Allgemeine Nutzungsbedingungen

Allgemeine Nutzungsbedingungen der Internet-Seite „www.bondinvest.eu“

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Wissenswert.

Aktuelle Meldungen

20/07/17
Anna Stupnytska, Global Economist, Fidelity International, comments on today’s ECB meeting:

“Today’s ECB statement was essentially unchanged with policy on hold, at most acknowledging the improving growth outlook. Markets have already adjusted expectations towards a firmer path of stimulus removal from here, with gradual and data-dependent tapering of QE likely to start in January 2018. As such, Draghi had little incentive to press the point more aggressively. There is unanimity at the central bank that removal of stimulus should progress with extreme patience, given subdued inflation.

“Indeed, the ECB did not remove language suggesting that QE could be increased if the situation deteriorates. This will have disappointed some, but no one is under any illusion – the ECB is heading slowly towards the exit. Draghi indicated that discussions on ‘tapering’ of QE will take place in Autumn. ‘Technical work’ on the options has not yet started, as they patiently await more GDP and inflation data. Perhaps the bigger story was that Draghi refused to say that the strengthening Euro was a concern, which will allow some more currency strength. Similarly, he stated that bond yields are very low, so the ECB won’t stand in the way of further declines in bond markets. But this outlook all depends on broader financial conditions remaining supportive. If global growth slows and the current ‘Goldilocks’ market environment becomes less benign, which is very likely as we head into 2018, the ECB (and central banks globally) will find it harder to sound so confident in moving towards tighter policy.”

http://www.fixed-income.org/  (Foto: Anna Stupnytska © Fidelity International)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

20/07/17
Immobilienkonzern ADO Properties emittiert 7-jährige Anleihe im Volumen von 300 Mio. Euro, Guidance: Mid Swap +120 bp

Die ADO Properties S.A. emittiert eine 7-jährige Anleihe mit einem Volumen von mindestens 300 Mio. Euro. Erwartet wird ein Spread von ca. 120 Basispunkten gegenüber Mid Swap, was einer Rendite von knapp 1,8% entsprechen würde.

ADO Properties wird von Moody´s mit Baa2 gerated. Die Anleihe mit einer Stückelung von 100.000 Euro wird in Luxemburg gelistet. Die Transaktion von Barclays, Morgan Stanley und Societe Generale CIB begleitet.

Die Erträge aus Vermietung von ADO Properties erhöhten sich im Jahr 2016 um 36,5% auf 89,8 Mio. Euro. Gründe für den Anstieg waren vor allem das deutliche Mietwachstum um 6,0% auf Like-for-like-Basis sowie die weitere Vergrößerung des Wohnimmobilienportfolios. Das EBITDA aus Vermietung stieg um 30,7% auf 63,4 Mio. Euro im Gesamtjahr 2016.

ADO Properties ist ein in Berlin ansässiges, ausschließlich im Wohnimmobilienbereich tätiges Unternehmen mit einem Immobilienbestand von rund 18.700 Einheiten. Das Unternehmen verfügt über eine vollständig integrierte, skalierbare interne Plattform mit eigener Immobilienverwaltung. ADO Properties übernimmt neben der Verantwortung für den Zustand seiner Wohnungen und Gebäude auch Verantwortung für die Menschen, die Mitarbeiter und das nachbarschaftliche Umfeld. Das Portfolio von ADO Properties konzentriert sich auf zentrale Lagen innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings sowie attraktive Bezirke am Stadtrand.

Eckdaten der neuen ADO Properties-Anleihe:

Emittent: 
ADO Properties S.A.
Rating:  Baa2 (druch Moody´s)
Volumen:  mind. 300 Mio. Euro
Settlement:  27.07.2017
Laufzeit:  26.07.2024
Guidance:  Mid Swap +120 bp (knapp 1,8%)
Listing:  Luxmeurug
Angew. Recht:  Deutsches Recht
Stückelung:  100.000 Euro
Bookrunner:  Barclays, Morgan Stanley und Societe Generale CIB
Internet:  https://www.ado.immo/startseite/

http://www.fixed-income.org/  (Foto: © ADO Properties)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

20/07/17
HELLA: Konzernumsatz steigt im Geschäftsjahr 2016/17 um 3,7% auf rund 6,6 Mrd. Euro

Die HELLA KGaA Hueck & Co., einer der weltweit führenden Automobilzulieferer für Licht und Elektronik, hat ihren profitablen Wachstumskurs im Geschäftsjahr 2016/2017 (1. Juni 2016 bis 31. Mai 2017) weiter fortgesetzt und Umsatz sowie Ergebnis gesteigert. Auf Basis vorläufiger Zahlen verbesserte sich der währungs- und portfoliobereinigte Umsatz um 4,3 Prozent. Unter Berücksichtigung von Wechselkurseffekten und der Veräußerung der Geschäftsaktivitäten Industries und Airport Lighting erhöhte sich der berichtete Konzernumsatz um 3,7 Prozent auf rund 6,6 Milliarden Euro (Vorjahr: 6,4 Milliarden Euro).

"Insbesondere in der zweiten Geschäftsjahreshälfte hat sich unser Umsatzwachstum durch zahlreiche neue Produktionsanläufe wie erwartet stark beschleunigt", sagt Dr. Rolf Breidenbach, Vorsitzender der HELLA Geschäftsführung. "Diese komplexen neuen Produktlinien sind effizient angelaufen, was maßgeblich zu unserem deutlich verbesserten Ergebnis beigetragen hat."

So stieg im Geschäftsjahr 2016/2017 das bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes EBIT) des HELLA Konzerns gegenüber dem Vorjahr um 12,0 Prozent auf rund 534 Millionen Euro (Vorjahr: 476 Millionen Euro). Damit erhöhte sich die bereinigte EBIT-Marge um 0,6 Prozentpunkte auf 8,1 Prozent. Unter Berücksichtigung von Sondereffekten stieg das operative Ergebnis (EBIT) um 20,8 Prozent auf rund 507 Millionen Euro (Vorjahr: 420 Millionen Euro), die Ergebnismarge liegt demnach bei 7,7 Prozent nach 6,6 Prozent im Vorjahr.

Die vollständigen Geschäftsergebnisse für das Geschäftsjahr 2016/2017 werden im Rahmen der Bilanzpressekonferenz am 10. August 2017 in Düsseldorf veröffentlicht.

http://www.fixed-income.org/
 (Foto: Lichtkanal © Hella)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

19/07/17
Nordex gewinnt Neukunden aus Frankreich

Die Nordex-Gruppe hat den Auftrag für die Errichtung des Windparks "Pays Chaumontais" erhalten. Das 14,4-MW-Projekt besteht aus sechs Anlagen der Baureihe N117/2400 und wird im ersten Quartal 2018 etwa 250 Kilometer südwestlich von Paris in Jonchery vom Hersteller errichtet.

Damit hat Nordex den unabhängigen Kraftwerksbetreiber Neoen als Neukunden gewonnen. Neoen wurde 2008 in Frankreich gegründet und betreibt international erneuerbare Kraftwerke mit einer Kapazität von derzeit über 1,1 Gigawatt Leistung. Ausschlaggebend für den Auftragserfolg war, dass die Nordex-Anlagen bei dem Projekt die niedrigsten Stromerzeugungskosten ermöglichen und damit einen überdurchschnittlichen Energieertrag versprechen.

Im Vertragsumfang sind die Lieferung, die Betriebsführung und der Service der Anlagen über eine Laufzeit von 16 Jahren enthalten.

Die Nordex-Gruppe im Profil
Die Gruppe hat rund 21 GW Windenergieleistung in über 25 Märkten installiert und erzielte im Jahr 2016 einen Umsatz von EUR 3,4 Mrd. Das Unternehmen beschäftigt derzeit über 5.000 Mitarbeiter. Zum Fertigungsverbund gehören Werke in Deutschland, Spanien, Brasilien, den USA und in Indien. Das Produktprogramm konzentriert sich auf Onshore-Turbinen der 1,5- bis 3,9-MW-Klasse, die auf Marktanforderungen in entwickelten Märkten und Schwellenländern ausgelegt sind.

Neoen im Profil
Neoen ist ein unabhängiger Betreiber von Ökokraftwerken (Solar, Wind und Biomasse). Im Jahr 2008 gegründet ist es das erste französische Unternehmen, das die Schwelle von 1.000 Megawatt installierter Leistung überschritten hat. Neoen ist in Frankreich, Australien, El Salvador, Mexiko, Sambia, Mozambique, Jordanien, Jamaika, Portugal und in Irland aktiv. Die wesentlichen Anteilseigner der Firma sind Impala SAS (Eigentümer: Jacques Veyrat), der Fonds Capénergie II (Omnes Capital) und Bpifrance. Neoen hat das Ziel bis zum Jahr 2020 mindestens 3.000 Megawatt Kraftwerksleistung zu betreiben.

http://www.fixed-income.org/
 (Foto: © Nordex)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

19/07/17
M&G: Schwellenländeranleihen in Lokalwährungen sind wieder attraktiv

Anleihen aus Schwellenländern haben in diesem Jahr bereits eine ansehnliche Wertentwicklung erzielt – und zwar sowohl Staatsanleihen auf Hart- und Lokalwährungen als auch Hartwährungspapiere von Unternehmen. Dazu beigetragen haben die schneller wachsende Weltwirtschaft ebenso wie nachlassende Sorgen um politische Risiken in den Industrieländern.

Claudia Calich, Fondsmanagerin des M&G Emerging Markets Bond Fund (Foto anbei), konstatiert, dass sich die anfänglichen Bedenken am Markt über Donald Trumps Pläne gegenüber Schwellenländern gelegt haben. Tatsächlich sind die Aussagen der neuen US-Regierung zu wichtigen Handelsabkommen in den letzten Monaten weniger drastisch ausgefallen als zunächst erwartet. Auch der Sieg Emmanuel Macrons in Frankreich hat die Stimmung verbessert und die Risikobereitschaft der Anleger beflügelt: „Inzwischen sind einige der Gefahren, welche die Aussichten für die Schwellenländer belastet hatten, wieder vom Tisch“, sagt Claudia Calich. „Wir gehen davon aus, dass das Interesse an Anleihen aus Schwellenländern weiter anhalten wird, nicht zuletzt durch die inzwischen große Auswahl an Staats- und Unternehmenspapieren.“

Dazu kommt, dass sich die Bonität in diesem Anlagesegment stabilisiert hat und gleichzeitig die Wachstumsprognosen für die meisten Länder angehoben wurden – ein typisches Zeichen für einen breiten Konjunkturaufschwung. „Bei den Unternehmensanleihen ist infolgedessen auch die Ausfallquote gesunken, was dieses Segment besonders attraktiv macht“, stellt Calich fest. „Allerdings unterscheiden sich die Spreads in den einzelnen Ländern stark voneinander, so dass jede Anleihe sehr gezielt analysiert und ausgewählt werden sollte.“

US-Zinsen im Blick behalten
Traditionell koppeln viele Emerging Markets ihre Finanzierung an den US-Dollar und sind daher in besonderem Maße von der Zinsentwicklung in Amerika abhängig. Nach Ansicht von Claudia Calich stellen die derzeit steigenden Zinsen in den USA heute jedoch ein geringeres Problem dar als noch vor einigen Jahren: „Einige Schwellenländer – zum Beispiel Russland und Brasilien sowie Teile Osteuropas – haben ihre Leistungsbilanzen verbessert und auch ihre Verschuldung in US-Dollar verringert, so dass sie auch mit weiteren allmählichen Leitzinsanhebungen in den USA zurechtkommen sollten.“ Bislang hatte die Fed die Zinsen stets weitgehend im Einklang mit den Markterwartungen erhöht, worauf die Märkte für Schwellenländeranleihen nur verhalten reagiert hatten. „Falls die US-Notenbank aber zukünftig raschere Zinserhöhungen für geboten hält, könnte das der Anlageklasse einen Dämpfer versetzen“, warnt Calich. Andere Schwellenmärkte könnten unter steigenden US-Zinsen leiden. Das gelte vor allem für Länder, die auf eine Refinanzierung in US-Dollar angewiesen seien, wie es etwa in der Subsahara-Region meist der Fall sei. Sorgfältig beobachten sollte man auch die Preisschwankungen von Öl und anderen Rohstoffen, die Abschwächung der Konjunktur in China sowie die Auswirkungen des Brexit auf Europa, sagt die Fondsmanagerin.

Lokalwährungen sind attraktiv
Trotz steigender US-Zinsen haben seit Jahresbeginn einige heimische Währungen der Schwellenländer gegenüber dem Dollar aufgewertet, wovon die entsprechenden Lokalwährungstitel profitierten. Das Segment sei generell wieder in der Anlegergunst gestiegen, beobachtet Claudia Calich. Auch sie hat investiert: „Einer unserer Anlageschwerpunkte in den letzten Monaten waren staatliche Anleihen in Lokalwährungen, die nach ihrem Durchhänger im letzten Jahr einen attraktiven Einstieg boten.“ Dafür sprächen neben dem nachgebenden Dollar auch die typischerweise höheren Zinsen an den lokalen Anleihenmärkten. Außerdem dürfte die Inflation in etlichen Ländern ihren Höhepunkt erreicht haben, was die reale Rendite begünstigt. „Vor diesem Hintergrund haben wir unsere zuvor untergewichtete Position in Lokalwährungsanleihen auf ein annähernd neutrales Niveau angehoben. Das stellt ein relativ hohes Engagement dar und spiegelt unsere starke Überzeugung dieses Segments, vor allem in Ländern wie Indien, Indonesien, Uruguay oder Russland, wider“, betont Calich.

In ihrem Fonds kombiniert die Emerging Markets-Expertin staatliche Anleihen auf Lokal- und Hartwährungen – hauptsächlich US-Dollar – mit Unternehmenspapieren aus Schwellenländern, die zumeist auf Hartwährungen lauten. Ziel ist ein global diversifiziertes Portfolio: „Auch wenn wir unser Engagement in staatlichen Lokalwährungsanleihen in letzter Zeit ausgebaut haben, überwiegt weiterhin der Anteil der Hartwährungspapiere. Aus regionaler Perspektive bevorzugen wir zurzeit Lateinamerika, während wir Anleihen aus Asien untergewichten.“

http://www.fixed-income.org/  (Foto: Claudia Calich © M&G)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

19/07/17
Börse Stuttgart führt Soforthandel auch für Anleihen ein

Der Anleihemarkt ist wegen der anhaltenden Niedrigzinspolitik und veränderten regulatorischen sowie technologischen Rahmenbedingungen durch abnehmende Liquidität und zunehmende Fragmentierung gekennzeichnet. Dies erhöht die Komplexität mit Blick auf die Preisfindung und damit auf die  Preis- und Handelsqualität. Anleger im Anleihenhandel erwarten dennoch  attraktive und möglichst handelbare Preise – ohne Einschränkungen im Produktuniversum hinzunehmen. Um auf dieses Kundenbedürfnis wahrnehmbarer einzugehen, hat die Börse Stuttgart jetzt den börslichen Soforthandel auch für Anleihen in ihr hybrides Marktmodell integriert.

Beim Soforthandel fragen Anleger über die Ordermaske für ihr gewünschtes Ordervolumen einen Preis bei der Börse Stuttgart an. Dort erstellen die Handelsexperten für die spezifische Anfrage des Anlegers eine aktualisierte Preisindikation. „Dabei berücksichtigen sie nicht nur die im zentralen Orderbuch vorliegenden Orders und die aktuelle Marktsituation, sondern auch die allgemein im Gesamtmarkt vorhandene Liquidität“, sagt Michael Görgens, Leiter des ETF- und Anleihenhandels an der Börse Stuttgart. Nun kann der Anleger innerhalb einer festgelegten Zeitspanne seine Order per Mausklick aufgeben und davon ausgehen, dass diese ohne Zuteilung im gewünschten Volumen und mindestens zur angezeigten Preisindikation ausgeführt wird. Ist die vollständige Ausführung nicht zeitnah möglich, wird die Order automatisch gelöscht. Der Anleger erhält in beiden Fällen eine unmittelbare Benachrichtigung. „Im Ergebnis nutzt der Anleger eine individuelle Anfragemöglichkeit, bei der er alle Vorteile des hybriden Marktmodells nutzen kann und zusätzlich von hoher Preis- und Handelsqualität sowie einer sehr hohen Ausführungswahrscheinlichkeit profitiert.“

Durch den Soforthandel übernehmen Anleger direkter das Steuer und haben schnell Gewissheit über die Ausführung. „Anlegern bietet der Soforthandel insbesondere bei der breiten Masse relativ illiquider Unternehmensanleihen sowie bei größeren Ordervolumina einen echten Mehrwert, da sie auch Anfragen stellen können, bei der sie mehr als die angezeigte Liquidität benötigen“, so Görgens.

Durch die Bereitstellung des börslichen Soforthandel ist der Privatanleger erneut auf Augenhöhe mit institutionellen Investoren, da der Soforthandel aus Kundensicht dem Ablauf des im Bondmarkt vorherrschenden Request-for-Quote-Protokolls sehr ähnelt. Die direkte Interaktionsmöglichkeit des Anlegers mit der Börse Stuttgart verbessert die Ausführungswahrscheinlichkeit der Kundenorder und damit die Kundenzufriedenheit weiter. Der Soforthandel wird – unabhängig vom Anleihetyp – für alle rund 14.500 in Stuttgart gelisteten Anleihen bereitgestellt.

Der börsliche Soforthandel an der Börse Stuttgart beruht auf dem Ordertyp Fill-Or-Kill und ist bereits bei Aktien, verbrieften Derivaten, Exchange Traded Products und Investmentfonds möglich. Derzeit ist der börsliche Soforthandel über die Online-Broker Flatex und ViTrade verfügbar und wird sukzessive bei weiteren Onlinebanken ausgebaut.

http://www.fixed-income.org/  (Foto: © Börse Stuttgart)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

18/07/17
Steinhoff emittiert emittiert 7,5-jährige EUR-Anleihe mit einem Volumen von 800 Mio. Euro, Kupon 1,875%

Die Steinhoff Europe AG hat eine Unternehmensanleihe im Volumen von 800 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 7,5 Jahren emittiert. Der Kupon beträgt 1,875%. Die Anleihe wird von der Steinhoff International Holdings N.V. garantiert. Die Anleiheemission war nach Unternehmensangaben 4,2-fach überzeichnet.Die Gesellschaft wird von Moody´s mit Baa3 gerated.

Die Anleihe unterliegt deutschem Recht und hat eine Stückelung von 100.000 Euro. Die Transaktion wird von BNP Paribas, Credit Agricole CIB und HSBC begleitet. Die Anleihe wird in Luxemburg gelistet.

Steinhoff International ist einer der weltweit größten Möbelkonzerne.

http://www.fixed-income.org/  (Screenshot: © Steinhoff International)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

18/07/17
Schaeffler steigert Umsatz im ersten Halbjahr währungsbereinigt um rund 3,8%, EBIT-Marge vor Sondereffekten lag bei 11,1%

Der global tätige Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler hat heute – wie im Rahmen der Ad-hoc Mitteilung vom 26. Juni 2017 angekündigt – vorläufige Eckdaten zum ersten Halbjahr 2017 veröffentlicht. Danach steigerte das Unternehmen seinen Umsatz währungsbereinigt um 3,8 Prozent auf rund 7,0 Milliarden Euro (Vorjahr: rund 6,7 Milliarden Euro) und erwirtschaftete ein EBIT vor Sondereffekten von 780 Millionen Euro (Vorjahr: 859 Millionen Euro). Auf dieser Basis ergab sich eine EBIT-Marge vor Sondereffekten von 11,1 Prozent (Vorjahr: 12,8 Prozent). Nach einem guten Jahresstart mit überzeugenden Geschäftszahlen im ersten Quartal 2017 ist das rückläufige Ergebnis im zweiten Quartal insbesondere auf die schwache Entwicklung der Sparte Automotive zurückzuführen. Dagegen entwickelte sich die Sparte Industrie im zweiten Quartal sowohl bei Umsatz als auch beim Ergebnis weiter positiv. Die Ergebnisse des ersten Halbjahres liegen im Rahmen der in der Ad-hoc Mitteilung vom 26. Juni 2017 geäußerten Erwartungen (Umsatzwachstum bei rund 4 Prozent, EBIT-Marge vor Sondereinflüssen bei rund 11 Prozent).

Die Sparte Automotive steigerte ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2017 auf währungsbereinigter Basis um 4,3 Prozent (Q1: +7,0 Prozent, Q2: +1,6 Prozent). Die EBIT-Marge vor Sondereffekten in der Sparte Automotive lag bei 11,8 Prozent (Q1: 13,1 Prozent, Q2: 10,4%). Der Rückgang des Ergebnisses gegenüber dem ersten Quartal 2017 um 90 Millionen Euro ist insbesondere auf folgende Faktoren zurückzuführen: (1) temporäre Lieferengpässe im Automotive Aftermarket-Geschäft, (2) höhere Entwicklungsaufwendungen und Vorleistungen aufgrund zusätzlicher Projekte im Bereich der E-Mobilität sowie (3) Preisdruck im Automotive-Erstausrüstungsgeschäft, der nicht durch entsprechende Produktionskostenoptimierungen ausgeglichen werden konnte. Zudem belasteten (4) höhere Kosten für Neuanläufe das Ergebnis. Rund zwei Drittel des Ergebnisrückgangs sind dabei temporärer Natur und sollen erwartungsgemäß in den Folgequartalen teilweise aufgeholt werden.

Klaus Rosenfeld, Vorstandsvorsitzender der Schaeffler AG, sagte: "Die Ergebnisentwicklung in unserem Automotive-Geschäft lag im zweiten Quartal unter unseren Erwartungen. Die Gründe für die Margenentwicklung sind überwiegend temporärer Natur. Wir rechnen damit, dass wir die Profitabilität der Sparte Automotive in der zweiten Jahreshälfte wieder verbessern können."

Die Sparte Industrie wies mit einem guten zweiten Quartal auf währungsbereinigter Basis ein Umsatzplus von insgesamt 2,3 Prozent im ersten Halbjahr auf (Q1: +0,2 Prozent, Q2: +4,5 Prozent). Positiv entwickelten sich vor allem die Sektoren Power Transmission und Industrial Automation sowie die Regionen Americas und Greater China. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten in der Sparte Industrie lag bei 8,5 Prozent
(Q1: 8,7 Prozent, Q2: 8,4 Prozent). Die Effizienz- und Kostensenkungsmaßnahmen des Programms CORE werden konsequent umgesetzt und beginnen nachhaltig Wirkung zu zeigen.

Der Free Cash Flow in Höhe von minus 89 Millionen Euro im ersten Halbjahr (Vj.: 216 Millionen Euro) war durch nicht wiederkehrende Einmaleffekte belastet. Ohne diese Einmaleffekte hätte der Free Cash Flow im ersten Halbjahr 2017 47 Millionen Euro (Vj.: 202 Millionen Euro) betragen.

Für das Jahr 2017 rechnet die Schaeffler Gruppe nach der Ad-hoc Mitteilung vom 26. Juni 2017 weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum in Höhe von 4 bis 5 Prozent. Auf dieser Basis geht das Unternehmen davon aus, eine EBIT-Marge vor Sondereffekten zwischen 11 und 12 Prozent (bisher: 12-13 Prozent) zu erzielen. Für das Jahr 2017 erwartet die Schaeffler Gruppe einen Free Cash Flow vor externem Wachstum von rund 500 Millionen Euro (bisher: rund 600 Millionen Euro).

Den Zwischenbericht zum 30. Juni 2017 legt das Unternehmen am 8. August 2017 vor.

Zu Schaeffler
Die Schaeffler Gruppe ist ein global tätiger Automobil- und Industriezulieferer. Höchste Qualität, herausragende
Technologie und ausgeprägte Innovationskraft sind die Basis für den anhaltenden Erfolg der Schaeffler Gruppe. Mit Präzisionskomponenten und Systemen in Motor, Getriebe und Fahrwerk sowie Wälz- und Gleitlagerlösungen für eine Vielzahl von Industrieanwendungen leistet die Schaeffler Gruppe bereits heute einen entscheidenden Beitrag für die "Mobilität für morgen". Im Jahr 2016 erwirtschaftete das Technologieunternehmen einen Umsatz von rund 13,3 Mrd. Euro. Mit rund 86.600 Mitarbeitern ist Schaeffler eines der weltweit größten Familienunternehmen und verfügt mit rund 170 Standorten in über 50 Ländern über ein weltweites Netz aus Produktionsstandorten, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen und Vertriebsgesellschaften.

http://www.fixed-income.org/
 (Foto: © Schaeffler)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

18/07/17
First State: Schwellenländeranleihen – Bullisch oder bärisch?

Steigen die Kurse weiter, oder ist es Zeit erst einmal Gewinne mitzunehmen und auf die nächste Einstiegsgelegenheit zu warten? Wenn Investitionen innerhalb eines Jahres zweistellige Renditen erzielen, ist es bei Investoren Usus die zukünftige Entwicklung der Assetklasse neu zu bewerten. Nach sehr erfreulichen Erträgen im vergangenen Jahr, befindet sich die Assetklasse der Schwellenländeranleihen (Emerging Market Debt) genau an diesem Punkt.

„Interessanterweise neigen Investoren dazu ihr Engagement in eine Assetklasse zu erhöhen, wenn sie diese neu bewertet haben, anstelle es zu reduzieren“, sagt Helene Williamson, Head of Emerging Market Debt bei First State Investments. „Die starken Mittelzuflüsse in Schwellenländeranleihen gepaart mit der derzeitigen Risikobereitschaft der Investoren hat es dem Markt für Hochzinsanleihen ermöglicht, den für Investment-Grade zu übertreffen. Unserer Ansicht nach ist es jedoch wichtiger, dass die derzeitigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Stimmung an den Kapitalmärkten weiter trägt. So sehen wir stete Wachstumsraten und auch die Differenz zwischen Industrie- und Schwellenländern dürfte unserer Meinung nach weiterhin attraktive Investitionsmöglichkeiten aufzeigen. Die USZentralbank FED erhöht zwar nach und nach ihren Leitzins, die Renditen von USStaatsanleihen sind jedoch im historischen Vergleich nach wie vor auf einem niedrigen Niveau. Kurz gesagt, Hochzinsalternativen bleiben aus unserer Sicht attraktiv.

Unseres Erachtens war die geopolitische Entwicklung allgemein günstig. Vor der US-Wahl Ende 2016 haben Vorankündigungen von Präsident Trump bei EM-Investoren für eine gewisse Verunsicherung gesorgt; könnten Neuverhandlungen von Handelsabkommen mitunter schwerwiegende Folgen für Länder haben, die vom US-Handel abhängig sind. Auch wenn Trump bislang nur wenig Fortschritt hinsichtlich seiner Vorwahlversprechen zu verzeichnen hat, sind wir dennoch davon überzeugt, dass er jederzeit die Umsetzung seiner Wirtschaftsagenda – oder Teile davon – wieder stärker verfolgen könnte.

Diesen Unwägbarkeiten zum Trotz kann Emerging Market Debt bei einer geschickten Titelauswahl Investoren einen echten Mehrwert liefern. Auch wenn makrowirtschaftliche Treiber und geopolitische Einflussnahme sich durchaus auf die Risikoaffinität der Investoren auswirken können, so sollte man sich dennoch stets ins Gedächtnis rufen, dass die Assetklasse ziemlich heterogen ist. So sind beispielsweise mexikanische, südafrikanische und philippinische Anleihen nicht zwingend miteinander vergleichbar. Die Bedingungen können sich in diesem Segment im Laufe der Zeit immer ändern. Daher ist für uns das Wissen über besondere Einflussfaktoren und die Emittenten für ein gutes aktives Portfoliomanagement absolut ausschlaggebend.“ 

http://www.fixed-income.org/

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

18/07/17
Markt- und Strategiekommentar Jyske Capital: „Faktor-Investing trifft Hochzinsanleihen. Vom Aufspüren stabiler Kreditqualität…“

Für zu teuer hält Martin Nybye die globalen High-Yield-Märkte noch nicht. Allerdings ist der Leiter Unternehmensanleihen bei der dänischen Investmentboutique Jyske Capital überzeugt, dass es nach der breiten Kursrally jetzt für den Anlagerfolg wieder stärker auf die Auswahl der Einzeltitel ankommt.

Abgesehen von einigen Turbulenzen im Jahr 2015 konnten Anleger in den vergangenen Jahren attraktive Gesamterträge mit Hochzinsanleihen erzielen. Dabei kam es gar nicht so sehr auf die Auswahl der Einzeltitel an. Es reichte schon, einfach nur in dem Markt investiert zu sein. „Nach dieser starken Aufwärtsphase sind die Chancen eines simplen Marktinvestments begrenzt. Jetzt sind wieder die Fähigkeiten gefragt, Alpha zu erzielen“, erwartet Martin Nybye, Manager des Jyske Invest High Yield Corporate Bonds Fund (ISIN: DK0016262728; SICAV: LU1529111814). Die Renditestreuung im Markt ist aktuell sehr gering. Mit anderen Worten: Alle Unternehmen mit dem gleichen Kredit-Rating haben mehr oder weniger den gleichen Risikoaufschlag (Spread) gegenüber risikolosen Anlagen. „Eigentlich sollten die solideren Unternehmen sich günstiger finanzieren können und einen geringeren Spread haben. Dies ist zurzeit nicht der Fall“, erklärt Nybye. Investoren werden also nicht über den Risikoaufschlag belohnt, wenn sie Anleihen risikoreicher Unternehmen minderer Qualität kaufen. „Daher ist es jetzt besonders wertvoll, die guten Emittenten herauszufiltern“, so Nybye.

Die beste Methode hierfür ist für den Portfoliomanager ein Multi-Faktor-Modell. Bislang findet solches Faktor-Investing vor allem im Aktienbereich Anwendung.

„Faktor-Investing hat sich im Aktienbereich schon lange bewährt, zunächst im aktiven Management und in den vergangenen Jahren auch bei passiven Ansätzen“, erklärt Nybye. Grundlage des Faktor-Investings ist die wissenschaftlich belegte Annahme, dass Faktoren wie Qualität oder Value dem Investor Risikoprämien liefern und so in bestimmten Marktphasen eine überdurchschnittliche Performance ermöglichen. Im Anleihebereich sind solche Risikoprämien-Modelle noch sehr selten. Als Grund hierfür nennt Nybye den Mangel an qualitativ hochwertigen Daten.

http://www.fixed-income.org/  (Foto: © Jyske Capital)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

18/07/17
Euroboden steigert Eigenkapital auf 11 Mio. Euro

Die Euroboden GmbH, die führende Architekturmarke im Immobilienbereich, schließt das erste Geschäftshalbjahr (1.10.2016 – 31.03.2017) mit einem positiven Ergebnis ab. Der Konzern erzielte im Zwischenabschluss ein Ergebnis nach Steuern von 1,816 Mio. Euro (Vj. 0,028 Mio. Euro). Zudem war der Vertriebsstart für das Projekt Erhardtstraße in München erfolgreich. Für das Projekt in der Infanteriestraße in München-Schwabing, bisher das größte Projekt der Unternehmensgeschichte, erhielt Euroboden einen positiven Bauvorbescheid für rund 9.700 m² Bruttogeschossfläche.

Der Konzern erzielte im Zwischenabschluss ein Ergebnis nach Steuern von 1,816 Mio. Euro. Positiv wirkte sich dabei insbesondere der Verkauf eines erfolgreich entwickelten Projekts in Berlin mittels Share Deal aus. Dadurch erhöhte sich das bilanzielle Eigenkapital auf 10.956 Mio. Euro (Vj. 7.133 Mio. Euro).

Nur zehn Wochen nach dem offiziellen Vertriebsstart sind bereits 8 von 24 der Wohnungen des Objekts an der Erhardtstraße, welches Euroboden gemeinsam mit Thomas Kröger Architekten umsetzt, im Münchener Gärtnerplatzviertel verkauft. Insgesamt wird Euroboden mit dem Projekt einen Umsatz von 58 Mio. Euro erzielen. Der Abbruch des Bestandsgebäudes ist bereits abgeschlossen, die Tiefbauarbeiten beginnen noch im Juli 2017. Das Unternehmen führt den Vertrieb der hochwertigen Wohnungen vollständig in Eigenregie durch.

Für Neubauvorhaben an der Infanteriestraße erhielt Euroboden einen positiven Bauvorbescheid für eine Brutto-Grundfläche von rund 9.700 m². Mit rund 90 vorhergesehenen Wohneinheiten ist das Projekt das bisher größte in der Firmengeschichte. Euroboden hatte die Immobilie vor rund zwei Jahren zum Preis von 22,5 Mio. Euro erworben. Hier hat Euroboden das Unternehmen Drees & Sommer beauftragt, die gesamte Projektsteuerung und -leitung zu übernehmen. Der Vertriebs- und Baustart ist für den Frühherbst 2018 geplant.

Martin Moll, Geschäftsführer von Euroboden sagt: „Ich freue mich sehr, dass wir mit allen unseren Projekten erfolgreich auf geplantem Kurs sind. Durch unsere erfolgreichen Baurechtsentwicklungen der vergangenen Monate konnten wir erneut zusätzliche Werte für das Unternehmen schaffen und die stillen Reserven weiter erhöhen. Bis Herbst 2018 werden wir, inkl. dem Projekt in der Erhardtstraße, Vertriebsstart für vier Projekte in Münchner Innenstadtlagen mit einem Projektvolumen von insgesamt 250 Mio. Euro haben.“

Derzeit umfasst die Pipeline von Euroboden elf Projekte mit geplanten Umsätzen von rund 410 Mio. Euro.

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 (Foto: © Euroboden)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

17/07/17
Deutsche Bildung platziert erfolgreich dritte Anleihe

Der Deutsche Bildung Studienfonds, Deutschlands führender privater Anbieter von Studienfinanzierungen mit einkommensabhängiger Rückzahlung, hat die erste Tranche seiner dritten Anleihe (ISIN DE000A2E4PH3) erfolgreich platziert. Das Volumen der ersten Tranche beläuft sich auf 5 Millionen Euro. Die Anleihe mit Laufzeit bis zum 13.07.2027 bietet eine Verzinsung in Höhe von 4 % p.a. Sie wird im Open Market der Börse Frankfurt gehandelt. Die zweite Tranche mit einem Volumen von ebenfalls 5 Millionen Euro soll zu einem späteren, noch nicht fest definierten, Zeitpunkt innerhalb der Gültigkeitsdauer des Wertpapierprospekts erfolgen.

„Unsere dritte Anleihe-Emission ist ein voller Erfolg“, sagt Andreas Schölzel, Vorstandsmitglied der Deutsche Bildung AG. Er ergänzt: „Nur einen Tag nach Notierungsaufnahme haben wir die erste Tranche unserer Anleihe ausplatziert. Dies zeigt, dass die Deutsche Bildung im Markt als attraktives Investment wahrgenommen wird.“ Besonders erfreut zeigte sich Schölzel über den stark gestiegenen Anteil privater Anleger: „Rund 45 % des Volumens haben private Anleger gezeichnet, 55 % gingen an Institutionelle. Das ist ein Vertrauensbeweis, der uns sehr froh macht und zeigt, dass das Thema Investieren in Bildung in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Als sich vor einem Jahr erstmals auch private Investoren an unserer zweiten Anleihe beteiligen konnten, hatte diese Anlegergruppe rund zehn Prozent des platzierten Volumens von damals 10 Millionen Euro gezeichnet.“

„Als neue Emissionsbank für diese Anleihe haben wir mit der equinet Bank AG, Frankfurt am Main, einen starken Partner gefunden, der uns sowohl auf der Vertriebs- als auf der Handelsseite der Anleihe an der Börse sehr unterstützt“, sagt Schölzel.

Aktuell studieren 2,8 Millionen Studenten in Deutschland. Knapp 800 Euro müssen Studenten in Deutschland pro Monat für ihr Studium aufwenden. Den Großteil finanzieren Eltern und Verwandte. Einige bekommen Bafög, doch die wenigsten den Höchstsatz, der mit 735 Euro die Kosten nur teilweise deckt. Wer kann, jobbt neben dem Studium. Nur 4 Prozent bekommen Stipendien. Etwa jeder zehnte Student ist auf weitere Finanzierungsquellen angewiesen. Im Falle von Auslandssemestern oder wenn die Masterarbeit weniger Zeit für Nebenjobs lässt, steigt der Finanzierungsbedarf.

Der Deutsche Bildung Studienfonds (Deutsche Bildung Studienfonds II GmbH & Co. KG) schließt die Finanzierungslücke. Die Bewerber durchlaufen ein stringentes Auswahlverfahren. Als Manager des Studienfonds verantwortet die Deutsche Bildung AG die Auswahl und gezielte Förderung der Studenten und deren Rückzahlungen. Begleitend zur Finanzierung wird auch inhaltlich durch das Programm WissenPlus von der ersten Auszahlung bis zum Abschluss der Rückzahlung gefördert. Die durchschnittliche Vertragslaufzeit beträgt acht Jahre. Zurückgezahlt wird die Förderung über einen bereits zu Vertragsbeginn festgelegten Anteil des Bruttoeinkommens über eine fest vereinbarte Dauer.

Deutsche Bildung verfügt über einen erfolgreichen zehnjährigen Track Record. Insgesamt wurden bereits über 2.800 Studenten aller Fachrichtungen an staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland und internationalen Top-Hochschulen gefördert. Von ihnen haben 290 die Rückzahlung bereits vollständig abgeschlossen. Die Ausfallquote ist mit aktuell 0,5 Prozent sehr gering.

Über Deutsche Bildung
Mit Deutsche Bildung Studienfonds investieren private und institutionelle Anleger in ausgewählte Nachwuchsakademiker aller Fachrichtungen. Die Studenten erhalten eine flexible Studienfinanzierung und werden mit dem Förderprogramm WissenPlus auf einen erfolgreichen Berufseinstieg vorbereitet. Die Rendite wird über die Rückzahlungen der Absolventen erzielt, die einen vereinbarten Anteil ihres Einkommens an den Studienfonds zurückzahlen.

Als Manager des Studienfonds ist die Deutsche Bildung AG für die Auswahl und gezielte Förderung der Studenten und deren Rückzahlungen verantwortlich. Die Deutsche Bildung AG realisiert dieses Geschäftsmodell seit 2007. Seit 2016 wird das Investment in Bildung auch privaten Anlegern ermöglicht.

http://www.fixed-income.org/  (Logo:  © Deutsche Bildung AG)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

17/07/17
EYEMAXX startet weiteres Wohnprojekt in Deutschland

Die EYEMAXX Real Estate AG (General Standard; ISIN DE000A0V9L94), ein Immobilienunternehmen mit den Schwerpunkten Wohnen, Pflege und Gewerbe sowie langjährigem Track Record, hat ein weiteres Wohnimmobilienprojekt in Deutschland begonnen. Dabei plant EYEMAXX in Bonn die Erstellung von insgesamt 32 hochwertigen Eigentumswohnungen, die sich auf zwei Gebäudekomplexe verteilen werden. Der Kaufvertrag für das ca. 3.500 Quadratmeter große Grundstück, auf dem die Gebäude entstehen, wurde nun unterschrieben. Mit dem Baubeginn rechnet EYEMAXX im ersten Quartal 2018. Das Projekt soll bis zum Frühjahr 2019 abgeschlossen sein und umfasst ein Volumen von ca. 20 Mio. Euro.

Die geplanten Wohnungen, mit jeweils zwei bis drei Zimmern und einer Loggia, entstehen in Bonn-Nord in guter Lage unweit der Bonner Innenstadt und mit guter Infrastruktur und Verkehrsanbindung auf einer Bruttogeschossfläche von rund 4.000 Quadratmetern. Geplant ist auch der Bau einer Tiefgarage. Die beiden Wohnanlagen werden aus je einem Erdgeschoss, einem Obergeschoss sowie einem zurückgesetzten Staffelgeschoss bestehen und durch ein gemeinsames Untergeschoss verbunden sein.

Die EYEMAXX Real Estate AG ist ein Immobilienunternehmen mit langjährigem, erfolgreichem Track Record mit dem Fokus auf Wohnimmobilien in Deutschland und Österreich. Darüber hinaus realisiert EYEMAXX Pflegeheime in Deutschland und Gewerbeimmobilien in Zentraleuropa.

Die Geschäftstätigkeit von EYEMAXX basiert auf zwei Säulen. Dazu gehören zum einen renditestarke Projekte und zum anderen ein fortschreitender Aufbau eines Bestands an vermieteten Gewerbeimmobilien, der laufende Mieterträge und damit stetige Zahlungsströme generiert. EYEMAXX baut dabei auf die Expertise eines erfahrenen Managements gemeinsam mit einem starken Team von Immobilienprofis und auf ein etabliertes und breites Netzwerk, das zusätzlichen Zugang zu attraktiven Immobilien und Projekten eröffnet. So konnte die Projektpipeline auf aktuell über 570 Mio. Euro ausgebaut werden. Die Aktien der EYEMAXX Real Estate AG notieren im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Das Unternehmen hat außerdem mehrere Anleihen begeben, die ebenfalls börsengelistet sind.

http://www.fixed-income.org/  (Foto: -CEO Dr. Michael Müller © EYEMAXX Real Estate)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

17/07/17
Standpunkt German Mittelstand – Ausgabe 48

Mittelstandsanleihen: Heile, Heile Gänschen, es ist bald wieder gut

Standpunkt German Mittelstand_Ausgabe 48 Mittelstandsanleihen: Heile, Heile Gänschen, es ist bald wieder gut

Mehr auf www.s-gmf.de

17/07/17
Mittelstandsanleihen: Heile, Heile Gänschen, es ist bald wieder gut

Wir müssen konstatieren, dass das Jahr 2017 im Segment der KMU-Anleihen für die Investoren recht erfolgreich gewesen ist. Das bezieht sich sicherlich auf die Anzahl und Volumina der Neuemissionen, sowie auch auf die Prolongation verschiedener Altanleihen. Anfang des Jahres in unserem Standpunkt hatten wir schon darauf hingewiesen, dass im Jahr 2017 weniger Ausfälle durch Insolvenzen der Emittenten geben würde.

Unternehmen, deren Geschäftsmodelle teilweise an Schneeballsysteme erinnerten, wurden aufgegeben. Unternehmen, die letztendlich keinen nachvollziehbaren zukunftsfähigen Business-Case bieten konnten.

Heile, Heile Gänschen
Momentan streiten sich die Spezialisten, ob das Jahr 2017 einen Turnaround darstellt, oder ob bloß – fast schon zyklisch – die Talsohle durchschritten worden ist und das Segment für Mittelstandsanleihen noch einen mühevollen Anstieg vor sich hat.

Aus unserer Sicht spricht für den Turnaround eigentlich nur die Platzierungsgeschwindigkeit bei den Neuemissionen in diesem Jahr. Das mag aber auch an den Vorbereitungen der emissionsbegleitenden Banken bei den Investoren liegen. Vermutlich gibt es von den Investoren auch einen Vertrauensvorschuss für das neue Börsensegment „Scale“, was engere Leitplanken für alle Beteiligten gesetzt hat.

Für ein Durchschreiten der Talsohle und einen mühevollen Anstieg sprechen mehrere Punkte. Ein großer Teil der Investoren leckt noch seine Wunden, die im Jahr 2016 durch die insolventen Dickschiffe KTG Agrar und German Pellets entstanden sind. So sind auch verschiedene Prolongationen in diesem Jahr bislang Kombinationen aus Kredit und Anleihe gewesen. Nach dem Motto, wenn eine Bank das Unternehmen für kreditwürdig hält, dann dürfte es sich auch auf dem Kapitalmarkt refinanziere.

Die Rickmers Anleihe über 275 Mio. € ist noch nicht ausgefallen. Die Betonung liegt hier auf dem Wort „noch“. Der Küchenhersteller Alno hat eine Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Damit hatten viele Marktteilnehmer gerechnet – spätestens seit dem mit dem Wechsel im Vorstand es schon fast zu der logischen Konsequenz vom Verschieben der Veröffentlichung der Bilanz gekommen war. „Nachdem Alno-CEO Max Müller am 31. Mai ad hoc das Unternehmen verlassen hatte, war die finale Nachricht nur eine Frage der Zeit: Alno rettet sich vor der Zahlungsunfähigkeit durch die Flucht in die Eigenverwaltungssanierung.“ (Bondguide 12. Juli 2017)

Es gibt eben keinen großen Aufschrei mehr wie im letzten Jahr. Das zeigt auch, dass der Markt und die Investoren leidensfähig geworden sind. So schockiert es auch nicht mehr, dass neben Alno auch Beate Uhse die Veröffentlichung der Bilanzen nach hinten verschoben hat. Die Verschiebung der Veröffentlichung wurde übrigens ebenfalls von einem neu berufenen Vorstand vorgenommen. So betrachten wir momentan auch gespannt Golfino, wo sich letzte Woche der langjährige Finanzchef von heute auf morgen – natürlich im gegenseitigen Einverständnis – verabschiedet hat.

Interessant ist auch die „Variante“ des Sanitärherstellers Sanha. „Sanha will die Gläubiger seiner 37,5-Millionen-Anleihe zu Zugeständnissen bewegen. Der Sanitärhersteller will die Mittelstandsanleihe um fünf Jahre verlängern, ursprünglich sollten die Mini-Bond-Holder ihr Geld im Juni 2018 wiederbekommen. Außerdem sollen sie einen gesunkenen Zinssatz von 5,5 Prozent hinnehmen, bisher lag er bei 7,75 Prozent.“ (Finance Magazin, 20.06.2017) Aber dafür wird der Kupon halbjährlich gezahlt – statt wie bisher jährlich. Einen Haken gibt es wohl dabei. Bei geschrumpften Umsatz und Gewinn im letzten Jahr konnte der 7,75 Prozent – Kupon nicht mehr aus dem Cashflow bezahlt werden. Zusätzlich besichert Sanha die prolongierte Anleihe teilweise mit einem Immobilienbestand von fast 10 Mio. €, sowie möchte das Unternehmen ab Dezember 2019 jährlich 10 Prozent vom Nominalwert der Anleihe zurückkaufen. Auch das sehen wir nicht als wirklich sehr attraktiv für die Investoren an.

Es ist bald wieder gut

Weit davon entfernt die Welt der Mittelstandsanleihen in einem düsteren Grau zu betrachten, wollen wir aber auch davor warnen, alles in einem rosarot zu betrachten. Der Markt ist nicht unattraktiv – aber teilweise noch immer gefährlich – insbesondere die kontaminierten Altlasten. Deswegen sind wir der Meinung, dass nicht alles bald wieder gut ist, aber durchaus alles wieder möglich ist. Im „Standpunkt German Mittelstand“ äußert sich das Team um Ralf Meinerzag regelmäßig zum Markt für Mittelstands- und Hochzinsanleihen. www.fixed-income.org  (Foto: Ralf Meinerzag © Steubing AG)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

17/07/17
Steinhoff emittiert EUR Benchmark-Anleihe mit einer Laufzeit von 7,5 Jahren, Rendite von 2,2% bis 2,3% erwartet

Die Steinhoff Europe AG emtitiert eine EUR Benchmark-Anleihe mit einer Laufzeit von 7,5 Jahren. Die Anleihe wird von der Steinhoff International Holdings N.V. garantiert. Die Gesellschaft wird von Moody´s mit Baa3 gerated. Erwartet wird ein Spread von ca. 150 Basispunkten gegenüber Mid Swap, was einer Rendite von ca. 2,2% bis 2,3% entsprechen würde.

Die Anleihe unterliegt deutschem Recht und hat eine Stückelung von 100.000 Euro. Die Transaktion wird von BNP Paribas, Credit Agricole CIB und HSBC begleitet. Die Anleihe wird in Luxemburg gelistet.

Steinhoff International ist einer der weltweit größten Möbelkonzerne.

http://www.fixed-income.org/  (Screenshot: © Steinhoff International)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

14/07/17
BDT Media Automation GmbH platziert erfolgreich neue 8,00% Anleihe 2017/2024

Die BDT Media Automation GmbH, ein traditionsreicher Entwicklungspartner und Produzent von Datenspeicherlösungen (Storage Automation) sowie innovativer Systemlösungen für Druck- und Automatisierungstechnik (Print Media Handling), hat im Rahmen des Umtausch- und Neuzeichnungsangebots für die neue nachrangige 8 % Unternehmensanleihe 2017/2024 (ISIN: DE000A2E4A94) ein Volumen von 2,8 Mio. Euro erzielt. 84 % des Volumens (dies entspricht einem Nominalvolumen von EUR 2.358.000,00) stammen aus dem Umtauschangebot für Investoren der Anleihe 2012/2017. Der verbleibende Anteil wurde aus Neuzeichnungen/Platzierungen (inklusive Mehrerwerbsoption) generiert.

Damit wurde das Ziel erreicht, mit der neuen, nunmehr deutlich kleineren Anleihe einen entsprechenden Beitrag zur Refinanzierung der Anleihe 2012/2017 zu leisten. Der überwiegende Teil der Mittel zur Tilgung der Altanleihe im Volumen von rund 13 Mio. Euro wird wie geplant aus einer Private Debt Finanzierung stammen.

Holger Rath, Geschäftsführer der BDT: "Wir sind mit dem Ergebnis der Anleiheplatzierung zufrieden. Besonders, dass uns unsere bestehenden Investoren aus der Altanleihe in diesem Maße nun bis 2024 ihr Vertrauen ausgesprochen haben und entsprechend in die neue Anleihe getauscht haben, freut mich persönlich sehr. Das Chancen-Risiko-Profil in der neuen Anleihe hat sich nach meiner Einschätzung durch unseren neuen Finanzierungsmix und insbesondere unsere operative Aufstellung mit einer prall gefüllten Neuprodukt-Pipeline signifikant zu Gunsten der Investoren verbessert. Vor diesem Hintergrund hätte ich mir vielleicht ein etwas höheres Ergebnis bei den Neuzeichnungen erwartet. Aber wir konnten unseren mit der DICAMA AG erarbeiteten neuen Finanzierungsmix wie gewünscht umsetzen – inklusive einer weiterhin börsennotierten Unternehmensanleihe – und haben damit in Zukunft alle Möglichkeiten, um auf der Finanzierungsseite unser weiteres Unternehmenswachstum wirkungsvoll zu unterstützen."

Tab. 1: Eckdaten der Anleihe BDT-Anleihe:

Emittent

BDT Media Automation GmbH

ISIN / WKN

DE000A2E4A94 / A2E4A9

Kupon

8,00%

Valuta

14.07.2017

Laufzeit

7 Jahre (bis 14.07.2024)

Volumen

2,8 Mio. Euro

Stückelung

1.000 Euro

Zinszahlung

14.07. (jährlich nachträglich)

Listing

Open Market (Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse)

Financial Advisor

DICAMA AG

Technischer Koordinator

Quirin Privatbank AG

Internet

http://bdt.de/de/


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 (Foto: Holger Rath © BDT)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

14/07/17
Nestlé emittiert 8-jährige Anleihe mit einem Kupon von 0,875%

Die Nestlé Holdings, Inc. hat eine 8-jährige Anleihe im Volumen von 850 Mio. Euro emittiert (XS1648298559). Der Kupon beträgt 0,875%, der Emissionspreis betrug 99,92%. Die Anleihe wird von der Nestlé S.A. garantiert. Nestlé wird von Moody´s mit Aa1 (stabil) und von S&P mit AA (stabil) gerated. Die Anleihe hat eine Stückelung von 1.000 Euro. Die Transaktion wurde von Citi, ING, Santander und Societe Generale CIB begleitet.

http://www.fixed-income.org/  (Foto: © Nestlé)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

14/07/17
EYEMAXX fixiert Teilverkauf beim Großprojekt in Mannheim mit AccorInvest

Die EYEMAXX Real Estate AG (ISIN DE000A0V9L94), ein Immobilienunternehmen mit den Schwerpunkten Wohnen, Pflege und Gewerbe sowie langjährigem Track Record, hat das Hotel-Teilprojekt beim Mannheimer „Postquadrat“ an AccorInvest Germany GmbH veräußert. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart. Der notarielle Kaufvertrag wurde nun unterschrieben. Die mündliche Einigung über die Transaktion war in der Ad-hoc-Mitteilung vom 9. März 2017 vermeldet worden.

Die AccorInvest Gruppe ist ein international tätiger Konzern mit Hauptsitz in Luxemburg, der aus der kürzlich erfolgten Umstrukturierung der AccorHotels-Gruppe hervorgegangen ist und rund 960 Hotels weltweit betreibt. AccorInvest wird in den geplanten neuen Objekten in Mannheim ein ibis Hotel und ein ibis budget Hotel mit 170 bzw. 155 Zimmern sowie ein ADAGIO Access Aparthotel mit rund 130 Apartments betreiben. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2019 vorgesehen.

Der nun fixierte Vertrag sieht vor, dass EYEMAXX die beiden Hotels sowie das angeschlossene Aparthotel für AccorInvest errichtet. Darüber hinaus gehören 80 Tiefgaragenplätze zu den Objekten. Der Baubeginn wird voraussichtlich im Herbst 2017 erfolgen. Die Gebäude entstehen auf einem 3.700 Quadratmeter großen Grundstück auf dem insgesamt 20.000 Quadratmeter großen „Postquadrat“-Areal.

Das „Postquadrat“ in Mannheim in zentraler innerstädtischer Lage ist mit einem gesamten Volumen von über 170 Mio. Euro das größte Projekt der EYEMAXX-Firmengeschichte. Neben den Hotels realisiert EYEMAXX dort gemeinsam mit einem Joint-Venture-Partner ca. 230 Wohnungen und Büroflächen mit rund 15.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche. Die geplante Tiefgarage wird unter dem gesamten Areal gebaut und rund 480 Stellplätze bieten. Bis zum Jahresende 2019 soll das Gesamtprojekt abgeschlossen sein, bei dem EYEMAXX eine Eigenkapitalrendite im mittleren zweistelligen Prozentbereich erwartet.

Dr. Michael Müller, CEO der EYEMAXX Real Estate AG, erläutert: „Wir freuen uns sehr, dass wir das Teilprojekt in Mannheim an einen renommierten Käufer bereits vor Baubeginn zu sehr attraktiven Konditionen veräußern konnten. Dass wir AccorInvest für unser Projekt gewinnen konnten, unterstreicht noch einmal unsere Expertise in der Standortwahl und in der Erstellung moderner Immobilien.“

http://www.fixed-income.org/  (Foto: EYEMAXX-Baustelle Postquadrat Mannheim © Institutional Investment Publishing GmbH)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

14/07/17
Singulus Technologies unterzeichnet Vertrag für die Lieferung von mehreren Vakuum-Beschichtungsanlagen für CIGS-Solarmodule

Die Singulus Technologies AG hat mit einem deutschen Kunden einen Vertrag zur Lieferung von mehreren Vakuum-Beschichtungsanlagen (Vakuum-Kathodenzerstäubung) unterzeichnet. Die Anlagen sind ein wichtiger Bestandteil für den spezifischen Fertigungsprozess des Kunden für die Fertigung von CIGS-Dünnschicht-Solarmodulen.

Das Auftragsvolumen liegt bei über 10 Mio. Euro. Die Anzahlung für den Auftrag und damit die Buchung als Auftragseingang wird zeitnah erwartet.

http://www.fixed-income.org/  (Foto: © Singulus)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

13/07/17
Swisscanto: CoCo-Anleihen-Markt wächst, Performance beeindruckt im 2. Quartal

Ein fortgesetzt starkes Makroumfeld in Europa und geringere politische Risiken führten zu einem weiteren beeindruckenden Quartal für den CoCo-Markt. Das gilt umso mehr, als das Quartal ungewöhnlich ereignisreich war: mit Wahlen in Frankreich und Großbritannien, der ersten Abschreibung eines CoCo-Bonds (Banco Popular) überhaupt, dem ersten Ausfall einer Zinszahlung für eine CoCo-Anleihe (Bremer Landesbank) sowie der Abwicklung zweier italienischer Banken aus Venetien.

Insgesamt wuchs der CoCo-Markt um weitere zehn Milliarden US-Dollar an. Ganze elf Neuemissionen wurden im Quartal aufgelegt und ließen das Gesamtvolumen des CoCo-Markts auf 180 Milliarden US-Dollar ansteigen. “Wir beteiligten uns an neun dieser Neuemissionen. Besonders attraktiv erschienen uns Banco Santander, Erste Bank, HSBC (in US-Dollar) und die national führende mexikanische Bank Banorte. Als Signal für die kontinuierliche Reifung des CoCo-Markts ist zu werten, dass das Bail-in der beiden ausstehenden AT1-CoCo-Bonds der Banco Popular (sowie der Tier-2-Anleihe) keine größeren Auswirkungen hatte“, so Daniel Björk, Manager des Swisscanto (LU) Bond Fund Invest COCO.

Weiter sagt Björk: “Wir waren nicht investiert bei der Banco Popular, da uns die schwache Ertragskapazität der Bank und die niedrige Eigenkapitalausstattung angesichts drohender Kreditausfälle bedenklich erschienen. Wir hielten das Geschäftsmodell der Bank für zu wenig nachhaltig und ordneten ihren AT1-CoCo-Bonds ein entsprechend hohes Risiko zu. Auch in die Papiere der beiden Banken aus Venetien und der Bremer Landesbank waren wir nicht investiert. Besonders wichtig sind für uns bei der Anlage auf dem CoCo-Markt die Emittentenauswahl und die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells. In diesem Zusammenhang ist hervorzuheben, dass der europäische Bankensektor insgesamt weiter erstarkt, nicht zuletzt infolge der zusätzlichen Aktienkapitalerhöhungen.“

CoCos mit attraktiver Performance im zweiten Quartal 2017
Der Swisscanto (LU) Bond Fund COCO verbuchte ein starkes Quartal mit einer Bruttogesamtrendite von rund fünf Prozent (abgesichert in Schweizer Franken, davon 3,5 Prozent Kursrendite und 1,5 Prozent Carry-Rendite). “Wie schon im ersten Quartal kann er damit sehr gut mit dem gesamten CoCo-Markt mithalten. Zum Vergleich: Die Benchmark BofA Merrill Lynch (BAML) CoCo Index verzeichnete im 2. Quartal 2017 eine Gesamtrendite von rund 3,6 Prozent (abgesichert in Schweizer Franken, davon 2,2 Prozent Kursrendite, 1,4 Prozent Carry-Rendite), was unter anderem einer Verengung der Credit Spreads um 45 Basispunkte (Bp) auf 375 Bp zuzuschreiben war. Der Credit Spread der Fondspositionen verengte sich um 80 Bp (und damit um 35 Bp mehr als am Gesamtmarkt) auf 410 Bp. Dass wir die CoCo-Bonds von Banco Popular gemieden hatten, wirkte sich ebenfalls positiv auf die relative Fonds-Performance aus“, so Björk.

Zur aktuellen Positionierung sagt der Manager: “Wir gewichten auf US-Dollar lautende CoCos unter. Auf Länderebene gewichten wir die stärksten spanischen und italienischen Banken über und halten eine Untergewichtung in britischen Banken. Und bei den Emittenten weist das Portfolio Übergewichtungen in den größten spanischen und italienischen Banken auf. Diese aktuelle Positionierung ergibt insgesamt für den Fonds zum Quartalsende eine Verfallsrendite von 5,8 Prozent, einen Credit Spread von 410 Bp und eine modifizierte Duration von 4,1 Jahren (vor Abzug von Gebühren und Währungsabsicherung).“

Ausblickend meint Björk: “Der CoCo-Markt wird weiter von einem Umfeld profitieren, das erstens von starkem europäischen Wachstum geprägt ist, zweitens die meisten großen europäischen Banken mit wachsenden Kapitalpuffern und guten Gewinnen zeigt sowie drittens das Kuponausfallrisiko bei CoCos mit regulatorischen Maßnahmen reduziert hat. Der durchschnittliche Spread im europäischen CoCo-Markt liegt derzeit bei rund 440 Bp und ist immer noch 40 Bp höher als das Level von 400 Punkten vom Juni 2014. Dabei ist das Makro-Umfeld heute deutlich stärker als damals, die Kapitalausstattung der Banken hat sich verbessert und der Reifegrad des CoCo-Markts hat deutlich zugenommen. Die 440 Basispunkte sehen auch im Vergleich zu EUR und US High Yield attraktiv aus. Obwohl wir am CoCo-Markt auch weiterhin Volatilität erwarten, sind die aktuellen Credit Spreads am CoCo-Markt fundamental gut unterstützt. Deshalb halten wir den CoCo-Markt für eines der attraktivsten Segmente des globalen Fixed-Income-Universums.“

http://www.fixed-income.org/  (Foto: Daniel Björk © Swisscanto)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

13/07/17
DPAM lanciert europäisches High Yield-Portfolio mit fester Laufzeit bis 2023

Die Ertragschancen am europäischen Markt für hochverzinste Unternehmensanleihen nutzen und gleichzeitig das Risiko möglichst gering halten – mit dieser Zielsetzung geht der DPAM L Bonds Corporate High Yield EUR 2023 aus dem Hause Degroof Petercam Asset Management (DPAM) an den Start. Der Fonds investiert in ein High Yield-Portfolio aus 52 Titeln, überwiegend mit Non-Investment-Grade-Ratings (zwischen BB+ und CCC+). Während der Laufzeit werden Erträge aus Zinszahlungen kontinuierlich reinvestiert. Vorzeitig durch die Emittenten gekündigte und zurückgezahlte Anleihen werden durch neue, vom Portfoliomanagement selektierte Anleihen ersetzt. Zurzeit beträgt der durchschnittliche Kupon der endfälligen Unternehmensanleihen rund 4,7 Prozent bei einer vergleichsweise niedrigen Portfolioduration von 2,8 Jahren.

„Die sehr niedrigen Renditen an den europäischen Zinsmärkten werden Anlegern wohl noch eine ganze Weile erhalten bleiben“, sagt Bernard Lalière, Lead Manager High Yield Strategies bei DPAM. „Hochzinsanleihen bieten nach wie vor attraktive Erträge bei sich weiter verringerndem Risiko. Dies insbesondere, weil sich die Bilanzen, Cashflows und Ratings europäischer Unternehmen verbessern. Die Risikoaufschläge befinden sich aktuell am unteren Ende des längerfristigen Trendkanals. Ein High Yield-Fonds mit fester Laufzeit kann das Portfoliorisiko im Vergleich zu einem klassischen Fonds ohne Laufzeit senken. Denn mit fortschreitendem Ablauf nehmen die Zinssensitivität, die Duration und auch das Kreditrisiko weiter ab. Je kürzer die Restlaufzeit einer Anleihe, desto besser ist auch die Visibilität auf die Cash-Flows eines Unternehmens und damit die Beurteilung der Kreditsicherheit.“

Synthese aus Direktinvestment und unbefristeter Fondslösung

Während die Zinssensitivität einer Direktinvestition in eine Unternehmensanleihe mit zunehmender Laufzeit abnimmt, ist ein Anleihefondsportfolio mit unbegrenzter Laufzeit einem ständigen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Andererseits bietet eine Fondslösung gegenüber dem Einzelinvestment Diversifikation und damit eine breite Streuung von Kreditrisiken über eine Vielzahl von Papieren. Der DPAM L Bonds Corporate High Yield EUR 2023 wiederum vereinigt diese Vorteile beider Instrumente durch seine feste Endfälligkeit im Jahr 2023.

„Die ersten Zinserhöhungsschritte der Europäischen Zentralbank werden frühestens für 2019 erwartet. Bis dahin wird bereits ein Großteil der Erträge des DPAM L Bonds Corporate High Yield EUR 2023 in das Portfolio reinvestiert worden sein und die ohnehin kurze Duration des Fondsportfolios weiter gesunken sein. Da Zinserhöhungen im Umfeld eines weiteren konjunkturellen Wachstums zu erwarten sind, würde sich auch die Ertragslage der Unternehmen weiter verbessern und zu einem effizienteren Schuldenmanagement führen“, sagt Bernard Lalière.

Auch möglichen Turbulenzen an den Aktienmärkten, die Unternehmensanleihen in der Regel belasten können, sieht der High Yield-Experte gelassen entgegen. Hielten Anleger ihre Anteile am DPAM L Bonds Corporate High Yield EUR 2023 bis zur Fälligkeit im Jahr 2023, würden sich etwaige stärkere Korrekturen bei Aktien nicht negativ auswirken. Einen zusätzlichen Puffer biete zudem das aktive Risikomanagement des Fonds. Im Falle einer sich verschlechternden fundamentalen Situation einzelner Unternehmensanleihen würde deren Portfolioanteil gegebenenfalls reduziert oder komplett ausgetauscht werden. Einen erfolgreichen Track-Record im Bereich europäischer Hochzinsanleihen haben die Portfoliomanager Bernard Lalière und Marc Leemans sowie das Kredit-Analystenteam bei DPAM bereits seit dem Jahr 2000 aufgebaut.

Fokus auf BB-Rating und Konsum-Zykliker

Der Schwerpunkt der selektierten Unternehmensanleihen im DPAM L Bonds Corporate High Yield EUR 2023 liegt im Bereich der oberen Non-Investment-Grade-Ratings. So sind etwa 60 Prozent der Titel mit einem BB-Rating ausgestattet, wie zum Beispiel Papiere der namhaften Emittenten Arcelor Mittal, Goodyear und NH Hotels. Darüber hinaus entfallen auf Anleihen mit B-Rating 23 Prozent, etwa 15 Prozent auf CCC-Bewertungen sowie drei Prozent auf Investment Grade-Ratings.

Mit Blick auf die Sektoren stellen zyklische Konsumgüter fast ein Drittel der Portfoliowerte. „Die Aussichten für zyklische Konsumgüter in Europa bleiben gut. Diese Unternehmen bieten eine hohe Visibilität im Bereich der Cashflow-Entwicklung. Ohnehin ist die Fähigkeit Cashflows zu generieren ein wesentliches Merkmal in unserer Fundamentalanalyse. Weitere wichtige Parameter zur Beurteilung des Risikos sind unter anderem die Wettbewerbssituation und die Marktstrategie eines Unternehmens sowie die Kapitalstruktur und sein Profil in Bezug auf ökologische und soziale Belange sowie die Unternehmensführung“, erläutert Lalière den Bottom-up-Investmentprozess im DPAM L Bonds Corporate High Yield EUR 2023.

http://www.fixed-income.org/  (Foto: Bernard Lalière © Degroof Petercam)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

12/07/17
Aroundtown emittiert Anleihe mit einer Laufzeit von 8,5 Jahren und einem Kupon von 1,875%

Die ATF Netherlands B.V. – eine Tochtergesellschaft der Aroundtown Property Holdings PLC – hat eine Anleihe mit einer Laufzeit von 8,5 Jahren und einem Volumen von 500 Mio. Euro emittiert. Die Anleihe wird von der  Aroundtown Property Holdings PLC garantiert.

Die Anleihe hat einen Kupon von 1,875%, der Emissionpreis beträgt 97,087%.

Die Anleihe hat eine Stückelung von 100.000 Euro. Aroundtown wird von S&P mit BBB gerated. Die Transaktion wurde von Goldman Sachs, J.P. Morgan, Morgan Stanley und UBS begleitet.

http://www.fixed-income.org/  (Logo: © Aroundtown)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

12/07/17
DEMIRE platziert Anleihe im Volumen von 270 Mio. Euro, Kupon 2,875%

Die DEMIRE Deutsche Mittelstand Real Estate AG (ISIN DE000A0XFSF0) hat eine unbesicherte Unternehmensanleihe (Senior Notes) in einem Volumen von 270 Mio. Euro platziert. Sie hat eine Laufzeit von 5 Jahren (bis 2022) und ist mit 2,875% p.a. verzinst.

Die Unternehmensanleihe wird nach New Yorker Recht (144A/Reg S) begeben und an der Luxemburger Börse (Euro MTF Markt) gelistet werden. Die Nettoerlöse aus der Emission sollen für Zwecke der teilweisen Refinanzierung von ausstehenden Verbindlichkeiten der DEMIRE Deutsche Mittelstand Real Estate AG und bestimmter Tochtergesellschaften verwendet werden.

Die Unternehmensanleihe hat ein "BB+"-Rating von der Ratingagentur Standard & Poor’s sowie ein "Ba2"-Rating von der Ratingagentur Moody’s erhalten.

http://www.fixed-income.org/  (Logo: © DEMIRE)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

12/07/17
Keine Bewegung bei Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen

Andrea Iannelli, Fixed Income Investment Director bei Fidelity International, gibt im Fixed Income Monatsbericht Juli 2017 eine Einschätzung zu den weltweiten Anleihemärkten:

Euroraum
Für den Euroraum erwarten wir, dass die Europäische Zentralbank (EZB) im September eine Reduzierung ihrer monatlichen Anleihenkäufe ankündigt. Sie wird diese Ankündigung wahrscheinlich mit einer Verlängerung des Kaufprogramms bis ins Jahr 2018 hinein verknüpfen. Dies trägt dazu bei, die Reaktionen am Anleihemarkt einzudämmen. Mit dieser Kllarheit über das Auslaufen des EZB-Anleihekaufprogramms entfällt für die Märkte eine wesentliche Quelle der Unsicherheit. Das könnte auf kurze Sicht die Kurse von deutschen Bundesanleihen stützen. Von größerer Bedeutung für die weiteren Aussichten wird aber die Entwicklung der Kerninflation sein. Nach unseren Projektionen wird die Preissteigerung eher milde ausfallen. Dies spricht dafür, dass die Renditen am Anleihemarkt innerhalb der Bandbreite bleiben, die seit Jahresbeginn zu beobachten ist.

USA
Wir gehen davon aus, dass sich die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen bis zum Jahresende in einem Band zwischen 2,0 und 2,5 Prozent bewegen werden. Das Wachstum der US-Wirtschaftsleistung hat sich im zweiten Quartal beschleunigt und Umfrageergebnisse deuten auf ein stabiles Wachstumstempo im zweiten Halbjahr hin. Allerdings liefern jüngste Daten aus dem Gebrauchsgütersektor Hinweise auf eine Abschwächung bei den Unternehmensinvestitionen, weshalb wir für den verbleibenden Teil des Jahres Abwärtsrisiken sehen. Vor diesem Hintergrund dürfte die US-Notenbank im September zwar ankündigen, dass sie ihre durch Anleihenkäufe aufgeblähte Bilanz weiter auf ein normales Ausmaß reduziert. Eine weitere Leitzinsanhebung dürfte aber bis Dezember nicht auf ihrer Agenda stehen. Die Notenbank hat im Hinblick auf die Normalisierung ihrer Bilanz zuletzt festgelegt, dass sie den Umfang der Wiederanlage auslaufender Staatspapiere und besicherter Anleihen in ihrem Bestand von Quartal zu Quartal zunehmend verringert. Sie wird aber zwischenzeitliche Bewegungen am Anleihenmarkt genau im Blick behalten und den Prozess der Bilanznormalisierung gegebenenfalls verlängern, sollten die Marktrenditen zu abrupt steigen.

Großbritannien
Da die Renditen britischer Staatsanleihen nach wie vor niedrig sind und kaum über Wertsteigerungspotential verfügen, bleiben wir diesbezüglich vorsichtig, speziell im Vergleich zu anderen europäischen Kernmärkten. Britische Staatsanleihen dürften sich weiterhin in einem Spannungsfeld aus hartnäckig hoher Inflation und sich eintrübendem Ausblick für die Binnennachfrage bewegen. Während die Medien ein recht düsteres Bild zeichnen, ist aus den Umfragen in der britischen Wirtschaft noch keine wesentliche Abschwächung der Konjunktur abzulesen. Tatsächlich hat sich infolge des gesunkenen Wechselkurses des Pfunds die Außenhandelsbilanz sogar verbessert. Dies trägt dazu bei, die nachlassenden Konsumausgaben auszugleichen. Da aber die Investitionsaussichten der Unternehmen unsicherer geworden sind, sehen wir das Risiko einer Wachstumsverlangsamung im zweiten Halbjahr.

Diese Auszüge stammen aus der Publikation „Fidelity International Fixed Income Monthly View“, in der die mittelfristigen Erwartungen des Anleiheteams zusammengefasst sind.

http://www.fixed-income.org/  (Foto: Andrea Iannelli © Fidelity)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.