Allgemeine Nutzungsbedingungen

Allgemeine Nutzungsbedingungen der Internet-Seite „www.bondinvest.eu“

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Wissenswert.

Aktuelle Meldungen

28/04/17
Joh. Friedrich Behrens AG: Positive Geschäftsentwicklung hat sich im Geschäftsjahr 2016 nachhaltig fortgesetzt

Die Joh. Friedrich Behrens AG, europaweit führender Hersteller von Druckluftnaglern und Befestigungsmitteln, veröffentlicht heute ihren Einzel- und Konzernjahresabschluss für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016. Die positive Entwicklung des Vorjahres wurde 2016 beim Umsatz und dem EBIT weiter bestätigt und die eigene Planung erreicht.

Die Behrens-Gruppe konnte auf Konzernebene ein Umsatzwachstum von 2,6% auf 109,0 Mio. EUR (Vj. 106,2 Mio. EUR) verzeichnen und damit die eigene Planung (Umsatzverbesserung zwischen 1,5% und 2,5%) leicht übertreffen. In nahezu allen Märkten entwickelte sich Behrens dabei stärker als der Wettbewerb. In den Segmenten Deutschland und Europa entwickelten sich die Umsatzerlöse weiterhin positiv, wobei der schwächere Wechselkurs des britischen Pfunds das Segment Europa belastete. Einen leichten Umsatzrückgang verzeichnete die US-amerikanische Tochtergesellschaft, jedoch mit deutlich verbesserter Marge und Ergebnis. Signifikante Umsatzzuwächse konnte die Behrens-Gruppe bei den Geräten (+6,3%) sowie Schrauben verzeichnen.

Die Materialaufwendungen blieben in Folge günstigerer Beschaffungspreise konstant. Daraus ergibt sich eine Erhöhung des Rohertrags um 7,1% und die Bruttomarge in Relation zur Betriebsleistung verbesserte sich von 42,4% auf 44,0%. Der Anstieg des Personalaufwands fiel moderat aus, die Sachkostenquote erhöhte sich von 15,8% auf 16,6%. Die Erträge aus Joint Ventures entwickelten sich auf gutem Niveau weiterhin stabil.

Auf dieser Basis konnte die Behrens-Gruppe ihr operatives Ergebnis deutlich gegenüber dem Vorjahr verbessern. Das Ergebnis vor Zinsen (EBIT) erhöhte sich um 7,2% auf 6,6 Mio. EUR (Vj. 6,2 Mio. EUR), entsprechend einer EBIT-Marge von 6,0%, die damit das obere Ende der geplanten Bandbreite (5,0% bis 6,0%) erreichte. Das Finanzergebnis lag aufgrund der hohen Zinsbelastung aus den Refinanzierungsmaßnahmen mit -4,1 Mio. EUR unter dem Vorjahr (-3,5 Mio. EUR). Daraus ergibt sich ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) von 2,6 Mio. EUR, das knapp unter dem Vorjahresergebnis von 2,7 Mio. EUR liegt und der Planung entspricht. Auch der Konzernjahresüberschuss hat mit knapp 1,9 Mio. EUR trotz des verringerten Finanzergebnis das Vorjahresniveau erreicht (Vj. 1,9 Mio. EUR). Auf dieser Basis beträgt der Gewinn je Aktie 0,66 EUR (Vj. 0,69 EUR).

Das Eigenkapital des Behrens Konzerns erhöhte sich von 18,4 Mio. EUR im Vorjahr auf rund 20,2 Mio. EUR in 2016; damit verbesserte sich die Eigenkapitalquote zum 31.12.2016 auf 23,2% (Vj. 22,6%).

Im laufenden Jahr 2017 geht der Vorstand von einer positiven Geschäftsentwicklung und einem weiteren Umsatzwachstum in einem Korridor von 1,5 bis 3,5% aus. Wachstumseffekte werden unter anderem aus dem unlängst realisierten Markenrelaunch von KMR, der weiteren Erschließung des skandinavischen Marktes sowie der Produktreihe "Packaging Systems" erwartet. Darüber hinaus werden die Logistikprozesse des Konzerns weiter optimiert. Die Behrens-Gruppe rechnet auch in 2017 mit einer EBIT-Marge zwischen 5,0% und 6,0%. Die positive Geschäftsentwicklung zu Beginn des Jahres 2017 stützt diese Prognose.

Im laufenden Berichtsjahr hat die Behrens-Gruppe zudem eine neue Finanzierung im Rahmen einer Mietkaufstruktur für die Betriebsimmobilie in Ahrensburg erfolgreich abgeschlossen. Die neue, langfristige Finanzierung wird den Anfang März 2016 mit dem Patrimonium Middle Market Debt Fund geschlossenen Kredit vorzeitig zum 30. Juni 2017 ablösen. Dadurch werden die Fremdkapitalkosten der Gruppe deutlich und langfristig reduziert.

http://www.fixed-income.org/  

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

28/04/17
Continental AG: Umsatz wächst im ersten Quartal um 11,7% auf 11 Mrd. Euro

Das Technologieunternehmen Continental hat einen erfolgreichen Start in das neue Geschäftsjahr bekanntgegeben. Der Umsatz des internationalen Automobilzulieferers, Reifenherstellers und Industriepartners konnte im ersten Quartal 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11,7 Prozent auf 11 Milliarden Euro deutlich zulegen. Das um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigte organische Wachstum belief sich auf 9,5 Prozent, wozu das Geschäft der Automotive Group überproportional beitrug. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) belief sich auf rund 1,2 Milliarden Euro, die bereinigte EBIT-Marge lag bei 10,7 Prozent.

"Continental ist in einem unbeständigen Umfeld ein sehr guter Start in das neue Geschäftsjahr gelungen. Trotz gestiegener Rohstoffkosten deutet alles darauf hin, dass wir unsere selbstgesteckten, anspruchsvollen Ziele 2017 sicher erreichen können", sagte der Continental-Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart bei der Vorlage von Eckdaten der ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres anlässlich der Hauptversammlung am heutigen Tage in Hannover.

Continental legt die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2017 am 9. Mai vor.

Continental entwickelt wegweisende Technologien und Dienste für die nachhaltige und vernetzte Mobilität der Menschen und ihrer Güter. Das 1871 gegründete Technologieunternehmen bietet sichere, effiziente, intelligente und erschwingliche Lösungen für Fahrzeuge, Maschinen, Verkehr und Transport. Continental erzielte 2016 einen Umsatz von 40,5 Milliarden Euro und beschäftigt aktuell mehr als 227.000 Mitarbeiter in 56 Ländern.

http://www.fixed-income.org/   (Foto: © Continental AG)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

27/04/17
Fidelity Marktkommentar: Zehn Jahre nach der Kreditkrise scheint die Blase zurück, aktuelle Situation an den Märkten zeigt Parallelen zur Zeit vor der Finanzkrise

„Vor fast zehn Jahren nahm die weltweite Kreditkrise ihren Anfang. Vergleicht man die heutige Situation an den Märkten mit der Lage von damals, gibt es viele Parallelen. 2006 war ein von weltweiter Zinsstraffung geprägtes Jahr. Schon 2004 hatte die US-Notenbank als Reaktion auf das solide Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und eine leicht beschleunigte Inflation damit begonnen, die Zinsen zu straffen. Weltweit wuchs das BIP mit einer Rate von im Schnitt 5 Prozent pro Jahr, gemessen in den drei Jahren bis Ende 2006.

Nicht nur an den Anleihe- auch an den Aktienmärkten war die Volatilität so niedrig wie selten, was auch für die Risikoaufschläge (Spreads) von Unternehmensanleihen galt. Aktien tendierten fest. Hochzinsanleihen waren mit einem Ertrag von rund 10 Prozent wenig überraschend die festverzinsliche Anlageklasse mit der besten Wertentwicklung – ungeachtet unübersehbarer Anzeichen einer Verschlechterung ihrer Kreditqualität und Sorgen über hohe Aktienrückkäufe und Event-Risiken.

Wo lauern diesmal die Gefahren?

Erstens ist das weltweite BIP-Wachstum mit rund 3 Prozent deutlich niedriger. Darüber hinaus, und das scheint noch wichtiger zu sein, setzt das Nominalwachstum seinen Abwärtstrend fort und bewegt sich auf den tiefsten Stand seit den 1930er Jahren zu – all den Billionen an quantitativen Lockerungsmaßnahmen und den ultraniedrigen Zinsen zum Trotz.

Zweitens haben sich die strukturellen Faktoren verstärkt, die damals die Kreditklemme nach sich zogen: allen voran die im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt weltweit hohe Verschuldung, die Alterung der Bevölkerung und die Vermögensungleichheit. Tatsächlich hat das Verhältnis von Verschuldung zu BIP weltweit wieder den hohen Stand von 2006 erklommen. Damit ist die Schuldenblase zurück. Lediglich ihre Zusammensetzung ist anders als vor der großen Finanzkrise.

Drittens sind zwar die realisierte wie implizite Volatilität derzeit extrem niedrig. Im Gegensatz zu 2006/07 haben wir es gegenwärtig aber mit weltweit hohen wirtschaftspolitischen Unsicherheiten zu tun, mit denen die erhebliche Gefahr politischer Fehlentscheidungen einhergeht.

So könnte der Optimismus rund um die von Trump geschürte Reflation fehl am Platz sein, denn inzwischen ziehen bereits die Kreditkonditionen und auch die Zinsen, Hypothekenzinsen eingeschlossen, in den USA wieder an. Zugleich legt der Dollar zu, und die quantitativen Lockerungsprogramme werden gedrosselt.

Zweifellos nehmen die systemischen Risiken wieder zu, und zumindest an den Staatsanleihemärkten scheinen Anleger die Wachstumsrisiken wahrzunehmen. Das jedenfalls lassen die auf der Stelle tretenden bzw. seit Jahresbeginn fallenden und nach wie vor extrem niedrigen Renditen vermuten.

Bei unseren strategischen und flexiblen Rentenfonds steht Sicherheit an erster Stelle. Deshalb haben wir das Engagement in Hochzinsanleihen reduziert und konzentrieren uns auf Investment-Grade-Anleihen. Dem haben wir ein Engagement in Staatsanleihen, inflationsgeschützte Anleihen und Schwellenländeranleihen beigemischt.

Anleger sollten die Risiken an den Märkten zur Kenntnis zu nehmen und ihre Portfolios breiter aufzustellen, statt ausschließlich auf die Rendite zu schauen. Auch wenn es noch eine Weile dauern könnte, bis die Blase platzt, ist Vorsicht immer noch besser als Nachsicht.“

http://www.fixed-income.org/   (Foto: Ian Spreadbury © Fidelity International)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

27/04/17
Skandinaviens High-Yield-Märkte profitieren von steigenden Zinsen

Durch die Dominanz von Floating Rate Notes sind Investoren auf den skandinavischen High-Yield-Märkten vor steigenden Zinsen gut geschützt. Die Renditen solcher Anleihen passen sich typischerweise dem Zinsniveau auf den Geldmärkten an und sollten von steigenden Zinsen sogar profitieren. Innerhalb des von Norwegen und Schweden dominierten 35-Milliarden-Euro-Marktes bleiben Offshore- und Öldienstleister die spannendsten Sektoren. Steigt im Zuge der anstehenden Wahlen die Angst vor einem Zerfall Europas, dürfte die Region wieder als sicherer Hafen gefragt sein.

Wie erwartet hat die US-Notenbank FED wegen der gestiegenen Inflationserwartungen wieder an der Zinsschraube gedreht. Vergleicht man die FED Futures von heute mit denen vor einem Jahr, so geht der Markt 2017 von mindestens zwei, wenn nicht drei weiteren Zinsschritten aus.

Die Risiken sind groß, mit langlaufenden Anleihen und hoher Duration Kursverluste zu verzeichnen. „Wegen der gestiegenen Inflationserwartungen und der anstehenden Zinsanhebungen erscheinen insbesondere die deutlich kürzer laufenden Obligationen aus den High-Yield-Märkten interessant“, sagt Hagen-Holger Apel, Diplom-Volkswirt bei DNB Asset Management in Luxemburg.

Besonders gut gegen negative Auswirkungen steigender Zinsen sind Besitzer von Floating Rate Notes geschützt. „Hat ein Unternehmen Floating Rate Notes emittiert, haben steigende Zinsen für Investoren kaum Auswirkungen. Im Gegenteil, sie könnten sich sogar positiv auf die Erträge auswirken“, sagt Svein Aage Aanes, Head of Fixed Income bei DNB. Floating Rate Notes passen ihre Yields an das aktuelle Zinsniveau auf den Geldmärkten an. Besonders groß ist der Anteil an Floating Rate Notes in den High-Yield-Märkten und innerhalb dieser in Skandinavien. 

Zwei Drittel des Marktvolumens
Auf den skandinavischen Märkten werden größtenteils Floating Rate Notes emittiert. Sie machen inzwischen mehr als zwei Drittel des Marktvolumens aus. „Im regulierten skandinavischen High-Yield-Markt können Investoren möglichen Zinsanhebungszyklen relativ sorgenfrei entgegensehen. Das macht den Markt insbesondere in der aktuellen Lage sehr interessant, da viele Investoren ihre Inflations- und Zinserwartungen nach oben anpassen“, sagt Apel.

Der skandinavische High-Yield-Markt ist ein 35 Mrd. EUR großer Markt, der sich größtenteils aus norwegischen und schwedischen Bonds zusammensetzt. Finnland und Dänemark stellen aktuell einen geringeren Anteil an den Bondemissionen. Während der norwegische Markt immer noch einen relativ hohen Anteil von Unternehmen aus dem Energiesektor (Offshore- und Öldienstleister) aufweist, finden sich im schwedischen High-Yield-Bondmarkt vor allem Emittenten aus dem Immobilien- und Industriesektor. Zusätzlich werden insgesamt noch viele andere Sektoren abgedeckt, so zum Beispiel Reedereien, Nahrungsmittelproduzenten oder Telekom- und Medienunternehmen.

Ölindustrie investiert wieder
Der Ölpreisverfall bis in den Februar 2016 auf Tiefstkurse um 25 US-Dollar hat dem skandinavischen High-Yield-Markt zugesetzt. Viele Bonds aus dem Energiesektor sind dadurch stark unter Druck geraten, der Markt hatte einige Umstrukturierungen und Ausfälle zu bewältigen. „Nach massiven Capex-Reduktionen der Ölproduzenten sehen wir nun nicht nur den Tiefpunkt erreicht, im Gegenteil, in den kommenden 6-12 Monaten wird sich das Bild drehen, denn die Ölproduzenten erhöhen bereits jetzt wieder ihre Investitionen“, sagt Svein Aage Aanes. Davon profitieren die Offshore- und Ölservice-Dienstleister am meisten, wir sehen hier seit einigen Wochen zurückgehende Spreads. „Diese Sektoren halten wir aktuell für besonders spannend“, sagt Apel. Die Aufwärtsbewegung ist unserer Meinung nach noch nicht vorbei, Investoren können noch profitieren. Wir gehen von stabilen und weiterhin steigenden Preisen für das Rohöl aus, sodass zumindest von dieser Seite kein Störfeuer zu erwarten sein sollte.

Krone unterstützt Potenzial
Eine zusätzliche Renditechance könnte für Investoren die norwegische Krone sein. Diese korreliert recht gut mit dem Preis für Rohöl. Da DNB zum einen von weiter anziehenden Rohölnotierungen ausgeht und Norwegen sich zum anderen in einer robusten konjunkturellen Situation befindet, wurde das Kursziel für die norwegische Krone gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung auf Sicht von 12 Monaten auf 8.50 angepasst. Vom aktuellen Niveau ausgehend ist das ein Aufwertungspotenzial von gut 5%.

„Nach der Finanzkrise 2008/2009 haben viele Investoren Sicherheit in Skandinavien gesucht und gefunden. Möglicherweise wiederholt sich dieses Szenario“, sagt Svein Aage Aanes. Die Ergebnisse der anstehenden Wahlen in verschiedenen europäischen Ländern könnten die weiterhin existierenden Probleme der EU erneut ins Rampenlicht rücken. Nach wie vor ist die europäische Schuldenkrise nicht gelöst und nationale Tendenzen bedrohen das Einheitsprojekt.

So lange es nicht zu einer Rezession oder sonstigen Verwerfungen kommt, ist die Suche nach Anlagemöglichkeiten im skandinavischen Raum eher ein Kurstreiber. Apel: „Die Chancen dafür sind jedenfalls gegeben.“

Euphorie nach Trump
Auf den Wahlsieg von Donald Trump haben die Märkte euphorisch reagiert. „Ich halte diese starke Aufwärtsbewegung für etwas überzogen“, sagt Apel. Allerdings zeichne sich ab, dass Trump sehr konkrete Absichten hat und am Wachstum der US-Wirtschaft interessiert ist. Apel: „Das bedeutet grundsätzlich vorerst nichts Negatives für die Märkte, aber wir werden mittelfristig sehen, wie sich die Dinge entwickeln.“  

Über DNB
DNB Asset Management S.A. ist ein führender skandinavischer Vermögensverwalter, der Produkte innerhalb der nordischen Anlageklassen und in ausgewählten Themenbereichen anbietet. Er gehört zu 100% der an der Osloer Börse notierten DNB Holding ASA, die zu den erfolgreichsten Finanzdienstleistern Skandinaviens zählt.

DNB Scandinavia Inst A EUR (LU1047850182) sowie DNB SICAV High Yield Inst A NOK (LU1303786500) sind in Luxemburg registrierte Investmentfonds mit einer Vertriebszulassung für verschiedene europäische Länder. 

http://www.fixed-income.org/   (Foto: Svein Aage Aanes © DNB)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

26/04/17
Brussels Airport emittiert 7-jährige Anleihe im Volumen von 300 Mio. Euro; Guidance: Mid Swap +85 bp

Die Brussels Airport Company emittiert eine 7-jährige Anleihe im Volumen von 300 Mio. Euro. Erwartet wird ein Spread von ca. 85 Basispunkten gegenüber Mid Swap, was einer Rendite von ca. 1,3%-1,4% entsprechen würde. Die Transaktion wird von BNP Paribas, Credit Agricole CIB, ING und RBC begleitet. Die Anleihe hat eine Stückelung von 100.000 Euro.

Eckdaten des neuen Brussels Airport-Anleihe:

Emittent:  Brussels Airport Company SA/NV
Format:  Corporate Bond
Rating:  Baa1 durch Moody´s, BBB durch Fitch
Laufzeit:  03.05.2024
Settlement:  03.05.2017
Volumen:  300 Mio. Euro
Kupon:  Fix, jährlich zahlbar
Guidance:  Mid Swap plus ca. 85 Basispunkte (ca. 1,3%-1,4%)
Stückelung:  100.000 Euro
Listing:  Luxemburg
Angew. Recht:  Englisches Recht
Bookrunner:  BNP Paribas, Credit Agricole CIB, ING und RBC

http://www.fixed-income.org/   

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

26/04/17
Kommentar von Franck Dixmier, Global Head of Fixed Income bei AllianzGI, im Vorfeld der EZB-Sitzung am 27. April 2017

"Die Kerninflation ist per März auf Jahressicht von 0,9% auf 0,7% zurückgegangen. Die schwache Inflationsentwicklung dürfte die EZB auf ihrer geldpolitischen Sitzung in dieser Woche als Argument heranziehen, um die Fortführung des Wertpapierkaufprogramms bis Jahresende zu rechtfertigen und die Forward Guidance unverändert zu lassen.

Mario Draghi dürfte ins gleiche Horn stoßen wie die Mitglieder des EZB-Direktoriums in den letzten Wochen und betonen, dass der Preisauftrieb in der Eurozone nicht nachhaltig ist. Außerdem liegt sie noch weit entfernt von der mittelfristigen Zielmarke von 2%. Dass die Lohn- und Gehaltsentwicklung (mit +1,6 % auf Jahressicht im 4. Quartal 2016) moderat ausgefallen ist, dürfte ein wichtiger Baustein der Analyse darstellen.

Vor diesem Hintergrund dürfte es die EZB als verfrüht ansehen, über den Ausstieg aus dem QE-Programm zu räsonieren, zumal jegliche Anspielung auf ein potenzielles Tapering die Finanzierungsmöglichkeiten durch höhere Zinssätze verknappen würde, was ihrem Ziel entgegen stünde.

Hingegen dürfte sich im April – dem ersten Monat der von 80 auf 60 Mrd. Euro reduzierten Anleihekäufe – die Frage nach deren Zusammensetzung stellen. Auf Basis der bislang verfügbaren Daten Anfang April konnten Marktteilnehmer leicht überrascht beobachten, dass das recht hohe Volumen bei Ankäufen von Unternehmensanleihen beibehalten wurde; die Ankäufe wurden also in erster Linie bei Staatsanleihen verringert. Es ist durchaus möglich, dass die EZB dem Beispiel der Bank of England folgend mit dieser Politik die sehr günstigen Refinanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen in der Eurozone beibehalten möchte."

http://www.fixed-income.org/   (Foto: Franck Dixmier © Allianz Global Investors)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

26/04/17
Muzinich & Co. ernennt Markus Taubert zum neuen Country Head Germany & Austria

Der auf Unternehmensanleihen und -kredite spezialisierte institutionelle Asset Manager Muzinich & Co. gibt die Einstellung von Markus Taubert bekannt, der ab Juli 2017 die Rolle des Country Head für Deutschland und Österreich übernehmen wird.

Markus Taubert kommt von Blackrock, wo er zuletzt das institutionelle Geschäft für die Länder Deutschland und Österreich verantwortete. Zuvor war Taubert unter anderem bei der Berenberg Bank in Hamburg als CIO und Head of Private Banking tätig. Frühere berufliche Stationen waren zudem die Pensionskasse der Wacker Chemie und der damalige Vermögensverwalter Wilhelm von Finck in München.

Taubert folgt damit auf Martina Schliemann, die in ihrer Tätigkeit als Country Head Germany & Austria bei Muzinich 2016 eine wesentliche Rolle beim Geschäftsumzug von Köln nach Frankfurt gespielt hat. Muzinich bedankt sich bei Martina Schliemann sehr für die geleistete Arbeit und Unterstützung.

Über Muzinich & Co.
Muzinich & Co. wurde 1988 in New York von George Muzinich als unabhängiger Asset Manager für Corporate Credit gegründet. Der aktive Asset Manager für Unternehmensanleihen und -kredite greift auf über 25 Jahre Erfahrung im Management von High Yield Anleihen zurück. Neben Absolute Return Strategien umfasst das Produktspektrum von Muzinich & Co. – basierend auf einem Teamansatz und umsichtiger Risikokontrolle – Long High Yield-, Cross Over- und Short Duration-Strategien mit Ausrichtung auf die USA, Europa und die Emerging Markets in öffentlich-gehandelten Instrumenten. Darüber hinaus bietet Muzinich & Co. Anlagen in Syndicated Loans sowie Private Debt-Instrumenten an.

Beim Investmentansatz von Muzinich & Co. steht eine sorgfältige Bottom-Up Analyse aller potentiellen Unternehmen und Anlagen durch das Investment-Team im Mittelpunkt. Dieses Investment-Team setzt sich aus Portfoliomanagern, Analysten, Risikospezialisten und Händlern zusammen. Muzinich verfügt über eine fundierte und anerkannte Expertise für Unternehmensanalysen und im Portfoliomanagement. Muzinich & Co. legt besonderen Wert auf Transparenz bei allen Anlageentscheidungen sowie eine umsichtige Risikokontrolle. Kapitalerhalt hat immer die höchste Priorität.

Weltweit verwaltet der institutionelle Asset Manager in verschiedenen Investmentvehikeln, u.a. in zehn UCITS-Fonds, ein Kundenvermögen von 30 Milliarden US-Dollar (per April 2016). Muzinich beschäftigt in New York, London, Paris, Frankfurt, Zürich, Mailand, Madrid und Manchester insgesamt 143 Mitarbeiter, davon 64 im Investment-Team.

http://www.fixed-income.org/   

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

25/04/17
PORR: Produktionsleistung steigt 2016 um 11,4% auf 3.925 Mio. Euro

Die PORR hat ihren erfolgreichen Weg 2016 fortgesetzt und erzielte trotz schwieriger Rahmenbedingungen neuerlich Höchststände bei Leistung, Ergebnis und Auftragsbestand. Die Produktionsleistung lag mit 3.925 Mio. Euro um 11,4% über dem Vorjahreswert – mehr als 87% entfielen auf die Heimmärkte Österreich, Deutschland, Schweiz, Polen und Tschechien. Mit Abstand wichtigster Markt blieb Österreich, in dem die PORR mehr als die Hälfte der gesamten Produktionsleistung erwirtschaftete. Eine deutliche Steigerung erzielte der deutsche Markt. Hier konnte sich die PORR in den vergangenen Jahren als verlässlicher Partner der deutschen Industrie etablieren.

„Seit 2011 setzen wir konsequent auf unsere Strategie des „Intelligenten Wachstums“, mit der wir höchst erfolgreich
sind. So punkten wir in unseren Heimmärkten als führender Baukonzern und konnten 2016 das beste Ergebnis unserer Geschichte einfahren“, erläutert Karl-Heinz Strauss, CEO der PORR AG. „In den Projektmärkten sind wir begehrte Partner mit unseren Spezialkompetenzen in der Infrastruktur. Zusätzlich prüfen wir laufend das Potenzial attraktiver neuer Zielmärkte. Bei allen Aktivitäten bleiben wir unverändert unserem Grundsatz treu: ‚Ergebnis vor Leistung’.“

Hervorragende Auftragslage
Neben der Leistung erhöhte sich auch der Auftragspolster: Er liegt mit fast EUR 800 Mio. deutlich über einer
Jahresproduktion. Der Auftragsbestand stieg im Berichtsjahr um 4,9% auf und erreichte mit 4.804 Mio. Euro ein neues Rekordniveau. Der Auftragseingang lag mit 4.150 Mio. Euro um 2,6% über dem hohen Wert des Vorjahres. Zu den größten Auftragseingängen zählten der Autobahnabschnitt D4/R7, die Umfahrung Bratislava in der Slowakei, das Al Wakrah-Fußballstadion in Katar, das Bürogebäude Europaallee Zürich, Baufeld F, für die Schweizerischen Bundesbahnen und der erste Tunnelauftrag in Norwegen. Die PORR erhielt von Nordland Fylkeskommune/Statens vegvesen den Auftrag zum Bau eines 5,5 km langen Abschnitts der Landstraße 17 in der Provinz Nordland.

Ergebnis deutlich über Vorjahr
Im Einklang mit der Leistungsentwicklung stiegen auch die Ergebnisse deutlich. Das EBITDA erhöhte sich im Berichtsjahr um 12,9% auf 187,3 Mio. Euro, das EBIT lag mit 100,1 Mio. Euro sogar um 14,0% über dem Vergleichswert des Vorjahres. Dank Verbesserung der operativen Kostenstruktur gelang es, das Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 91,1 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr um 12,3% zu steigern. Der gegenüber dem Vorjahr anteilig leicht gestiegene Steueraufwand führte zu einer geringeren Steigerung des Konzernergebnisses um 9,5% auf 66,8 Mio. Euro. Die Bilanzsumme lag mit 2.360 Mio. Euro trotz Unternehmensakquisitionen und Umsatzausweitung nur um 2,5% über dem Vorjahreswert. Der Anstieg der Vermögenswerte wurde durch die Reduktion der liquiden Mittel kompensiert. Die Net-Cash-Position blieb mit 53,3 Mio. Euro wieder deutlich positiv.

Ausblick
Ein Thema, das die PORR 2017 noch intensiver als bisher beschäftigen wird, ist die fortschreitende Digitalisierung der
Bauwelt. Im Rahmen der „Roadmap 2020“ optimiert das Unternehmen nicht nur Prozesse, sondern setzt auch weitere wichtige Meilensteine in Richtung „papierloser Baustelle“ – wie die Digitalisierung der Wertschöpfungskette oder das Schaffen einer Basis für durchgängige digitale Prozesse. Die Zusammenschau aus hoher Wirtschaftlichkeit und sehr guter Auftragslage gepaart mit der sehr guten Ertragssituation im abgelaufenen Jahr und einer branchenweit überdurchschnittlichen Liquidität erlaubt es dem PORR Vorstand, für das laufende Geschäftsjahres 2017 von einer weiteren Leistungs- und Ergebnissteigerung auszugehen.

Details zur Geschäftsentwicklung in Deutschland
Deutschland ist der wichtigste Auslandsmarkt der PORR. Das Unternehmen bietet hier sein gesamtes Bauleistungsportfolio
an und weitet seine Aktivitäten laufend aus. Im Berichtsjahr 2016 erreichte die Produktionsleistung EUR 802 Mio. und damit eine Steigerung um 26,5% (2015: EUR 634 Mio.). Der Auftragsbestand lag mit EUR 1.350 Mio. um 4,3% über dem Vorjahreswert (EUR 1.294 Mio.). Derzeit wickelt die PORR neben den Infrastruktur-Großprojekten wie Stuttgart 21 oder dem Emscherkanal eine große Zahl an Hochbauprojekten ab – unter anderem die Bavaria Towers und das Produktions- und Hauptverwaltungsgebäude von Haribo. Weitere Aufträge im Berichtszeitraum waren der Zalando Campus in Berlin, das Hotel Muçon in München, das Büroprojekt La Tête in Düsseldorf und das Wohnprojekt Schlossquartier Kiel.

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Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

25/04/17
ADLER Real Estate: Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis 10:1 geplant

Vorstand und Aufsichtsrat der ADLER Real Estate AG haben heute gemeinsam beschlossen, der für den 7. Juni 2017 geplanten ordentlichen Hauptversammlung 2017 eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis 10:1 des bestehenden satzungsmäßigen Grundkapitals vorzuschlagen, mithin eine Erhöhung von EUR 47.702.374,00 um EUR 4.770.237,00 auf EUR 52.472.611,00. Diese Entscheidung von Vorstand und Aufsichtsrat erfolgt vor dem Hintergrund der positiven Unternehmensentwicklung der letzten Geschäftsjahre und angesichts der Tatsache, dass die Gesellschaft über eine hohe Kapitalrücklage verfügt. Die Ausgabe von Gratisaktien dient dazu, die Aktionäre am Erfolg der Gesellschaft mitpartizipieren zu lassen.

Die Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln im Verhältnis 10:1 beruht auf dem satzungsmäßigen Grundkapital der Gesellschaft im Zeitpunkt der Hauptversammlung, das die Ausgabe von Bezugsaktien im Hinblick auf die Ausübung von Wandlungsrechten aus den von der Gesellschaft begebenen Wandelschuldverschreibungen bis zum 31. Dezember 2016 berücksichtigt. Soweit in dem Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis zur Eintragung des Beschlusses über die Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln weitere Bezugsaktien aufgrund der Ausübung von Wandlungsrechten aus den von der Gesellschaft begebenen Wandelschuldverschreibungen entstehen und sich dadurch das Grundkapital der Gesellschaft erhöht, steht auch den Inhabern dieser Bezugsaktien ein Anspruch auf neue Aktien aus der Kapitalerhöhung entsprechend ihrem bisherigen Anteil am Grundkapital zu. Aufgrund des erhöhten Grundkapitals wird das Bezugsverhältnis dann allerdings nicht genau 10:1 betragen, sondern über 10 bestehende Aktien je neue Aktie liegen.

Die Zuteilung der neuen Aktien erfolgt mittels Depotgutschrift nach Eintragung des Hauptversammlungsbeschlusses im Handelsregister. Da sämtliche Aktien der Gesellschaft girosammelverwahrt werden, brauchen die Aktionäre hinsichtlich der Zuteilung der Gratisaktien nichts weiter zu veranlassen.

Sofern aufgrund des Verhältnisses der neuen Aktien auf den Aktienbestand der Aktionäre Teilbezugsrechte entfallen, werden diese Teilrechte nicht in bar ausgeglichen, sind aber übertragbar. Sie können daher ggf. mittels Weisung an die eigene Depotbank veräußert oder aufgestockt werden. Einen Handel der Teilrechte wird die Gesellschaft nicht vermitteln.

Die Einberufung der Hauptversammlung mit den Beschlussvorschlägen der Verwaltung wird in den nächsten Tagen im Bundesanzeiger veröffentlicht und auf der Homepage der Gesellschaft zugänglich sein.

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25/04/17
Hörmann Industries: Umsatz- und Ergebnisentwicklung deutlich über Plan

Die Hörmann Industries GmbH (vormals Hörmann Finance GmbH; WKN A2AAZG) hat ihre vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr bekannt gegeben. In 2016 erzielte die Unternehmensgruppe, in der die operativen Tochterunternehmen der Hörmann-Gruppe gebündelt sind, mit ca. 2.800 Mitarbeitern einen Konzern¬umsatz von 464,6 Mio. Euro (Vorjahr: 435,4 Mio. Euro) sowie ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 16,9 Mio. Euro (Vorjahr: 11,9 Mio. Euro). Nach Zinsen und Steuern wurde ein Konzerngewinn von rund 11 Mio. Euro (Vorjahr: 6,2 Mio. Euro) erreicht. Damit verzeichnete der mittelständische Mischkonzern eine deutlich höhere Umsatz- und Ergebnisentwicklung als prognostiziert. Gründe hierfür sind im Wesentlichen die anteiligen Umsatz- und Ergebnisbeiträge aus den Erstkonsolidierungen der Funkwerk AG und der VacuTec Messtechnik GmbH im vierten Quartal 2016 sowie ein höher als geplantes organisches Wachstum in den Geschäftsbereichen Automotive und Engineering.

Im Ergebnis sind zudem Sonderaufwendungen in Höhe von rund 4 Mio. Euro für die Anpassung der inländi-schen Personalkapazitäten an Automotive-Standorten durch Bildung von Rückstellungen enthalten, die aufgrund der geplanten Erhöhung des Automatisierungsgrades und der Internationalisierung erforderlich werden. Eine effizientere und flexiblere Produktion sowie höhere Wettbewerbsfähigkeit im Geschäftsbereich Automotive werden durch den Ausbau der Automatisierung an den inländischen Standorten und die Verlagerung von lohnintensiven Produkten in das neue Werk in der Slowakei angestrebt.

Die Bilanzsumme der Hörmann Industries GmbH erhöhte sich von rund 227 Mio. Euro auf rund 262 Mio. Euro zum 31. Dezember 2016, was im Wesentlichen aus den genannten Erstkonsolidierungen resultierte. Die Eigenkapitalaustattung verbesserte sich durch die positive Ertragsentwicklung sowie die Sachkapitalerhöhung im Berichtszeitraum von rund 76 Mio. Euro auf rund 98 Mio. Euro, was einer Eigenkapitalquote von rund 37 % (Vorjahr: rund 33 %) entspricht. Mit einem Nettofinanzmittelbestand von rund 69 Mio. Euro (Vorjahr: 78 Mio. Euro) verfügt die Hörmann Industries GmbH nach vorzeitiger Rückzahlung der 50 Mio. Euro-Anleihe 2013/2018 im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin über eine gute Liquiditätsausstattung.

Johann Schmid-Davis, CFO der Hörmann Industries GmbH: „Wir sind zufrieden mit unserer Geschäfts-entwicklung in 2016. Sowohl unsere Ertrags- und Finanzstärke als auch die guten konjunkturellen Rahmenbedingungen wollen wir auch im laufenden Jahr nutzen, um durch gezielte Investitionen und die systematische Erweiterung unserer internationalen Aktivitäten unsere technologische Position und Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen.“

Hörmann Industries bietet in den drei Geschäftsbereichen Automotive (Umsatzanteil: 74 %), Engineering (Umsatzanteil: 11 %) und Communication (Umsatzanteil: 15 %) eine facettenreiche Produktpalette in unterschiedlichen Sektoren an. Erst im vergangenen Jahr hat der Technologiespezialist sein industrielles Portfolio durch die mehrheitliche Einbringung der börsennotierten Funkwerk AG und der VacuTec Messtechnik GmbH ausgebaut. 

Für das laufende Geschäftsjahr 2017 erwartet die Geschäftsführung der Hörmann Industries GmbH einen Konzernumsatz von etwa 480 bis 490 Mio. Euro und ein operatives EBIT in der Größenordnung von rund 12 Mio. Euro. Die Ertragslage wird dabei maßgeblich von weiteren Investitionen und Sonderaufwendungen durch die Produktionsverlagerung und Neuausrichtung im Bereich Automotive beeinflusst.

Der finale Konzernabschluss der Hörmann Industries GmbH für das Geschäftsjahr 2016 wird am 31. Mai 2017 veröffentlicht.

Die Hörmann Industries GmbH (vormals Hörmann Finance GmbH) hat sich seit Begebung der börsennotierten Unternehmensanleihe in 2013 als verlässlicher Kapitalmarktpartner und solides Investment etabliert und schreibt mit der Refinanzierung der Anleihe in 2016 seine Erfolgsgeschichte am Kapitalmarkt fort. Im Geschäftsjahr 2015 erwirtschaftete der Technologiespezialist mit 2.283 Mitarbeitern in den drei Geschäftsbereichen „Automotive“, „Engineering“ und „Communication“ einen Konzernumsatz von rund 435 Mio. Euro, ein operatives Ergebnis (EBIT) von 11,9 Mio. Euro und einen Konzerngewinn nach Steuern von 6,2 Mio. Euro. Die Unternehmensgruppe beabsichtigt, in den nächsten Jahren ihre gute technologische Position durch permanente Investitionen weiter auszubauen und die internationalen Aktivitäten systematisch zu erweitern.

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Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

25/04/17
Deutsche Pfandbriefbank emittiert 3-jährigen Hypothekenpfandbrief, Guidance: Mid Swap +57 bp

Die Deutsche Pfandbriefbank emittiert einen 3-jährigen Hypothekenpfandbrief. Erwartet wird ein Spread von ca. 57 Basispunkten gegenüber Md Swap. Die Transaktion wird von BayernLB, Citi, Deutsche Bank, DZ Bank und Goldman Sachs begleitet. Die Anleihe hat eine Stückelung von 200.000 USD.

Eckdaten des neuen Hypothekenpfandbrief:

Emittent:  Deutsche Pfandbriefbank AG
Format:  Hypothekenpfandbrief
Rating:  erwartet: Aa1 durch Moody´s
Laufzeit:  04.05.2020
Settlement:  02.04.2017
Volumen:  USD Benchmark
Kupon:  Fix, jährlich zahlbar
Guidance:  Mid Swap plus ca. 57 Basispunkte
Stückelung:  200.000 USD
Listing:  München
ISIN:  DE000A2DASU8, Serie: 15265
Angew. Recht:  Deutesches Recht
Bookrunner:  von BayernLB, Citi, Deutsche Bank, DZ Bank und Goldman Sachs

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Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

25/04/17
Deutsche Rohstoff erhält 1,5 Mio. zusätzliche Almonty-Aktien und verlängert die Laufzeit einer Wandelschuldverschreibung

Die Deutsche Rohstoff und Almonty Industries haben sich darauf geeinigt, die bestehende Wandelschuldverschreibung zugunsten der Deutsche Rohstoff in Höhe von 6 Mio. CAD (rund 4,1 Mio. EUR) um 2 Jahre bis März 2019 zu verlängern. Die Schuldverschreibung war im September 2014 als Teil der Kaufpreiszahlung für die Wolfram Camp-Mine der Deutsche Rohstoff von Almonty begeben worden.

Gleichzeitig vereinbarten beide Unternehmen, dass die Deutsche Rohstoff die noch nicht gezahlten Zinsen in Form von Almonty-Aktien erhält. Es handelt sich um 0,42 Mio. CAD, die zu einem Aktienkurs von 0,35 CAD in 1.206.574 Almonty-Aktien gezahlt werden. Zusätzlich erhält die Deutsche Rohstoff 283.914 Almonty-Aktien durch Wandlung der ausstehenden Zinsen des bis 2019 laufenden Darlehens, das die Deutsche Rohstoff Almonty gewährt hat. Dieser Zahlung liegt ein Aktienkurs von 0,28 CAD zugrunde.

Almonty hatte am Freitag bekanntgegeben, dass Global Tungsten and Powders (GTP), der wesentliche Abnehmer der von Almonty produzierten Wolfram-Konzentrate, ein Darlehen über 9,4 Mio. CAD inkl. ausstehender Zinsen in 27,56 Mio. Almonty Aktien wandelt, was einem Anteil von 19,9% an der Gesellschaft entspricht. Der Anteil der Deutsche Rohstoff AG an Almonty beläuft sich nach Wandlung des Darlehens von GTP und der eigenen Zinsen jetzt auf 10,3% (vorher 11,9%).

http://www.fixed-income.org/   (Foto: © Deutsche Rohstoff AG)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

25/04/17
Continental: Starker Auftragseingang und steigende Profitabilität, Powertrain-Ziele 2019 weitgehend bestätigt, Umsatzanstieg auf 10 Mrd. Euro für 2019 im Blick

Continental ist startklar: Das Technologieunternehmen geht den in den nächsten 15 Jahren anstehenden, größten Wandel in der Geschichte der Antriebstechnologien für Fahrzeuge kraftvoll und voller Zuversicht an. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei parallele Bestrebungen: zum einen die volle Wertschöpfung aus dem wachsenden Bedarf an höchsteffizienten und emissionsarmen Technologien für Verbrennungsmotoren. Zum anderen das Nutzen der neuen Wachstumsaussichten für umweltfreundliche, elektrifizierte und vollelektrische Antriebssysteme. Allein für ihr Geschäft mit Elektroantrieben wird Continental daher bis 2021 zusätzlich 300 Millionen Euro aufwenden. Dieser Schritt und weitere Pläne sind Bestandteile der neuen, weltweiten "Powertrain-Strategie 2020+".

"Wir setzen unsere neue Strategie umgehend stufenweise um. Dabei werden wir uns an den Anforderungen und Strategien unserer Kunden orientieren. Wir müssen dabei mit deren allmählich nachlassenden Nachfrage nach Neuentwicklungen von mechanischen und hydraulischen Komponenten rechnen. Daher werden wir analog dazu unsere Investitionen in diese Technologien ebenfalls schrittweise verringern. Sehr gute, neue Wachstumschancen erwarten wir dagegen aufgrund strengerer Emissionsvorgaben für unsere innovativen Systeme bestehend aus Elektronik, Sensorik und Software", sagte José A. Avila, Vorstandsmitglied und Leiter der Division Powertrain.

Er fügte hinzu: "Das Geschäft mit Elektroantrieben werden wir konsequent auf Wachstum ausrichten. Dafür haben wir bereits in den vergangenen fünf Jahren insgesamt
1 Milliarde Euro investiert. In unserem Geschäftsbereich Hybrid Electric Vehicle (HEV) verzeichnen wir bereits deutlich steigende Auftragseingänge. Bis 2020/2021 rechnen wir mit einem steigenden Umsatz von heute 130 Millionen Euro auf bis zu 1 Milliarde Euro. Und das ist nicht alles: Ein zusätzliches Umsatzpotential in Höhe von 2 Milliarden Euro wollen wir bis 2025 erschließen. Dafür wenden wir insbesondere für Forschung und Entwicklung 300 Millionen Euro mehr auf als in unserer bisherigen Planung bis 2021 vorgesehen war."

Mit der Vorlage der neuen Strategie ist die im Herbst 2016 von Continental angekündigte Überprüfung der künftigen Ausrichtung des Antriebsgeschäfts (Division Powertrain) abgeschlossen. "Das klare Ergebnis lautet: Wir haben in den zurückliegenden Jahren große Fortschritte erzielt und sind für die kommenden Anforderungen an die automobilen Antriebssysteme bestens aufgestellt. Unser Timing stimmt. Denn mit unserer neuen Strategie sind wir jetzt noch besser in der Lage, aus einer Position der Stärke heraus und mit größtmöglicher Flexibilität den anstehenden, sehr anspruchsvollen Wandel erfolgreich und ganz vorne mitzugestalten", sagte der Vorstandsvorsitzende von Continental, Dr. Elmar Degenhart.

"Der Verbrennungsmotor hat seinen Zenit erst noch vor sich"
"Die Autos der Zukunft werden elektrisch fahren. Dazu voll vernetzt und automatisiert. Wir rechnen 2025 mit einem Marktanteil für rein elektrische Antriebe in Höhe von etwa 10 Prozent. Für Hybridantriebe wird er voraussichtlich nahezu 30 Prozent betragen. Der Verbrennungsantrieb hat seinen Zenit also tatsächlich erst noch vor sich. Erst nach 2025 erwarten wir seinen langsamen Volumenrückgang. Bis dahin können wir ihn noch viel effizienter machen. Zum Beispiel mit Systemen der Abgasnachbehandlung oder unserem ,Volkshybrid‘ für breite Fahrzeugsegmente. Unser 48-Volt-System macht den Verbrennungsmotor leiser und die Luft sauberer. Hierfür sind wir Wegbereiter: Wir haben dieses System als erste in Serie auf den Markt gebracht und werden damit schnell und profitabel wachsen", sagte Degenhart.

Der Automobilzulieferer Continental rechnet somit in der kommenden Dekade weiterhin mit großem Wachstumspotenzial für Technologien, die den Kraftstoffverbrauch von Fahrzeugen senken. Nur damit ließen sich die weltweit zunehmend strengeren Abgasnormen und Emissionsvorgaben weiterhin erfüllen.

In konventionellen Antrieben wird daher der Anteil an Elektronik, Sensorik und Software weiter zunehmen. Aus diesem Grund rechnet Continental mit einem weiterhin wachstumsgetriebenem Übergang vom Geschäft mit Technologien für Verbrennungsantriebe zu dem mit Hybrid- und Elektrofahrzeugen.

Die erwarteten Umsatzzuwächse mit Technologien für elektrische Antriebe sollen die nach 2025 voraussichtlich sinkenden Umsätze aus Geschäften mit Produkten und Systemen für Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb mehr als ausgleichen. "Von den aktuellen Rückgängen im Dieselmarkt sind wir in Summe nur in sehr geringem Maße betroffen. Denn der Anteil des Pkw-Dieselgeschäfts am Konzernumsatz liegt heute unter 2 Prozent", sagte Avila.

Starker Auftragseingang und steigende Profitabilität in der Division Powertrain
Insgesamt lag der Auftragseingang in der Division Powertrain 2016 bei 11,5 Milliarden Euro. Für 2017 rechnet das Unternehmen mit weiteren Zuwächsen. "Besonders zahlreiche Aufträge erhalten wir für Elektronikkomponenten in konventionellen Antrieben und für unsere Produkte und Systeme in Hybrid- und Elektrofahrzeugen. Im vergangenen Jahr überstieg allein deren Wert 1,2 Milliarden Euro und lag damit 17 Prozent über dem im Jahr 2015", so Avila.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Technologieunternehmen in seiner Division Powertrain mit einem Umsatz von rund 8 Milliarden Euro. Das prognostizierte Umsatzplus von rund 9 Prozent liegt damit deutlich über dem erwarteten Marktwachstum, denn die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen wird voraussichtlich nur um 1 Prozent zunehmen. Für 2019 peilt die Division Powertrain weiterhin einen Umsatzzuwachs auf rund 10 Milliarden Euro an. Die Profitabilität (d.h. die bereinigte EBIT-Marge) der Division soll in 2017 9 Prozent erreichen; in den kommenden Geschäftsjahren dann jeweils etwa 10 Prozent. Nicht eingerechnet ist hierbei jeweils das Geschäft mit Hybrid- und Elektroantrieben.

Continental entwickelt intelligente Technologien für die Mobilität der Menschen und ihrer Güter. Als zuverlässiger Partner bietet der internationale Automobilzulieferer, Reifenhersteller und Industriepartner nachhaltige, sichere, komfortable, individuelle und erschwingliche Lösungen. Der Konzern erzielte 2016 mit seinen fünf Divisionen Chassis & Safety, Interior, Powertrain, Reifen und ContiTech einen Umsatz von 40,5 Milliarden Euro und beschäftigt aktuell mehr als 220.000 Mitarbeiter in 56 Ländern.

http://www.fixed-income.org/   (Foto: © Continental AG)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

25/04/17
ALNO: Jahres- und Konzernabschluss für 2016 soll am 28.04. veröffentlicht werden, hohe Fälligkeiten Mitte 2017, Anleihezinsen sind am 14.05. fällig

Die ALNO AG hat im Mai 2013 eine Unternehmensanleihe mit fünfjähriger Laufzeit im Volumen von 45 Mio. Euro (ISIN DE000A1R1BR4) emittiert. Der Kupon beträgt 8,50%. Die Anleihe wird am 14.05.2018 fällig, die Zinsen sind jährlich (nachträglich) jeweils am 14.05. zu zahlen. Somit sind am 14.05.2017 über 3,8 Mio. Euro an Zinsen fällig. Zum 30.06.2016 verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von 2,736 Mio. Euro.

Die Rückführung eines Darlehens der Bauknecht Hausgeräte GmbH, Stuttgart, in Höhe von insgesamt 30 Mio. Euro vom 11.04.2013 wurde am 15.03.2016 neu geregelt. Die Tilgung erfolgt, laut Halbjahresbericht 2016, in zwei Schritten: 1,5 Mio. Euro zum 30.09.2016 und 28,5 Mio. Euro zum 31.07.2017.

Das Darlehen der Bauknecht Hausgeräte GmbH, Stuttgart, in Höhe von 5 Mio. Euro vom 18.01.2015 wurde ebenfalls am 15.03.216 bis zum 31.07.2017 verlängert.

Für die Darlehen, die am ALNO-Konzern von der Comco Holding AG, Nidau, Schweiz, in Höhe von insgesamt 8,1 Mio. Euro gewährt wurden, wurde am 15.03.2016 die Verlängerung bis zum 31.07.2017 schriftlich fixiert.

Im ersten Halbjahr 2016 konnte der ALNO-Konzern seinen Umsatz gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 um 6,6% (auf 243.4 Mio. Euro steigern. Das bereinigte EBITDA fiel im ersten Halbjahr 2016 mit -13,5 Mio. Euro zwar um 5,2 Mio. Euro geringer aus als im ersten Halbjahr des Vorjahres (2015: 20,8 Mio. Euro, bereinigt: -8,3 Mio. Euro), bleibt aber bei Berücksichtigung von Sonderaufwendungen etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Ins Gewicht fielen im ersten Halbjahr 2016 hier insbesondere der höhere Restrukturierungsaufwand, die Teilnahme an der alle zwei Jahre stattfindenden Messe EuroCucina in Mailand sowie die umsatzbedingt höheren Transport- und Montagekosten und Vertriebsprovisionen, die sich auf der Erlösseite erst im zweiten Halbjahr bemerkbar machen. Darüber hinaus fielen die Währungskurserträge geringen aus als im Vorjahr.

Am 28. April 2017 soll der Jahres- und Konzernabschluss für 2016 veröffentlicht werden.

http://www.restrukturierung-von-anleihen.com/   (Foto: © ALNO AG)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

24/04/17
Kommentar von Franck Dixmier, Global Head of Fixed Income bei AllianzGI, zum Ausgang der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen in Frankreich

"Aus der Sicht der Finanzmärkte hat die erste Runde der Präsidentschaftswahlen in Frankreich nicht zum worst case geführt. Die Aussicht auf ein gutes Abschneiden von Le Pen oder eine Stichwahl zwischen Le Pen und Mélenchon hatte in den letzten Wochen zu einer wachsenden Risikoaversion und damit – wenig überraschend – zu stärkerer Nachfrage nach Bunds zu Lasten aller anderen Anleihesegmente in der Eurozone geführt. Die positive Marktreaktion auf das schwache Abschneiden der anti-europäischen Kandidaten überrascht uns daher nicht, jedoch sollten wir uns fragen, wie lange der neuerliche Risikoappetit anhalten wird.

Die Umfragen, die eine Stichwahl Macron und Le Pen in der zweiten Runde ausgingen, deuten mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf einen Sieg für Macron hin, und dies ist das Szenario, dass die Märkte heute spielen. Die Aufrufe der Kandidaten der alten Regierungsparteien – Fillon und Hamon – in der zweiten Runde für Macron zu stimmen, stützen diese Hypothese.

In diesem Szenario verlagert sich das entscheidende Ereignis hin zu den Parlamentswahlen im Juni und der Frage, mit welcher Mehrheit der neue Präsident regieren könnte. Wenn Macron seine Tour de Force beendet hat, und möglicherweise zum jüngsten – noch vor einem gewissen Louis Napoleon Bonaparte – Präsidenten gewählt wird, ist es nicht sicher, ob die Dynamik ausreicht, ihm auch eine Mehrheit im Parlament zu verschaffen. Eine Kohabitation, in der die stärkste Fraktion im Parlament nicht den Präsidenten stützt und für jedes Vorhaben individuelle Mehrheiten organisiert werden müssten, ist nicht auszuschließen und würde mit Sicherheit den Elan bremsen, mit dem Macron das europäische Projekt voranbringen möchte.

Vom Ergebnis der Parlamentswahlen her könnten wir uns offensiver – oder defensiver – im Hinblick auf risikotragende Anlagesegmente positionieren. Wenn die Risikoprämie „Frankreich“ verschwindet dürften die Risikoaufschläge im ganzen Euroraum davon profitieren, und – abgesehen von weiterhin schwelenden geopolitischen Risiken – würde nichts mehr einer Korrektur der Überbewertung bei Bunds entgegenstehen."

http://www.fixed-income.org/   (Foto: Franck Dixmier © Allianz Global Investors)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

24/04/17
Standpunkt German Mittelstand – Ausgabe 45

Mittelstandsanleihen: Mittelstandsanleihen: Prolongierung und Kredit

Standpunkt German Mittelstand_Ausgabe 45 Mittelstandsanleihen: Prolongierung und Kredit

Mehr auf www.s-gmf.de

24/04/17
Leaseplan emittiert Anleihe mit variable Verzinsung und einer Laufzeit von 3,5 Jahren, Guidance: 3-Monats-Euribor +60 Basispunkte

Die Leaseplan Corporation N.V. emittiert Anleihe mit variable Verzinsung (Floating Rate Note/ Floater)und einer Laufzeit von 3,5 Jahren. Erwartet wird eine Verzinsung, die ca. 60 Basispunkte über dem 3-Monats-Euribor liegt. Die Anleihe soll ein Volumen von 500 Mio. Euro haben, die Stückelung beträgt 1.000 Euro bei einer Mindestorder von 100.000 Euro. Die Transaktion wird von BNP Paribas, Citi, Danske Bank und  Societe Generale CIB begleitet.

Eckdaten der neuen Leaseplan-Anleihe:

Emittent:  LeasePlan Corporation N.V.
Rating:  Baa1, BBB- bzw. BBB+ (alle stabil)
Laufzeit:  04.11.2020
Settlment:  04.05.2017
Volumen:  500 Mio. Euro
Kupon:  variabel (Floater)
Guidance:  3-Montas-Euribor +60 bp (ca. 0,3%)
Stückelung:  1.000 Euro, Mindestorder 100.000 Euro
Listing:  Euronext Amsterdam
Angew. Recht:  Niederländisches Recht
Bookrunner:  von BNP Paribas, Citi, Danske Bank und  Societe Generale CIB

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Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

24/04/17
Deutsche AM Standpunkt: Frankreich hat gewählt

Stefan Kreuzkamp, Chef-Anlagestratege der Deutschen Asset Management, zu den Präsidentschaftswahlen in Frankreich:

„Das Ergebnis des ersten Wahlgangs stärkt unsere Zuversicht, dass Frankreich ab dem Sommer erstmals von einem eher reformorientierten Präsidenten geführt werden wird. Auch wenn das unserem Hauptszenario entsprach, sind wir dennoch erleichtert, da sich diese Wahl deutlich von den vorigen unterscheidet und unberechenbarer ist. Doch nach diesem Ergebnis würde ich sagen: Vive la France, es lebe Europa. Und europäische Aktien. Diese haben wir nach dem gestrigen Ergebnis auf Übergewichten hochgestuft.“

„Vom makroökonomischen Umfeld und der Gewinndynamik europäischer Firmen waren wir schon länger überzeugt. Doch die politischen Unwägbarkeiten haben unseres Erachtens vor allem ausländische Investoren davon abgehalten, ihre Gelder verstärkt nach Europa umzuschichten. Nach der Wahl in den Niederlanden und Österreich und neben den rückläufigen Umfragewerten der AfD in Deutschland deutet nun auch der erste Wahlgang in Frankreich darauf hin, dass die Populisten 2017 deutlich an Schwung verlieren. Bei allen Herausforderungen, die uns bleiben, könnte Europa zum Jahresende deutlich stabiler als zu Jahresbeginn dastehen.“

„In Bezug auf Frankreich selbst hält sich unser Optimismus noch in Grenzen. Viel hängt jetzt vom Ausgang der Parlamentswahlen ab und inwieweit sie das Mandat von Macron stärken. Er kann sich bisher weder auf eine eigene Partei noch auf langjährige politische Erfahrung stützen. Insofern betreten wir auch hier neues Terrain.“

Mit 706 Mrd. Euro verwaltetem Vermögen (Stand 31. Dezember 2016) gehört die Deutsche Asset Management¹ zu der Gruppe der weltweit führenden Vermögensverwalter. Die Deutsche Asset Management bietet Privatanlegern und Institutionen eine breite Palette an traditionellen und alternativen Investmentlösungen über alle Anlageklassen.

http://www.fixed-income.org/    (Foto: Stefan Kreuzkamp © Deutsche Asset Management)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

24/04/17
Standpunkt German Mittelstand: Mittelstandsanleihen – Prolongierung und Kredit

Zwei Mittelstandsanleihe-Emittenten haben es in diesem Jahr schon vorgemacht. Einer möchte es nun erfolgreich nachmachen: Die Prolongation der fälligen Anleihe über eine anteilige Neuemission zusammen mit einem Kredit – möglichst in der Gesamtsumme höher als die bisherige Anleihe. Vielleicht ist hier ein neuer Trend zu erkennen? Der Reihe nach.

Golfino
Im Januar wurde ein Versuch gestartet 4 Millionen Euro für die April 2017 auslaufende Anleihe über 11 Mio. Euro bei einem Kupon über 7,25% vom Kapitalmarkt aufzunehmen. Hierfür wurden die Anleger mit einem Kupon von 8% gelockt sowie mit einem zusätzlich vertraglich zugesicherten Konsortialkredit über 18 Millionen Euro. Insgesamt also sogar ein Volumen von 22 Millionen Euro. Sehr häufig kommen Anleihe Prolongation zusammen mit besseren Unternehmenszahlen – fast schon einem Turnaround. So äußerte sich am 16. Dezember 2016 im Fachmagazin Bondguide der Vorstandsvorsitzende der Golfino AG Dr. Bernd Kirsten: „
Auch ohne Präsidentenwahl befinden wir uns in den USA auch im dritten Jahr nach dem Markteinstieg in der Erfolgsspur. Der Umsatz wuchs im Geschäftsjahr 2015/16 um 35%. Und im aktuellen Geschäftsjahr planen wir in der Golfbekleidung einen Zuwachs von 40%. Als europäischer Marktführer bedienen wir mittlerweile 230 Kunden des amerikanischen Golf-Einzelhandels. Zudem betreiben wir einen Flagship Store in Palm Beach, Florida.“ So überrascht es bei diesem Rückenwind nicht, dass die Anleihe Mitte Februar erfolgreich platziert worden ist.

Eterna
Im Oktober 2017 wäre die 55 Millionen Euro Anleihe (Kupon 8%) von Eterna fällig gestellt worden. Auch wählte die Unternehmensführung eine Kombination aus Neuemission (25 Millionen Euro; Kupon 7,75%) und Kredit (Schuldscheindarlehen über 33 Millionen Euro), um sich vorzeitig zu „befreien“. Insgesamt nahm man erfolgreich 58 Millionen Euro neu auf. Kurz vor der Prolongierung wurde folgende Erfolgsmeldung veröffentlicht: „
Derweil steigerte ETERNA seine Erlöse 2016 um über 4% auf 101,7 Mio. EUR und erzielte damit einen neuen Umsatzrekord. Wesentlicher Wachstumstreiber waren vor allem eigenkontrollierte Flächen, mit denen die Passauer erneut ein flächenbereinigtes Wachstum erzielten. Das EBITDA lag mit 11,2 Mio. EUR auf Vorjahresniveau (2015: 11,1 Mio. EUR). Das Konzernergebnis von -4,5 Mio. EUR (-5,5 Mio. EUR) ist primär durch die planmäßige, aber nicht liquiditätswirksame Abschreibung auf den Firmenwert in Höhe von 6,4 Mio. EUR geprägt. Bereinigt um die Firmenwertabschreibung resultiert ein deutlich verbessertes Konzernergebnis von 1,9 Mio. EUR (0,9 Mio. EUR).“ (Bondguide, 13. April 2017)

Homann Holzwerkstoffe
Homann hat holprige Jahre hinter sich, was sich auch am Bondmarkt niederschlug. Die 100 Millionen Euro schwere Anleihe, die derzeit knapp unter Par notiert, stand zwischenzeitlich enorm unter Druck, da die Verschuldung Homanns angestiegen war und die Unsicherheit im Mini-Bond-Segment aufgrund der zahlreichen Pleiten sehr hoch war. Den tiefsten Stand erreichte die Anleihe kurz nach der spektakulären Insolvenz von KTG Agrar, als der Homann-Bond auf 65 Prozent fiel. (Finance-Magazin, 18. April 2017) Nun veröffentlicht der Holzfaserplattenanbieter gute Zahlen (Umsatzanstieg von 12 % auf 226 Millionen Euro; Ebitda: Anstieg um 60% auf 33 Millionen Euro) und kündigt bei der Veröffentlichung eine Prolongierung seiner im Dezember 2017 fälligen Anleihe an. Homann möchte aber auch nur 50 Millionen Euro am Kapitalmarkt aufnehmen und hat Finanzvereinbarungen mit Banken über weitere 75 Millionen Euro geschlossen. Es wäre ein höherer Verschuldungsgrad um 25%.

Ausblick
Mit Interesse werden wir in den nächsten Wochen Wöhrl, Laurel und Rene Lezard beobachten. Bei allen drei Unternehmen stehen hoch spannende Anleihegläubigerversammlungen an, die darüber entscheiden, was die breite Masse an Investoren noch für eine Quote erwarten kann.
Mit hohem Interesse werden wir auch die Sanierungsbemühungen von Rickmers beobachten. Diesen Bond hatten wir schon häufiger in unserem Standpunkt erwähnt. Spätestens seit August 2016 haben wir auf die bilanziellen Risiken der Reederei hingewiesen und das Geschäftsmodell der eher kleinen Reederei hinterfragt.

Im „Standpunkt German Mittelstand“ äußert sich das Team um Ralf Meinerzag regelmäßig zum Markt für Mittelstands- und Hochzinsanleihen.

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Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

24/04/17
Donner & Reuschel: Mumm kompakt Spezial: Erleichterung in Europa

Nach dem positiven Ausgang der ersten Wahlrunde in Frankreich atmet Europa auf. Das vorläufige Ergebnis verdeutlicht, wie politisch zerrissen das Land ist und wie sehr es nach einer Veränderung schreit. Mehr als vierzig Prozent der Wähler haben ihre Stimme Kandidaten von ganz links oder ganz rechts gegeben. Der Gewinner der ersten Wahlrunde, Emmanuel Macron, hat kaum politische Erfahrung und ist parteilos. Erstmals haben es die Kandidaten der Sozialisten und der bürgerlich Konservativen nicht in die Stichwahl um das höchste Staatsamt geschafft. Der Verlierer Francois Fillon rief seine Wähler dazu auf in der Stichwahl Macron zu wählen, was diesem theoretisch weitere knappe 20 Prozent bescheren könnte. Die Wahrscheinlichkeit dass Marine Le Pen weitere Wähler hinzugewinnen kann, wird aktuell als gering gesehen. Somit scheint ein Sieg von Macron als sicher. Die Börsen werten das Ergebnis positiv und der Euro stieg in diesem Zusammenhang bis auf 1,0937 und markierte ein 5 Monatshoch. Die Zurückhaltung an den Aktienmärkten könnte sich heute auflösen. Der Dax verlor im April -2,15% und der Euro Stoxx50 -1,73%. Eine Erleichterung könnte die Wahl auch im Rentenbereich bringen. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen fiel zuletzt aufgrund eines möglichen Le Pen und Jean-Luc Mélenchon Sieg bis auf 0,16%, nachdem sie im März noch bei 0,5% lag.

http://www.fixed-income.org/    (Foto: Carsten Mumm © Donner & Reuschel)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

21/04/17
Swisscanto: Reif & attraktiv – der CoCo-Anleihen-Markt

Der CoCo-Markt setzte den Trend des zweiten Halbjahrs 2016 in diesem Jahr fort und wuchs durch sieben Neuemissionen weiter. Dadurch erhöhte sich das Marktvolumen um rund 7,3 Milliarden US-Dollar auf insgesamt 170 Milliarden US-Dollar (gemessen am BAML CoCo Index). “Besonders ansprechend erschienen uns vier dieser Neuemissionen – alle von erstklassigen Banken. Dies waren die CoCos von Intesa Sanpaolo und Standard Chartered, beide mit hohen Kupons von 7,75%, sowie Credit Suisse mit einem Kupon von 7,125% und die erste USD-Transaktion der Danske Bank mit einem Kupon von 6,125%. Entsprechend zeichneten wir diese Papiere für unser Portfolio“, so Daniel Björk, Manager des Swisscanto (LU) Bond Fund Invest COCO.

Es ist aufschlussreich, dass in den letzten Monaten auch zweitrangige Banken vereinzelt den Zugang zum CoCo-Markt finden, der bislang vornehmlich erstrangigen Banken vorbehalten war. Das weist auf eine gewisse Normalisierung hin und belegt die Reife des CoCo-Marktes. Überdies erweitert es das realisierbare Portfolio und rückt die Einzeltitelauswahl verstärkt in den Fokus.

Eine maßgebliche Entwicklung für den europäischen Bankensektor im Allgemeinen und den CoCo-Markt im Besonderen ist auch die Bestätigung, dass Großbanken bei Bedarf weiterhin Zugang zum Aktienmarkt haben. UniCredit nahm im ersten Quartal Aktienkapital in Höhe von 13 Milliarden Euro auf (wodurch sich die Marktkapitalisierung beinahe verdoppelte). Die Deutsche Bank will im zweiten Quartal acht Milliarden Euro neues Aktienkapitel einwerben, und Gerüchten zufolge denkt die Credit Suisse über eine Kapitalerhöhung im Umfang von 3 bis 5 Milliarden Schweizer Franken nach. “Insgesamt setzt sich der äußerst positive Trend bei den Kapitalquoten europäischer Banken fort – ein Beleg dafür, dass sich der europäische Bankensektor noch im Frühstadium des Kreditzyklus befindet. Für manche Anleger in Bankaktien sind dies womöglich schlechte Nachrichten, für CoCo-Investoren dagegen ausgesprochen gute“, meint Björk.

Swisscanto (LU) Bond Fund COCO mit vier Hauptthemen
Der Swisscanto (LU) Bond Fund COCO ist mit seiner aktiven Positionierung derzeit auf vier Hauptthemen abgestellt. 1) Bei Währungen (auf abgesicherter Basis) mit einer Übergewichtung in auf Euro lautenden CoCos und einer Untergewichtung in auf US-Dollar lautenden CoCos. 2) Nach Ländern mit einer Übergewichtung in starken spanischen und italienischen Banken und einer Untergewichtung in britischen Banken. 3) Bei Emittenten mit einer Übergewichtung in beispielsweise Banco Santander, BBVA, Intesa Sanpaolo, Standard Chartered und mit Untergewichtungen in Banco Popular und Royal Bank of Scotland. 4) Bei der Allokation mit einer Anpassung zulasten des CoCo-Jahrgangs 2016 und damit zugunsten der Jahrgänge 2014 und 2015. “Die aktuelle Positionierung ergibt insgesamt für den Fonds zum Ende des ersten Quartals eine Rendite auf Verfall von 5,9%, einen Credit Spread von 465 Basispunkten (Bp) und eine modifizierte Duration von 4,0 Jahren (vor Abzug von Gebühren und Währungsabsicherung). Mit einer Performance von knapp über 4% in Q1-17 sind wir sehr zufrieden“, so Björk.

Abschließend meint der Fondsmanager: “Wir erachten den CoCo-Markt weiterhin als gut aufgestellt in einem Umfeld mit weltweit kräftiger Wachstumsdynamik, deutlich verbesserter Kapitalausstattung im Zusammenspiel mit hoher Ertragskraft für die meisten europäischen Großbanken (selbst vor potenziellen Zinserhöhungen) und verringertem Kupon-Kündigungsrisiko bei CoCos aufgrund der jüngsten aufsichtsrechtlichen Entwicklungen. Der aktuelle Credit Spread für den Großteil des europäischen CoCo-Markts erreicht knapp 500 Bp – fast 100 Bp über den Tiefs von 400 Bp vom Juni 2014, trotz des derzeit stärkeren fundamentalen Hintergrunds und eines weiter gereiften Marktes. Es ist zwar mit Performance-Schwankungen zu rechnen, doch die aktuellen Credit Spread-Niveaus sind fundamental solide unterstützt und machen den CoCo-Markt zu einem der attraktivsten Segmente des globalen Fixed-Income-Universums.“

http://www.fixed-income.org/   (Foto: Daniel Björk © Swisscanto)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

20/04/17
Martkommentar Vontobel: In Frankreich dürfte die Welle des Populismus verebben

In Frankreich dürfte die durch die USA und Großbritannien gerollte Welle des Populismus verebben. Marine Le Pen, die Vorsitzende der Rechts-Außen-Partei, wird es höchst-wahrscheinlich in die Stichwahl der französischen Präsidentschaftswahlen schaffen, dort jedoch im Mai einem moderateren Kandidaten schließlich unterliegen. Dennoch: Die Präferenzen der Wähler sind nicht vorhersehbar, wie Anleger im vergangenen Jahr feststellen mussten. Diese Erkenntnis wirkt an den Finanzmärkten noch immer nach.

Die Entscheidung der britischen Wähler für ein Ausscheiden des Landes aus der Europäischen Union und die Wahl Donald Trumps zum 45. US-Präsidenten waren im vergangenen Jahr zweifellos wegweisende Ereignisse. Die Überraschung war perfekt – weder Meinungsumfragen noch Experten-prognosen ließen auf die Ergebnisse schließen. Insofern ist es natürlich, dass die Medien im Allgemeinen und die Anleger im Besonderen der radikalen Politikerin Marine Le Pen in den bevorstehenden französischen Präsidentschaftswahlen ernsthafte Siegeschancen einräumen. Sie verspricht ein Referendum über den Verbleib Frankreichs in der EU und die Aufgabe des Euro. Verständlicherweise sind die Anleger angesichts der möglichen Machtübernahme des «Front National» besorgt.

Extreme Parteien profitieren von Wirtschaftsmisere
Die europäische Gegenwart scheint auf eine andere Entwicklung hinzudeuten. Das schlechte Abschneiden der «Partei für die Freiheit» in den jüngsten niederländischen Wahlen könnte signalisieren, dass der Populismus etwas an Zugkraft verloren hat. Es ist jedoch müßig, aufgrund der Ereignisse in den Niederlanden den Wahlausgang in Frankreich vorherzusagen. Einwanderungsfragen rangieren in beiden Ländern weit oben. Doch während in den Niederlanden nahezu Voll-beschäftigung herrscht, befindet sich die französische Wirtschaft mit einer endemischen zweistelligen Arbeitslosenrate in einer bedauernswerten Verfassung. Der wirtschaftliche Verfall Frankreichs bewirkt, dass die Wähler nach extrem links und rechts abwandern. Bemerkenswert ist, wie ähnlich das Wirtschaftsprogramm des Front National und der französischen Links-Außen-Parteien in Bezug auf Protektionismus und Verstaatlichungen ist.

Alles in allem: Ein Sieg von Le Pen scheint wegen des französischen Wahlsystems äußerst unwahrscheinlich zu sein. Obwohl sie den ersten Wahldurchgang am 23. April überstehen dürfte, zeichnet sich in der zweiten Runde ihre Nieder-lage entweder gegen Emmanuel Macron («En Marche!») oder François Fillon («Les Républicains») ab. Diese dürfte darüber hinaus ziemlich deutlich ausfallen. Doch selbst wenn sie Präsidentin werden sollte, stehen die Chancen für ihre Partei, bei den Parlamentswahlen eine Mehrheit zu erringen, bei nahezu null. Dass es zu einem Referendum kommen könnte, ist nur schwer vorstellbar, selbst in einem aggressiven Szenario.

Aus diesem Grund sind wir der Meinung, dass sich Anlagen, die von den Marktteilnehmern aus Angst vor einer weiteren politischen Überraschung gemieden wurden, erholen soll-ten. Dazu gehören vor allem auf Euro lautende Vermögens-werte, während sogenannte sichere Häfen wie deutsche Staatsanleihen oder der US-Dollar unter Verkaufsdruck kommen könnten.

Trump-Regierung scheitert mit ihren Plänen
Die Marktteilnehmer stellen die Fähigkeit der neuen US-Regierung, das Programm von Trump umzusetzen, zunehmend infrage. Nachdem der frischgewählte Präsident mit der Abschaffung des Krankenversicherungsgesetzes Affordable Care Act, auch als «Obamacare» bekannt, im US-Kongress gescheitert ist, hat seine Glaubwürdigkeit arg gelitten. Wird er mit seinen ehrgeizigen Plänen zur Steuerreform, Deregulierung und Ausbau der Infrastruktur ebenfalls scheitern? Ohne der Entwicklung vorgreifen zu wollen, können wir annehmen, dass die Anleger ihre Erwartungen diesbezüglich zurückschrauben werden. Die jüngste Richtungslosig-keit der Aktien-, Zins- und Devisenmärkte erstaunt daher nicht.

Gleichzeitig hat die US-Notenbank klar gemacht, dass sie plant, die Zinsen behutsam zu erhöhen. Sie dämpft damit die Befürchtungen, dass der starke Arbeitsmarkt und die nahe beim Zielwert von 2 Prozent notierende Kerninflationsrate zu einer aggressiveren Geldpolitik führen könnten. Zentral ist, dass die US-Notenbank die geplanten Maßnahmen der Trump-Regierung zur Belebung der Wirtschaft vorderhand nicht berücksichtigt. Die Währungshüter werden dies erst tun, wenn diese Initiativen die bestehenden Hürden genommen haben. Dies erscheint nach dem Scheitern des Trump-Lagers bei der Krankenversicherungsreform auch sinnvoll.

Änderungen bei Aktien, Anleihen und Währungen
Wir halten generell an unserer neutralen Aktienquote fest. Die globale Wachstumsdynamik und die Gewinnrevisionen, also das Verhältnis zwischen der Anzahl von Aufwärts- und Abwärtskorrekturen der Analysten, sprechen zwar weiterhin für Aktien. Zugleich begrenzen die hohen Bewertungen und die Zweifel an der Umsetzung von Trumps Initiativen jedoch das Aufwärtspotenzial. Wir haben innerhalb der Aktienallo-kation die Eurozone auf eine «Übergewichtung» hochgestuft, weil die Anleger die Wahrscheinlichkeit eines Sieges Le Pens unseres Erachtens als zu hoch einstufen.

Solange die US-Notenbank an nur behutsamen Zinserhöhungen festhält und den freihandelsfeindlichen Äußerungen in den USA keine konkreten Taten folgen, dürfte der Dollar gegenüber dem Euro Mühe bekunden. Die Einkaufsmanagerindizes der Eurozone deuten zudem auf ein kräftiges Wirtschaftswachstum in nächster Zeit hin, was den Euro stützt. Aus diesem Grund und wegen der offenbar einstweilen sehr ausgewogen Auf- und Abwärtsrisiken haben wir die verbliebene «Übergewichtung» im US-Dollar reduziert.

Neben dem Ausbau der Aktienposition in der Eurozone haben wir auch das Engagement in Lokal- und Hartwährungsanleihen aus den «Emerging Markets» aufgestockt. Deren Umlaufrenditen sind im Vergleich mit anderen festverzinslichen Anlagen attraktiv. Zudem ist das Risiko eines übermäßig starken US-Dollar oder von schädlichen Einfuhrbeschränkungen der USA (oder beidem) gesunken, was den Vermögenswerten aus den Schwellenländern insgesamt zugutekommt.

http://www.fixed-income.org/ 
 (Foto: Christophe Bernard © Vontobel)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

20/04/17
Robeco Marktkommentar: Anleger sind der Niedrigzinsphase noch nicht entronnen

Reflation oder Stagnation – diese Frage rückt Lukas Daalder in den Mittelpunkt seines aktuellen Marktkommentars. Der so genannte „Reflation Trade” – die Wette der Anleger, dass Trumps Politik Inflation und Wirtschaftswachstum in den USA ankurbeln dürfte – hat in den letzten Monaten das Geschehen an den Finanzmärkten dominiert. Ist das eine kurzzeitige Unterbrechung oder haben wir mehr zu erwarten? Die in letzter Zeit beobachtete Wachstumsdynamik lässt Zweifel an der angeblich lang anhaltenden Stagnation aufkommen.

Bei der Überwindung der Ursachen von keinem oder einem nur äußerst geringen Wirtschaftswachstum (Stagnation) gibt es gewisse Fortschritte. Die Arbeitsmarktentwicklung, die Investitionsausgaben und die staatliche Politik sind laut Lukas Daalder, Chief Investment Officer von Robeco Investment Solutions, entscheidend.

Zur Ausgangslage: Die Aktienmärkte sind gestiegen, die Anleihekurse dagegen gefallen. Und die Weltwirtschaft nimmt an Stärke zu. Das wirft die Frage auf: Haben wir inzwischen ausreichend Fahrt aufgenommen, um das „Untergangsszenario” einer lange anhaltenden Stagnation hinter uns zu lassen? Daalder pointiert die Situation mit einem umformulierten Shakespeare-Zitat: Reflation oder Stagnation – das ist hier die Frage! „Angesichts der weiterhin robusten Konjunkturdaten, die in den letzten Monate veröffentlicht wurden, hat die Zahl der Artikel, die die These einer lang anhaltenden Stagnation in Frage stellen, eindeutig zugenommen. Deshalb ist unschwer zu verstehen, warum wir dieses Thema für wichtig halten”, sagt Daalder.„Wenn es die lange anhaltende Stagnation tatsächlich gibt, wird die derzeitige Konjunkturerholung sicherlich nur vorübergehend sein – nicht mehr als eine kurze Unterbrechung, die noch vor dem Jahresende vergessen sein wird.“ Für diesen Fall erwartet der Robeco-Experte, dass ein Phänomen der letzten sechs Monate bald vorüber sein dürfte: der so genannte „Reflation Trade”. „Und die logische Konsequenz daraus wären anziehende Anleihekurse und rückläufige Aktienkurse”, schlussfolgert Daalder.

„Wenn eine lang anhaltende Stagnation dagegen nicht viel mehr ist als das Modethema von gestern – eine unzutreffende Vorstellung, die auf einer unglücklichen Verkettung negativer zyklischer Faktoren und nicht auf einem strukturellen Phänomen basiert –, dann dürften in den nächsten Monaten und Jahren positivere Überraschungen auf die Märkte warten. Die Reflation wird weitergehen, so dass man Anleihen nach wie vor meiden sollte, während risikobehaftete Finanzmarktaktiva weiter eine überdurchschnittliche Performance erreichen werden.”

Gerät das Verhältnis von Sparen versus Investieren aus den Fugen?
Das allgemein anerkannte Konzept der lang anhaltenden Stagnation – im Gegensatz zu einer normalen Rezession – besagt, dass das übliche Verhältnis zwischen Sparen und Investieren aus den Fugen gerät. Dies liegt zum Teil daran, dass die von der Finanzkrise gebeutelten Banken das Geld ihrer Sparer nicht an Unternehmen verleihen, die es investieren wollen. Die Folgen sind eine chronisch schwache Wirtschaft, geringe Inflation, niedrige Zinssätze und eine ständige Rezessionsgefahr. Weniger einig sind sich Marktbeobachter laut Daalder darüber, wie eine solche lang anhaltende Stagnation beginnt. Ihre möglichen Ursachen reichen von stockendem technischen Fortschritt bis zu den Folgewirkungen der gesellschaftlichen Überalterung und Ungleichheit; wobei diejenigen, die kurz vor dem Ruhestand stehen, und die Wohlhabenderen überproportional mehr sparen als ärmere Bürger. Das durch die globale Finanzkrise beschädigte Finanzsystem hat unterdessen die Banken vorsichtiger werden lassen, so dass sie weniger Kredite vergeben. Außerdem haben die Globalisierung und die zunehmende Automatisierung möglicherweise zu Verzerrungen der Investitionstätigkeit in den Industrieländern geführt.

Und obwohl die Geldpolitik – die Notenbanken haben die Zinssätze auf Rekordtiefstände gesenkt und massive Quantitative Easing-Programme aufgelegt – vielfach als Teil der Lösung gilt, könnte sie Daalder zufolge auch ein Teil des Problems sein. „Da sich in der sehr hohen Nachfrage nach Staatsanleihen mit AAA-Rating ein Ersparnisüberschuss manifestiert, ist nicht ohne Weiteres nachvollziehbar, warum die Notenbanken im Rahmen ihrer geldpolitischen Lockerung umfangreiche Anleihekaufprogramme eingeleitet und damit die Verknappung von sicheren Vermögensgegenständen verschärft haben”, gibt Daalder zu bedenken.

Negative Rückkopplungsschleife durch niedrige Renditen möglich
„Diese niedrigen Renditen könnten tatsächlich wie eine negative Rückkopplungsschleife wirken, bei der ein Mangel an Altersvorsorgeersparnissen zu noch größerer Ersparnisbildung führt. Und das bedeutet, dass sich diese Politik möglicherweise negativ ausgewirkt hat. In Anbetracht dessen, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen erhöht und die europäischen Zentralbanker zu einer Drosselung ihres Anleihekaufprogramms neigen, sollte dieser Faktor in den nächsten Jahren an Bedeutung verlieren.”

Nach Daalders Ansicht ist die Idee einer lang anhaltenden Stagnation deshalb ein vielschichtiges Problem, das durch die fortschreitende Globalisierung und die Vernetzung der modernen Finanzmärkte noch vergrößert wird. „Sie lässt sich leicht durch den Hinweis von der Hand weisen, dass sich das Wachstum weltweit betrachtet nicht verlangsamt hat, was darauf hindeutet, dass es sich um ein Umverteilungsproblem handeln muss, das im Lauf der Zeit verschwinden sollte”, sagt Daalder.

Das legt Daalder zufolge auch die Vergangenheit nahe: Es sind schon häufiger Phasen lang anhaltender Stagnation ausgerufen worden, die aber nie so lange dauerten wie befürchtet. „Das ist allerdings der einfache Ausweg. Einige Trends – wie die Rolle der Alterung, der Preisrückgang bei Investitionsgütern, die Ungleichheit und der Ersparnisüberschuss in den Schwellenländern – sind tatsächlich struktureller Natur. Und bei keinem dieser Trends ist in naher Zukunft mit einer radikalen Veränderung zu rechnen”,erwartet Daalder.

„Das bringt uns zu unserer eingangs gestellten Frage zurück: Reflation oder Stagnation? Die Antwort darauf ist nicht schwarz oder weiß. Die Arbeitsmarktentwicklung, die Investitionsausgaben und – möglicherweise – die staatliche Politik, angeführt durch was auch immer Trump letztlich entscheidet, sind die wichtigsten Indikatoren, die wir weiter beobachten werden“, sagt Daalder. Die niedrige Inflation und das schwache Lohn- und Gehaltswachstum sind für den Robeco-Experten jedoch klare Hinweise, dass Anleger der Phase niedriger Renditen noch nicht entronnen sind.

http://www.fixed-income.org/   (Foto: Lukas Daalder © Robeco)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

20/04/17
Fidelity International: Kommentare zu Neuwahlen in Großbritannien

Dominic Rossi, Chefanlagestratege für globale Aktien, und Ian Spreadbury, Rentenfondsmanager, kommentieren die vorgezogenen Neuwahlen in Großbritannien:

Dominic Rossi, CIO Global Equities:

„Die Aktienmärkte tendierten gestern schwächer. Grund dafür war der Anstieg der britischen Währung. Hinter der positiven Reaktion des Pfunds auf die Ankündigung vorgezogener Neuwahlen in Großbritannien steht die Annahme, dass der Brexit aufgeschoben und möglicherweise ein zweites Referendum abgehalten wird.

Beides ist jedoch völlig unzutreffend – die Börsen schätzen die Situation falsch ein. Der Brexit wird kommen, und die Premierministerin will nur erreichen, dass die britische Regierung bei den Verhandlungen freie Hand hat. Von daher wird der Anstieg des Pfunds, den wir gestern gesehen haben, nur von kurzer Dauer sein.“

Ian Spreadbury, Rentenfondsmanager:

„Eigentlich würden die nächsten Parlamentswahlen in Großbritannien erst 2020 stattfinden. Allerdings bestand immer die Möglichkeit, dass Premierministerin Theresa May vorgezogene Neuwahlen ausrufen würde. Der Zeitpunkt hat die Börsen jedoch überrascht. Die Renditen britischer Staatsanleihen (Gilts) zogen an und das Pfund gewann an Wert, nachdem der Markt zunächst schwächer eröffnet hatte.

Wir gehen gegenwärtig davon aus, dass Theresa May eine genügend breite Mehrheit erringen wird, um sich eine stärkere Verhandlungsposition gegenüber den EU-Staaten zu verschaffen. In dem sehr unwahrscheinlichen Fall, dass May die Mehrheit verfehlt, verlöre sie vermutlich ihr Amt als Parteivorsitzende, und die britische Währung würde wohl sofort unter Druck geraten. Eine Flucht in Qualität auf breiter Front würde zu einem Rückgang der Gilt-Anleiherenditen führen – wie schon nach dem Referendum im vergangenen Jahr. Kurzfristige Unsicherheit sollte indessen dafür sorgen, dass die Bewegungen bei den Renditen relativ begrenzt bleiben.

Die Bank of England hat ihre jüngsten Staatsanleihekäufe und zum größten Teil auch das Programm zum Ankauf von Unternehmensanleihen abgeschlossen. Wir gehen trotzdem davon aus, dass sie die Marktbedingungen auch künftig nicht ignorieren und in dieser Phase an einer expansiven Politik festhalten wird. Ein mögliches Anwachsen der Renditeaufschläge bei Unternehmensanleihen würde dadurch gedämpft.

Auch in der Positionierung der Marktteilnehmer spiegeln sich die erhöhten Risikoaufschläge für die globalen politischen Gefahren wider. Wir werden uns an den Kreditmärkten weiterhin vorsichtig verhalten und in erster Linie auf Papiere setzen, von deren Qualität wir besonders überzeugt sind, sowie auf weniger zyklische und Schuldverschreibungen.”

http://www.fixed-income.org/   (Foto: Ian Spreadbury © Fidelity International)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

20/04/17
T. Rowe Price: Reform-Momentum eröffnet Anlegern Möglichkeiten am indischen Anleihemarkt

Bei Schwellenländeranlegern genoss Indiens Anleihemarkt nicht immer oberste Priorität, weil der Markt für viele als etwas undurchsichtig und schwierig gilt. Doch in den vergangenen Jahren hat sich der indische Anleihemarkt allmählich gegenüber internationalen Investoren geöffnet. Gleichzeitig hat sich das Investmentumfeld verbessert, dazu beigetragen haben der langfristige Desinflationstrend des Landes, positive Wachstumsaussichten und Reformen, welche die Regierung des Premierministers Narendra Modi implementiert hat. Trotz dieser Fortschritte sollten potenzielle Investoren jedoch auch die Risiken berücksichtigen, die sich aus dem erheblichen Verschuldungsproblem des Landes und seinen vielen politischen Unwägbarkeiten ergeben.

Der indische Anleihemarkt ist traditionell in der Hand von inländischen Anlegern und internationale Investitionen sind vergleichsweise gering, da die Regulierung trotz der allmählichen Öffnung des Marktes den Zugang für ausländische Investoren immer noch begrenzt.

Solide Performance
„Für internationale Investoren hat sich der Aufwand, den indischen Markt zu erschließen, gelohnt. Die indische Staatsverschuldung hat sich seit 2014 relativ gut entwickelt, wobei die Renditen bei 10-jährigen Anleihen zwischen Anfang 2014 und Ende 2016 von neun Prozent bis unter sieben Prozent abgenommen haben“, sagt Andrew Keirle, Portfoliomanager des Emerging Markets Local Currency Bond Fund.

Die kürzlich erfolgte Geldentwertung von hohen Rupien-Banknoten durch die Regierung, um die Schattenwirtschaft zu schwächen, habe Sorgen um das Wirtschaftswachstum befördert. Dies habe sich wiederum positiv auf die Bondspreise ausgewirkt. Aber selbst wenn die Bewertungen nicht so attraktiv seien wie sie einmal waren, gebe es immer noch gute Gründe, in indische Anleihen zu investieren. Auch die indische Währung könnte für Investoren interessant sein. Gute Zahlungsbilanzen und ein geringes Leistungsbilanzdefizit sowie solide ausländische Direktinvestitionszuflüsse sprächen für sich. „Die Rupie erscheint fair bewertet. Wir glauben, dass sie Vorteile gegenüber anderen asiatischen Währungen hat“, so Keirle.

Inflation in den Griff bekommen
Die hohe Inflation war historisch gesehen eine Belastung für Indiens Anleihemarkt. Hier zeigen die Reformen der Regierung allerdings Wirkung. Nach der Finanzkrise von 2007/2008 gab es zweistellige Inflationsraten. Die indische Notenbank, Reserve Bank of India (RBI), sorgte seit dem Jahr 2013 dafür, dass die Inflation sich auf einen einstelligen Bereich reduzierte. „Der zugleich sinkende Leitzins hat ein attraktives Umfeld für Anleiheanleger geschaffen“, erläutert Portfoliomanager Keirle.

Neben der Umsetzung eines formalen Inflationsmandats hat die indische RBI weitere Reformen eingeführt, um die Zinssätze zu bestimmen – dies hatte sie früher nicht eigenständig gedurft. Dies hat wiederum den Anreiz der Zentralbank weiter gestärkt, sich langfristig auf die Inflation zu konzentrieren. Zum Vorteil der Investoren, die es in der Regel begrüßen, dass Zentralbanken so unabhängig wie möglich sind.

Unterstützende Maßnahmen
Indien hat zudem mehrere Reformen auf den Weg gebracht, um die Schwarzmarktwirtschaft einzudämmen. Außerdem wurde die Bürokratie reduziert, wenn es um Infrastrukturausgaben und Immobilienentwicklung geht. Eine weitere Schlüsselreform, die festverzinslichen Investoren zugutekommt, ist die Schaffung einer landesweiten Waren- und Dienstleistungssteuer (im Englischen „goods and services tax“, kurz GST). Diese Steuer beseitigt gewisse Barrieren und Steuerverzerrungen zwischen den verschiedenen Bundesstaaten, mit dem Ziel, in Indien einen effizienteren Binnenmarkt zu etablieren.

Bleibende Herausforderungen
Während der Einfluss der Regierung auf die indische Notenbank reduziert wurde, ist die politische Entwicklung ein Risiko für die Entwicklung des indischen Anleihemarktes. Auch wenn die Regierung im Unterhaus eine Mehrheit hat, kontrolliert sie nicht das Oberhaus. Dies erschwert es, Gesetze zu verabschieden. Im Allgemeinen bewegt sich die indische Politik allmählich von einer dominierenden zentralen Partei zu einer Parteienlandschaft, die durch eine Anzahl kleinerer, regionaler Parteien gekennzeichnet ist. Das macht es wiederum schwieriger, auf lange Sicht wichtige Reformen herbeizuführen.

Indiens Anleihemarkt steht aber auch vor einigen wirtschaftlichen Herausforderungen. Die großen Konglomerate des Landes sind teilweise äußerst stark verschuldet: Das eine Prozent der größten indischen Unternehmen vereint laut dem Internationalen Währungsfonds IWF etwa die Hälfte der Gesamtverschuldung auf sich. Auch das Bankensystem des Landes hat ein großes Schuldenproblem.

Dennoch bieten indische Anleihen Diversifizierungspotenzial für internationale Investoren. Der Markt ist im Vergleich zu anderen asiatischen Schwellenländern weniger stark dem Risiko ausgesetzt, dass sich ausländische aus der Region schnell zurückziehen. Darüber hinaus hat der Markt eine relativ geringe Korrelation zu US-Staatsanleihen. „Im Großen und Ganzen entwickelt sich das Land allmählich zu einem offeneren, integrativen Markt. Dies sollte sicherstellen, dass die Nachfrage nach indischen Vermögenswerten strukturell im Laufe der Zeit steigen wird – das gilt insbesondere für festverzinsliche Wertpapiere und Devisen. Indische Staatsanleihen erzielen höhere Erträge als die Anleihen anderer asiatischer Schwellenländer, die sich nicht auf einem solchen Reformkurs wie Indien befinden“, resümiert Keirle.

http://www.fixed-income.org/   (Foto: Andrew Keirle © T. Rowe Price)

Quelle: fixed-income.org – Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.