Allgemeine Nutzungsbedingungen

Allgemeine Nutzungsbedingungen der Internet-Seite „www.bondinvest.eu“

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Wissenswert.

Aktuelle Meldungen

21/09/17
DEMIRE kündigt Unternehmensanleihe 2014/19 bekannt – vollständige Rückführung „teurer Alt-Verbindlichkeiten“

Die DEMIRE Deutsche Mittelstand Real Estate AG (WKN A0XFSF / ISIN DE000A0XFSF0) gibt heute die Kündigung ihrer Unternehmensanleihe 2014/2019 (ISIN DE000A12T135) bekannt. Die Mittel zur Rückführung der Anleihe stammen aus der erfolgreichen Platzierung der ungerateten, unbesicherten Unternehmensanleihe 2017/2022 über EUR 270 Mio., die mit 2,875 Prozent am 12. Juli 2017 und damit zu deutlich günstigeren Konditionen bei institutionellen Investoren platziert wurde. Die Rückzahlung der gekündigten Unternehmensanleihe 2014/2019 erfolgt gemäß den Anleihebedingungen voraussichtlich am 21. November 2017 zu 104 Prozent. Damit schließt die DEMIRE, wie geplant, die Rückführung alter teurer Verbindlichkeiten aus den Mitteln der Erstplatzierung der neuen Unternehmensanleihe 2017/2022 vollständig ab.

Wie bereits am 18. September veröffentlicht, hat die DEMIRE ihre Unternehmensanleihe 20-17/2022 um weitere EUR 130 Mio. zu 101,25 Prozent über par (entspricht ca. 2,6% Rendite) aufgestockt. Die Mittelverwendung sieht unter anderem die weitere Rückführung von teuren Verbindlichkeiten (A/B-Notes), die im Durchschnitt mit 4,4 Prozent verzinst werden, im vierten Quartal vor. Damit erreicht die DEMIRE im Rahmen ihres Programms DEMIRE 2.0 bereits innerhalb weniger Monate eine signifikante Reduzierung ihrer durchschnittlichen Finanzierungskosten von zuletzt 4,1 Prozent p.a. zum Stichtag 30. Juni 2017 auf 3,0 Prozent p.a. (pro forma Basis). Zudem steigt der operative Cashflow ab dem Jahr 2018 durch die abgeschlossenen Refinanzierungen um rund EUR 18 Mio. p.a.

http://www.fixed-income.org/ (Foto: © DEMIRE)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

21/09/17
EYEMAXX mit erfolgreicher Bezugsrechts-Kapitalerhöhung

Die EYEMAXX Real Estate AG (ISIN DE000A0V9L94) hat die am 30. August 2017 beschlossene Bezugsrechtskapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital erfolgreich abgeschlossen und dabei eine mehr als doppelte Überzeichnung erreicht. Sämtliche angebotenen 416.666 neuen Aktien wurden zu einem Bezugspreis von 12,00 Euro platziert; der Gesellschaft fließt somit ein Bruttoemissionserlös in Höhe von knapp 5 Mio. Euro zu. Im Rahmen des Bezugsrechts und des Überbezugs haben Aktionäre der EYEMAXX Real Estate AG sowie Inhaber der Wandelanleihen 2016/2019 (ISIN DE000A2BPCQ2) und 2017/2019 (ISIN DE000A2DAJB7) insgesamt 416.666 Aktien erworben.

Das Grundkapital der EYEMAXX Real Estate AG erhöht sich nach Eintragung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister um 416.666 Euro auf 4.706.386 Euro. Die neuen Aktien sind ab Beginn des laufenden Geschäftsjahres 2016/2017 (1.11.2016 bis 31.10.2017) dividendenberechtigt und werden zum Handel in den regulierten Markt (General Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen. Der Streubesitz beläuft sich auf nunmehr 54,35 Prozent nach zuvor 49,92 Prozent. Die restlichen Anteile von 45,65 Prozent werden vom CEO und Gründer der EYEMAXX Real Estate AG, Dr. Michael Müller, gehalten, der als Folge dieser Kapitalerhöhung nicht mehr Mehrheitsgesellschafter ist. Die Transaktion wurde von der Dero Bank AG begleitet.

Die aus der Kapitalerhöhung zufließenden Mittel werden zur schnelleren Umsetzung des zweiten Großprojektes in Schönefeld bei Berlin genutzt, das EYEMAXX zusammen mit dem Joint-Venture-Partner DIE Deutsche Immobilien Entwicklungs AG realisiert. Dieses neue Projekt "Sternenviertel" hat ein Volumen von rund 168 Mio. Euro. Auf einem ca. 51.000 Quadratmeter großen Areal im südlichen Teil von Schönefeld sollen in mehreren Abschnitten bis zum Frühjahr 2021 insgesamt 18 Gebäude mit 559 Wohneinheiten und einer Wohnfläche von über 37.800 Quadratmetern errichtet werden. Auch sind Büroflächen mit ca. 12.400 Quadratmetern sowie rund 700 Stellplätze geplant.

http://www.fixed-income.org/ (Foto: EYEMAXX-Projekt Postquadrat Mannheim © Institutional Investment Publishing GmbH)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

21/09/17
Brenntag platziert Unternehmensanleihe mit einem Kupon von 1,125% und verlängert das Fälligkeitsprofil

Brenntag (WKN A1DAHH), der Weltmarktführer in der Chemiedistribution, hat erfolgreich eine neue Unternehmensanleihe über 600 Mio. Euro bei institutionellen Investoren platziert. Brenntag Finance B.V. wird die Anleihe mit einer Laufzeit von acht Jahren und einem Kupon von 1,125% emittieren. Der Ausgabepreis der Anleihe liegt bei 99,227%. Das Angebot stieß auf ein sehr hohes Interesse und war mehrfach überzeichnet.

Georg Müller, Finanzvorstand der Brenntag AG: „Wir haben die gegenwärtig attraktiven Marktbedingungen genutzt, um uns zu einem äußerst niedrigen Zinssatz langfristig Finanzierungsmittel zu sichern. Das große Interesse der Investoren an der Transaktion zeigt abermals die hohe Attraktivität unseres Unternehmens am Kapitalmarkt. Nach der erfolgreichen Refinanzierung unseres syndizierten Kredits zu Jahresbeginn verbessern wir mit der neuen Unternehmensanleihe nochmals unser Fälligkeitenprofil und unterstützen die weitere Geschäftsentwicklung des Konzerns.“

Mit den Erlösen aus der Anleiheemission wird Brenntag bestehende Finanzverbindlichkeiten ablösen und die allgemeine Geschäftsentwicklung der Gruppe finanzieren. Die Notierung der Anleihe ist im Euro MTF Markt an der Luxemburger Börse geplant.

http://www.fixed-income.org/  (Foto: CFO Georg Müller © Brenntag)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

21/09/17
BNY Mellon IM-Kommentar nach Fed-Entscheidung: Was steht Hochzinsanlegern bevor?

Gestern endete das Treffen des Offenmarktausschusses der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Das Resultat: Der Leitzins bleibt in der Bandbreite zwischen 1 und 1,25 Prozent, das Programm der quantitativen Lockerung wird zurückgefahren – das Anleiheportfolio der Fed aus Staats- und Hypothekenanleihen soll schrumpfen.

Was steht dann Hochzinsanlegern bevor? Geht der Rückenwind für Risikoanlagen verloren? Ulrich Gerhard, Senior Portfolio Manager im Anleihenteam von Insight Investment, einer Boutique von BNY Mellon Investment Management (IM), sieht keinen Grund zur Sorge.
Seine Einschätzung dazu, wie das Umfeld für Hochzinsanleihen aussieht, welche Trends sich abzeichnen und welche Sektoren und Investmentthemen sich Anleger zu Herzen nehmen sollten: Ulrich Gerhard, Senior Portfolio Manager im Anleihenteam von Insight Investment, einer Boutique von BNY Mellon IM: „Das konjunkturelle Umfeld in Europa und in den USA ist für die Anlageklasse Hochzinsanleihen momentan günstig. Gleichzeitig ist das Wachstum zwar so kräftig, dass die Unternehmen florieren und die Gewinne ansteigen können, aber nicht so hoch, dass es die Inflation deutlich anheizen würde. Somit sind Notenbanken wie die EZB in der Lage, ihre Geldmarktpolitik schrittweise wieder zu normalisieren. Parallel dazu sind die Cashflows auf Unternehmensebene angesichts des aktuellen Umfelds insgesamt solide, während die vergleichsweise lockeren Covenants bei gehebelten Krediten verhindern, dass die Banken einfach den ‚Geldhahn zudrehen‘ können, falls sich die Fundamentaldaten verschlechtern sollten. Davon profitieren in nachrangigen Anleihen investierte Anleger. Darüber hinaus sind die Zinsdifferenzen im historischen Vergleich momentan zwar eng, doch daran dürfte sich wegen der derzeit beispiellos niedrigen Ausfallraten wohl kaum etwas ändern. Ein deutlicher Unterschied zwischen dem aktuellen Marktumfeld und der Phase vor der globalen Finanzkrise besteht darin, dass zurzeit keine aggressiven Leveraged Buyouts von Private Equity-Gesellschaften zu beobachten sind. Vielmehr werden Hochzins-Unternehmen oder deren Vermögenswerte zurzeit im Allgemeinen eher von Firmen mit Investmentstatus aufgekauft, die Private Equity-Unternehmen dank ihrer extrem niedrigen Finanzierungskosten mühelos überbieten können. Nach der Finanzkrise waren ‚gefallene Engel‘ (also bedeutende Unternehmen, deren Bonität auf unterhalb Investmentstatus nachgegeben hatte) ein zentrales Investmentthema. Viele der bekanntesten ‚gefallenen Engel‘ wie etwa die Telecom Italia, Anglo American, Heidelberg Cement und Lafarge erholen sich aber allmählich wieder oder haben ihren Investmentstatus sogar bereits zurückerlangt. Ein neues Investmentthema sind die ‚aufgehenden Sterne‘. Darunter versteht man Firmen, die sich bewusst als „hoch rentierlich“ eingestuft haben. Teilweise sind diese Unternehmen größer und profitabler als ihre Mitbewerber mit Investmentstatus und haben in der Vergangenheit bereits auf vernünftige Art und Weise Hebel genutzt, um ihr Wachstum zu finanzieren und ihre Kapitalkosten zu verringern. In solchen Firmen investierte Anleger halten nach Faktoren Ausschau, die zu einer Veränderung der Kapitalstruktur und damit zu einer frühzeitigen Ablösung einer Anleihe zu einem Aufgeld auf den aktuellen Marktwert führen könnten. Ein gutes Beispiel dafür wäre der zweitgrößte Telekommunikationsanbieter Polens, die Firma Play. Dieses Unternehmen hat sein rasantes Wachstum mit Hilfe von Anleihen finanziert und seinen Marktanteil in Polen damit von 5 Prozent aus dem Jahr 2007 auf aktuell 27 Prozent ausgeweitet. Inzwischen steht auch der Börsengang dieser Firma kurz bevor, der Play 1,3 Milliarden Euro einbringen dürfte, mit denen das Unternehmen dann seine Verbindlichkeiten reduzieren kann.“ www.fixed-income.org  (Foto: Ulrich Gerhard © Insight Investment)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

21/09/17
BayWa AG plant Begebung einer Hybridanleihe

Die BayWa AG plant die Begebung einer nachrangigen Anleihe mit unbegrenzter Laufzeit, bei einer vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit der Emittentin nach fünf Jahren. Für diese Hybridanleihe ist ein Gesamtbetrag im unteren dreistelligen Millionenbereich angedacht. Die durch die Begebung generierten Mittel sollen unter anderem zur Refinanzierung verschiedener Verbindlichkeiten der Gesellschaft verwendet werden.

Das finale Emissionsvolumen wird nach der nun durchzuführenden Investoren-Roadshow festgelegt. Das Bookbuilding-Verfahren wird voraussichtlich Anfang Oktober stattfinden. Die Hybridanleihe soll im regulierten Markt der Luxemburger Börse gehandelt werden.

Die Entscheidung, ob die Hybridanleihe final begeben wird, ist vom Ergebnis des Bookbuilding-Verfahrens sowie der generellen Marktentwicklung abhängig.

http://www.fixed-income.org/  (Foto: CFO Andreas Helber © BayWa AG)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

20/09/17
Brenntag emittiert 8-jährige-Anleihe im Volumen von 500 Mio. Euro, Guidance: Mid Swap +80 bp (ca. 1,4%)

Brenntag mittiert eine Anleihe mit einer Laufzeit von 8 Jahren und einem Volumen von 500 Mio. Euro. Erwartet wird ein Spread von ca. 80 Basispunkten gegenüber Mid Swap, was einer Rendite von ca. 1,4% entsprechen würde.

Brenntag wird von Moody´s mit Baa3 und von S&P mit BBB gerated. Die Transaktion wird von J Bank of America ML, Credit Agricole CIB, Commerzbank begleitet.

Eckdaten der neuen Brenntag-Anleihe:

Emittent: 
Brenntag AG
Corp. Rating:  Baa3 (Moody´s), BBB (S&P)
Volumen:  500 Mio. Euro
Settlement:  27.09.2017
Laufzeit:  27.09.2025
Stückelung:  1.000 Euro, Mindestorder 100.000 Euro
Listing: Luxembug
Kupon:  n.bek.
Guidance:  Mid Swap +80 bp (ca.1,4%)
Bookrunner:  Bank of America ML, Credit Agricole CIB, Commerzbank

http://www.fixed-income.org/ (Foto: CFO Georg Müller © Brenntag AG)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

20/09/17
Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH steigert Umsatz und Ertrag im 1. Halbjahr 2017

Die Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH, ein international tätiger Produzent von Motor- und Getriebeteilen, Zahnrädern, Getriebebaugruppen und komplett montierten Getrieben für die Automobilindustrie, blickt auf ein erfolgreiches 1. Halbjahr 2017 zurück. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 17,0% von 41,1 Mio. Euro auf 48,1 Mio. Euro. Für das Wachstum sind vor allem die in 2014 erteilten Serienaufträge verantwortlich, die sich derzeit im Hochlauf befinden.

Der Auftragseingang lag im 1. Halbjahr 2017 bei 46,4 Mio. Euro (1. Halbjahr 2016: 40,9 Mio. Euro). Der Auftragsbestand betrug zum 30. Juni 2017 48,4 Mio. Euro (30. Juni 2016: 38,8 Mio. Euro).

Die Ertragskennzahlen der NZWL-Gruppe entwickelten sich in den ersten sechs Monaten 2017 ebenfalls positiv. So verbesserte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 5,0 Mio. Euro auf 5,6 Mio. Euro, während der Konzernhalbjahresüberschuss von 0,4 Mio. Euro auf 0,6 Mio. Euro stieg.

Für das Gesamtjahr 2017 geht die Geschäftsführung unverändert davon aus, den Vorjahresumsatz von 82,5 Mio. Euro um 10% bis 13% zu steigern. Darüber hinaus soll bei insgesamt verbesserter Rentabilität die Eigenkapitalquote gestärkt und der Konzernjahresüberschuss von 1,2 Mio. Euro auf 1,3 bis 1,5 Mio. Euro verbessert werden.

In China, wo das operative Geschäft durch den Schwester-Konzern NZWL International geführt wird, verbesserte sich der Umsatz im 1. Halbjahr 2017 von 4,8 Mio. Euro auf 15,3 Mio. Euro. Zudem wurde ein positives Halbjahresergebnis erwirtschaftet, das im Planhorizont lag. Für das zweite Halbjahr wird ein weiteres Umsatzwachstum von circa 30% gegenüber dem ersten Halbjahr und somit mehr als eine Verdoppelung des Gesamtjahresumsatzes gegenüber 2016 erwartet. Zudem soll der Jahresüberschuss zwischen 1,3 und 1,9 Mio. Euro liegen.

http://www.fixed-income.org/ (Foto: © Institutional Investment Publishing GmbH)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

20/09/17
Peach Property Group erhöht Zielvolumen der Wandelhybridanleihe aufgrund hoher Nachfrage

Die Peach Property Group, ein auf Bestandshaltung spezialisierter Investor mit Fokus auf Wohnimmobilien in Deutschland, hat aufgrund der hohen Nachfrage eine Erhöhung des Zielvolumens der Wandelhybridanleihe (ISIN 38195225/CH0381952255) beschlossen. Bereits kurz nach Beginn der Vorwegzeichnungsfrist für Aktionäre, die noch bis zum 29. September 2017 (12.00 Uhr MEZ) läuft, hat die Gesellschaft ein signifikantes Zeichnungsvolumen erfahren. Aktionäre und weitere Investoren haben grosses Interesse an einer Zeichnung signalisiert. Daher nutzt die Peach Property Group AG die Option der Aufstockung des ursprünglichen Zielvolumens von CHF 25 Mio. auf bis zu CHF 59 Mio.

Eventuell nicht im Rahmen der Vorwegzeichnung gezeichnete Obligationen der Wandelhybridanleihe werden interessierten Aktionären und weiteren Investoren angeboten. Die Kotierung an der SIX Swiss Exchange ist beantragt und die provisorische Zulassung für den 4. Oktober 2017 geplant. Die Gruppe wird die zufliessenden Mittel aus der Wandelhybridanleihe für den weiteren strategiekonformen Ausbau des Immobilienportfolios und zur Ablösung von bestehenden Verbindlichkeiten verwenden.

Die Wandelhybridanleihe hat eine unbegrenzte Laufzeit, wobei eine Kündigung durch die Peach Property Group AG erstmalig zum 30. September 2022 möglich ist. Bis zu diesem Zeitpunkt beläuft sich der Zinscoupon auf 3,00 Prozent pro Jahr, anschliessend liegt die jährliche Verzinsung beim 3-Monats-Libor zzgl. 9,25 Prozent. Zwischen dem 16. Oktober 2017 und dem 30. Dezember 2020 kann die Wandelhybridanleihe zu einem Wandlungspreis von CHF 29,50 in Namensaktien der Peach Property Group AG (ISIN 11853036/CH0118530366) gewandelt werden.

www.fixed-income.org

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

19/09/17
Anleihen-Analyse: UBM Development AG – Neue 5-jährige Anleihe mit einem Kupon von 3,25% und Umtauschmöglichkeit der Anleihe 2014/19

Die UBM Development AG platziert eine neue Unternehmensanleihe mit einer Laufzeit von 5 Jahren und einem Kupon von 3,25%. Das Emissionsvolumen beträgt bis zu 100 Mio. Euro, mit der Möglichkeit der Aufstockung auf bis zu 120 Mio. Euro, die Stückelung beträgt 500 Euro.

Ablauf der Transaktion
Im Rahmen der Emission werden die Inhaber der von der UBM im Jahr 2014 begebenen 4,875%-Anleihe 2014/19 (ISIN AT0000A185Y1), Stückelung 500 Euro, eingeladen, Angebote für den Umtausch in die neu zu begebende Anleihe innerhalb der Umtauschfrist abzugeben, wobei UBM beabsichtigt, Umtauschangebote im Ausmaß von bis zu 100 Mio. Euro anzunehmen. Die Umtauschfrist endet voraussichtlich am oder um den 02.10.2017. Inhaber der UBM-Anleihe 2014/19 erhalten im Umtauschfall für eine bestehende Anleihe eine neue Anleihe (Verhältnis 1:1) der aktuellen Anleiheemission 2017/22 sowie zusätzlich einen Barausgleichsbetrag von je 28,78 Euro pro umgetauschter Teilschuldverschreibung. Der Barausgleichsbetrag errechnet sich aus den anteiligen Stückzinsen sowie einem Zusatzbetrag. Die Stückzinsen betragen 6,28 Euro (je Teilschuldverschreibung). Der Zusatzbetrag wurde in der Höhe von 22,50 Euro (je Teilschuldverschreibung) festgelegt.

Nach Abschluss des Umtauschangebots wird die Anleihe 2017/22 im verbleibenden Ausmaß im Rahmen eines öffentlichen Angebots zur Zeichnung angeboten werden. Der Ausgabekurs (Emissionskurs) der neuen Anleihe beträgt 101,50% (einschließlich einer von nicht-institutionellen Anlegern zu tragenden Verkaufsprovision von 1,5-Prozentpunkten, wobei auf die Verkaufsprovision Abschläge gewährt werden können). Der Reoffer-Kurs, zu dem institutionelle Investoren die Anleihe zeichnen können, beträgt 100,00%. Eine Zeichnungsfunktionalität der Börse ist nicht vorgesehen, interessierte Privatanleger können ggf. über ihre jeweilige Depotbank zeichnen.

Es ist beabsichtigt, einen Antrag auf Zulassung der Anleihe 2017/22 der Emittentin zum Handel im Geregelten Freiverkehr (Corporates Prime) der Wiener Börse sowie einen Antrag auf Einbeziehung in den Open Market (Quotation Board) der Deutsche Börse AG (Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse) zu stellen.

Unternehmen
Die UBM Development AG ist ein Immobilienentwickler von europäischem Format. Der strategische Fokus liegt auf den drei klar definierten Assetklassen Hotel, Büro und Wohnen sowie auf den drei Kernmärkten Deutschland, Österreich und Polen. Mit 144 Jahren Erfahrung konzentriert sich UBM auf ihre Kernkompetenz, die Entwicklung von Immobilien.

Der UBM-Konzern hat seinen Schwerpunkt in der Entwicklung von Wohnimmobilien im Mittel- und Hochpreissegment, Hotels im 3- bis 5-Sterne-Segment und Bürokomplexen. Zusätzlich zu diesen Assetklassen ist der UBM-Konzern auch in der Entwicklung von Immobilien in anderen Bereichen tätig, etwa in den Bereichen Einzelhandel, Logistik, Gesundheit und Unterhaltung. Das Immobilienportfolio des UBM-Konzerns spiegelt eine diversifizierte Marktpräsenz und ausgewogene Verteilung von Immobilieninvestments über diverse Regionen und Anlageklassen wider, die im Laufe der Zeit monetarisiert werden sollen.

Das Geschäftsmodell umfasst die komplette Wertschöpfungskette der Immobilienentwicklung und kann in die Phasen Erwerb, Planung, Bau und Ausstieg (Exit) unterteilt werden. In der Exit-Phase werden Immobilien an diverse Dritte (Käufer und Investoren) verkauft. Mit der Ausnahme von Wohnimmobilien beinhaltet die Exit-Phase häufig auch die Vermietung selbst entwickelter Büroimmobilien, anderer gewerblicher Immobilien und Hotelmanagement. Der UBM-Konzern hält selbst entwickelte Projekte für gewisse Zeiträume, um Erträge aus deren Betrieb zu generieren sowie die Liegenschaften und deren Erträge für einen späteren Verkauf zu optimieren. UBM erzielt seine Erträge in erster Linie durch Erlöse aus dem Verkauf selbst entwickelter Immobilien.

Geschäftsentwicklung
Der UBM Development AG ist es innerhalb kurzer Zeit gelungen, ihre Nettoverschuldung auf 578,6 Mio. Euro zum 30.06.2017 zu reduzieren (31.03.2017: 744,0 Mio. Euro). Hauptverantwortlich dafür waren die Fertigstellung und Übergabe von einigen Großprojekten, die bereits im Vorfeld erfolgreich verkauft wurden, wie etwa die beiden Hotels im Quartier Belvedere Central, Wien. Darüber hinaus konnten aber auch Objekte, die sich schon lange im Bestand befanden, im Wert von insgesamt rund 100 Mio. Euro im zweiten Quartal verkauft werden.

Als zusätzlichen Effekt dieser Entwicklung verfügte die UBM zur Jahresmitte über liquide Mittel von 138,8 Mio. Euro. Damit ist ihre Firepower so hoch wie noch nie und stellt sicher, dass UBM ohne jede Einschränkung am anhaltenden Boom des Immobilienmarkts teilnehmen kann.

Die Gesamtleistung (inkl. Verkäufe von Share-Deals und at-equity konsolidierten Beteiligungen) konnte im ersten Halbjahr um 65,3% auf 422,1 Mio. Euro gesteigert werden. Die ausgewiesenen Umsatzerlöse erreichten im ersten Halbjahr 2017 rund 234,2 Mio. Euro (H1 2016: 189,7 Mio. Euro).

Das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) lag mit 22,6 Mio. Euro deutlich über dem Halbjahresergebnis 2016 von 15,5 Mio. Euro. Der Nettogewinn (nach Steuern) stieg von 12,0 Mio. Euro auf 16,3 Mio. Euro.

Ausblick
Für das Gesamtjahr 2017 rechnet die UBM mit einem weiteren Abbau der Verschuldung auf 550 Mio. Euro. Der Nettogewinn wird mit 33 Mio. Euro prognostiziert, was einer Steigerung von über 12% entsprechen würde. Gleichzeitig verfügt UBM über eine Pipeline von bereits im Bau befindlichen und meist schon im Vorhinein verkauften Projekten von 950 Mio. Euro alleine bis Ende 2018. Bis Ende 2020 rechnet die UBM mit einem Volumen von 1,7 Mrd. Euro. Dabei wurden für die Jahre 2019 und 2020 Kaufpreise unterstellt, die der aktuellen Marktlage entsprechen.

Stärken:
– sehr guter Track Record am Kapitalmarkt und lange Unternehmenshistorie
– hohe Transparenz durch Börsennotierung der Aktie, umfangreiches Research Coverage
– Projekte sind sowohl nach Regionen als auch nach Segmenten gut diversifiziert
– erfahrenes Management, umfangreiches Stockoptionsprogramm für das Top-Management

Schwächen:
– branchentypische Projektentwicklerrisiken
– kein Rating

Fazit:
UBM Development profitiert in hohem Maße von der starken Nachfrage internationaler institutioneller Investoren am europäischen Immobilienmarkt. Die Projekte der UBM Development AG sind breit diversifiziert, sowohl nach Regionen als auch nach Assetklassen. Die Gesellschaft hat eine lange und positive Historie. Am Kapitalmarkt hat die Gesellschaft einen positiven Track Record. Die Analystenprognosen sind auch für die zukünftige Entwicklung sehr positiv. Ein Tausch der Anleihe 2014/19 in die neue Anleihe bzw. eine Zeichnung der neuen Anleihe erscheint damit interessant.

Christian Schiffmacher, http://www.fixed-income.org/, Foto: Zalando Headquarter © UBM Development

Tab. 1: UBM Development AG – Assetklassen

Büro

39%

Hotel

19%

Wohnen

25%

Land Bank

5%

Sonstige

11%

nach Buchwerten, Stand: 30.06.2017

Tab. 2: UBM Development AG – Geschäftsentwicklung

 

2016

2017e

2018e

2019e

Umsatz

417,0

398,2

397,8

407,6

EBITDA

49,6

62,6

73,5

73,4

EBIT

46,2

59,4

70,2

70,1

Nettogewinn

29,1

33,7

38,3

39,2

Angaben in Mio. Euro, Quelle: SRC Research

Tab. 3: Eckdaten der neuen UBM Development-Anleihe

Emittent

UBM Development AG

Kupon

3,25%

Umtauschangebot für Inhaber der Anleihe 2014/19

13.09.–02.10.2017*

Zeichnungsfrist

04.10.–06.10.2017

Laufzeit

11.10.2022 (5 Jahre)

Emissionsvolumen

100 Mio. Euro mit Aufstockungs-möglichkeit auf bis zu 120 Mio. Euro

Stückelung

500 Euro

WKJN / ISIN

A19NSP / AT0000A1XBU6

Segment

Wiener Börse (Corporates Prime) und Börse Frankfurt (Quotation Board)

Bookrunner

Raiffeisen Bank International, Quirin Privatbank

Internet

www.ubm.at

*) Der Barausgleich beträgt 28,78 Euro je Anleihe zu nominal 500 Euro,
dieser inkludiert Stückzinsen in Höhe von 6,28 Euro.

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

19/09/17
Anleihen-Analyse: Insofinance Industrial Real Estate Holding GmbH – Hohe Rendite mit Light Industrial-Objekten

Die Insofinance Industrial Real Estate Holding GmbH, München, begibt eine Unternehmensanleihe (WKN A2GSD3 / ISIN DE000A2GSD35) mit einem Volumen von bis zu 15 Mio. Euro, einem Kupon von 7% und einer Laufzeit von 7 Jahren an der Börse München. Die Zeichnungsfrist beginnt ab dem 18. September und endet, vorbehaltlich einer vorzeitigen Schließung, am 29. September um 15.00 Uhr. Ab dem 2. Oktober wird die Anleihe dann im Freiverkehr der Börse München gehandelt. Das Mindestplatzierungsvolumen liegt bei 7,5 Mio. Euro (fill-or-kill). Privatanleger können via Börsenorder an der Börse München zeichnen. Der Mindestzeichnungsbetrag wurde mit 10.000 Euro festgelegt bei einer Stückelung von 1.000 Euro.

Die Insofinance Industrial Real Estate Holding GmbH plant mit einem klaren „Buy & Hold“-Ansatz langfristig in die Assetklasse „Light Industrial Real Estate“ (Industriebauten wie z. B. Produktions-, Montage- und Lagerhallen mit einer Beimischung von Büro- und Sozialflächen) zu investieren. Die Gesellschaft plant, die Immobilien mit Multiples zwischen sechs und zehn der Jahresnettomiete zu erwerben, und geht von einer geplanten durchschnittlichen Rendite von rund 10,6% p.a. aus.

Das operative Geschäft soll nicht durch eigene Mitarbeiter erfolgen, sondern auf Basis eines Asset-Management-Vertrags mit der MS Industrie AG, der H2 Immobilienobjekte GmbH und der Comindo Creditmanagement GmbH durchgeführt werden. Der Erwerb der Immobilien soll aus Gründen der Risikodiversifikation nicht durch die Insofinance selbst, sondern durch Tochtergesellschaften erfolgen. Diese werden von der Gesellschaft mit liquiden finanziellen Mitteln aus der begebenen Anleihe entweder durch Gesellschaftereinlagen oder durch Fremdkapital in Form von Darlehen ausgestattet.

Insofinance wird sie sich auf den Erwerb, die Finanzierung, Verwaltung und Optimierung betriebsnotwendiger Immobilienobjekte fixieren. Geographisch fokussiert sich die Gesellschaft auf den deutschsprachigen Raum (neben Deutschland auch Österreich, die deutschsprachige Schweiz und Südtirol). Immobilien werden erst mit Begebung der Anleihe und Zufluss des Emissionserlöses erworben. Der Erwerb der Immobilien soll auf drei Wegen erfolgen:

1) Erwerb aus Insolvenzverfahren
Die Insofinance beabsichtigt u. a. über Tochtergesellschaften Bestandsimmobilien oder Objektgesellschaften von operativ tätigen, mittelständischen Unternehmen in Insolvenz mit einer positiven Fortführungsprognose zu erwerben. Der Erwerb der Immobilie erfolgt in diesem Fall vom Insolvenzverwalter des Unternehmens oder bei Insolvenz in Eigenverwaltung vom Unternehmen selbst. Durch die Gewinnung der Comindo Creditmanagent GmbH als Partner erhält die Insofinance Zugang zu Insolvenzverwaltern. Die Comindo Creditmanagement GmbH arbeitet im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit u.a. bei der Finanzierung von Insolvenzverfahren oder dem Erwerb von Restvermögenswerten im Rahmen von Insolvenzverfahren eng mit Insolvenzverwaltern zusammen. Nach Ansicht der Gesellschaft gelingt es oft den Insolvenzverwaltern, das operative Geschäft an einen neuen strategischen Investor zu veräußern. Häufig haben die Investoren jedoch kein Interesse am Erwerb von betrieblich genutzten Immobilien, die auch zur Insolvenzmasse gehören, da durch den Erwerb finanzielle Mittel gebunden werden. Im Rahmen der Insolvenzverfahren ist jedoch der Insolvenzverwalter verpflichtet, alle Vermögensgegenstände zu verwerten, sodass es der Gesellschaft gelingen kann, die Immobilie aus dem Insolvenzverfahren vergleichsweise günstig zu erwerben. Der Erwerb durch die Emittentin erfolgt jedoch nur, wenn bereits ein Mietvertrag über die Bestandsimmobilie mit der neuen operativ tätigen Gesellschaft vorliegt.

2) Erwerb im Rahmen von „Sale-and-Lease-Back“-Lösungen
Neben dem Erwerb von Immobilien im Rahmen von Insolvenzverfahren beabsichtigt die Gesellschaft, Bestandsimmobilien im Rahmen von „Sale-and-Lease-Back“-Lösungen zu erwerben. Hierbei werden Immobilien von operativ tätigen Unternehmen erworben und gleichzeitig an diese wieder zurückvermietet. So haben beispielsweise bei M&A-Transaktionen die Käufer von Unternehmen kein Interesse am Erwerb der Betriebsimmobilien. Insofinance kann dann „Sale-and-Lease-Back“-Lösungen bieten.

3) Erwerb vom Eigentümer, der nicht selbst Nutzer der Immobilie ist
Darüber hinaus ist der Erwerb von vermieteten Objekten außerhalb von Insolvenzverfahren und „Sale-and-Lease-Back“-Lösungen direkt vom Eigentümer denkbar.

Für den zukünftigen Mieter soll durch die Veräußerung der betriebsnotwendigen Immobilie das tägliche Geschäft nicht negativ beeinflusst werden, weshalb die Gesellschaft hier einen nahtlosen Übergang des Eigentums ohne Unterbrechung der operativen Geschäftstätigkeit des veräußernden Unternehmens vorsieht. Nach dem Erwerb können die Immobilien gemäß den Anforderungen des jeweiligen Mieters und in Absprache mit diesem weiterentwickelt werden. So können bspw. vorhandene freie Flächen bebaut und an die Anforderungen der Geschäftstätigkeit des Mieters angepasst werden. Sollte es sich aus wirtschaftlichen oder organisatorischen Gründen ergeben, zieht die Gesellschaft auch in Erwägung Objektgesellschaften, die Immobilien im Eigentum halten, mehrheitlich zu erwerben. Die Gesellschaft beabsichtigt in diesem Fall, grundsätzlich sämtliche Anteile an einer Objektgesellschaft zu erwerben.

Besicherungskonzept
Die Anleihe der Insofinance Industrial Real Estate Holding GmbH ist gemäß Treuhandvertrag u.a. wie folgt besichert:

1) Verpfändung von allen im Eigentum der Emittentin stehenden Geschäftsanteilen an zukünftigen Tochtergesellschaften, die aus der Anleihe finanziert werden
2) Hinterlegung einer Barsicherheit von 7% des Emissionsvolumens plus 50.000 Euro
3) Globalzession aller künftigen Forderungen der Emittentin gegenüber zukünftigen Tochtergesellschaften, die als Darlehen ausgereicht werden, bis zu einer Summe von 90% des Emissionserlöses

Objektauswahl und Finanzierung der Objekte
Bei der Auswahl der Objekte müssen die folgenden vier Anforderungen erfüllt sein:
1) Industrielle Nutzung des Objektes
2) Der Vermietungsstand des Objektes muss mindestens 60% der vermietbaren Gebäudeflächen betragen.
3) Das Objekt muss sich im deutschsprachigen Raum befinden.
4) Die Finanzierung des Objektes muss gewährleistet sein, d.h. verbindliche Darlehenszusagen liegen vor und Eigenkapital in notwendiger Höhe ist liquide vorhanden.

Zudem sollen die folgenden Kriterien erfüllt sein:
1) Kaufpreis soll maximal der 10-fachen Jahresnettosollmiete betragen.
2) Autobahnanbindung maximal 50 km entfernt
3) Die vermietbaren Flächen sind größer als 3.000 m2.
4) Durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge beträgt auf Basis der gewichteten Ist-Nettojahresmiete mindestens fünf Jahre.
5) Das Objekt ist frei von Altlasten.
6) Die Nettojahresmiete beträgt mindestens 60.000 Euro.
7) Es liegt eine gültige Baugenehmigung vor.
8) Mindestens 60% der Anschaffungskosten sind über Darlehen finanzierbar.
9) Wertschöpfungsmöglichkeit, z.B. durch Erweiterung oder effektivere Flächengestaltung, ist möglich.
10) Geschäftstätigkeit der Mieter soll nicht gegen die guten Sitten verstoßen, Rüstungsunternehmen sind ebenso ausgeschlossen wie Unternehmen aus dem Bereich Glücksspiel.
11) Fremdfinanzierungen sollte aufgrund der Risikostreuung mit alternativen Kreditinstituten verhandelt werden. „Non-recourse“-Finanzierungen sollten möglich sein.

Insofinance beabsichtigt nach erfolgreicher Platzierung der Anleihe das Immobilienportfolio in drei Phasen auszubauen:

1) Kauf von mehreren bereits identifizierten Immobilien, um ausreichend Mieterträge zur Deckung der Anleihezinsen zu generieren.
2) Umfinanzierung der über die Anleihe finanzierten Immobilen durch Aufnahme von Bankkrediten.
3) Der Mittelzufluss aus der Umfinanzierung dient der Finanzierung weiterer Immobilienkäufe.

Die Gesellschaft beabsichtigt, den Emissionserlös u.a. zum Kauf einer Immobilie für 3,03 Mio. Euro zu verwenden. In Burghausen soll ein Objekt für 2,52 Mio. Euro erworben werden. In Hostmar ist der Kauf einer Immobilie für 5,61 Mio. Euro beabsichtigt. Zudem soll eine Immobilie in Lehre für 1,806 Mio. Euro erworben werden.

Stärken:
– Positiver Track Record der Initiatoren und des Managements mit der BENO-Wandelanleihe (ISIN DE000A11QP91)
– guter Marktzugang
– Das Light Industrial Real Estate-Segment bietet attraktive Renditen.

Schwächen:
– SPV ohne nennenswertes Eigenkapital

Fazit:
Die Insofinance Industrial Real Estate Holding GmbH kauft Immobilien im Light Industrial Real Estate, die hohe Renditen bieten. In einigen Bereichen ist der Wettbewerb um attraktive Objekte weitaus weniger intensiv als in anderen Immobiliensegmenten. So erwirbt die Gesellschaft auch Immobilien aus Insolvenzen, wenn es beispielsweise einen Käufer für das operative Geschäft gibt. Das Management hat hierfür spezifisches Know-how, das viele andere Immobilienunternehmen nicht haben. Initiatoren und Management können mit der Emission der BENO Holding AG-Wandelanleihe auf einen positiven Track Record blicken. BENO investiert ebenfalls im Segment Light Industrial Real Estate. Der Kurs der BENO-Wandelanleihe (ISIN DE000A11QP91) notierte am 15.09.2017 bei 105,00%. Das Konzept von Insofinance erscheint daher attraktiv.

Christian Schiffmacher, http://www.fixed-income.org/, Foto © Insofinance

Tab. 1: Eckdaten der Insofinance-Anleihe

Emittent

Insofinance Industrial Real Estate Holding GmbH

Zeichnungsfrist

18.09.–29.09.2017

Kupon

7,00%

Laufzeit

30.09.2024 (7 Jahre)

Emissionsvolumen

15 Mio. Euro, Mindestvolumen 7,5 Mio. Euro

Stückelung

1.000 Euro, Mindestzeichnung 10.000 Euro

WKN / ISIN

A2GSD3 / DE000A2GSD35

Segment

Freiverkehr, Börse München

Internet

https://www.insofinance-immo.com/

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

19/09/17
DEMIRE hat ihre im Juli 2017 begebene Unternehmensanleihe um 130 Mio. Euro auf

Die DEMIRE Deutsche Mittelstand Real Estate AG (WKN A0XFSF / ISIN DE000A0XFSF0) hat eine Aufstockung von EUR 130 Mio. (Tap) ihrer ursprünglich im Juli 2017 begebenen gerateten, unbesicherten und mit 2,875% p.a. festverzinslichen Unternehmensanleihe mit einer Laufzeit bis 2022 (Senior Notes) zu einem Ausgabepreis von 101,25% erfolgreich platziert.

Die aufgestockte Unternehmensanleihe wird nach New Yorker Recht (Rule 144A/Reg S) begeben und an der Luxemburger Börse (Euro MTF Markt) zum Handel zugelassen werden. Die Nettoerlöse aus der Emission sollen für Zwecke der Refinanzierung von ausstehenden Verbindlichkeiten (inklusive Vorfälligkeitsentschädigungen und sonstiger Transaktionskosten) der Germavest S.à r.l., einer indirekten Tochtergesellschaft der DEMIRE Deutsche Mittelstand Real Estate AG, in Höhe von ca. rund EUR 94 Mio. mit einer derzeitigen durchschnittlichen Verzinsung von ca. 4,4% p.a. und für allgemeine Unternehmenszwecke, unter anderem zur Finanzierung zukünftiger Ankäufe, verwendet werden.

Die international renommierten Ratingagenturen Standard & Poor’s und Moody’s haben das aktuelle Rating für die Unternehmensanleihe mit BB+ bzw. Ba2 bestätigt. Das Anleiherating von Standard & Poor’s liegt somit unverändert eine Ratingstufe unter dem Investment Grade-Rating. Das Unternehmensrating der DEMIRE durch die beiden Ratingagenturen liegt ebenfalls unverändert bei BB bzw. Ba2 jeweils mit stabilem Ausblick. Die Transaktion wird von Deutsche Bank und Morgan Stanley als Joint Global Coordinators begleitet.

Weitere Optimierung der Finanzstruktur
Mit der erfolgreichen Aufstockung der Unternehmensanleihe hat die DEMIRE innerhalb kurzer Zeit im Rahmen ihres Strategieprogramms DEMIRE 2.0 ihre Finanzstruktur weiter nachhaltig optimiert. Mit den Nettoerlösen aus der emittierten Unternehmensanleihe im Juli 2017 und aus der jüngsten Aufstockung führt die DEMIRE bis Ende des Jahres teure Verbindlichkeiten zurück. Nach einmaligen Refinanzierungs- und Transaktionskosten im zweiten Halbjahr 2017, insbesondere aus der Zahlung diverser Vorfälligkeitsentschädigungen, rechnet die DEMIRE daher ab 2018 mit einer Steigerung des jährlichen Cashflows aufgrund von einem laufenden niedrigeren Zinsaufwand sowie deutlich reduzierter Tilgungsleistung um ca. EUR 18 Mio. p.a., davon allein EUR 9 Mio. aus der geplanten Ablösung der A/B-Notes im vierten Quartal 2017. Mit der Ablösung von mit Grundschulden besicherten Verbindlichkeiten werden zudem ca. EUR 400 Mio. an Immobilienwerten unbesichert und frei, das entspricht ca. 41 Prozent des derzeitigen gesamten Immobilienvermögens der DEMIRE-Gruppe.

Mit Abschluss der geplanten Refinanzierungen bis Ende des Jahres sinken die durchschnittlichen jährlichen Finanzierungskosten von 4,1% p.a. zum Stichtag 30. Juni 2017 auf pro forma 3,0% p.a. Die eingesparten Zinsaufwendungen führen ab dem Jahr 2018 zu einem deutlichen jährlichen Anstieg der FFO I (vor Steuern, vor Minderheiten) um ca. EUR 6,6 Mio. p.a.

Ralf Kind, CFO des DEMIRE-Konzerns: "Mit der jüngsten Aufstockung unserer erfolgreich im Juli 2017 platzierten Unternehmensanleihe im internationalen Kapitalmarkt erreichen wir einen wesentlichen Meilenstein in der Steigerung der Profitabilität der DEMIRE-Gruppe. Wir lösen alle teuren und komplexen Finanzierungen der Vergangenheit ab und steigern zugleich wesentlich unsere FFO’s und Cashflows ab 2018 durch eine deutliche niedrigere Verzinsung und Einsparung von Tilgungsleistungen."

Markus Drews, CEO des DEMIRE-Konzerns ergänzt: "Unser strategisches Programm DEMIRE 2.0 trägt weiter Früchte, wir setzen dabei nachhaltig unsere Planungen um, mit dem Ziel die Attraktivität und Stabilität unseres Geschäftsmodells weiter zu steigern. Mit der sukzessiven Optimierung und dem Ausbau unserer Immobilienplattform in den "Secondary Locations" von Deutschland verbessern wir zunehmend die Attraktivität und Wahrnehmung unserer Aktie."

http://www.fixed-income.org/ (Foto: © DEMIRE)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

18/09/17
Standpunkt German Mittelstand – Ausgabe 50

Mittelstandsanleihen: Dieser Weg wird kein leichter sein

Standpunkt German Mittelstand_Ausgabe 50 Dieser Weg wird kein leichter sein

Mehr auf www.s-gmf.de

18/09/17
Allianz Global Investors Kommentar von Franck Dixmier im Vorfeld der Fed-Sitzung

Kommentar von Franck Dixmier, Global Head of Fixed Income AllianzGI: „Während die Märkte abwägen, was der Offenmarktausschuss der Fed (FOMC) bei seinem Treffen am 19. und 20. September beschließen wird, lassen widersprüchliche Äußerungen einiger FOMC-Mitglieder die Notenbank etwas orientierungslos erscheinen. Hinzu kommt, dass sich trotz einer 9-jährigen Aufschwungphase und angespannter Arbeitsmarktlage die Inflation nicht beschleunigt hat.

Die Forward Guidance der Federal Reserve für die Entwicklung der Leitzinsen und die Erwartungen des Marktes liegen weit auseinander:

Auf der einen Seite zeigen die sogenannten Fed Dots vom Juni, dass 70 Prozent der FOMC-Mitglieder mindestens eine weitere Zinserhöhung von 25 Basispunkten noch in diesem Jahr erwarten; 80 Prozent gehen davon aus, dass die Leitzinsen Ende 2018 noch höher liegen dürften.

– Auf der anderen Seite erwarten die Märkte mit einer rund 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit eine Zinserhöhung von 25 Basispunkten bis Jahresende und mit 60-prozentiger Wahrscheinlichkeit einen Zinserhöhungsschritt bis Ende 2018.

Für die Skepsis der Märkte gibt es mehrere Gründe: Erstens ist der Lohndruck bislang nicht gestiegen. Zweitens bleiben Zweifel, ob Präsident Trump in der Lage sein wird, mit weiteren Reformen die Wirtschaft anzukurbeln. Drittens trüben die durch den Hurrikan Harvey verursachten Schäden die Sicht auf die künftige Wachstums- und Inflationsentwicklung. Und viertens schließlich erschweren die überraschende Ankündigung des bevorstehenden Rückzugs des stellvertretenden Fed-Vorsitzenden Stanley Fischer und das anstehende Ende von Janet Yellens Amtszeit im Februar 2018 die Sicht zusätzlich.

Trotz der Unwägbarkeiten bietet die Pressekonferenz am 20. September der Fed die Gelegenheit zu bekräftigen, dass sie weiterhin die Zinsen erhöhen und an ihrer Strategie festhalten will. Aus fundamentaler Sicht lassen die Stärke der US-Wirtschaft und die Lage am Arbeitsmarkt eine künftige Beschleunigung der Inflation erwarten. Das würde auch einen "präventiven" Zinsschritt rechtfertigen. Darüber hinaus steht zu erwarten, dass die Fed den Startschuss für den Prozess zur Reduzierung ihrer Bilanzsumme ab Oktober geben wird. Bislang hatte sie diese Maßnahme im Rahmen der geldpolitischen Normalisierungsbemühung stets niedriger priorisiert.

Wir erwarten daher, dass der Tenor der Fed-Verlautbarungen weniger moderat sein wird als die Märkte erwarten. Das sollte es ihr ermöglichen, mit ihrer „Forward Guidance“ die Märkte auf eine Zinserhöhung im Dezember vorzubereiten.“

http://www.fixed-income.org/ (Foto: Franck Dixmier © AllianzGI)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

18/09/17
Fidelity Einschätzung zum Fed-Meeting: US-Dollar könnte durch rückläufige Zinserwartungen fallen

Carsten Roemheld, Kapitalmarktstratege bei Fidelity International, gibt eine Einschätzung zur Zinssitzung der amerikanischen Notenbank Federal Reserve am 20. September

„Das wichtigste Ergebnis der Fed-Sitzung am 20. September dürften die Erwartungen der einzelnen Mitglieder des Offenmarktausschusses zur künftigen Zinsentwicklung sein sowie die geplante Vorgehensweise hinsichtlich einer Bilanzverkürzung der Notenbank. Sollten die Mitglieder ihre Zinserwartungen für den Rest des Jahres und für 2018 zurückschrauben, wird der Dollar meines Erachtens weiter an Wert verlieren. Dann könnten auch die Renditen von US-Staatsanleihen noch weiter fallen.

Aktuell strömt Gegenwind auf die Renditen von US-Anleihen ein – durch das technische Bild, die Positionierung der Anleger und die Großwetterlage der globalen Politik. Angesichts der hohen Kurse an den Aktienmärkten ist deshalb ein gewisses Maß an Duration am US-Markt sinnvoll, das vor Turbulenzen an den Aktienmärkten schützt. Mit einer Zinsanhebung rechne ich vorerst nicht, auch nicht im Dezember."

http://www.fixed-income.org/ (Foto: Carsten Roemheld © Fidelity)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

18/09/17
„Wir haben im ersten Halbjahr 165 Mio. Euro in Wachstum investiert“, Patric Thate, UBM Development AG

Im Gespräch mit dem BOND MAGAZINE erläutert Patric Thate, CFO der UBM Development AG, die Hintergründe der neuen Anleiheemission. Die Gesellschaft platziert eine neue Unternehmensanleihe mit einer Laufzeit von 5 Jahren und einem Kupon von 3,25%. Das Emissionsvolumen beträgt bis zu 100 Mio. Euro, mit der Möglichkeit der Aufstockung auf bis zu 120 Mio. Euro.

BOND MAGAZINE: Welchen Schwerpunkt hat UBM Development?

Thate: UBM Development AG ist ein führender europäischer, börsennotierter Immobilienentwickler mit über 700 Mitarbeitern und 144 Jahren Geschichte. Der Fokus liegt auf den drei Heimmärkten Deutschland, Österreich und Polen sowie den drei Assetklassen Hotel, Büro und Wohnen.

BOND MAGAZINE: Bitte erläutern Sie Details zum aktuellen Umtauschangebot bzw. der Anleiheemission.

Thate: Wir begeben eine Anleihe mit einem Emissionsvolumen von 100 Mio. Euro und der Möglichkeit zur Aufstockung auf 120 Mio. Euro. Die Anleihe hat einen Kupon von 3,25% und eine Laufzeit von 5 Jahren. Im Rahmen der Neubegebung bieten wir allen Investoren, die die UBM-Unternehmensanleihe 2014–2019 gezeichnet haben an, in unsere neue Anleihe umzutauschen. Dies geschieht im Verhältnis 1:1. Als Anreiz für den Umtausch wird Investoren ein attraktiver Barausgleichsbetrag in Höhe von 28,78 Euro angeboten. Dieses Umtauschangebot startet am 13.09.2017 und läuft voraussichtlich bis 02.10.2017. Im Anschluss an den Umtausch kann die neu emittierte Anleihe im Rahmen eines Barangebotes, voraussichtlich von 04. bis 06.10.2017 gezeichnet werden.

BOND MAGAZINE: Sie wollen in diesem Jahr die Netto-Verschuldung um rund 200 Mio. Euro reduzieren. Wie wollen Sie trotzdem wachsen?

Thate: Wir haben uns das Ziel gesetzt, die Nettoverschuldung bis Jahresende 2017 auf ein Niveau von rund 550 Mio. Euro zu senken und sind im Halbjahr bereits auf 579 Mio. Euro. Gleichzeitig haben wir im ersten Halbjahr 165 Mio. Euro in Wachstum investiert. Aus dem beschleunigten Verkaufsprogramm Fast Track 2017, wo wir sowohl Bestandsobjekte als auch Developments, die fertig gestellt werden, verkaufen, erwarten wir Verkaufserlöse von 600 Mio. Euro. 200 Mio. Euro gehen in die Schuldenreduktion, der Rest in die Zukunft. Wir verfügen über eine abgesicherte Pipeline von 1,7 Mrd. Euro.

BOND MAGAZINE: Welche wichtigen Projekte haben Sie in der Pipeline?

Thate: Unsere Pipeline ist bis Ende 2020 sehr gut gefüllt. In den nächsten 18 Monaten erwarten wir rund 950 Mio. Euro an Gesamtleistung aus Immobilienverkäufen, bis 2020 insgesamt 1,7 Mrd. Euro. Die für uns als Entwickler derzeit attraktivste Assetklasse ist Hotel. Hier haben wir aktuell sieben Projekte in der Pipeline. In Deutschland entwickeln wir gerade zwei Hotels in Hamburg und eines im Zollhafen Mainz. Zudem wird die Büro- und Hotelimmobilie Leuchtenbergring in München fertigstellt. Aber auch unser reines Büroportfolio kann sich sehen lassen. In Berlin entsteht mit dem Bau des Zalando Headquarters ein 200-Mio.-Euro-Projekt. In Wien entwickeln wir ein neues Stadtviertel, das Quartier Belvedere Central (QBC). Hier entsteht ein dynamischer Mix aus Wohn, Hotel- und Büroimmobilien für insgesamt 400 Mio. Euro. Im Wohnbau sind wir in Deutschland und Österreich stark vertreten mit Projekten, die bis zu 520 Einheiten groß sind.

BOND MAGAZINE: Wie definieren Sie Ihre Pipeline?

Thate: In der Pipeline führen wir ausschließlich Projekte an, die wir bereits akquiriert haben und die wir in den nächsten Jahren entsprechend entwickeln bzw. weiterentwickeln werden. Die Pipeline bis Ende 2018 ist weitgehend „forward“ verkauft. Das heißt, wir kennen hier nicht nur die Verkaufserlöse ganz genau, sondern können auch die Profitabilität (den Gewinn) sehr gut einschätzen.

BOND MAGAZINE: Welchen LTV streben Sie mittelfristig an?

Thate: Unsere Bestandsobjekte weisen zum Halbjahr einen LTV von rund 53% auf, die Grundstücke (auch Land Banks genannt) einen LTV von 30%. Bei unseren Immobilienentwicklungen finanzieren wir derzeit im Schnitt mit einem Eigenkapital-zu-Fremdkapital-Split von 30% zu 70%.

BOND MAGAZINE: Welche Märkte (Regionen) und Segmente sind für Sie relevant?

Thate: Wir setzen unseren strategischen Fokus im Wesentlichen auf unsere drei Kernmärkte Deutschland, Österreich und Polen und innerhalb der Märkte vor allem auf die A-Städte. Bei den Assetklassen konzentrieren wir uns auf Hotel, Büro und Wohnen.

BOND MAGAZINE: Wie werden sich die aus Ihrer Sicht relevanten Immobilienmärkte weiter entwickeln?

Thate: Die Immobilienmärkte profitieren weiterhin von der politisch- und wirtschaftlich unsicheren Lage. Im derzeitigen Umfeld gibt es für Investoren kaum vergleichbare Veranlagungsalternativen. Die Nachfrage nach Immobilien steigt, das Angebot kann gar nicht so schnell mitwachsen. Wir sehen auch keine Anzeichen für eine Änderung der derzeitigen Marktlage. Vor allem in Kontinentaleuropa ist das Potenzial unserer Ansicht nach noch nicht voll ausgeschöpft. Investoren aus Asien drängen derzeit auf den Markt und entdecken nun den kontinentaleuropäischen Immobilienmarkt für sich.

BOND MAGAZINE: In welchen Segmenten und Regionen wollen Sie weiter investieren und wo wollen Sie eher Objekte verkaufen?

Thate: Die UBM hat einen ganz klaren Fokus auf die drei Kernmärkte Deutschland, Österreich und Polen und die drei Assetklassen Hotel, Büro und Wohnen. Dieser Fokus wird auch in Zukunft beibehalten werden. In Deutschland werden alle drei Assetklassen bedient, in Österreich vor allem der Büro- und Wohnbau, in Polen fokussieren wir uns primär auf das Hotelsegment, gefolgt von der Büroentwicklung. Als Pure Play Developer wollen wir alles, was wir entwickeln, auch verkaufen – am liebsten schon lange vor Fertigstellung.

BOND MAGAZINE: Die Aktie der UBM Development AG wird nur mit sehr geringen Stückzahlen gehandelt. Was wollen Sie unternehmen, um auch in Deutschland am Kapitalmarkt bekannter zu werden?

Thate: Durch den Managementwechsel in der UBM im Juni 2016 und die funktionale Aufstellung des Vorstands seit Juli 2017 hat sich der Kapitalmarktfokus merklich verstärkt. So haben wir im August 2016 einen Wechsel der UBM-Aktien in das Prime Segment der Wiener Börse durchgeführt. Ein weiterer Schritt war die Begebung des Aktienoptionsprogramms im Sommer 2017. Das Top-Management der UBM hat 5 Mio. Euro investiert und damit die Option auf den Erwerb von rund 5% der Aktien. Damit macht die UBM Manager zu Unternehmern.

 

Durch umfassende Investor Relations-Aktivitäten bemühen wir uns um nachhaltige Beziehungen und einen kontinuierlichen Dialog mit Investoren, Analysten und Banken, ganz besonders auch in Deutschland.

BOND MAGAZINE: Wo sehen Sie UBM Development am Laufzeitende der Anleihe?

Thate: Wir sehen uns im „Next Level“, auf der nächsten Ebene. Wir spielen schon heute in einer neuen Liga in Europa. Die UBM hat ihre Hausaufgaben gemacht und ist deshalb in einer optimalen Ausgangsposition, die sich bietenden Chancen in der Zukunft zu nutzen. Für Investoren wird es nicht so schnell eine Alternative zu Immobilien geben.

BOND MAGAZINE: Sie sind bei Ihren Hotels auch Pächter. Welche Rolle haben Sie dabei genau?

Thate: Es ist richtig, dass wir bei einzelnen Hotels die Rolle des Pächters übernehmen, nachdem wir die Hotels entwickelt und veräußert haben. Die Rolle des Pächters gehört hierbei zu unserem für einen Developer einmaligen Geschäftsmodell, bei dem wir die Hotels nicht „nur“ entwickeln und verkaufen, sondern ein für den Investor und Hotelbetreiber maßgeschneidertes Businessmodell anbieten. Beim Hotelbetrieb arbeiten wir mit erstklassigen Hotelketten wie beispielsweise InterContinental Hotels Group (IHG), Hyatt oder Accor zusammen. Derzeit sind wir Pächter bei 15 Hotels mit insgesamt rund 3.600 Zimmern. Im ersten Halbjahr 2017 haben wir eine Gesamtleistung von knapp 50 Mio. Euro erwirtschaften können, die für den Hotelbetrieb typische Kennzahl Gross Operating Profit lag bei sehr guten 40%.

Das Interview führte Christian Schiffmacher, http://www.fixed-income.org/
(Foto:
Patric Thate © UBM Development AG)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

18/09/17
„Der Kaufpreis soll nicht größer sein als das 10-fache der durchschnittlichen Jahresnettosollmiete“, Heinrich Strauß und Andrea Fiocchetta, Insofinance Industrial Real Estate Holding

Die Insofinance Industrial Real Estate Holding GmbH emittiert eine 7-jährige Anleihe mit einem Kupon von 7,00% und einem Volumen von 15 Mio. Euro. Die Gesellschaft investiert in renditestarke Bestandsimmobilien von operativ tätigen, mittelständischen Unternehmen. Der Kaufpreis soll dabei nicht größer sein als das 10-fache der durchschnittlichen Jahresnettosollmiete, wie die Geschäftsführer Heinrich Strauß und Andrea Fiocchetta im Gespräch mit dem BOND MAGAZINE erläutern.

BOND MAGAZINE: Bitte erläutern Sie das Geschäftsmodell der Insofinance Industrial Real Estate Holding.

Strauß: Die Insofinance plant, mit einem klaren „Buy and Hold-Ansatz“ langfristig in die Assetklasse „Light Industrial Real Estate“ zu investieren. Die Insofinance wird hierbei Bestandsimmobilien bzw. Objektgesellschaften von operativ tätigen mittelständischen Unternehmen erwerben. Dabei ist es unerheblich, ob der Mieter das operative Geschäft bereits betrieben, aus  einem M&A Prozess im Rahmen einer Unternehmensnachfolge oder aus einer Insolvenz erworben hat. So kann die Insofinance beispielsweise die Betriebsimmobilie von einem Insolvenzverwalter erwerben und vermietet diese langfristig an einen neuen Nutzer, der das operative Geschäft des Betriebs von dem Insolvenzverwalter übernommen hat, zurück.

BOND MAGAZINE: Welche Ankaufskriterien müssen die Objekte erfüllen?

Fiocchetta: Es gibt insgesamt vier Musskriterien und elf Sollkriterien. Diese Kriterien beschreiben die Rahmenbedingungen für den Ankauf der Objekte. Die vier Musskriterien müssen alle erfüllt sein und von den elf Sollkriterien müssen mindestens 50% erfüllt sein. Die Musskriterien definieren die industrielle Nutzung, den Vermietungsstand, den Standort der Immobilie und die Finanzierung der Objekte. Unter industrieller Nutzung verstehen wir Produktionsflächen mit und ohne Maschinen und Anlagen, Montageflächen, Lager- und Zwischenflächen, Flächen für innerbetrieblichen Transport, Warenkontrollen, Rangier- und Verpackungstätigkeiten und Flächen für Gebäude und Haustechnik sowie Versorgungseinrichtungen. Diese Flächen müssen zusammen mehr als 50% der vermietbaren Gebäudefläche ausmachen. Der Vermietungsstand muss mindestens 60% der vermietbaren Gebäudefläche betragen. Es ist ferner erforderlich, dass sich der Standort der Immobilie im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, deutschsprachige Schweiz oder Südtirol) befindet. Die Finanzierung für das Objekt muss ebenfalls gesichert sein.

Die Sollkriterien besagen, dass der Kaufpreis nicht größer als dem 10-fachen der durchschnittlichen Jahresnettosollmiete sein soll und mindestens 60.000,00 Euro p.a. beträgt, ein Autobahnanschluss nicht weiter als 50 km von dem zu erwerbenden Standort entfernt ist, die vermietbare Fläche mindestens 3.000 m2 groß ist, eine gültige Baugenehmigung vorliegt, die Geschäftstätigkeit des Mieters nicht gegen die guten Sitten verstößt (z.B. keine Waffen- und Rüstungsgeschäfte, kein Glücksspiel etc.) sowie weiteren Kriterien, die sich auf die Finanzierung der Objekte, der Mietverträge und Grundstücksbeschaffenheit beziehen.

BOND MAGAZINE: Welche Risiken sehen Sie bei Objekten, die Sie aus einer Insolvenz kaufen und wie ist die Drittverwendungsmöglichkeit?

Fiocchetta: Die Drittverwendungsmöglichkeit wird bei jedem Erwerbsvorgang, unabhängig davon welche Erwerbssituation – ob aus Sale & Lease Back, M&A oder Insolvenz –  vorliegt, beurteilt. Besondere Risiken beim Erwerb einer Immobilie aus der Insolvenz sind aus unserer Sicht nicht zu erkennen, da die Insofinance nur dann Objekte aus der Insolvenz erwirbt, wenn auch ein entsprechender Nutzer vorhanden ist. Wichtig ist bei jedem Erwerbsvorgang die umfassende Bonitätsprüfung des Mieters.

BOND MAGAZINE: Im Wertpapierprospekt sind anonymisiert vier Objekte genannt, die angekauft werden sollen. Können Sie uns einige Details zu den Objekten nennen?

Strauß: Das Objekt in Pfullingen hat eine Grundstücksfläche von ca. 5.000 m². Darauf befinden sich Produktionsstätten und Büroflächen. Sämtliche Musskriterien sind eingehalten. Die Immobilie ist  zweckmäßig für die derzeitige Nutzung errichtet und ist in einem optisch ansprechenden und technisch einwandfreien Zustand. Derzeit führen wir eine detaillierte Due Diligence durch. Negative Erkenntnisse sind bisher nicht bekannt. Ähnliche Konstellationen haben wir bei den Objekten in Lehre und Burghausen. Lediglich das Objekt in Horstmar ist deutlich größer und hat eine vermietbare Fläche von ca. 15.000 m². Der Mietvertrag für dieses Objekt hat noch einer Laufzeit bis 2025.

BOND MAGAZINE: Wie lange laufen die Mietverträge?

Strauß: Bestehende Mietverträge für das Objekt sollen ab geplanter Übernahme noch eine durchschnittliche Restlaufzeit, auf Basis der gewichteten Ist-Nettojahresmiete, von fünf Jahren haben. Bei Neuabschlüssen streben wir eine Mindestlaufzeit von zehn Jahren an. Dazu bieten wir entsprechende Verlängerungsoptionen an.

BOND MAGAZINE: Können Sie die Objekte nach der Anleiheemission zügig erwerben?

Fiocchetta: Wir sind mit den Verkäufern der vorgenannten Objekte bereits seit längerer Zeit in Gesprächen und wollen, je nachdem wieviel Kapital eingesammelt wird, zügig mit dem Erwerb beginnen. Daneben wurden und werden uns noch weitere Objekte zum Kauf angeboten, die grundsätzlich den Ankaufskriterien entsprechen und von uns derzeit geprüft werden.

BOND MAGAZINE: Mit welchem Eigenkapital ist die Insofinance Industrial Real Estate Holding GmbH ausgestattet?

Strauß: Das Eigenkapital der Insofinance Industrial Real Estate Holding GmbH beträgt 25.000,00 Euro und ist voll einbezahlt.

BOND MAGAZINE: Die einzelnen Objektgesellschaften finanzieren den Ankauf der Objekte vorwiegend über Bankkredite. Wie hoch soll dabei die jährliche Tilgung sein?

Fiocchetta: Die einzelnen Objekte werden in eigenen Objektgesellschaften der Holding gehalten. Im ersten Schritt erfolgt die Finanzierung ausschließlich aus den Mitteln der Anleihe. Erst im zweiten Schritt erfolgt die Aufnahme von Fremdmitteln, um weitere Objekte erwerben zu können. Diese zeitliche Abfolge ist erforderlich, um sicherzustellen, dass bereits im ersten Schritt ausreichend Mieterträge generiert werden können, um die Anleihezinsen zu bedienen. Bei der Aufnahme von Fremdmitteln gehen wir davon aus, dass aufgrund des derzeit niedrigen Zinsumfeldes Tilgungsraten von ca. 4% p.a. vereinbart werden.

BOND MAGAZINE: Wie werden die Anleihen besichert?

Strauß: Das Sicherungskonzept sieht insgesamt vier Bausteine vor und erfolgt über einen Treuhänder. Dies beinhaltet die Verpfändung von allen im Eigentum der Emittentin stehenden Geschäftsanteile an den zukünftigen Tochtergesellschaften, deren Gründung, Erwerb oder finanzielle Ausstattung durch Mittel aus dieser Anleihe vollständig oder teilweise finanziert wurde, die Hinterlegung einer Barsicherheit in Höhe von 7% des gezeichneten Emissionsvolumens zuzüglich eines Barbetrages in Höhe von 50.000,00 Euro, eine Globalzession aller zukünftigen Forderungen der Emittentin gegenüber den zukünftigen Tochtergesellschaften, die als Darlehen aus Mitteln der Anleihe an die Tochtergesellschaften ausgereicht werden bis zu einer Summe von 90% des Emissionserlöses sowie die Zusicherung der H2 Immobilienobjekte GmbH, Königsdorf, der MS Industrie AG, München, der CIRA Immobilien AG, München, der Comindo Finance GmbH München, und der GCI Management Consulting GmbH, München, über die Einhaltung der Satzung und der Geschäftsordnung der Emittentin.

BOND MAGAZINE: Wie wollen Sie die Anleihe am Laufzeitende zurückzahlen?

Fiocchetta: Die Rückzahlung der Anleihe kann je nach den dann vorherrschenden Marktgegebenheiten aus einem Mix aus verschiedenen Maßnahmen erfolgen. Zum einen besteht die Möglichkeit aus dem jährlichen Cashflow Beträge einzubehalten, um die Liquiditätssituation zu erhöhen. In dem siebenjährigen Betrachtungszeitraum werden ca. 25% getilgt. Damit kommt es zu einer Bewertungsreserve, die erneut kreditierbar ist. Daneben besteht noch die Möglichkeit einzelne Immobilien zu verkaufen oder eine neue Anleihe zu begeben. Etwa 24 Monate vor Fälligkeit werden dann entsprechende Möglichkeiten geprüft.

Das Interview führte Christian Schiffmacher, http://www.fixed-income.org/

(Foto: Andrea Fiocchetta © Insofinance Industrial Real Estate Holding)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

18/09/17
DEMIRE Deutsche Mittelstand Real Estate AG beabsichtigt Aufstockung ihrer im Juli 2017 begebenen Unternehmensanleihe

DEMIRE Deutsche Mittelstand Real Estate AG (WKN A0XFSF / ISIN DE000A0XFSF0) beabsichtigt die Aufstockung (Tap) ihrer im Juli 2017 begebenen gerateten, unbesicherten und mit 2,875% p.a. festverzinslichen Unternehmensanleihe (Senior Notes) nach New Yorker Recht (Rule 144A/Reg S) mit einer Laufzeit von fünf Jahren (bis 2022) um einen weiteren Gesamtnennbetrag von 95 Mio. Euro sowie einem geplanten Handel an der Luxemburger Börse (Euro MTF Markt). Die Nettoerlöse aus der geplanten Emission sollen für Zwecke der Refinanzierung von ausstehenden Verbindlichkeiten der Germavest S.à r.l., einer indirekten Tochtergesellschaft der DEMIRE Deutsche Mittelstand Real Estate AG, in Höhe von insgesamt ca. 94 Mio. Euro sowie mit einer derzeitigen durchschnittlichen Verzinsung von ca. 4,4% p.a. verwendet werden.

http://www.fixed-income.org/  (Foto: © DEMIRE)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

18/09/17
Peach Property Group begibt hybride Wandelanleihe über 25 Mio. CHF

Die Peach Property Group, ein auf Bestandshaltung spezialisierter Investor mit Fokus auf Wohnimmobilien in Deutschland, hat die Begebung einer nachrangigen Wandelhybridanleihe (ISIN 38195225 / CH0381952255) beschlossen. Damit emittiert sie als erstes Schweizer Unternehmen eine kotierte Wandelhybridanleihe. Die hybride Wandelanleihe hat ein Zielvolumen von CHF 25 Mio., bei grosser Nachfrage besteht die Möglichkeit, das Volumen auf bis zu CHF 59 Mio. zu erhöhen. Aktionäre des Unternehmens können die Wandelhybridanleihe vom 18. September bis zum 29. September 2017, 12.00 Uhr (MEZ), im Rahmen eines Vorwegzeichnungsrechts zeichnen. Nicht gezeichnete Obligationen der Wandelhybridanleihe werden im Rahmen eines Bookbuilding-Verfahrens weiteren interessierten Aktionären und anderen Investoren angeboten.

Die Laufzeit der Wandelhybridanleihe ist unbegrenzt. Eine Kündigung der Anleihe durch die Peach Property Group ist erstmalig zum 30. September 2022 möglich. Bis zu diesem Zeitpunkt wird die Anleihe mit einem Coupon in Höhe von 3,00 Prozent pro Jahr verzinst. Anschliessend liegt die jährliche Verzinsung beim 3-Monats-Libor zzgl. 9,25 Prozent. Zwischen dem 16. Oktober 2017 und dem 30. Dezember 2020 kann die Wandelhybridanleihe jederzeit zu einem Wandlungspreis von CHF 29,50 in Namensaktien der Peach Property Group AG (ISIN 11853036 / CH0118530366) gewandelt werden. Dies entspricht einer Prämie von knapp 20 Prozent gegenüber dem volumengewichteten Durchschnittskurs der letzten 30 Handelstage.

Die Kotierung der Wandelhybridanleihe an der SIX Swiss Exchange ist beantragt, die provisorische Zulassung ist für den 4. Oktober 2017 geplant. Der Prospekt mit allen Details ist auf der Webseite der Peach Property Group AG unter www.peachproperty.com/WHA abrufbar. Die Bank J. Safra Sarasin AG agiert als Zahl- und Wandlungsstelle; Niederer Kraft & Frey AG (NKF) als rechtlicher Berater und offizieller Listing Agent.

Die zufliessenden Mittel aus der Wandelhybridanleihe werden in den weiteren strategiekonformen Ausbau des Immobilienportfolios der Peach Property Group fliessen und zur Ablösung bestehender Verbindlichkeiten verwendet werden. Die Peach Property Group hat als Immobilieninvestor mit Anlageschwerpunkt im wohnwirtschaftlichen Bereich in Deutschland bereits in den vergangenen Jahren ein renditestarkes Bestandsportfolio in B-Städten aufgebaut. Der regionale Fokus liegt dabei auf Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Nordhessen. Allein im laufenden Jahr wurde das Portfolio um knapp 1.500 Wohneinheiten auf nunmehr rund 4.600 Wohnungen ausgebaut. Weitere Zukäufe sind in Vorbereitung.

Dr. Thomas Wolfensberger, CEO der Peach Property Group, kommentiert: "Mit der Wandelhybridanleihe setzen wir unseren Wachstumskurs konsequent fort. Die Kombination aus einem attraktiven Coupon und dem Wandlungspreis ist unserer Meinung nach für Investoren sehr interessant. Mit dem Mittelzufluss können wir schneller auf Marktopportunitäten reagieren und unser Immobilienportfolio weiter ausbauen. Gleichzeitig stärken wir mit der Emission unser bilanzielles Eigenkapital."

http://www.fixed-income.org/  (Foto: © Peach Porperty Group)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

15/09/17
EUROBODEN: Kupon liegt in einer Bandbreite von 5,5% bis 6,5%

Die EUROBODEN GmbH gibt weitere Details der bevorstehenden Anleiheemission bekannt. Die neue Anleihe wird mit einem Kupon zwischen 5,5% und 6,5% sowie einem halbjährlichem Zahlungstermin ausgestattet. Die Anleihe soll ein Volumen von 25 Mio. Euro haben. Die Emission sieht ein öffentliches Angebot und eine Privatplatzierung vor. Die Notierung erfolgt im Freiverkehr der Börse Frankfurt. Zeichnungsbeginn ist ab der zweiten Oktoberhälfte geplant und steht unter anderem unter dem Vorbehalt einer vorherigen Prospektbilligung und -veröffentlichung.

Vorbehaltlich der Prüfung des am 6. September 2017 eingereichten Prospekts durch die Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) in Luxemburg soll die Anleihe 2017/2022 weitgehende, freiwillige Transparenzverpflichtungen beinhalten. Dazu gehören u.a. die Veröffentlichung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres und eine jährliche Durchführung einer Analysten- oder Investorenveranstaltung. Bei Verstößen gegen diese freiwilligen Transparenzkriterien erhöht sich der Kupon für die jeweils laufende Zinsperiode um 0,5% p.a.

Den Inhabern der am 16.07.2013 begebenen Schuldverschreibung (ISIN: DE000A1RE8B0) mit einem Kupon von 7,375% und einer Laufzeit bis zum 16.07.2018 will Euroboden vorbehaltlich der Prospektbilligung den freiwilligen Umtausch in die neue Anleihe 2017/2022 anbieten. Das Umtauschverhältnis soll 1:1 (eins zu eins) inklusive Stückzinsen auf die Anleihe 2013/2018 betragen. Zusätzlich ist eine Sonderzahlung in Höhe von 20,00 Euro pro getauschter Schuldverschreibung 2013/2018 geplant.

Die Emission wird von der mwb Wertpapierhandelsbank AG aus Gräfelfing begleitet.

http://www.fixed-income.org/  (Foto: © Berentzen-Gruppe)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

15/09/17
Berentzen-Gruppe senkt Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2017

Die im regulierten Markt (General Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notierte Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft (ISIN: DE0005201602) aktualisiert die für das Jahr 2017 prognostizierten Ergebniskennzahlen. Ursache dafür sind im Wesentlichen voraussichtlich geringere Roherträge als ursprünglich erwartet in den Geschäftsbereichen Alkoholfreie Getränke und Frischsaftsysteme.

Die Berentzen-Gruppe prognostiziert für das Geschäftsjahr 2017 nunmehr ein Konzernbetriebsergebnis (Konzern-EBIT) von 9,1 bis 10,1 Mio. Euro (bislang: 11,2 bis 12,4 Mio. Euro) und ein Konzernbetriebsergebnis vor Abschreibungen (Konzern-EBITDA) von 16,0 bis 17,7 Mio. Euro (bislang: 17,8 bis 19,7 Mio. Euro). Die Prognose der Konzernumsatzerlöse bleibt hingegen unverändert (zwischen 170,4 und 179,2 Mio. Euro).

"Die Berentzen-Gruppe wird auch im Jahr 2017 von solider Profitabilität sein – allerdings nicht in dem erwarteten Ausmaß", so Vorstand Oliver Schwegmann. Die getroffenen Anpassungen resultierten aus einer Reihe von einzelnen, jeweils spezifischen Einflussfaktoren in den beiden Segmenten Frischsaftsysteme und Alkoholfreie Getränke.

Bereits im Halbjahresfinanzbericht des Konzerns im vergangenen August war das Segmentergebnis für Frischsaftsysteme nach unten korrigiert worden. "Leider halten die Ernteausfälle bei Orangen weiterhin an. In Südafrika ist nun mit Ernteverlusten von bis zu 50 Prozent zu rechnen", so Schwegmann. Folge dieser Marktverknappung seien erhebliche Steigerungen der Einkaufspreise und Aufwendungen für Qualitätssicherung, so dass die Gewinnmargen deutlich zurückgingen. "Unsere Infrastruktur war für solche witterungsbedingte Ernteausfälle nicht ausreichend vorbereitet. Hieran werden wir nun konsequent arbeiten, um zukünftig besser gewappnet zu sein", erklärt Schwegmann. Zudem könne die ursprünglich angenommene Wachstumsrate beim Absatz von Fruchtsaftpressen nicht erreicht werden. Neben den schon zuvor benannten Schwierigkeiten in den USA werden auch die Märkte in den Hauptabsatzländern Deutschland und Österreich hinter den sehr ambitionierten Erwartungen zurückbleiben. In Kombination führe dies dazu, dass mit einem Segmentergebnis am unteren Ende der im Halbjahresfinanzbericht prognostizierten Bandbreite zu rechnen sei.

Im Segment Alkoholfreie Getränke entwickele sich die Rohertragslage zwar besser als im Vorjahr, aber dennoch schwächer als prognostiziert. Einer der Hauptgründe seien die witterungsmäßig schwachen Sommermonate gewesen. "Nach einem aktuell unbefriedigenden Verlauf müssen wir davon ausgehen, dass die Rohertragssteigerungen, die wir für das Geschäftsjahr 2017 erwartet hatten, so nicht mehr erreicht werden können", erklärt Schwegmann. Zudem entwickele sich das Konzessionsgeschäft mit der Marke Sinalco nicht wie vorgesehen. Vor allem der Absatz von ertragreichen Großgebinden für die Gastronomie bleibe weit hinter den Erwartungen zurück.

Auch im Auslandsgeschäft mit Markenspirituosen könne das ursprüngliche Ziel voraussichtlich nicht erreicht werden. Dies liege vor allem am Geschäft in der Türkei. Positiv zeige sich hingegen das Spirituosengeschäft im Inland sowie die alkoholfreie Getränkelinie Mio Mio. "Bei den Spirituosen punkten wir sowohl mit unseren Dachmarken Berentzen und Puschkin als auch mit den Handels- und Zweitmarken. Und die Zahlen von Mio Mio gehen weiter steil nach oben", erklärt Schwegmann. Nun gelte es, einige Weichen proaktiv neu zu stellen und zukunftsorientiert zu agieren, um den aufgetretenen Herausforderungen zu begegnen. "Wir werden beispielsweise die Supply-Chain-Effizienz deutlich erhöhen, unser Produktportfolio straffen und von margenschwachen Produkten bereinigen sowie die Marketing- und Vertriebsaktivitäten unserer Segmente Frischsaftsysteme und Alkoholfreie Getränke neu aufstellen", präsentiert Schwegmann erste Schritte eines neuen Gesamtkonzepts, das man derzeit noch final erarbeite. "Wir sind von der positiven Wirkung dieser Maßnahmen überzeugt. Daher blicken wir optimistisch nach vorne", so Schwegmann abschließend.

http://www.fixed-income.org/  (Foto: © Berentzen-Gruppe)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

14/09/17
Nordex durchbricht 2-GW-Schwelle bei Errichtungen in Großbritannien und Irland

Mit der Errichtung von insgesamt 862 Anlagen in Großbritannien und Irland hat die Nordex-Gruppe jetzt in beiden Ländern zusammen die 2-GW-Schwelle an installierter Leistung erreicht. Davon entfallen 1,5 GW auf Windparks in Großbritannien, sowie 600 MW auf Parks in der Republik Irland. In der Republik Irland und in Nordirland hat das Unternehmen Turbinen mit insgesamt 750 MW installiert. Bei typischen Kapazitätsfaktoren können nun 1,3 Millionen Haushalte mit grünem Strom versorgt werden. Nordex hält aktuell einen Marktanteil von rund 20% in der Republik Irland und rund 10% im Vereinigten Königreich.

Die Nordex-Gruppe installierte ihre ersten Turbinen in Großbritannien im Jahr 2001, in Irland im Jahr 2003. "Wir haben mit über 230 Mitarbeitern ein starkes Team vor Ort aufgebaut, das eng mit unseren Kollegen in der Zentrale zusammenarbeitet", sagt Richard Furniss, Managing Director für Großbritannien und Irland. "Unsere Märkte sind durch folgende Merkmale gekennzeichnet: hohe Windgeschwindigkeiten, komplexe Gelände, schwierige Standortzugänge, anspruchsvolle Planungsbedingungen wie Lärmschutzbeschränkungen, strenge Netzanforderungen und hohe Erwartungen an das HSE-Management. Ein Großteil unseres Geschäfts erfolgt mit Stammkunden, die wissen, dass wir genau diese Herausforderungen meistern. Den Großteil unserer installierten Turbinen wartet zudem unser erfahrenes Serviceteam". Furniss fügt hinzu: "Da beide Länder sich auf Auktionssysteme umstellen werden, steht bei uns die Reduktion der Energiegestehungskosten an erster Stelle. Indem wir größere Rotoren und leistungsstärkere Anlagen zu diesen komplexen Standorten bringen, schaffen wir eine gute Ausgangsposition, um unsere Installationsbasis auf beiden Inseln weiter auszubauen."

http://www.fixed-income.org/  (Foto: © Nordex)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

13/09/17
Anglo American emittiert 8-jährige Anleihe, Guidance: Mid Swap +140 bp (ca. 2,0%)

Der Rohstoffkonzern Anglo American plc emittiert eine 8-jährige EUR Benchmark-Anleihe. Erwartet wird ein Spread von ca. 140 Basispunkten gegenüber Mid Swap, was einer Rendite von ca. 2,0% entsprechen würde. Die Transaktion wird von Commerzbank, Credit Argicole CIB, Mitsubishi UFJ und UniCredit begleitet.

Eckdaten der neuen Anglo American-Anleihe:
Emittent:  Anglo American Capital plc
Garant:  Anglo American plc
Ratings:  Baa3 (Moody´s), BBB (S&P), beide stabil
Emissionsvolumen:  n.bek. (Benchmark)
Währung:  Euro
Laufzeit:  18.09.2025 (8 Jahre)
Settlement:  18.09.2017
Kupon:  n.bek.
Guidance:  Mid Swap +140 bp (ca. 2,0%)
Listing:  London
Stückelung:
 1.000 Euro, Mindestorder 100.000 Euro
Bookrunner:  Commerzbank, Credit Argicole CIB, Mitsubishi UFJ und UniCredit

http://www.fixed-income.org/  (Foto: CEO Mark Cutifani © Anglo American plc)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

13/09/17
Sven C. Thielmann wird Vorstand der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG

Der Aufsichtsrat der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG hat Sven C. Thielmann (40) per sofort zum Mitglied des Vorstands ernannt.  Nach dem Ausscheiden von Walter Ernst übernimmt er die alleinige Verantwortung für den Bereich Markt. Joseph M. Steiger verantwortet weiterhin die Marktfolge der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG.

Sven C. Thielmann leitet seit 2011 den Standort der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG in Frankfurt und ist maßgeblich verantwortlich für den sehr erfolgreichen Aufbau des zweiten Standorts der Bank, die ihren Hauptsitz in München hat.

Sven C. Thielmann ist in Frankfurt aufgewachsen und lebt heute mit seiner Familie in Darmstadt. Bis zu seinem Eintritt in die St.Galler Kantonalbank Deutschland AG war er in verschiedenen Funktionen für Merck Finck & Co. Privatbankiers, UBS Deutschland AG und die Deutsche Bank AG tätig.

Aufgrund seiner Persönlichkeit, seiner Ausbildung und seiner Erfahrung ist Sven C. Thielmann bestens qualifiziert und gerüstet für die Aufgaben und Herausforderungen als Vorstand und Leiter Markt der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG.

Über die St.Galler Kantonalbank Deutschland AG
Die St.Galler Kantonalbank Deutschland AG ist eine hundertprozentige Tochter der St.Galler Kantonalbank AG. Die deutsche Gesellschaft wurde 2009 gegründet, um anspruchsvolle vermögende Kunden auf dem Fundament klassischer Schweizer Bankentradition in Deutschland individuell und unabhängig zu betreuen. Sie ist überdies Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes der Banken sowie der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken.

Der Sitz der Bank befindet sich in München. 2011 wurde eine weitere Präsenz in Frankfurt am Main eröffnet. Insgesamt sind bei der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG 52 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Über die St.Galler Kantonalbank AG (Stammhaus)
Die St.Galler Kantonalbank AG (SGKB) mit Sitz in St. Gallen (Schweiz) wurde 1868 gegründet und ist seit 2001 an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange kotiert. Der Kanton St. Gallen hält als Mehrheitsaktionär 54.8% des Aktienkapitals.

In ihrem Heimmarkt in den Kantonen St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden bietet sie die gesamte Palette von Finanzdienstleistungen an. Die übrige Deutschschweiz wird aktiv in den Segmenten Private Banking und Firmenkunden aus Zürich sowie der Markt Deutschland über die Tochtergesellschaft SGKB Deutschland bearbeitet. Darüber hinaus übernimmt die St.Galler Kantonalbank als Arbeitgeberin, Steuerzahlerin und Sponsoringpartnerin Verantwortung für die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung der Region. Das Stammhaus besitzt Staatsgarantie und das Aa1 Rating von Moody’s.

http://www.fixed-income.org/   (Foto: Sven C. Thielmann © St.Galler Kantonalbank Deutschland)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

13/09/17
Deutsche Rohstoff AG: Cub Creek beginnt mit der Produktion vom Haley-Bohrplatz

Cub Creek Energy (CCE) hat mit der Produktion von Öl und Gas von seinem Haley-Bohrplatz begonnen. Sieben Horizontalbohrungen wurden im April und Mai gebohrt und von Juli bis September fertiggestellt. Cub Creeks wirtschaftlicher Anteil an diesen Bohrungen liegt bei 78%. Das Unternehmen wird in der zweiten Oktoberhälfte über die Ergebnisse der ersten 30 Produktionstage berichten.

Währenddessen wurden am 10. September 16 Horizontalbohrungen auf dem Litzenberger-Bohrplatz beendet. Cub Creek Energy geht davon aus, dass die Produktion aus diesen Bohrungen im ersten Quartal 2018 beginnt.

Die Deutsche Rohstoff identifiziert, entwickelt und veräußert attraktive Rohstoffvorkommen in Nordamerika, Australien und Europa. Der Schwerpunkt liegt in der Erschließung von Öl- und Gaslagerstätten in den USA. Metalle wie Gold, Kupfer, Seltene Erden, Wolfram und Zinn runden das Portfolio ab.

http://www.fixed-income.org/   (Foto: © Deutsche Rohstoff AG)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

12/09/17
Hörmann Industries kann Umsatz und Ergebnis im ersten Halbjahr steigern

Die Hörmann Industries GmbH (WKN: A2AAZG) hat ihren Konzernzwischenabschluss 2017 veröffentlicht. In den ersten sechs Monaten 2017 stieg der Umsatz um 16,2% auf 240,9 Mio. Euro (H1 2016: 207,2 Mio. Euro). Das EBIT konnte um 26,5% auf 4,3 Mio. Euro gesteigert werden. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum trug neben organischem Wachstum ebenfalls die Erstkonsolidierung der im vierten Quartal 2016 mehrheitlich übernommenen Funkwerk AG und VacuTec Meßtechnik GmbH zum Umsatz- und Ergebniswachstum bei. Der Halbjahresüberschuss verbesserte sich ebenfalls deutlich von 0,3 Mio. Euro auf 1,9 Mio. Euro.

Im Geschäftsbereich Automotive konnte das operative Vorjahresergebnis (H1 2016: 4,1 Mio. Euro) trotz eines Umsatzwachstums in Höhe von 5,2% auf 184,2 Mio. Euro nicht erreicht werden. In den ersten sechs Monaten 2017 wurde ein operatives EBIT – vor eingestellten Vorsorgeaufwendungen für die Personalkapazitätsanpassungen in Höhe von 1,8 Mio. Euro – in Höhe von 3,3 Mio. Euro erwirtschaftet. Dies ist in erster Linie auf erhebliche, ergebnisneutrale Materialpreissteigerungen gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 zurückzuführen, die lediglich zu Umsatzsteigerungen geführt haben. Darüber hinaus sind für das neue Werk in der Slowakei, das Anfang Juni 2017 die Serienproduktion aufgenommen hat, Anfangsverluste in Höhe von 0,7 Mio. Euro angefallen. Das slowakische Werk ist Teil umfangreicher strategischer Investitionen, die eine höhere Automatisierung und damit einhergehend eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit auf Basis einer effizienteren und flexibleren Produktion zum Ziel haben.

Der Umsatz im Geschäftsbereich Engineering lag mit 16,3 Mio. Euro leicht über Vorjahresniveau (H1 2016: 15,4 Mio. Euro). Bedingt durch eine gute Auftragslage konnte das EBIT deutlich auf 2,1 Mio. Euro gesteigert werden (H1 2016: -0,1 Mio. Euro). Insbesondere die hohe Auslastung der Fabrikplanungseinheit, die weiterhin von der anhaltend guten Baukonjunktur profitiert hat, sowie die Einbeziehung der VacuTec Meßtechnik GmbH haben zur positiven Entwicklung beigetragen.

Im Geschäftsbereich Communication wurde im ersten Halbjahr 2017 ein Umsatz in Höhe von 33,5 Mio. Euro (H1 2016: 5,5 Mio. Euro) und ein EBIT in Höhe von 1,3 Mio. Euro (H1 2016: 0,6 Mio. Euro) erzielt. Die in diesen Bereich neu eingegliederte Funkwerk AG steuerte einen Umsatz von 27,8 Mio. Euro und ein EBIT von 0,7 Mio. Euro bei. Im Produktsegment Zugfunk profitierte die Funkwerk AG in den ersten sechs Monaten insbesondere von der hohen Nachfrage nach Filtertechnik für Funkgeräte, die zur Abschirmung der Kommunikation im Zug vor Fremdeinflüssen beiträgt. Im Produktsegment Videosysteme wird die Nachfrage von der weltweit gestiegenen Terrorbedrohung und dem erhöhten Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung verstärkt.

Im Zuge der Neugründung des vierten Geschäftsbereichs Services wurden mit Wirkung ab 1. Januar 2017 die Hörmann Industrieservices GmbH und die Hörmann Kommunikation & Netze GmbH in den neuen Geschäftsbereich eingegliedert. Im Berichtszeitraum erwirtschaftete der neue, auf Dienstleistungen spezialisierte Bereich einen Umsatz in Höhe von 7 Mio. Euro und ein EBIT in Höhe von 0,1 Mio. Euro.

Der im Nachgang des Berichtszeitraums am 11. Juli 2017 mit der MAN Truck & Bus AG geschlossene Vertrag über die vollständige Übernahme der zuvor gemeinschaftlich geführten Hörmann Automotive Gustavsburg GmbH wurde am 18. August 2017 nach Inkrafttreten der vereinbarten Bedingungen und der Zustimmung der Kartellbehörden rechtsverbindlich vollzogen. Damit hat die zur Hörmann Industries-Gruppe gehörende Hörmann Automotive GmbH den 40-prozentigen Anteil der MAN Truck & Bus AG sowie alle vom bisherigen Gemeinschaftsunternehmen genutzten Produktionsanlagen vollständig übernommen. Die MAN Truck & Bus AG und die Hörmann Automotive Gustavsburg GmbH werden ihre langjährige Geschäftsbeziehung auch in Zukunft auf der Basis branchenüblicher Kunden-Lieferantenbeziehungen fortsetzen, was durch einen langfristigen Rahmenliefervertrag zum wirtschaftlichen Erfolg beider Partner abgesichert wurde.

Rückblickend auf die ersten sechs Monate 2017 sowie unter Berücksichtigung der aktuellen Geschäftsentwicklung wird die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2017 aus dem Konzernabschluss 2016 bestätigt. Die Gesellschaft erwartet auf Konzernebene einen Gesamtumsatz von etwa 510,0 Mio. Euro sowie ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern in der Größenordnung von etwa 13,0 Mio. Euro.

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Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.