai 2019, 18:00 Uhr, läuft. Für jede umgetauschte Anleihe 2016/21 erhalten die Inhaber eine neue Anleihe 2019/24 zuzüglich einer Barzahlung, die sich aus einer Umtauschprämie von 25,00 Euro sowie den jeweiligen Stückzinsen, die auf die umgetauschten Anleihen 2016/21 entfallen, zusammensetzt. Den am Umtauschangebot teilnehmenden Gläubigern wird zudem eine Mehrerwerbsoption eingeräumt. Die Zeichnungsfrist für das öffentliche Angebot über die Zeichnungsfunktionalität DirectPlace der Deutsche Börse AG beginnt am 22. Mai 2019 und endet voraussichtlich am 28. Mai 2019. Die neue Anleihe der Hörmann Industries (ISIN NO0010851728 / WKN A2TSCH) unterliegt norwegischem Recht.

Mittelverwendung
Die Emittentin beabsichtigt, den Emissionserlös, resultierend aus dem Angebot zur vorzeitigen Rückzahlung der 30-Mio.-Euro-4,50%-Anleihe 2016/21 (ISIN DE000A2AAZG8) im November 2019 zu nutzen, sofern diese nicht im Rahmen des Umtauschangebots bereits umgetauscht wurden und für die allgemeine Finanzierung des Unternehmens, einschließlich der Modernisierung von Produktionsanlagen im Automotive-Geschäftsbereich und dem existierenden Produktionsnetzwerk sowie arrondierender Unternehmenszukäufe in den anderen Geschäftsbereichen.

Stärken / Chancen
– positiver Track Record am Kapitalmarkt
– starke Performance der Anleihe 2016/21
– keine Nettofinanzverbindlichkeiten
– teilweise sehr gute Finanzkennzahlen
– Management macht einen sehr guten Eindruck

Schwächen / Risiken
– hohe Abhängigkeit von Großkunden
– geopolitische Risiken
– zyklisches Geschäftsmodell

Fazit:
Hörmann Industries hat die mit Abstand besten Kennzahlen der aktuellen mittelständischen Anleiheemittenten. Das Management macht einen guten Eindruck. Für einen Erfolg der Anleihe spricht neben den teils sehr guten Kennzahlen insbesondere auch der positive Track Record am Kapitalmarkt – insbesondere die überzeugende Performance der Anleihe 2016/21. Daher dürfte die neue Anleihe der Hörmann Industries GmbH ins Beuteschema vieler Investoren passen. Neben geopolitischen Risiken ist auch die hohe Abhängigkeit von Großkunden als Risikofaktor zu nennen. Die Gesellschaft hat zudem ein zyklisches Geschäftsmodell.

Unter Abwägung der Chancen und Risiken ist aktuell (keine Verschärfung der Handelskriege) von einer hohen Nachfrage nach der neuen Hörmann Industries-Anleihe auszugehen. Vieles spricht für eine vorzeitige Beendigung der Zeichnungsfrist und eine ähnlich positive Performance wie bei der Anleihe 2016/21.

Christian Schiffmacher, https://www.fixed-income.org/

Hörmann Industries – bondspezifische Kennzahlen

 

Hörmann Ind.

Empfehlungen*

EBITDA Interest Coverage

14,0

mind. 2,5

EBIT Interest Coverage

8,4

mind. 1,5

Net Debt / EBITDA

-1,1

max. 5

Eigenkapitalquote

38,3%

mind. 30%

Stand: 31.12.2018
*) Empfehlungen des ehemaligen Best Practice Guide für Unternehmensanleihen im Entry Standard

Eckdaten der Hörmann-Anleihe2019/24

Emittent

Hörmann Industries GmbH

Kupon

mind. 4,50%

Umtauschfrist

09.05.–23.05.2019

Zeichnungsfrist

22.05.–28.05.2019

Notierungsaufnahme

06.06.2019

Volumen

bis zu 50 Mio. Euro

WKN / ISIN

A2TSCH / NO0010851728

Stückelung

1.000 Euro

Laufzeit

5 Jahre

Unternehmensrating

BB (Stabil), Euler Hermes Rating GmbH (Oktober 2018)

Treuhänder

Nordic Trustee AS

Listing

Open Market, Börse Frankfurt und Nordic ABM, Börse Oslo

Internet

www.hoermann-gruppe.de

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

16/05/19
VST BUILDING TECHNOLOGIES AG emittiert Anleihe 2019/2024 mit Umtauschangebot für VST-Anleihe 2013/2019

Die VST BUILDING TECHNOLOGIES AG (Aktie: ISIN AT0000A25W06, Anleihe: ISIN DE000A1HPZD0) hat heute vorbehaltlich der Genehmigung des Prospektes durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Emission einer Unternehmensanleihe (vgl. Ad-hoc-Mitteilung vom 09.04.2019) mit einer Laufzeit von fünf Jahren, einer Verzinsung von 7% p.a. (bei halbjährlicher Zinszahlung) und einer Stückelung von EUR 1.000 beschlossen. Das Emissionsvolumen der VST-Anleihe 2019/2024 (die "VST-Anleihe 2019/2014") beträgt bis zu EUR 15 Mio.

Die Laufzeit der Anleihe ist voraussichtlich vom 12. Juni 2019 bis 11. Juni 2024 (Rückzahlung am 12. Juni 2024). Die erste Zinszahlung ist für 12. Dezember 2019 geplant und erfolgt bis Laufzeitende halbjährlich, jeweils am 12. Juni und 12. Dezember eines jeden Jahres. Die Einbeziehung der Schuldverschreibungen wird in den Freiverkehr (Open Market) der Frankfurter Wertpapierbörse beantragt. Die Notierungsaufnahme erfolgt voraussichtlich am 12. Juni 2019 (ISIN DE000A2R1SR7). Die Zeichnung soll auch über die Zeichnungsfunktionalität der Deutschen Börse, über das Xetra-Zeichnungstool "Direct Place", möglich sein. Vorbehaltlich der Billigung des Wertpapierprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Notifizierung der Finanzmarktaufsicht in Österreich (FMA) soll das öffentliche Angebot in Deutschland und Österreich vom 27. Mai 2019 (0.00 Uhr MESZ) bis 6. Juni 2019 (12.00 Uhr MESZ) erfolgen und es ist ein Angebot für die Gläubiger der Anleihe 2013/2019 (ISIN DE000A1HPZD0, "VST-Anleihe 2013/2019") zum Umtausch von Schuldverschreibungen geplant.

Im Rahmen des Umtauschangebots werden die Inhaber der im Jahr 2013 mit einer Stückelung von ebenfalls EUR 1.000 begebenen 8,5% VST-Anleihe 2013/2019 eingeladen, Angebote für den Umtausch in die von der Emittentin neu zu begebende VST-Anleihe 2019/2024 abzugeben. Die Umtauschfrist beginnt am 27. Mai 2019 und endet voraussichtlich am 06. Juni 2019 (12.00 Uhr MESZ) und läuft somit parallel zum öffentlichen Angebot. Inhaber von Teilschuldverschreibungen der VST-Anleihe 2013/2019 erhalten bei Annahme des Umtauschangebots durch die Emittentin für eine bestehende Teilschuldverschreibung der VST-Anleihe 2013/2019 eine neue Teilschuldverschreibung der VST-Anleihe 2019/2024 (Umtauschverhältnis 1:1) sowie zusätzlich einen Barausgleichsbetrag von EUR 20 je umgetauschter Teilschuldverschreibung der VST-Anleihe 2013/2019. Der Barausgleichsbetrag setzt sich aus den aliquoten Stückzinsen und einem Zusatzbetrag zusammen.

Zusätzlich zum öffentlichen Angebot und zum Umtauschangebot sollen die Schuldverschreibungen qualifizierten Anlegern im Wege von Privatplatzierungen in Deutschland sowie gegebenenfalls in anderen Ländern der Europäischen Union sowie der Schweiz zur Zeichnung angeboten werden. Der Emissionserlös der neuen Unternehmensanleihe soll unter anderem für das weitere Wachstum der Gesellschaft sowie für Investitionen, die Optimierung bestehender Fremdkapitalstrukturen sowie für sonstige allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden. Weiterführende Informationen zu der Unternehmensanleihe werden zu gegebener Zeit auch auf der Website der VST BUILDING TECHNOLOGIES AG unter www.vstbuildingtechnologies.com veröffentlicht.

https://www.fixed-income.org/
(Foto: © VST BUILDING TECHNOLOGIES AG)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

16/05/19
Deutsche Hypo bringt Green Loans an den Markt

Nachdem sie Ende letzten Jahres bereits den zweiten Grünen Pfandbrief erfolgreich emittiert hat, baut die Deutsche Hypothekenbank ihre grüne Wertschöpfungskette mit der Einführung des Green Loans nun konsequent weiter aus. Bei der Vergabe eines "grünen Kredites" steht die Finanzierung moderner, zukunftsfähiger und energieeffizienter Objekte im Fokus. Gleichzeitig wird ein Anreiz zur Ressourcenschonung sowie zur nachhaltigen und umweltbewussten Bauweise geschaffen.

Die Green Loan-Fähigkeit der Finanzierung wird dabei anhand eines eigens entwickelten Scoring-Modells bewertet. Als Kriterien werden unter anderem der Energieverbrauch, die Zertifizierungen, die Entfernung zum ÖPNV, die Bausubstanz und die Flächenversiegelung herangezogen. Darüber hinaus erfolgt eine Analyse der Mieterstruktur, Objekte mit kontroversen Hauptmietern werden grundsätzlich ausgeschlossen. Wird die Finanzierung abschließend als "Green Loan-fähig" bewertet, erfolgt eine entsprechende Incentivierung über die Margengestaltung.

"Wir nehmen eine verstärke Nachfrage unserer Kunden und Investoren nach grünen Finanzprodukten wahr, der wir sehr gerne nachkommen", erklärt Sabine Barthauer, Mitglied des Vorstands der Deutschen Hypo. "Mit der Emission unserer Grünen Pfandbriefe haben wir bereits sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Einführung des Green Loans bedeutet für uns nun die konsequente Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie auf der Aktiv-Seite und damit in unserem Kerngeschäft."

Die Deutsche Hypo hat auch schon zuvor Green Buildings finanziert. Mit der Green Loan-Initiative wird die Finanzierung energieeffizienter Gebäude jedoch erstmals in einem prozessualen Rahmen gefördert und incentiviert. Mit der zusätzlichen Emission von Grünen Pfandbriefen weist die Bank damit eine ganzheitlich grüne Wertschöpfungskette auf, die langfristig auch die Qualität des Portfolios im Hinblick auf Nachhaltigkeit noch weiter verbessern wird.

https://www.green-bonds.com/
(Foto: © Deutsche Hypo)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

16/05/19
“Unsere Situation ist solide”, Johann Schmid-Davis, CFO, Hörmann Industries GmbH

Die Hörmann Industries GmbH emittiert eine neue Unternehmensanleihe mit einem Volumen von bis zu 50 Mio. Euro. Der Emissionserlös dient zur vorzeitigen Refinanzierung der 2021 fälligen Anleihe (WKN: A2AAZG, Volumen: 30 Mio. Euro). Die Anleihe kann via Kauforder am Börsenplatz Frankfurt gezeichnet werden. Im Gespräch mit dem BOND MAGAZINE erläutert CFO Johann Schmid-Davis die Strategie.

BOND MAGAZINE: In welchen Bereichen ist Hörmann Industries tätig?

Schmid-Davis: Die H
örmann Industries GmbH ist als mittelständisches Familienunternehmen mit ihren vier Segmenten Automotive, Engineering, Communication und Services für den Industriesektor in zukunftsträchtigen Geschäftsfeldern aufgestellt. Unsere Produkte und Dienstleistungen generieren in einer sich stark wandelnden Industrielandschaft, die wir mitgestalten, eine hohe Nachfrage. Als Technologieunternehmen sind wir seit 65 Jahren erfolgreich im Markt.

BOND MAGAZINE: Wie wollen Sie die Mittel aus der Anleiheemission verwenden?

Schmid-Davis: Das Zielvolumen der Anleihe 2019/2024 liegt bei 50 Millionen Euro. Welche Umtauschquote wir mit dem aus unserer Sicht sehr attraktiven Angebot erreichen werden ­– wir bieten ja auch eine Barzulage von 25 Euro – ist noch nicht abzusehen. Vorzeitig zurückzahlen werden wir die nicht umgetauschten Stücke der Anleihe 2016/2021 am 21. November 2019 definitiv, so beschreibt es der aktuelle Prospekt. Die Umtauschfrist läuft noch bis zum 23. Mai 2019. Sollten darüber hinaus Mittel eingeworben werden, wovon wir natürlich ausgehen, dienen diese der weiteren Optimierung der Produktionsstruktur im Geschäftsbereich Automotive und ergänzenden Akquisitionen in den Geschäftsbereichen Engineering und Services.

BOND MAGAZINE: Sie haben eine Netto-Cash-Position – also eine relativ komfortable Situation. Sie könnten also auch mal größere Akquisitionen tätigen…?

Schmid-Davis: Ja, stimmt Herr Schiffmacher, unsere Situation ist solide. Eine Eigenkapitalquote von rund 38% und ein Nettofinanzmittelbestand von über 77 Mio. Euro per Ende 2018 stehen bei uns zu Buche. Wir werden in unseren vier Geschäftsfeldern organisch und sehr pointiert anorganisch in den Bereichen Engineering und Services weiter wachsen. Wir treiben die Automatisierung vor allem im Bereich Automotive voran und schaffen uns gute Möglichkeiten, portfolioergänzende und -erweiternde Unternehmenszukäufe, wie zum Beispiel im April mit der Mehrheitsübernahme an dem Intralogistik-Unternehmen Klatt Fördertechnik geschehen, zu realisieren. Wir wollen schlagkräftig sein und den Wettbewerb gestalten. Dabei denken wir als Familienunternehmen aber nicht nur in Zahlen, wir denken vor allem auch an Zukunft, Solidität und Integrität, um die Hörmann Industries generationenübergreifend fortentwickeln zu können. Also kurz: Arrondierende Akquisitionen, die sich in absehbarer Frist amortisieren, sind für Hörmann Industries jederzeit denk- und realisierbar.

BOND MAGAZINE: Wie gerade erwähnt haben Sie kürzlich die Klatt Fördertechnik GmbH übernommen. Bitte erläutern Sie uns Details zur Übernahme.

Schmid-Davis:
H
örmann hat sich zunächst mit 51 Prozent an dem österreichischen Spezialisten für Intralogistiksysteme beteiligt, und wir beabsichtigen, in den kommenden Jahren sukzessive weitere Anteile an Klatt zu erwerben. Die akquirierte Gesellschaft wird ru?ckwirkend zum 1. April 2019 voll konsolidiert. Für die Hörmann Logistik GmbH bedeutet die Übernahme die vertikale Ausweitung des bisherigen unternehmenseigenen Angebots und damit die Stärkung der Wertschöpfungskette sowie eine Markterweiterung in neue Branchen und nach Österreich. Hörmann ist im Bereich Logistik spezialisiert auf Projektierung von Anlagen, Projektmanagement, Automatisierungstechnik und -software sowie Warehousemanagementsysteme. Klatt wird die Angebotspalette als Vollsortimentierer fu?r Fördertechnik um solche konstruktive Lösungen ergänzen, die die Hörmann Logistik GmbH als Generalunternehmer bislang von unterschiedlichen Herstellern zugekauft hat.

BOND MAGAZINE: Und wie hoch war der Kaufpreis?

Schmid-Davis: Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

BOND MAGAZINE: Sie trennen sich vom Automotive-Werk in Penzberg. Mit welchen Kosten, u.a. für den Sozialplan, ist zu rechnen?

Schmid-Davis:
Im Jahr 2018 ist die H
örmann Automotive Penzberg, HAP, in eine Verlustsituation geraten und wies einen Fehlbetrag in Höhe von 4,6 Mio. Euro aus – trotz einer hohen konjunkturbedingten Nachfrage und einer hohen Auslastung. Diese defizitäre Entwicklung setzt sich im laufenden Geschäftsjahr fort: HAP rechnet in 2019 mit einem erneuten Verlust von mehr als 8 Mio. Euro. Der Standort Penzberg ist von einer sehr lohnintensiven Herstellung mit relativ niedrigem Automatisierungsgrad gekennzeichnet, die unter den Gegebenheiten in Deutschland nicht mehr zukunftsfähig ist und für uns nicht länger wirtschaftlich tragbar war. Die Ausgliederung und Entkonsolidierung ist eine folgerichtige Konsequenz im Sinne der gesamten Gruppe. Fu?r die Finanzierung eines Sozialplans wird die Hörmann Industries GmbH der Hörmann Automotive Penzberg GmbH besicherte Finanzmittel von rund 20 Mio. Euro zur Verfu?gung stellen.

BOND MAGAZINE: Zurzeit vergeht fast kein Tag, an dem nicht von Handelskriegen die Rede ist. Welche Risiken sehen Sie diesbezüglich für Hörmann Industries?

Schmid-Davis: Schmid-Davis: Wir sind in vier Geschäftsfeldern, die allesamt positiven Ergebnisbeitrag liefern, diversifiziert und damit risikogestreut unterwegs – das ist schon einmal ein Vorteil. Die Hörmann Industries GmbH ist vor allem in Europa aktiv, Hauptabsatzmarkt für die vier Geschäftsbereiche ist Deutschland. Auch das ist in der derzeitigen Gemengelage ein Vorteil. Wir sind also nur am Rande betroffen. Aber: Handelsbarrieren fördern unser Geschäft selbstverständlich nicht, wir nehmen das nicht gute Sentiment selbstverständlich wahr, zumal auch unsere Geschäftspartner zum Teil betroffen sind. Den Verwirrungen zum Trotz gibt es fu?r das von den Hörmann Geschäftsbereichen bereitgehaltene Produktportfolio genügend Aufgaben, die zu lösen sind und für die wir die notwendigen Konzepte und Kompetenzen haben. Unsere Auftragsbu?cher sind gut gefüllt.

BOND MAGAZINE: Welchen Umsatz erzielen Sie mit Ihrem größten Kunden –  MAN?

Schmid-Davis: Aktuell sind Daimler, MAN und Scania im Nutzfahrzeugbereich Kunden von Hörmann Automotive, im kommenden Jahr wird mit hoher Wahrscheinlichkeit DAF dazu kommen. Vier der fünf größten europäischen Lkw-Hersteller werden wir dann zu unseren Kunden zählen. Wir sind aber auch Systemlieferant für namhafte Kunden in der Land- und Baumaschinenindustrie, wie John Deere, Claas, Liebherr und diverse andere Unternehmen im Automotive-Bereich. Unser Kundenportfolio ist breit gestreut. In 2018 belief sich der MAN-Anteil am Umsatz von Hörmann Industries auf rund 40 Prozent.

BOND MAGAZINE: Als Sie Details zu Ihrer Anleiheemission bekanntgegeben haben, hat bei mir gleich ein Funkwerk-Aktionär angerufen… Welchen Anteil halten Sie an Funkwerk und welche strategischen Ziele verfolgen Sie bei Funkwerk?

Schmid-Davis: Die Hörmann Industries ist mit 78% an der börsennotierten Funkwerk AG, die zu unserem Geschäftsbereich Communication zählt, beteiligt. Der Geschäftsbereich Communication ist dank seiner historischen Entwicklung flächendeckend in europäischen Zukunftsmärkten strategisch gut positioniert. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um ein tiefes Verständnis für die unterschiedlichen Anforderungen der Kunden zu bekommen und Innovationen voranzutreiben. Für den Bereich Communication bieten sich vor dem Hintergrund der aktuellen industriellen Entwicklung eine Vielzahl zusätzlicher Möglichkeiten für die Erweiterung des Produkt- und Dienstleistungsportfolios. Insofern wird dieses Segment im Hörmann-Mix der Geschäftsbereiche nachhaltig an Bedeutung gewinnen. Die mittelfristige weitere Diversifizierung der Hörmann Industries, auch unter Margen- und Risikogesichtspunkten, wird vom Geschäftsbereich Communication und damit der Funkwerk AG maßgeblich mitbestimmt werden.

BOND MAGAZINE: Funkwerk ist börsennotiert, Hörmann Industries nicht. Mit der dritten Anleiheemission scheinen Sie wohl Gefallen am Kapitalmarkt gefunden zu haben. Ist mittelfristig auch ein Börsengang von Hörmann Industries denkbar?

Schmid-Davis: Umgekehrt hat auch der Kapitalmarkt Gefallen an der Hörmann Industries gefunden, die sich seit 2013 als reputierter Kapitalmarktteilnehmer etabliert hat. Das ist also eine Win-Win-Situation. Und Herr Schiffmacher, Sie als langjähriger Kapitalmarktexperte kennen die Antwort auf Ihre Frage: Die Hörmann Industries prüft in der Verantwortung einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung kontinuierlich alle Optionen. Das ist nicht bloß eine Formulierung, das sehen wir als unsere Managementpflicht.

BOND MAGAZINE: Ihre Anleihe wird nach norwegischem Recht emittiert. Welche Vorteile soll das haben? Bei WOW Air hat das Nordic Bond-Format auch keinen Vorteil gebracht…

Schmid-Davis:
Ich kann den Verlauf des Falls WOW Air aus der Ferne nicht seriös beurteilen. Hörmann Industries hat das Nordic Bond Format gewählt, da das damit verbundene Treuhänderkonzept ermöglicht, einen erweiterten Kreis von institutionellen Investoren bei der Privatplatzierung in der europäischen Region schneller einzubinden. Wir öffnen uns damit in adäquater und dank Standarddokumentation unkomplizierterer Weise einem größeren Kreis potenzieller Investoren für unsere neue Anleihe, zumal der Bond ja auch über ein höheres Volumen verfügt.

BOND MAGAZINE: Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Christian Schiffmacher, https://www.fixed-income.org/

Eckdaten der Hörmann-Anleihe2019/24

Emittent

Hörmann Industries GmbH

Kupon

mind. 4,50%

Umtauschfrist

09.05.-23.05.2019

Zeichnungsfrist

22.05.-28.05.2019

Notierungsaufnahme

06.06.2019

Volumen

bis zu 50 Mio. Euro

WKN / ISIN

A2TSCH / NO0010851728

Stückelung

1.000 Euro

Laufzeit

5 Jahre

Unternehmensrating

BB (Stabil), Euler Hermes Rating GmbH (Oktober 2018)

Treuhänder

Nordic Trustee AS

Listing

Open Market, Börse Frankfurt und Nordic ABM, Börse Oslo

Internet

www.hoermann-gruppe.de

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

15/05/19
Jupiter ernennt Wayne Mepham zum neuen CFO

Der börsennotierte Investmentmanager Jupiter ernennt Wayne Mepham zum Chief Financial Officer (CFO). Er wird zum 2. September 2019 seine Arbeit bei Jupiter aufnehmen und dort zudem Mitglied des Vorstands und des Executive Committee sein. Mepham ist Wirtschaftsprüfer mit über 23 Jahren Erfahrung im Finanzsektor. Die vergangenen neun Jahre seiner Karriere hat er bei Schroders verbracht, wo er derzeit die Rolle des Global Head of Finance innehat. Zuvor übte er verschiedene Senior-Positionen bei PwC aus. Dort arbeitete er mit einer Vielzahl von Asset Managern, Versicherungen und Banken zusammen. Die Ernennung von Mepham folgt auf die Ankündigung von Charlotte Jones, ihre bisherige Rolle als CFO aufzugeben. Jones wird diese noch bis 30. Juli 2019 ausüben.

Andrew Formica, CEO von Jupiter, sagt: „Ich bin sehr froh darüber, dass Wayne Teil von Jupiter wird. Er blickt auf eine langjährige Erfolgsbilanz im Finanzdienstleistungssektor zurück und hat viel Erfahrung in der Vermögensverwaltungsbranche auf nationaler und globaler Ebene. Er ist eine starke Führungskraft und verfügt über ein breites Fachwissen, nicht zuletzt im Bereich technischer Buchhaltung, Regulierung und Geschäftsentwicklung. Ich habe keinen Zweifel daran, dass er eine ausgezeichnete Ergänzung für unser Team sein wird. Ich möchte auch Charlotte und dem Rest des Finanzteams für ihre kontinuierlichen Bemühungen danken, insbesondere bei der Planung eines reibungslosen Übergangs für ihren Nachfolger."

Dazu Wayne Mepham: „Ich freue mich sehr über diese neue Herausforderung. Jupiter verfügt über ein großartiges Team, eine klare strategische Ausrichtung und eine unglaublich starke Marke, hat aber auch ein erhebliches Potenzial, sein Geschäft weiter auszubauen und ich freue mich sehr auf meinen Start."

https://www.fixed-income.org/
(Foto: Wayne Mepham
© Jupiter)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

15/05/19
Beatrix Anton-Grönemeyer wird Chief Sustainability Officer bei AllianzGI

Allianz Global Investors (AllianzGI) ernennt Beatrix Anton-Grönemeyer zum Chief Sustainability Officer. Die neu geschaffene Position unterstreicht die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit für AllianzGI und die Kunden. Beatrix Anton-Grönemeyer, zuvor Global Head of Product Specialists Fixed Income, hat die Position mit sofortiger Wirkung angetreten und berichtet an Chief Executive Officer Andreas Utermann.

„Als langfristiger Investor, der sich auf die Zukunftssicherung der Kunden konzentriert, ist Nachhaltigkeit von grundlegender Bedeutung für uns,“ kommentiert CEO Andreas Utermann die Berufung. „Ein zentraler Grundsatz unseres Leistungsversprechens ist das Ziel, das Anlageergebnis für Kunden durch einen ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz zu verbessern. Die Schaffung der neuen Position des Chief Sustainability Officer und Ernennung von Beatrix Anton-Grönemeyer unterstreicht, wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit für uns ist und dass wir die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten zusammen mit unseren Kunden weiter voranbringen möchten.“

AllianzGI berücksichtigt seit dem Jahr 2000 Nachhaltigkeitsaspekte bei der Kapitalanlage und ist damit einer der ESG-Pioniere. In den letzten beiden Jahren erhielt AllianzGI für den übergreifenden Ansatz bei ESG-Strategie und Governance von den Principles for Responsible Investment (PRI) ein A+.

Beim Portfoliomanagement der gesamten verwalteten Vermögen von AllianzGI in Höhe von 535 Mrd. Euro spielen ESG-Aspekte eine Rolle, zum einen über das Engagement mit den Unternehmen, zum anderen durch die Einbeziehung von ESG Research-Ergebnissen. AllianzGI ist bestrebt, ESG-Faktoren formell in sämtliche Anlagestrategien zu integrieren; derzeit werden bereits 118 Mrd. Euro nach dem integrierten ESG-Ansatz gemanagt. Darüber hinaus verwaltet AllianzGI 22 Mrd. Euro in speziellen SRI-Strategien und gut 6 Mrd Euro an Impact Investments (wirkungsorientierte Investments).

Neben der Schaffung der Position des Chief Sustainability Officer und der Berufung von Beatrix Anton-Grönemeyer wurde auch das Team für Nachhaltigkeitsresearch weiter ausgebaut. Anfang Mai 2019 ist Marie Navarre in Paris als Senior SRI Analystin von Amundi zu AllianzGI gestoßen. Navarre berichtet an Isabel Reuss, Director of SRI Research.

https://www.green-bonds.com/
(Foto: Beatrix Anton-Grönemeyer © Allianz GI)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

15/05/19
Internationale Rentenmärkte: Unkonventionell wird konventionell

Der „America First“-Ansatz breitet sich weltweit aus. Dies verschiebt das Risikogleichgewicht eindeutig in Richtung einer rückläufigen Handels- und Investitionstätigkeit. Daten des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank belegen, dass die Im- und Exporte in Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts bereits seit 2010 stocken. Die gerade stattfindende technologische Revolution, die noch nicht auf breiter Front für einen Produktivitätsschub sorgt, erfordert jedoch eine verbesserte Zusammenarbeit und Vertrauen unter den Wachstumsmotoren der Weltwirtschaft China, USA und Europa.

„Aber gerade dort tauchen viele Fragezeichen auf“, verweist Peter De Coensel, CIO Fixed Income bei Degroof Petercam Asset Management (DPAM). „Populistische Politiker gewinnen immer häufiger Wahlen. Die Wahlergebnisse der vergangenen drei Jahre bestätigen rund um den Globus das Potenzial jener politischen Strategien, die moralische Grenzen suchen und austesten. Eine längerfristige Abwärtsanpassung des globalen Wachstumspotenzials ist an den Finanzmärkten jedoch nicht flächendeckend eingepreist.“

„Anleihen werden deshalb allerdings nicht auf die Handelsniveaus von vor 20 Jahren zurückgesetzt“, so der Rentenexperte. Vielmehr erwartet er weltweit stabile Anleihemärkte, mit interessanten Festzinsanlagen in allen Bereichen. Unterstützung dafür komme von der Zinsfront. Die Entscheidung der US-Notenbank vom Januar, in ihrem Zinszyklus eine längere Pause einzulegen, drückte im ersten Quartal 2019 die aktuelle und erwartete Volatilität an den Zins- und Kreditmärkten. Daran sollte sich vorerst wenig ändern. Und in Europa werden in den kommenden sechs Monaten die Beratungen über zinsfreie Bankkredite und die Möglichkeit einer Staffelung von Einlagesätzen auf der Tagesordnung der EZB stehen, um das anfällige EU-Bankensystem zu stützen.

„Zwar deuten die Terminpreise bei den Zinssätzen auf eine schwache Aufwärtsnormalisierung der langfristigen Renditen. Andererseits könnten Abwärtsüberraschungen bei der Inflation der positiven Dynamik, die die weltweiten Anleihenmärkte seit Anfang des vierten Quartals 2018 beflügelt, noch mehr Schub verleihen“, sagt Peter De Coensel.

Entflechtung zwischen Finanzplätzen
Nicht nur beim Handel, auch an den Finanzplätzen ist eine abnehmende Interdependenz zu beobachten. Kann die Deglobalisierung somit auch die Kapitalströme treffen? Darauf deutet nach Ansicht des Renten-Chefs bei DPAM tatsächlich immer mehr hin: „Bei der inländischen Anlegerbasis in den USA kam es zu einem erheblichen Anstieg der Positionen in US-Staatsanleihen, die Interbankenmärkte in der Europäischen Union sind weiterhin dysfunktional, der Anteil italienischer Staatsanleihen in ausländischem Besitz fällt immer weiter und einige Schwellenländer verringern ihre Abhängigkeit vom US-Dollar.“

Anleger sollten auf einen anhaltenden Rückgang der erwarteten Renditen in allen Anleihesektoren von Staats- über Investment-Grade- bis hin zu Hochzinsanleihen gefasst sein. Die positive Dynamik bei Anleihen kehrte vor rund sechs Monaten an die Märkte zurück und hat noch viel Spielraum.

Die Deglobalisierung könnte zudem zu einer Fortsetzung des Aufwertungstrends beim US-Dollar führen. Der seitwärts tendierende USD-Index war zwischen 2001 und 2007, einer durch rasche Globalisierung und Deregulierung gekennzeichneten Phase, in einer deutlichen Baisse. Der Ausbruch der großen Finanzkrise lieferte dann ein falsches Signal für eine Trendumkehr. Die eigentliche Umkehr erfolgte erst im Jahr 2011. „Wir erkennen derzeit keine Anzeichen, die diesen Unterstützungstrend für den Dollar ändern könnten“, sagt der Manager des globalen Rentenfonds DPAM L Bonds Universalis Unconstrained.

Und ergänzt: „Die Zentralbanken konkurrieren weiterhin nicht um die Zinssätze, sondern in Bezug auf die Größe ihrer Bilanz. Daher ist die Bewertung der Währungen weniger durch Zinsdifferenzen als vielmehr durch unkonventionelle geldpolitische Strategien beeinflusst. Unkonventionell wird konventionell. Deshalb plädieren wir dafür, Investments über alle globalen Anleihesektoren hinweg zu diversifizieren. Das Potenzial von Euro-Staatsanleihen und der reifenden europäischen Investment-Grade- und Hochzinsmärkte schätzen wir weiterhin hoch ein. Engagements in verschiedenen Währungen sollten umsichtig, doch mit Zuversicht eingegangen werden. Schwellenländerstaatsanleihen in Lokalwährungen sind eine weitere wichtige Festzinskomponente für die Gesamtrendite von Anlegerportfolios.“

https://www.fixed-income.org/
(Foto: Peter De Coensel © Degroof Petercam Asset Management)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

14/05/19
TERRAGON hat Anleihe erfolgreich platziert

Die TERRAGON AG, ein auf Wohnen im Alter spezialisierter, bundesweit tätiger Projektentwickler, hat ihre Unternehmensanleihe (ISIN DE000A2GSWY7, WKN A2GSWY) mit einem Volumen von 25 Mio. Euro und einer Laufzeit von fünf Jahren erfolgreich platziert.

Die mit einem jährlichen festen Zinssatz von 6,500 % ausgestattete Anleihe war sowohl bei institutionellen Investoren als auch bei Privatanlegern auf große Nachfrage gestoßen. Um allen Investoren eine höhere Zuteilung zu ermöglichen, wurde das Emissionsvolumen von 20 Mio. Euro auf 25 Mio. Euro angehoben und die Zeichnungsfrist heute vorzeitig um 10.00 Uhr MESZ beendet. Die Anleihe war zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich überzeichnet. Dabei entfielen jeweils rund die Hälfte der Zeichnungen auf institutionelle Investoren sowie auf private Investoren. Alle über die Börse Frankfurt erfolgten Orders wurden bis zu einem Volumen von 4.000 Euro vollständig zugeteilt. Darüber hinaus gehende Zeichnungsaufträge wurden bis zu einem Maximalvolumen von 80.000 Euro mit einer Quote von 50 % zugeteilt.

Dr. Michael Held, Vorstandsvorsitzender der TERRAGON AG: "Ich freuen mich über das große Interesse der Investoren und bedanken mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Der Transaktionserfolg ist Ergebnis der hervorragenden Zusammenarbeit unter Koordination unseres Aufsichtsratsmitglieds Ralph Breuling mit der IKB und den weiteren Beraterteams."

Die Transaktion wurde durch die IKB Deutsche Industriebank AG begleitet.

Der erste Handelstag (Handel per Erscheinen) für die Anleihe im Open Market (Freiverkehr) der Frankfurter Wertpapierbörse ist bereits für morgen, den 15. Mai 2019 vorgesehen. Ausgabe- und Valutatag ist der 24. Mai 2019.

Über TERRAGON:
Die TERRAGON AG ist ein auf Wohnen im Alter spezialisierter, bundesweit tätiger Projektentwickler mit Fokus auf das attraktive Marktsegment "Servicewohnen". Das bereits seit 20 Jahren am Markt etablierte Unternehmen hat deutschlandweit mehr als 2.000 Wohneinheiten erfolgreich entwickelt und zählt zu den führenden Immobilienprojektentwicklern für Betreutes Wohnen in Deutschland. Mit ihrem erfahrenen Managementteam und ihrer datenbankbasierten bedarfsgerechten Standortanalyse verfügt die TERRAGON AG über eine hohe Wettbewerbsfähigkeit bei der Gestaltung und Steuerung aller Prozesse der Wertschöpfungskette von der Grundstücksakquisition, der Projektierung, der Planung, dem Bau bis zum Verkauf.

https://www.fixed-income.org/
(Foto: © TERRAGON)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

14/05/19
Dentons berät EP Infrastructure bei Schuldscheinemission in Höhe von 182,5 Mio. Euro

Die globale Wirtschaftskanzlei Dentons hat EP Infrastructure bei ihrer ersten Schuldscheinemission nach deutschem Recht in Höhe von 182,5 Mio. Euro beraten. Hierbei handelt es sich um eine der größten Schuldscheinemissionen, die im laufenden Jahr von einem Kreditnehmer aus der Region Mittel- und Osteuropa platziert wurde. Die Laufzeiten der variabel verzinslichen Kreditverträge betragen fünf und sieben Jahre. Als Konsortialführer fungierten die Commerzbank AG und die Raiffeisen Bank International AG. EPIF wird den Emissionserlös aus dieser Transaktion für allgemeine Unternehmenszwecke verwenden.

EP Infrastructure ist ein führendes europäisches Energieinfrastrukturunternehmen, das vorrangig in der Slowakei und Tschechischen Republik aktiv ist. Das Unternehmen ist auf Gastransport, Gas- und Stromverteilung, Wärme- und Stromerzeugung sowie Gasspeicherung spezialisiert. Gemessen am operativen Gewinn (EBITDA) gehört der Konzern zu den fünf größten Industriekonzernen in der Tschechischen Republik.

Ein Dentons-Team unter Federführung von Dr. Arne Klüwer war im vorliegenden Fall als Transaktionsberater tätig sowie mit der Strukturierung und Dokumentation befasst. Die Beratung fußt auf einer langjährigen Mandatsbeziehung zwischen EPIF und den Dentons-Partnern Petr Zákoucký (M&A / Energy, Prag) und Nick Hayday (Capital Markets, London). Der Londoner Partner Cameron Half (Capital Markets und US Securities Laws) und sein Team begleiteten EP Energy kürzlich auch bei einer Barausschreibung für Hochzinsanleihen.

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(Foto: © EP Infrasctructure)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

14/05/19
UBM Development beabsichtigt die Aufstockung der 2018 emittierten 3,125%-Unternehmensanleihe

UBM Development AG beabsichtigt, die 3,125% UBM-Anleihe 2018-2023 (ISIN: AT0000A23ST9) im Rahmen einer Privatplatzierung um bis zu 45 Mio. Euro auf ein Gesamtanleihevolumen von bis zu 120 Mio. Euro aufzustocken.

Die neuen Schuldverschreibungen sind mit denselben Bedingungen ausgestaltet, wie die bestehenden Schuldverschreibungen, einschließlich des Fälligkeitstermins am 16. November 2023. Der Ausgabe-und Abwicklungstermin unterliegt den Marktbedingungen und wird innerhalb der nächsten vier Wochen stattfinden.

Die neuen Schuldverschreibungen werden zusammen mit den bestehenden Schuldverschreibungen (mit der internationalen Wertpapierkennnummer AT0000A23ST9) im Amtlichen Handel der Wiener Börse im Segment Corporates Prime notieren.

UBM Development AG beabsichtigt, den Nettoemissionserlös für allgemeine Unternehmenszwecke zu verwenden.

Als Sole Lead Bank und Sole Bookrunner wurde M.M.Warburg & CO mandatiert.Rothschild & CO fungiert als Finanzberater der Emittentin.

UBM Development ist der führende Hotelentwickler in Europa. Der strategische Fokus liegt auf den drei klar definierten Assetklassen Hotel, Wohnen und Büro sowie auf den drei Kernmärkten Deutschland, Österreich und Polen. Mit 145 Jahren Erfahrung konzentriert sich UBM auf ihre Kernkompetenz, die Entwicklung von Immobilien. Von der Planung bis hin zur Vermarktung der Immobilie werden alle Leistungen aus einer Hand angeboten. Die UBM-Aktien sind im Prime Market Segment der Wiener Börse gelistet.

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(Foto: © UBM Development)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

14/05/19
Joh. Friedrich Behrens AG: Zeichnungsfrist für 6,25%-Anleihe beginnt heute

Die Joh. Friedrich Behrens AG, einer der europaweit führenden Hersteller von Druckluftnaglern und Befestigungselementen, begibt ihre dritte Unternehmensanleihe (ISIN DE000A2TSEB6), die zum Handel im Open Market (Freiverkehr) der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen werden soll. Im Rahmen eines öffentlichen Angebots wird ein Volumen von bis zu 15,0 Mio. Euro zur Zeichnung angeboten. Dies umfasst ein freiwilliges Umtauschangebot für die am 10. November 2020 fällige Schuldverschreibung 2015/20. Die Zeichnungsfrist beginnt heute.

Die neue Schuldverschreibung 2019/24 bietet bei einer Laufzeit von erneut 5 Jahren eine jährliche Verzinsung von 6,25% p.a., die halbjährlich, jeweils zum 18. Juni und 18. Dezember, ausgezahlt wird. Nach Ende des Angebotszeitraums ist eine Einbeziehung in den Open Market der Deutsche Börse AG (Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse) geplant.

Das Umtauschangebot ermöglicht Inhabern der bestehenden Unternehmensanleihe 2015/20 (ISIN DE0005198907), ihre Teilschuldverschreibungen 1:1 in neue von der Joh. Friedrich Behrens AG begebene Teilschuldverschreibungen mit einer Laufzeit bis 2024 und einem Kupon von 6,25% p.a. umzutauschen. Die Umtauschfrist läuft bis zum 7. Juni 2019 (Zugang der Umtauscherklärung). Anleger, die das Umtauschangebot wahrnehmen, erhalten je Schuldverschreibung im Nominalwert von 1.000 Euro zusätzlich 25,00 Euro in bar sowie die aufgelaufenen Stückzinsen der Unternehmensanleihe 2015/20. Bei Zugang der Umtauscherklärung vom 8. Juni 2019 bis zum 30. April 2020, 24:00 Uhr, sind es entsprechend 10,00 Euro in bar sowie die aufgelaufenen Stückzinsen, jeweils vorbehaltlich einer vorzeitigen Beendigung.

Zusätzlich zu den im Rahmen des Umtauschangebots zu begebenden Teilschuldverschreibungen können neue Anleger über die Zeichnungsfunktionalität der Frankfurter Wertpapierbörse die neue Anleihe bis zum 12. Juni 2019, 12 Uhr, zeichnen, vorbehaltlich einer vorzeitigen Beendigung. Darüber hinaus sind bis zum 30. April 2020 (vorzeitige Beendigung auch hier vorbehalten) Zeichnungen auch unmittelbar bei der Emittentin möglich.

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(Foto: © Behrens AG)

Eckdaten der Joh. Friedrich Behrens-Anleihe

Emittent

Joh. Friedrich Behrens AG

Kupon

6,25% p.a., Zinszahlung halbjährlich

Umtauschangebot

06.05.-07.06.2019

Zeichnungsfrist

14.05.-12.06.2019

Laufzeit

bis 18.06.2024 (5 Jahre)

Emissionsvolumen

bis zu 15 Mio. Euro

ISIN / WKN

DE000A2TSEB6 / A2TSEB

Rating

BB- (Ausblick: stabil) TRIB Rating von Euler Hermes

Internet

behrens.ag


Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

13/05/19
Zunehmendes Interesse an Green Bonds

In Aktienportfolios haben sich Responsible Investment-Strategien bereits fest etabliert. Aus mehreren Gründen wächst inzwischen auch das Interesse der Anleger an verantwortungsbewussten Anleihestrategien: Zum einen sehen immer mehr Anleger genau wie wir einen möglichen langfristigen Zusammenhang zwischen finanzrelevanten ESG-Faktoren (Umwelt, Gesellschaft, Governance) und den risikobereinigten Renditen ihrer Portfolios. Zum anderen steigt die Nachfrage nach Impact Investing-Lösungen in öffentlichen Märkten rasant. Fixed Income-Anlagen sind in diesen Märkten im Vorteil, denn mit Anleihen können Anleger gezielt in einzelne Projekte investieren.

Unter den verschiedenen Impact Investing-Lösungen weisen Green Bonds (Grüne Anleihen) einige der höchsten Wachstumsraten aus. Laut der Climate Bonds Initiative hat das Emissionsvolumen von Green Bonds im Jahr 2018 167,6 Milliarden US-Dollar erreicht und sich damit seit 2016 verdoppelt. Außerdem beteiligen sich immer mehr Branchen an dem Markt. So haben in den vergangenen zwei Jahren verstärkt Finanzunternehmen und staatliche Emittenten Green Bonds ausgegeben, und auch die Zahl der Verbriefungen ist gestiegen.

Eaton Vance’s Partnerunternehmen, Calvert, analysiert und investiert bereits seit vielen Jahren Green Bonds. So konnten man die Entwicklung von Angebot und Nachfrage beobachten. Auf der Angebotsseite müssen viele Länder umfangreiche Projekte finanzieren, um ihre Verpflichtungen aus dem Pariser Abkommen zu erfüllen und die Erderwärmung auf 2 Grad über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Auch Unternehmen erkennen zunehmend die Vorteile energie- und ressourceneffizienter Investitionen. Auf der Nachfrageseite suchen immer mehr ESG-orientierte Anleger nach attraktiven Impact Investments. Die Bekämpfung des Klimawandels steht dabei weiterhin im Mittelpunkt.

Green Bond Principles
Trotz ihres rasanten Wachstums sind Green Bonds noch immer eine relativ neue und wenig verstandene Assetklasse. Eine einheitliche Definition für die Kriterien einer grünen Anleihe existiert nicht, im Zuge der Entwicklung des Green Bond-Marktes haben sich vielmehr mehrere Interpretationen herausgebildet.

Heute gilt eine Anleihe als „grün“, wenn sie die Green Bond Principles der International Capital Market Association (ICMA) erfüllt und die Einhaltung dieser Prinzipien bei Emission der Anleihe von unabhängiger Seite betätigt wird. Weiteres Wachstum setzt Transparenz und Verantwortung (im Sinne einer Haftpflicht) voraus. Bemühungen für eine bessere Kennzeichnung haben an dieser Stelle zwar Fortschritte gebracht, konnten aber die für Impact-Anleger entscheidende Frage nicht abschließend beantworten: Wie genau wird ein Bond zu einem Green Bond?

Die ganzheitliche und konkrete Green Bond-Strategie
Ökologische Fragen nehmen seit langem einen zentralen Platz im Research und in  der Interessenvertretung bei Calvert ein. Auf Grundlage dieser Arbeit haben wir unsere eigenen Kriterien für Green Bonds formuliert. Wir erkennen die Beiträge der Entwickler von Normen und Research-Anbieter an und arbeiten oft mit diesen zusammen. In unserem Analyseprozess betrachten wir jedoch nicht nur das eigentliche Projekt, sondern auch den Emittenten selbst. Wir vertrauen also nicht allein auf unabhängige Zertifizierungen, genauso wie wir uns niemals ausschließlich auf die Fundamentaldatenanalyse einer Rating-Agentur verlassen würden.

Jenseits der Verpackung
Die Prospekte von Green Bonds verweisen in der Regel auf die Verwendung der Emissionserlöse, die zur Finanzierung eines bestimmten ökologischen Projektes zweckgebunden sind. Meistens handelt es sich dabei jedoch um unbesicherte Emissionen, die sich nicht von den anderen Anleihen des Emittenten unterscheiden. Deshalb ist eine Kredit- und ESG-Analyse des Emittenten so wichtig. Ein näherer Blick gibt häufig Aufschluss darüber, ob eine Anleihe unsere Kriterien erfüllt oder nicht.

Unter anderem stellen wir uns folgende Fragen:

_ Stehen die grünen Projekte im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen und der Umweltbilanz des Emittenten insgesamt?
_
Dienen die Emissionserlöse zur Finanzierung von Projekten oder Produkten mit Umweltrisiken, die die Vorteile übersteigen?
_
Ist hinlänglich belegt, dass das Projekt die Umweltbilanz des Emittenten deutlich verbessern und/oder einen deutlichen Beitrag zur Umsetzung seiner Nachhaltigkeitsziele leisten wird? (Bei Emittenten aus ressourcenintensiven Branchen)
_
Ist die Umweltbilanz des Emittenten positiv, sein gesellschaftlicher Einfluss und seine Governance dagegen unzureichend?

Wir schließen einen Emittenten gegebenenfalls aus unserem Anlageuniversum aus, wenn uns das Kreditrisiko zu hoch oder die Anleihe überbewertet erscheint, oder wenn wir mit dem ESG-Profil des Emittenten unzufrieden sind.

So können wir auch unter nicht gekennzeichneten Wertpapieren Anleihen identifizieren, die wir den „offiziellen“ Green Bonds für ebenbürtig oder sogar überlegen halten. Nach den Calvert-Kriterien lassen sich diese Anleihen in drei Kategorien einteilen:

1. Grüne Projekte mit transparenter Darstellung der Erlösverwendung (durch Kredite für erneuerbare Energien und Energieeffizienz besicherte Asset-backed-Securities)
2. Lösungsanbieter: Emittenten mit hohem Umsatzanteil aus sauberen Technologien oder umweltfreundlichen Produkten bzw. Dienstleistungen
3. Branchenführer: Emittenten mit nachweislicher Führungsposition in der Lösung wichtiger Umweltprobleme, die durch ihre Arbeit zur Verbesserung der Branchenstandards beitragen.

Fazit:
Green Bonds sind das Ergebnis mehrerer einschneidender Entwicklungen, die sich fortsetzen und das Interesse an dieser Anlageform weiter schüren dürften. Wer fundamental aktiv investieren und einen positiven Beitrag leisten will, kann auf wachsendes Anlage- und Diversifikationspotenzial hoffen. Nach unserer Erfahrung setzen erfolgreiche Green Bond-Strategien jedoch auch disziplinierte Prozesse und spezialisierte Kredit- und ESG-Research-Teams voraus.

Autoren:
Vishal Khanduja, CFA, Vice President und Portfolio Manager, Eaton Vance/Calvert Research and Management
Brian Ellis, CFA, Vice President und Portfolio Manager, Eaton Vance/Calvert Research and Management

https://www.green-bonds.com/
(Foto: Vishal Khanduja © Eaton Vance/Calvert Research)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

13/05/19
TERRAGON AG: Zielvolumen für Anleihe wird um 5 Mio. Euro erhöht, Zeichnungsfrist um 2 Stunden verkürzt

Die Unternehmensanleihe (ISIN DE000A2GSWY7, WKN A2GSWY) der TERRAGON AG, ein auf Wohnen im Alter spezialisierter, bundesweit tätiger Projektentwickler, ist nach Unternehmensangaben sowohl bei institutionellen Investoren als auch bei Privatanlegern auf große Nachfrage gestoßen. Um allen Investoren eine höhere Zuteilung zu ermöglichen, hat die Gesellschaft heute beschlossen, das Zielvolumen von ursprünglich 20 Mio. Euro um 5 Mio. Euro anzuheben. Das Emissionsvolumen der Anleihe beläuft sich somit auf bis zu 25 Mio. Euro.

Darüber hinaus wird die Zeichnungsfrist der mit einem jährlichen festen Zinssatz von 6,500% ausgestatteten Anleihe am morgigen Dienstag, 14. Mai 2019, bereits um 10.00 Uhr MESZ vorzeitig geschlossen, also zwei Stunden früher als geplant. Die Notierungsaufnahme im Open Market (Freiverkehr) der Frankfurter Wertpapierbörse ist für den 24. Mai 2019 vorgesehen. Sole Lead Manager der Transaktion ist die IKB Deutsche Industriebank AG.

https://www.fixed-income.org/
(Foto: © TERRAGON AG)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

13/05/19
TERRAGON AG: Zielvolumen für Anleihe wird um 5 Mio. Euro erhöht, Zeichnungsfrist um 4 Stunden verkürzt

Die Unternehmensanleihe (ISIN DE000A2GSWY7, WKN A2GSWY) der TERRAGON AG, ein auf Wohnen im Alter spezialisierter, bundesweit tätiger Projektentwickler, ist nach Unternehmensangaben sowohl bei institutionellen Investoren als auch bei Privatanlegern auf große Nachfrage gestoßen. Um allen Investoren eine höhere Zuteilung zu ermöglichen, hat die Gesellschaft heute beschlossen, das Zielvolumen von ursprünglich 20 Mio. Euro um 5 Mio. Euro anzuheben. Das Emissionsvolumen der Anleihe beläuft sich somit auf bis zu 25 Mio. Euro.

Darüber hinaus wird die Zeichnungsfrist der mit einem jährlichen festen Zinssatz von 6,500% ausgestatteten Anleihe am morgigen Dienstag, 14. Mai 2019, bereits um 10.00 Uhr MESZ vorzeitig geschlossen, also vier Stunden früher als geplant. Die Notierungsaufnahme im Open Market (Freiverkehr) der Frankfurter Wertpapierbörse ist für den 24. Mai 2019 vorgesehen. Sole Lead Manager der Transaktion ist die IKB Deutsche Industriebank AG.

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(Foto: © TERRAGON AG)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

13/05/19
Volkswagen Immobilien platziert zweite grüne Transaktion

Volkswagen Immobilien (VWI) hat mit der ING und der LBBW als Arrangeure seine zweite Green Bond Transaktion mit 2,5-facher Überzeichnung erfolgreich über eine digitale Plattform am Markt platziert.

Mit der Platzierung seiner zweiten grünen Finanzierung im Format Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen mit den Laufzeiten über fünf, zehn und fünfzehn Jahren festigt Volkswagen Immobilien seine Position als führender Green Bond Emittent in der deutschen Immobilienwirtschaft. Die grüne Finanzierung mit einem Volumen von 60 Mio. EUR, weist eine durchschnittliche Laufzeit von zehn Jahren und einen hohen Anteil institutioneller Investoren aus. Das Orderbuch verzeichnete gegenüber dem Startvolumen eine 2,5-fache Überzeichnung, wobei sich das Interesse der Investoren besonders auf die langen Laufzeitbänder gerichtet hat.

Ein Drittel der Gelder konnte bevorzugt an nachhaltige Investoren allokiert werden. Die Tranchen notieren alle am unteren Ende der Preisspanne. Die Transaktion wurde arrangiert von der ING Wholesale Banking sowie der Landesbank Baden-Württemberg auch unter Nutzung der digitalen Emissionsplattform VC Trade. Mit dem Emissionserlös (re-)finanziert Volkswagen Immobilien geeignete grüne Projekte gemäß seines Green Bond Frameworks. Die Rating-Agentur ISS-oekom hat in ihrem Corporate Rating 2019 die  Nachhaltigkeitsaktivitäten von Volkswagen Immobilien erneut mit dem Qualitätsstatus „PRIME“ ausgezeichnet und hebt auf diese Weise abermals das Engagement von VWI im Bereich Nachhaltigkeit hervor.

Dr. Fabian Lander, Head of Corporate Finance & Sustainability bei der Volkswagen Immobilien GmbH referiert am 28.06.2019 beim Finanzierungstag für Immobilienunternehmen zum Thema „Wege zur nachhaltigen Immobilienfinanzierung – Erfahrungen und Erwartungen eines Green Bond Emittenten“. Details zum Programm und Anmeldung unter: https://www.finanzierungstag.com/

Volkswagen Immobilien GmbH
Die Volkswagen Immobilien GmbH ist ein Immobilienunternehmen mit Hauptsitz in Wolfsburg und ein Tochterunternehmen der Volkswagen AG. Volkswagen Immobilien ist mit rd. 9.200 Wohneinheiten einer der größten Wohnungsanbieter in Wolfsburg. Die Volkswagen AG, ihre Marken und ihre Tochtergesellschaften unterstütztet die Volkswagen Immobilien weltweit in ihrer Rolle als Corporate Real Estate Manager des Konzerns mit vielfältigen Dienstleistungen im Immobilienmanagement.

ING Wholesale Banking Germany
ING Wholesale Banking Germany umfasst das Unternehmenskundengeschäft der ING-DiBa AG und gehört zum weltweiten Wholesale Banking Netzwerk der ING Group mit Niederlassungen in über 40 Ländern. ING Wholesale Banking bietet Bankdienstleistungen für große, international operierende Unternehmenskunden. Neben klassischen Bankprodukten wie Corporate Lending und Transaction Services ist die ING ein weltweit führender Anbieter für Structured und Project Financing Konzepte, die mit Kapitalmarktlösungen ergänzt werden. Die ING Wholesale Banking Germany beschäftigt rund 300 Mitarbeiter am Hauptsitz Frankfurt am Main, die Ende 2018 ein Kreditvolumen von 36 Mrd. Euro betreuten.

Landesbank Baden-Württemberg (LBBW)
Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) ist mittelständische Universalbank sowie Zentralinstitut der Sparkassen in Baden-Württemberg, Sachsen und Rheinland-Pfalz. Kernaktivitäten sind das Unternehmenskundengeschäft, speziell mit mittelständischen Unternehmen und das Geschäft mit Privatkunden sowie mit Sparkassen. Ein weiterer Fokus liegt auf Immobilienfinanzierungen in ausgewählten Märkten sowie dem kundenorientierten Kapitalmarktgeschäft mit Banken, Sparkassen und institutionellen Anlegern. Seit vielen Jahren gehört die LBBW zu den Marktführern bei der Emission und Platzierung von Kapitalmarktinstrumenten, insbesondere bei der Vermarktung von Schuldscheindarlehen.

www.green-bonds.com
(Logo: © Volkswagen Immobilien GmbH)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

13/05/19
Fidelity Marktkommentar: Bond-Anleger bereiten sich auf Wahlerfolg von Populisten vor – Italien im Fokus

Die Wahlen zum Europaparlament stehen gewöhnlich auf der Liste der politischen Risiken, die Anleger auf dem Schirm haben, ganz unten. Bei der Abstimmung im Mai ist das jedoch anders. Dafür sorgen die Rechts-parteien, die in vielen europäischen Ländern auf dem Vormarsch sind. Mit einem starken Wahlergebnis könnten die Populisten der Politik in den Mitgliedstaaten ihren Stempel aufdrücken – mit Folgen für die Staatsan-leihemärkte. Auch die europaweite Finanz-, Handels- und Haushaltspolitik könnten sie grundlegend verändern und die Entscheidungsprozesse auf den Kopf stellen.

Aufstieg der Populisten
Die Europawahl ist mit Abstand der größte Urnengang in der westlichen Welt. Alle fünf Jahre werden für das Europäische Parlament mehr als 700 Abgeordnete gewählt, die rund 512 Millionen Menschen in 28 Ländern vertreten.

In der Vergangenheit dominierten sozialdemokratische, liberale und Mitte-rechts-Parteien die Wahlen. Die stetig sinkende Wahlbeteiligung hat den Parteien am äußersten rechten Rand jedoch geholfen, Fuß zu fassen. Dies und das geltende Verhältniswahlrecht spielen den nicht etablierten Parteien in die Karten. In diesem Jahr profitieren davon vor allem die extremen Rechten.

Nach unseren Prognosen könnten Populisten und Euroskeptiker bei der diesjährigen EU-Parlamentswahl im Extremfall über 30 Prozent der Sitze erobern. Die Mitte-Rechts- und Links-Parteien wären damit erstmals in der Minderheit. Im für die Populisten ungünstigsten Fall sagen unsere Modelle immer noch fast 25 Prozent der Parlamentsmandate für sie voraus.

Verstärkt wird der Einfluss der populistischen Parteien noch durch die Allianz der rechten Gruppierungen und die Zersplitterung der Parteien in der Mitte des Spektrums. Die große Formation der Euroskeptiker könnte zu einer Fraktion der Populisten verschmelzen. Dazu müsste es jedoch dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Italiens, Matteo Salvini, gelingen, die drei Parteien Europa der Nationen und Freiheit (ENF), Europa der Freiheit und der direkten Demokratie (EFDD) und Europäische Konservative und Reformer (EKR) auf einen Nenner zu bringen. Eine solche Koalition könnte das traditionelle Gefüge gehörig durcheinanderbringen. „Unser Ziel ist es, die EU-Wahlen zu gewinnen und die Regeln Europas zu ändern“, rief Salvini seinen Anhängern Anfang April in einer voll besetzten Halle in Mailand zu.

Zusätzlich kompliziert wird das Ganze durch die ungarische Regierungspartei Fidez. Auf dem Papier ist sie Mitglied der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP), tendiert aber zu den Euroskeptikern. Die von Victor Orban geführte Partei wurde unlängst von der EVP suspendiert, die ihr mit Ausschluss droht. Das könnte das Mitte-rechts-Bündnis 14 Mandate kosten und das Kräfteverhältnis weiter nach rechtsaußen verschieben.

Unterdessen haben die Briten bestätigt, dass sie an den Wahlen teilnehmen und ihre 73 Sitze behalten werden. Gemäß neuer Prognosen würden etwa 32 der britischen Sitze an euroskeptische Parteien gehen. Die anderen 41 Mandate würden Labour, Liberaldemokraten, Schottische Nationalpartei, Unabhängige und andere Parteien unter sich aufteilen.

Folgen für Staatsanleihen
Mit einem starken Wahlergebnis könnten Nationalisten oder Protestparteien an Einfluss auf die Politik in ihren jeweiligen Ländern gewinnen. Ein gutes Beispiel dafür, wie eine Randpartei die Europawahl als Plattform zum Aufbrechen der nationalen Parteienland-schaft und Politik nutzen kann, ist die Partei für die Unabhängigkeit des Vereinigten Königreichs, kurz UKIP. Ihrem Stimmenanteil von 13 Prozent bei den britischen Parlamentswahlen 2015 war ein starkes Ergebnis bei den Europawahlen im Jahr davor vor-ausgegangen. Hierbei handelt es sich um eine von den Parteien am äußersten Rand des Parteienspektrums erprobte und erfolgreiche Strategie.

Italien als Unsicherheitsfaktor
Am Tag nach Bekanntgabe des amtlichen Wahlergebnisses werden Anleiheinvestoren damit beginnen, den Ausgang der Europawahl und ihre Folgen für die Staatsanleihemärkte zu bewerten.

Ein besonderes Risiko geht für die Märkte von Italien aus. Salvinis Lega-Partei könnte einen Erfolg bei der EU-Wahl dazu nutzen, Neuwahlen zu erzwingen und Kapital aus ihrer Popularität zu schlagen. Ein Vertrauensverlust bei italienischen Rentenanlegern könnte die Folge sein. Ihnen bereitet die undisziplinierte Ausgabenpolitik nach dem umstrittenen Haushaltsentwurf für 2019 Sorgen, der sich auf optimistische Wachstums-prognosen zur Finanzierung von Steuersenkungen und Transferzahlungen statt auf Strukturreformen stützte. Italien hat einen der größten Schuldenberge unter den Industrieländern angehäuft und mit dem demografischen Wandel zu kämpfen. Zudem leidet seine Wirtschaft unter schwindender Produktivität.

Sollte das Land in eine Rezession schlittern und zugleich seine aktuelle Ausgabenpolitik beibehalten, könnte die Schuldenquote weiter massiv steigen. Der von der Regierung prognostizierte Rückgang auf unter 130 Prozent wäre damit Makulatur. Eine verstärkte Ausgabe von Staatsanleihen zur Finanzierung der Staatsverschuldung würde aufgrund der bereits hohen Schuldenlast wohl den Risikoaufschlag bei italienischen Staatspapieren gegenüber deutschen Bundesanleihen weiter nach oben treiben. Verliert das Land seinen Investment-Grade-Status bei allen vier großen Ratingagenturen, hätte das vermutlich verheerende Folgen. Schon heute ist Italien mit seinem Länderrating von „BBB“ nur noch eine Stufe vom spekulativen Segment entfernt. Eine Herabstufung des Ratings unter Investment Grade würde aber nicht nur die Kreditaufnahme verteuern. Vielmehr wäre die Europäische Zentralbank als wichtiger Käufer italienischer Staatsanleihen nicht mehr in Lage, diese im Rahmen ihres Ankaufprogramms zu erwerben.

Wegen der Größe der italienischen Wirtschaft könnte eine solche Herabstufung auf andere europäische Märkte durchschlagen und stärkere Schwankungen nach sich ziehen. Italien ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone und trägt rund elf Prozent zum realen Bruttoinlandsprodukt der 28 EU-Länder bei.

Gefahr einer Ansteckung
Die Auswirkungen des jüngsten Haushaltsstreits zwischen der EU und Italien blieben auf italienische Staatsanleihen beschränkt und griffen nicht auf Anleihen anderer Peripherie-länder über. Im aktuell angespannteren Wirtschaftsumfeld wäre das möglicherweise anders. Seit Langem halten italienische Banken umfangreiche Bestände an Staatsanleihen. Sie sind daher der wichtigste Überträger von Schwankungen an den Finanzmärkten in die Realwirtschaft. Von derartigen Turbulenzen werden andere europäische Länder wie Frankreich, Spanien, Portugal und Belgien wohl kaum verschont bleiben, sind sie doch über ihren Bankensektor nach wie vor den Risiken in Italien besonders ausgesetzt.

Spanien gilt vielen als das für eine Ansteckung mit dem Italien-Virus empfänglichste Land. Überdies hat es seine eigenen Probleme mit dem Populismus. Die Wahlen zum EU-Parlament finden einen Monat nach den spanischen Parlamentswahlen am 28. April statt und fallen damit vermutlich mitten in die Verhandlungen zur Regierungsbildung. Schneiden die Parteien rechtsaußen wie Vox und linksaußen wie Podemos bei den Europawahlen gut ab, könnte das ihre Position bei diesen Verhandlungen stärken. 2018 sprang der Italien-Virus noch nicht auf Spanien über. Eine neue politische Dynamik, die den Populisten in die Karten spielt, könnte den Markt jedoch dazu bewegen, Spaniens „Immunisierung“ zu überdenken.

Die längere Perspektive
Sollten die populistischen Parteien bei den Wahlen zum EU-Parlament ein starkes Ergebnis einfahren, hätte das über die Politik ihres jeweiligen Landes hinausgehende Folgen. Neben der EU-Kommission und dem Europarat ist das Europaparlament eine zent-raleInstitution im Entscheidungsprozess der Europäischen Union. Eine weitere Zersplitterung in der Mitte der Parteienlandschaft würde die für die Ratifizierung von Handelsabkommen, für politische Maßnahmen und die Verabschiedung von Gesetzen erforderliche Konsensbildung deutlich erschweren. In etlichen Bereichen könnte das in eine Sackgas-se führen und die Politik lähmen.

Ein von Nationalisten dominiertes Parlament könnte die Vollendung der Banken- und Kapitalmarktunion blockieren und die Finanzmarktintegration infrage stellen. Ihre Umsetzung wären wichtige Meilensteine auf dem Weg zu einer starken und widerstandsfähigen gemeinsamen Finanzregierung im Euroraum.

Auch in Handelsfragen ist die Zustimmung des Parlaments erforderlich: etwa bei Ab-kommen mit den USA, China und Großbritannien, sobald dieses die EU verlassen hat. Den Amerikanern ist das Handelsdefizit mit der Europäischen Union schon lange ein Dorn im Auge. Eine Spaltung des Bündnisses würde dessen Verhandlungsposition schwächen und damit langfristig auch seine Wachstumsaussichten dämpfen.

Schon bald muss das Europaparlament zudem den EU-Finanzrahmen für die Jahre 2021 bis 2027 verabschieden. Haushaltsgespräche auf EU-Ebene sind stets heikel und bestenfalls schwierig. Verschieben sich die Kräfteverhältnisse im Parlament zugunsten der Nationalisten, würde dies den Prozess weiter erschweren. Einigen EU-Programmen droht dann eine Kürzung der Mittel. In einer zunehmend von Konkurrenz geprägten Welt würde das der Wettbewerbsfähigkeit der Europäer in Bereichen wie Wissenschaft und Technologie schaden.

Zu guter Letzt hat das Parlament die wichtige Aufgabe, die Führung der Europäischen Zentralbank zu überwachen. Da Mario Draghi im Herbst den Stab an seinen Nachfolger übergeben wird, könnte der Ausgang der Europawahl auch hier für Verunsicherung sorgen. Wegen der starken Kandidaten für diesen Posten hält sich dieses Risiko zwar in Grenzen. Die Anhörungen im Europaparlament könnten einer Spaltung jedoch Vorschub leisten, wenn die Populisten ihren Einfluss weiter ausbauen. Für die Zukunft wichtiger ist jedoch, dass die EZB schlagkräftiger wird, wenn es mehr und nicht weniger Solidarität auf der Ebene der EU-Institutionen gibt.

Fazit
Die Europäische Union steht von vielen Seiten unter Druck, was sich in den im Mai statt-findenden Wahlen zum Europäischen Parlament widerspiegeln könnte. Gelingt es den radikalen Parteien, ihren Stimmenanteil zu vergrößern, wird das Parlament zu einem Forum erbitterter Kämpfe zwischen den Befürwortern einer stärkeren Integration und ihren Gegnern.

Ein erheblicher Stimmenzuwachs radikaler und nationalistischer Parteien bei der Europawahl könnte handfeste innenpolitische Auswirkungen haben und die Fliehkräfte weg von der Mitte der Parteienlandschaft verstärken. Das könnte die Haushaltsdisziplin in einzelnen Ländern schwächen und sich nachteilig auf ihre Finanzierungskosten und die Renditen ihrer Anleihen auswirken. Auf EU-Ebene wird dies möglicherweise die Entscheidungsfindung erheblich erschweren und in die Länge ziehen. Damit steigt die Ge-fahr, dass die Bemühungen zur Vertiefung der Finanzintegration ins Stocken geraten.

Dies sind mittel- bis langfristige Bedenken, deren Folgen für die Anleihemärkte viel-schichtig, schwer vorherzusagen und zu beziffern sind. Das aber macht sie nicht weniger real. Mit den Wahlen zum Europaparlament könnte kurz- bis mittelfristig das politische Risiko an den Staatsanleihemärkten zunehmen. Sie sind damit ein Ereignis, das Anleiheinvestoren – vielleicht zum ersten Mal – unbedingt im Blick behalten sollten.

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(Foto: Andrea Iannelli © Fidelity International)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

12/05/19
Anleihen-Analyse: TERRAGON profitiert vom demografischen Wandel und bietet 6,50%-Anleihe

Die TERRAGON AG, ein auf Wohnen im Alter spezialisierter Projektentwickler, bietet eine Unternehmensanleihe mit einem Emissionsvolumen von bis zu 20 Mio. Euro, einer Laufzeit von 5 Jahren und einem Kupon von 6,50% p.a. an (ISIN DE000A2GSWY7, WKN A2GSWY). Die Zeichnungsfrist läuft voraussichtlich bis 14.05.2019, 14.00 Uhr MESZ. Voraussichtlich ab dem 24. Mai 2019 soll die Anleihe in den Handel im Open Market (Freiverkehr) der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen werden. Begleitet wird die Emission von der IKB Deutsche Industriebank AG als Sole Lead Manager. Privatanleger können die Anleihe via Kauforder am Börsenplatz Frankfurt zeichnen. Die Gesellschaft profitiert vom demografischen Wandel ebenso wie von einer starken Nachfrage und einer nachhaltigen Angebotslücke im Segment „Betreutes Wohnen“.

Unternehmen
Die TERRAGON AG ist ein seit 20 Jahren auf Wohnen im Alter spezialisierter, bundesweit tätiger Projektentwickler und Bauträger. Im Marktsegment „Wohnen im Alter“ und den seit 2001 realisierten Projekten gehört die TERRAGON-Gruppe zu den führenden Projektentwicklern und Bauträgern in diesem Markt.

Die TERRAGON-Gruppe ist in allen Segmenten des „Wohnens im Alter“ aktiv und hat für jedes dieser Segmente eine Produktlinie entwickelt: für das Service Wohnen für Senioren / betreutes Wohnen „Senior Living“, für stationäre Pflegeeinrichtungen „Care Living“ und für barrierefreie Wohnungen „Living 4 All“. Die TERRAGON-Gruppe gestaltet und steuert die Prozesse der Wertschöpfungskette von der Grundstücksakquisition, der Projektierung, Planung, dem Bau und den Verkauf der Bauvorhaben.

Der Fokus der Entwicklungs- und Bauträgertätigkeit der TERRAGON-Gruppe liegt im Premiumsegment des Services Wohnen 4 Sterne plus (gemäß gif-Klassifizierung). In den Jahren 2002 bis 2014 war die TERRAGON-Gruppe vorwiegend als Dienstleistungsentwickler für Betreiber/Investoren tätig. In beschränktem Umfang, vor allem für Partner, die nicht über ein eigenes Bau-Know-how verfügen, ist die TERRAGON-Gruppe weiter als Projektentwickler und Generalunternehmen tätig. Aufgrund der beschleunigten demografischen Entwicklung und der starken Nachfrage des Immobilienanlagenmarktes legt die TERRAGON-Gruppe seit 2015 den Schwerpunkt auf die Entwicklung und Realisierung von Projekten auf eigenen Namen und eigene Rechnung.

Die Emittentin betreibt mit der SAX & Co. Real Estate GmbH, Tübingen, seit 2018 ein Joint-Venture zum Zwecke der Entwicklung und Realisierung eines gemeinsamen Immobilienportfolios im Segment „Betreutes Wohnen“. Im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2019 hat die TERRAGON-Gruppe mit der Entwicklung des ersten Projekts des Joint Ventures mit der SAX-Gruppe begonnen. Es handelt sich um das Vorhaben Welker Quartier in Duisburg mit ca. 170 Wohnungen, Pflegeheim mit 80 Betten sowie Tagespflege und Wohngruppe. Die TERRAGON-Gruppe hat ca. 50 Mitarbeiter.

Projektpipeline
Die TERRAGON-Gruppe beabsichtigt in diesem Jahr insgesamt in Projekte mit einem Gesamtprojektvolumen von ca. 150 bis 200 Mio. Euro zu investieren und in den Folgejahren voraussichtlich, ohne dass dies konkret feststeht, mit einem Gesamtvolumen von ca. 200 Mio. Euro jährlich. In den Investitionen, die für dieses Jahr geplant sind, sind Investitionen in Höhe von 69 Mio. Euro in das Objekt Duisburg Welkerstift bereits mit enthalten. Die TERRAGON-Gruppe führt fortlaufend mit den derzeitigen Eigentümern von Immobilien, an deren Erwerb sie interessiert ist, Gespräche über einen möglichen Erwerb, ohne dass es bereits rechtverbindliche Vereinbarungen gibt.

Geschäftsentwicklung
Im Geschäftsjahr 2018 wie auch 2017 erzielte die TERRAGON AG (Einzelabschluss) nahezu unveränderte Umsätze in Höhe von 3,1 Mio. Euro. Der Nachsteuergewinn fiel im Jahr 2018 mit 2,28 Mio. Euro dank hoher Erträge aus Beteiligungen deutlich höher aus als im Vorjahr mit 1,19 Mio. Euro. Das Eigenkapital erhöhe sich zum 31.12.2018 auf 7,53 Mio. Euro (Vorjahr 4,45 Mio. Euro), was einer Eigenkapitalquote von aktuell 37,0% (Vorjahr 32,2%) entspricht. In der Steigerung des Eigenkapitals um 3,08 Mio. Euro ist eine Kapitalerhöhung um 0,8 Mio. Euro enthalten.

Stärken:
– starke Marktstellung
– langjähriger Track-Record
– hohe Nachfrage, nachhaltige Angebotslücke
– umfangreiche, gesicherte Projektpipeline
– transparentes Reporting geplant, Gesellschaft orientiert sich an den Vorgaben des Scale-Segments
– Management macht einen positiven Eindruck

Schwächen:
– branchentypische Risiken eines Projektentwicklers, aktuell hohe Baukosten
– kein Rating
– Angaben zur Mittelverwendung, zur Projektpipeline und zum Reporting sind im Wertpapierprospekt zu schwammig und nicht belastbar

Fazit:
Die TERRAGON AG gehört zu den führenden Projektentwicklern mit langjähriger Expertise im Bereich „Betreutes Wohnen“ und profitiert damit vom demografischen Wandel ebenso wie von einer starken Nachfrage und einer nachhaltigen Angebotslücke im Segment „Betreutes Wohnen“. Die Gesellschaft verfügt zudem über eine umfangreiche Projektpipeline. Bei der Realisierung der Projekte agiert die TERRAGON AG nach eigenen Angaben äußert risikoavers. So erfolgt der Ankauf eines Grundstücks erst nach Baurechtsbeschaffung, die Hochbauphase beginnt erst nach einem geregelten Exit (Pre-Sale mit Betreibervertrag). Die Finanzierungen zukünftiger Projekte sind nach Unternehmensangaben weitestgehend geordnet. Bei einer planmäßigen Umsetzung der bereits gesicherten Projektpipeline ist die Refinanzierung der Anleihe bei Fälligkeit laut TERRAGON schon aus dem Cashflow möglich. Die Gesellschaft unterwirft sich zudem den Vorgaben des Segments Scale und plant transparent kommunizieren. Risiken sind branchentypisch bei Projektentwicklern die aktuell hohen Baukosten. Der Wertpapierprospekt ist zudem in vielen Bereichen sehr schwammig formuliert und daher kaum belastbar. Insgesamt erscheint die Anleihe aufgrund der positiven Entwicklung im Bereich „Betreutes Wohnen“ mit einem Kupon von 6,50% p.a. attraktiv.

Christian Schiffmacher, https://www.fixed-income.org/

Eckdaten zur TERRAGON-Anleihe

Emittent

TERRAGON AG

Zeichnungsfrist

09.05.–14.05.2019

Kupon

6,500% p.a.

Zinszahlung

jährlich, nachträglich, erstmals am 24.05.2020

Stückelung

1.000 Euro

ISIN / WKN

DE000A2GSWY7 / A2GSWY

Laufzeit

bis 24.05.2024 (5 Jahre)

Listing

Open Market, Frankfurter Wertpapierbörse

Internet

www.terragon-ag.de

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

10/05/19
TLG IMMOBILIEN AG plant Emission einer siebenjährigen Anleihe

Vorbehaltlich der Marktbedingungen beabsichtigt die TLG IMMOBILIEN AG, eine Benchmark-Begebung von nicht nachrangigen unbesicherten und festverzinslichen Schuldverschreibungen mit einer voraussichtlichen Laufzeit von sieben Jahren (bis 2026) durchzuführen. Die Schuldverschreibungen sollen zum Handel im regulierten Markt an der Luxemburger Börse zugelassen werden und unterliegen deutschem Recht. Die Nettoerlöse aus der geplanten Emission der Schuldverschreibungen sollen für künftige Ankäufe von Immobilien und allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden.

https://www.fixed-income.org/
(Foto: © TLG IMMOBILIEN AG)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

09/05/19
Noratis: 5-jährige Anleihe könnte ein Volumen von 20 bis 30 Mio. Euro haben

Die Noratis AG (ISIN: DE000A2E4MK4) prüft eigenen Angaben zufolge die Emission einer Unternehmensanleihe. Die Anleihe könnte eine Laufzeit von 5 Jahren und ein Volumen von 20 bis 30 Mio. Euro haben. Dies sagte das Management im Rahmen einer Investorenkonferenz in München. Zur möglichen Höhe des Kupon wurden keine Angaben gemacht. Die Transaktion wird von M.M.Warburg & CO und der ICF Bank AG begleitet.

https://www.fixed-income.org/
(Foto: © Noratis AG)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

09/05/19
„Wir wollen die Anleiheerlöse vorrangig zur Finanzierung neuer Projekte aus unserer Akquisitionspipeline verwenden“, Dr. Michael Held, TERRAGON AG

Heute beginnt die Zeichnungsfrist für die Unternehmensanleihe der TERRAGON AG. Der Projektentwickler im Bereich Betreutes Wohnen bietet für seine 5-jährige Anleihe (ISIN DE000A2GSWY7 / WKN A2GSWY) einen Kupon von 6,50% p.a. Im Gespräch mit dem BOND MAGAZINE erläutert Gründer und CEO Dr. Michael Held die Strategie.

BOND MAGAZINE: In welchen Bereichen ist TERRAGON tätig?

Dr. Held: Wir entwickeln seit 20 Jahren seniorengerechte Wohnanlagen und sind Marktführer im Bereich „Betreutes Wohnen“. Unsere Immobilien ermöglichen ihren Bewohnern durch zusätzliche Serviceangebote ein selbstbestimmtes Wohnen bis ins hohe Alter. Als Projektentwickler steuern wir alle Prozesse der Wertschöpfungskette von der Grundstücksakquisition, der Projektierung, der Planung und dem Bau bis zum Verkauf.

BOND MAGAZINE: Was unterscheidet Sie von anderen Projektentwicklern?

Dr. Held: Unser primäres Alleinstellungsmerkmal ist unser Fokus auf das Premiumsegment des „Servicewohnens für Senioren“. Hier können wir auf ein sehr gutes Kosten-Ertrags-Verhältnis bauen. Durch unsere datenbasierte Standortanalyse aus unserem eigenen Research wissen wir für jeden Standort, wie viele Seniorenhaushalte sich unser Produkt leisten können. Der Marktzugang für Mitbewerber ist durch die hohe Bedeutung der Servicekomponente erschwert und nicht ohne weiteres darstellbar.

BOND MAGAZINE: Bitte erläutern Sie die Eckpunkte Ihrer Anleiheemission.

Dr. Held: Unsere Anleihe mit einem Volumen von bis zu 20 Mio. Euro hat eine Laufzeit von 5 Jahren und ist mit einem jährlichen Zinssatz von 6,5% ausgestattet. Wir haben uns zu einer Vielzahl von Covenants verpflichtet, darunter besondere Kündigungsrechte oder auch die Verpflichtung zu einem regelmäßigen Kapitalmarktreporting. Das Angebot richtet sich neben institutionellen auch an private Anleger. Die Zeichnungsfrist startet am 9. Mai 2019 und läuft voraussichtlich bis zum 14. Mai 2019, Handelsstart im Open Market der Börse Frankfurt wäre dann am 24. Mai 2019.

BOND MAGAZINE: Wie wollen Sie die Mittel aus der Anleiheemission verwenden?

Dr. Held: Wir wollen die Anleiheerlöse vorrangig zur Finanzierung neuer Projekte aus unserer Akquisitionspipeline verwenden. Damit erweitern wir unsere Flexibilität und können schneller sowie effizienter auf Grundstücksangebote reagieren. Wir planen jährlich Projekte mit einem Gesamtumsatzpotenzial von 150 bis 200 Mio. Euro anzukaufen. Darüber hinaus setzen wir die Mittel für die Optimierung unserer Finanzierungsstruktur sowie zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung ein.

BOND MAGAZINE: Wie definieren Sie die Projektpipeline – wie konkret sind die Projekte?

Dr. Held: Wir unterscheiden hier zwischen unseren aktuellen, in Umsetzung befindlichen Projekten und unserer potenziellen Akquisitionspipeline. Aktuell befinden sich 12 Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 340 Millionen Euro bereits in unterschiedlichen Stadien der Realisierung. Die Fertigstellung erfolgt sukzessive in den kommenden drei Jahren. Darüber hinaus verfügen wir über eine Akquisitionspipeline mit einem geschätzten Umsatzpotenzial von rund 560 Mio. Euro.

BOND MAGAZINE: Mit welchen Projektmargen rechnen Sie?

Dr. Held: Unsere Margen sind zweistellig und höher als bei normalen Wohnbauprojekten.

BOND MAGAZINE: Welche Projektmargen hatten Sie in den vergangenen Jahren erreicht?

Dr. Held: Auch in den letzten Jahren haben wir sehr gute Margen erarbeitet, worauf ich sehr stolz bin. Aufgrund des steigenden Anteils eigener Projekte wird sich unsere Marge in den kommenden Jahren weiter erhöhen. Aktuell liegt der Anteil der Projekte, die wir für Dritte als Dienstleister umsetzen, unter 20%.

BOND MAGAZINE: In Bezug auf die Mittelverwendung ist der Wertpapierprospekt sehr allgemein gehalten. 20% des Kapitals kann zur Optimierung der Finanzstruktur verwendet werden. D.h. aber nicht, dass Kredite an verbundene Unternehmen zurückgeführt werden, oder?

Dr. Held: Unsere Mittelverwendung ist sehr konkret. Wir werden den Großteil der Erlöse für die Realisierung zusätzlicher Projekte aus unserer Akquisitionspipeline verwenden. Darüber hinaus dient die Anleihe der Optimierung der Finanzierungsstruktur insbesondere durch Verlängerung des Fälligkeitenprofils und der Stärkung der Liquidität. Eine Rückzahlung von Darlehen verbundener Unternehmen wird nicht erfolgen.

BOND MAGAZINE: Weshalb wollen Sie eine Anleihe emittieren? Mit Blick auf Ihre Bilanzstruktur würde Ihnen Eigenkapital oder zumindest Mezzanine auch ganz gut stehen.

Dr. Held: Unsere Projektfinanzierungen auf Ebene der Projektgesellschaften bestehen branchenüblich aus Bankfremdkapital, Eigenkapital und Mezzanine. Die Erlöse aus der Anleihe fließt über die TERRAGON AG als Eigenkapital in die Projektfinanzierungen. Insofern ergänzen sich Mezzanine- und Anleihefinanzierung.

BOND MAGAZINE: In welcher Form arbeiten Sie mit der SAX-Gruppe zusammen?

Dr. Held: Durch das im September 2018 gegründete Joint Venture mit der SAX-Gruppe haben wir eine zusätzliche finanzielle Basis für die Projekte der nächsten Jahre geschaffen. Ziel des Zusammenschlusses ist es, in den nächsten drei bis fünf Jahren ein Portfolio von 500 bis 600 Mio. Euro im Premiumsegment „Servicewohnen für Senioren“ zu entwickeln.

BOND MAGAZINE: Aus dem Joint Venture-Vertrag können beide Seiten zurücktreten, wenn bis zum 31.07.2019 nicht Investitionen von mindestens 150 Mio. Euro getätigt wurden. Bislang sind es laut Wertpapierprospekt 70 Mio. Euro. Woran liegt das? Benötigen Sie das Kapital aus der Anleihe für weitere Käufe?

Dr. Held: Wir arbeiten seit einigen Jahren vertrauensvoll mit der SAX-Guppe zusammen. Aktuell setzen wir gemeinsam die Projekte „Seniorenresidenz RIVIERA“ in Berlin-Grünau und das „Welker-Quartier“ in Duisburg um. Darüber hinaus sind weitere gemeinsame Projekte in der Prüfung und keiner der Partner denkt auch nur im Entferntesten an eine Auflösung der Partnerschaft.

BOND MAGAZINE: Wie sieht Ihr Plan B aus, falls die Anleihe nicht voll platziert werden kann?

Dr. Held: Wir sind der Überzeugung, dass wir eine Vollplatzierung auf Basis unseres aktuellen Angebots erzielen werden. Zur Realisierung unseres derzeitigen Projektvolumens sind wir ohnehin nicht auf zusätzliche Mittel angewiesen, weil diese bereits durchfinanziert sind.

BOND MAGAZINE:Ihre Bilanzstruktur unterliegt branchentypisch starken Schwankungen. Bitte erläutern Sie die Entwicklung der letzten zwei Jahre.

Dr. Held: Das abgelaufene Geschäftsjahr 2018 war im Wesentlichen geprägt durch den Aufbau und die Weiterentwicklung unseres Portfolios. Schwankungen sind, wie Sie bereits sagten, branchentypisch. So lag die Gesamtleistung in 2018 leicht unter Vorjahresniveau, obwohl wir ein deutlich höheres Projektvolumen bearbeiten. Wir denken darüber nach, mittelfristig die Rechnungslegung auf IFRS umzustellen, um den Baufortschritt unserer Projekte realistischer abbilden zu können.

BOND MAGAZINE: Lassen Sie uns in die Zukunft blicken, wo sehen Sie TERRAGON am Laufzeitende der Anleihe?

Dr. Held: Die aktuelle Anleiheemission ist ein erster Schritt, um uns am Kapitalmarkt zu etablieren. Dazu wollen wir in den kommenden Jahren unsere Versprechen einlösen und weiter gemeinsam mit dem Kapitalmarkt wachsen. Bei einem geschätzten aktuellen Investitionspotenzial im Premiumsegment des Service Wohnen für Senioren von rund 33 Mrd. Euro sind die Chancen für unser Unternehmen riesig. Im weiteren Verlauf wäre die Öffnung für weitere Eigenkapitalinvestoren ein denkbares strategisches Szenario.

BOND MAGAZINE: Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Christian Schiffmacher, https://www.fixed-income.org/
(Foto: Dr. Michael Held © TERRAGON AG)

Tab. 1: Eckdaten zur TERRAGON Anleihe

Emittent

TERRAGON AG

Zeichnungsfrist

09.05.-14.05.2019

Kupon

6,500% p.a.

Zinszahlung

jährlich, nachträglich, erstmals am 24.05.2020

Stückelung

1.000 Euro

ISIN / WKN

DE000A2GSWY7 / A2GSWY

Laufzeit

5 Jahre

Listing

Open Market, Frankfurter Wertpapierbörse

Internet

www.terragon-ag.de

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

08/05/19
Hörmann Industries begibt neue Anleihe, Kupon mind. 4,50%

Die Hörmann Industries GmbH beabsichtigt die Emission einer neuen Unternehmensanleihe mit einem Volumen von bis zu 50 Mio. Euro. Der Emissionserlös dient zur vorzeitigen Refinanzierung der 2021 fälligen Anleihe (WKN: A2AAZG, Volumen: 30 Mio. Euro), deren Kündigung (Call-Option) ab dem 21. November 2019 zum Kurs von 101,5% möglich ist. Des Weiteren sollen die Mittel für die allgemeine Finanzierung des Unternehmens einschließlich der Modernisierung und Automatisierung der bestehenden Produktionsanlagen im Geschäftsbereich Automotive sowie der Weiterentwicklung der anderen Geschäftsbereiche durch gezielte Akquisitionen eingesetzt werden. Die Schuldverschreibungen werden in Deutschland und Luxemburg öffentlich angeboten. Der dafür erforderliche Wertpapierprospekt wurde heute durch die Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) gebilligt und an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) notifiziert. Zudem werden die Schuldverschreibungen institutionellen Investoren in ausgewählten europäischen Ländern per Privatplatzierung durch die begleitenden Joint Lead Manager Pareto Securities und IKB Deutsche Industriebank AG angeboten.

Die Emission beinhaltet ein öffentliches Umtauschangebot für die 2021 fällige Anleihe, das am 9. Mai 2019 beginnt und voraussichtlich bis zum 23. Mai 2019, 18:00 Uhr läuft. Für jede umgetauschte Anleihe 2016/2021 erhalten die Inhaber eine neue Anleihe 2019/2024 zuzüglich einer Barzahlung, die sich aus einer Umtauschprämie von 25,00 Euro sowie den jeweiligen Stückzinsen, die auf die umgetauschten Anleihen 2016/2021 entfallen, zusammensetzt. Den am öffentlichen Umtauschangebot teilnehmenden Gläubigern wird zudem eine Mehrerwerbsoption eingeräumt. Die Zeichnungsfrist für das öffentliche Angebot über die Zeichnungsfunktionalität DirectPlace beginnt am 22. Mai 2019 und endet voraussichtlich am 28. Mai 2019, 10:00 Uhr (vorbehaltlich einer Verlängerung oder vorzeitigen Schließung). Die neue Anleihe der Hörmann Industries (ISIN NO0010851728 / WKN A2TSCH) unterliegt norwegischem Recht. Sie hat eine Laufzeit von 5 Jahren. Die Mindestanlagesumme beträgt 1.000 EUR. Der Zinssatz wird mindestens 4,500 % betragen. Der endgültige Zinssatz wird voraussichtlich am 28. Mai 2019 auf Basis der Zeichnungsangebote bestimmt und mitgeteilt. Vorgesehen sind Notierungsaufnahmen im Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse sowie im unregulierten Segment Nordic ABM der Börse Oslo.

Der Technologiespezialist Hörmann Industries hat sich seit Begebung der ersten börsennotierten Unternehmensanleihe im Jahr 2013 als verlässlicher Kapitalmarktpartner und solides Investment etabliert. Das vergangene Geschäftsjahr war das beste seit 2008. Alle vier Geschäftsbereiche Automotive, Communication, Engineering und Services leisteten im Jahr 2018 einen positiven Ergebnisbeitrag.

Dr.-Ing. Michael Radke, CEO der Hörmann Industries: "Unser strategischer Ansatz der Diversifizierung bei gleichzeitiger Konzentration auf unsere vier Kerngeschäftsbereiche hat sich bewährt. Wir wachsen in allen Geschäftsbereichen organisch sowie pointiert anorganisch und haben uns eine gute Position im Wettbewerb erarbeitet, die es weiter auszubauen gilt."

Im Geschäftsjahr 2018 stieg der Umsatz von 521,9 Mio. EUR (2017) auf 624,1 Mio. EUR und das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich auf 30,5 Mio. EUR (Vorjahr: 21,1 Mio. EUR). Johann Schmid-Davis, CFO der Hörmann Industries: "Ein Umsatzplus von rund 20 Prozent ist auch in einem guten allgemeinwirtschaftlichen Umfeld ein beachtenswertes Ergebnis. Unser operatives EBIT stieg um 45 Prozent, unsere Eigenkapitalquote liegt per 31. Dezember 2018 mit rund 38 Prozent auf einem Niveau, das für einen Mittelständler unserer Größenordnung sehr komfortabel ist. Zudem sind wird nicht nur operativ, sondern auch finanzstrukturell gut diversifiziert. Wir werden die weitere Stärkung der vier Geschäftsbereiche vorantreiben und weiter wachsen, aber kontrolliert und damit nachhaltig. So ist auch eines unserer Ziele, frühzeitig die mittel- bis langfristig ausgerichtete Finanzierungsstruktur weiter zu optimieren."

Eckdaten der Hörmann Unternehmensanleihe 2019/2024 (indikativ)
Emissionsvolumen: bis zu 50 Mio. Euro
Umtauschfrist: 9. bis 23. Mai 2019, 18:00 Uhr (über die Haus- oder Direktbank)
Zeichnungsfrist: 22. bis 28. Mai 2019, 14:00 Uhr (vorbehaltlich vorzeitiger Schließung)
Zeichnungsmöglichkeit: Börse Frankfurt, über die Haus- oder Direktbank
WKN / ISIN: A2TSCH / NO0010851728
Stückelung: 1.000 Euro
Mindestzinssatz: 4,500 %
Zinssatz (Kupon) p.a.: Bekanntgabe spätestens nach Ende des Angebotszeitraums,
voraussichtlich am 28. Mai 2019
Laufzeit: 5 Jahre
Zinszahlungen: jährlich, erstmals zum 6. Juni 2020
Rückzahlungskurs: Nennbetrag (100 %)
Unternehmensrating: BB (Stabil), Euler Hermes Rating GmbH (Oktober 2018)
Covenants: Kontrollwechsel, Drittverzug, Negativverpflichtung, Ausschüttungsbeschränkung, Veräußerungsbeschränkung, Begrenzung der Aufnahme weiterer Verschuldung
Wertpapierart: Inhaber-Schuldverschreibungen nach norwegischem Recht
Treuhänder: Nordic Trustee AS
Börsensegment: Open Market, Frankfurter Wertpapierbörse; Nordic ABM, Börse Oslo
Valuta / Notierungsaufnahme: 6. Juni 2019 [Notierungsaufnahme im Open Markt früher möglich]

https://www.fixed-income.org/
(Foto: © Hörmann Industries)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.